- Tiefe
- Basis
- Relevanz
- alle Klassen; mehrere Reihen ab den Black-Klassen
KonzeptphaseFrühe Klärung: Raum, Nutzung und Budget — noch ohne Detailplanung.
Sitzplätze und Möblierung
Wo sitzt Du am besten — und wie bekommst Du mehrere gute Plätze?
Bis hierher hat der Guide Bild und Ton geplant, ohne dass jemand saß. Jetzt kommt der Ort dazu, an dem beides ankommt. Der Sitzplatz ist die Stelle, an der die Bildgröße ihren Sehwinkel bekommt, an der die Lautsprecher ihre Winkel bekommen und an der der Raum entscheidet, wie viel Bass ankommt. Zwei Randbedingungen sind vorher gefallen: Wie weit Du vom Bild entfernt sitzt, hat das Kapitel Bildgröße und Sitzabstand festgelegt, und wo die Lautsprecher stehen dürfen, klärt das Lautsprecherlayout. Dieses Kapitel beantwortet den Rest: wie viele Plätze es werden, wie sie angeordnet sind, worauf gesessen wird und was das Möbel im Alltag verlangt.
Im Kino ist ein Platz immer der beste — meist der in der Mitte, ein Stück nach hinten. Von dort sieht man das Bild am ruhigsten, und von dort klingt der Ton so, wie ihn jemand gemischt hat. Alle anderen Plätze liegen mehr oder weniger daneben. Zu Hause kannst Du diesen guten Platz nicht vervielfachen, Du kannst die Nachbarplätze aber nahe an ihn heranrücken. Dafür brauchst Du zwei Dinge: genug Abstand zu den Wänden und, wenn eine zweite Reihe dazukommt, eine Stufe. Und weil ein Kinosessel viel Platz frisst — vor allem, wenn er sich zum Liegen ausfährt —, wird das Möbel früh entschieden und nicht am Schluss.
Es gibt einen besten Platz — und dann gibt es die anderen
Jeder Raum hat eine Stelle, an der alles zusammenpasst: Das Bild steht mittig und im geplanten Winkel, die Front kommt symmetrisch an, und der Bass ist an dieser Stelle weder ausgelöscht noch überhöht. Diese Stelle heißt Sweet Spot; der eine Platz darin, auf den ein Kino eingemessen wird, heißt Money Seat. Er ist eine Eigenschaft der Geometrie und lässt sich nicht durch Geräte herbeiführen.
Für die Planung folgt daraus eine unbequeme Wahrheit: Mehr Plätze heißen immer, dass Plätze schlechter werden. Die Frage ist deshalb nie, ob es Unterschiede gibt, sondern wie groß Du sie zulässt. Zwei Größen beschreiben das. Die Symmetrie am Hörplatz sagt, wie ähnlich sich linke und rechte Raumhälfte an einem Platz verhalten — sie leidet bei jedem Platz, der aus der Raumachse rutscht. Die Sitz-zu-Sitz-Varianz sagt, wie stark der Bass zwischen den Plätzen auseinanderläuft; ihre Verfahren und Kennwerte stehen dort.
Der wirksamste Schritt ist banal und wird trotzdem oft übersprungen: Leg fest, welcher Platz der Referenzplatz ist, bevor die Möbel bestellt werden. Auf ihn wird eingemessen, an ihm hängen die Abstände, und nach ihm richtet sich, welcher Nachbarplatz noch als gleichwertig gelten darf. Fehlt diese Festlegung, ist am Ende jeder Platz ein Kompromiss, und es gibt keinen, an dem sich die anderen messen lassen.
Wie viele Plätze, und in welcher Anordnung
Die Zahl der Plätze ist eine Nutzungsfrage und keine Rechenaufgabe. Sie sollte an dem hängen, wie oft der Raum wirklich voll besetzt ist, und nicht an der maximalen Gästezahl, die einmal im Jahr vorkommt. Ein Raum mit vier guten Plätzen und einer Zusatzbestuhlung für den Ausnahmefall ist im Alltag besser als einer mit acht mittelmäßigen.
Für die Anordnung gelten drei Punkte, und sie stehen in dieser Reihenfolge:
Die Sitzgruppe steht symmetrisch zur Raumachse. Das Bild sitzt mittig, das Frontlayout ist mittig aufgebaut, und jede Abweichung der Plätze davon verschiebt Ortung und Pegel an allen Plätzen zugleich. Wandert die Sitzgruppe seitlich, wandert der Referenzplatz mit — und dann hat der Raum keinen Platz mehr, an dem beide Seiten gleich ankommen.
Die Breite der Sitzgruppe entscheidet über die Randplätze. Ein breites Sofa bringt Plätze weit außen, und die liegen näher an einem seitlichen Lautsprecher als der Referenzplatz. Wie stark ein naher Surround dann dominiert und welche Auswege es gibt, behandelt die Seite zu den Surround-Positionen im Kompromiss. Für dieses Kapitel zählt die Folge: Jeder zusätzliche Platz in der Breite kostet mehr, als die Fläche vermuten lässt.
Eine zweite Reihe ist eine Bauentscheidung. Sie bedeutet ein Podest, und das Podest steht nach dem Estrich fest. Ab wann eine zweite Reihe überhaupt sinnvoll wird und was sie an Raumtiefe verlangt, folgt unmittelbar aus den Maßen des gewählten Sessels.
Eine Nebenbemerkung, die im Wohnraum mehr wiegt als im Kinoraum: Die Sitzgruppe dreht sich im Lebensalltag mit dem Raum. Wird die Ausrichtung des Raums später noch einmal umgeworfen — und das passiert oft —, ändern sich Sitzabstand, Lautsprecherwinkel und Lichteinfall gemeinsam. Wer mehrere Ausrichtungen gedanklich durchspielt, bevor gebaut wird, sieht diese Kette an einem Nachmittag statt auf der Baustelle.
Der Reihenabstand kommt vom Sessel
Im gewerblichen Kinosaalbau ist der Reihenabstand eine Größe, über die man verfügt: Rolv Gjestland, seit 1984 Berater der norwegischen Kino-Organisation Film&Kino, nennt in seinem Leitfaden für den Kinosaalbau 1 200 Millimeter von Rückenlehne zu Rückenlehne als Untergrenze für gute Beinfreiheit. Diese Zahl gilt für einen normalen Klappsessel.
Im Wohnkino ist der Liegesessel der Normalfall, und damit dreht sich das Verhältnis um: Das Möbel gibt den Abstand vor, statt sich nach ihm zu richten. Ein Liegesessel ist schon in Ruhelage tiefer als mancher Kinosessel, und ausgefahren reicht er weit über den Kinowert hinaus. Wenn alle Plätze gleichzeitig liegen können sollen — und dafür werden solche Sessel gekauft —, wächst der Reihenabstand auf ungefähr die ausgefahrene Tiefe. Die Zahlen dazu, die Tiefe in beiden Stellungen und die Mehrtiefe, die die letzte Reihe für ihre nach hinten kippende Lehne braucht, stehen bei Kinosessel als Planungsgröße.
Daraus folgt die Reihenfolge, die im Projekt am häufigsten falsch herum läuft: Der Sessel wird vor dem Podest entschieden. Sein Maß legt den Reihenabstand fest, der Reihenabstand geht in die Podesthöhe ein, und die Podesthöhe steht nach dem Estrich fest. Wer die Stufe zuerst baut, hat sie für ein Möbel dimensioniert, das er noch nicht kannte.
Für den Sitzblock heißt das in Metern gedacht: Zwei Reihen voll ausfahrbarer Sessel plus dem Wandabstand hinter der letzten Reihe belegen einen erheblichen Teil einer üblichen Kellerraumtiefe, und erst danach beginnt der Abstand zur Bildfläche. Die durchgerechnete Aufstellung dazu steht bei Kinosessel als Planungsgröße.
Die zweite Reihe sitzt höher — und wie viel höher, wird gerechnet
Eine zweite Reihe sieht das ganze Bild nur, wenn ihr Blick über die Köpfe der ersten hinweg reicht. Das Maß dafür heißt Sichtlinienfreiheit: der senkrechte Abstand zwischen den Sichtlinien beider Reihen zur Bildunterkante, gemessen an der Augenposition der vorderen Reihe. Der Bezugspunkt ist die Unterkante und nicht die Bildmitte — wer nur die Mitte frei sieht, verliert Untertitel und unteren Bildrand im Hinterkopf des Vordermanns. Der Kinosaalbau bewertet die Freiheit in vier Stufen und nennt 200 Millimeter als guten Wert.
Aus dieser Freiheit, dem Reihenabstand, dem Abstand der ersten Reihe zur Bildfläche und der Höhe der Bildunterkante folgt die Podesthöhe eindeutig. Der Rechenweg steht bei Podesthöhe aus der Sichtlinienfreiheit, die Planungsfolgen samt Beispieltabelle bei Staffelung mehrerer Sitzreihen. Drei Ergebnisse dieser Rechnung solltest Du kennen, bevor Du mit dem Trockenbauer sprichst:
- Die Höhe der Bildunterkante ist der stärkste Hebel. Hängt das Bild tief, wird die Stufe hoch; hängt es höher, reicht eine kleine Stufe. Wie hoch das Bild überhaupt hängen darf, begrenzt die Raumhöhe und der vertikale Blickwinkel der ersten Reihe — behandelt bei Bildhöhe und vertikalem Sichtwinkel.
- Zwanzig Zentimeter Podest sind eine Bauhöhe, kein Planungsergebnis. Ob sie reichen, entscheidet die Bildlage. Bei tief hängendem Bild bleibt von der Sichtlinienfreiheit rechnerisch fast nichts übrig.
- Die Liegefunktion kostet einen großen Teil der Freiheit. Wer die Lehne zurückstellt, sitzt mit den Augen tiefer, und für die Sichtlinie zählt der ungünstige Mischfall: hintere Reihe zurückgelehnt, vordere aufrecht. Das ist die übliche Haltung nach zwanzig Minuten Film und gehört deshalb in die Rechnung.
Das Podest ist danach ein Bauteil mit eigenen Fragen — der Hohlraum darunter, die Lastannahme für auf der Stufe montierte Sessel, die Zuleitungen und die Stufenbeleuchtung. Sie stehen bei Das Podest als Bauteil.
Die Rückwand ist die unangenehmste Wand im Raum
In fast jedem Wohnkino steht die hinterste Sitzreihe an oder dicht vor der Rückwand. Für die Optik ist das die naheliegende Lösung, für den Ton die schwierigste Stelle des Raums, und zwar aus drei verschiedenen Gründen gleichzeitig.
Im Bass. An einer harten Wand liegt ein Druckmaximum. Ein Platz unmittelbar davor hört den Bass darum überbetont und gleichzeitig ungleichmäßig, weil dort auch die Auslöschungen der Raummoden dicht beieinanderliegen. Warum die Nähe zu Begrenzungsflächen den Tieftonbereich verändert, steht bei Wandabstand und Grenzflächenankopplung; die Auslöschungen durch die Reflexion an der Wand hinter dem Hörplatz laufen unter SBIR. Beides ist Geometrie und keine Frage des Subwoofers — die Elektronik holt einen Platz nicht aus einer Auslöschung heraus.
Bei den Surrounds und Höhenkanälen. Ein Lautsprecher, der einen halben Meter neben oder hinter dem Kopf hängt, wird für diesen Platz zur beherrschenden Schallquelle, und die Ortung springt zu ihm. Sitzt die Reihe an der Wand, fehlt hinter den Köpfen außerdem die Deckenstrecke, die ein hinteres Höhenpaar für seinen Erhebungswinkel bräuchte — dann existiert für dieses Paar keine zulässige Position mehr. Welche Kanäle in dieser Lage überhaupt noch sinnvoll sind, klärt Sitzposition dicht an der Rückwand.
Beim Möbel selbst. Die Lehne eines Liegesessels kippt beim Ausfahren nach hinten und braucht diesen Weg frei. Steht sie an der Wand, fährt der Sessel entweder nicht ganz aus oder drückt gegen die Wandbekleidung — und dort sitzt im Kinoraum meist ein Absorber oder eine Stoffbespannung.
Die praktische Konsequenz ist dieselbe für alle drei: Rück die letzte Reihe von der Wand ab, so weit der Raum es zulässt. Wie weit „so weit" ist, hängt am Raum und gehört in die Planung; die Richtung ist eindeutig.
Das Möbel im Alltag: Motorik, Halter, Kabel
Die Ausstattung eines Kinosessels sieht im Katalog nach Komfort aus und kommt in der Planung als Infrastruktur an.
Motorik. Ein motorischer Sessel braucht eine Zuleitung an jedem Platz — die Zahl der Anschlüsse folgt der Zahl der Plätze und nicht der Zahl der Reihen. Die Leitung wandert in oder unter das Podest, und das ist vor dem Estrich eine Kleinigkeit und danach eine Baustelle. Dazu kommt die Frage, in welcher Stellung die Sessel beim nächsten Film stehen: Bleiben sie so, wie der letzte Gast sie verlassen hat, ragen Fußstützen in den Gang und eine Lehne liegt an der Wand. Eine Rückstellung in die Neutrallage über die Steuerung löst das, verlangt aber eine Steuerleitung und eine Schnittstelle am Möbel. Wie dieser Aufruf in die Bedienung eingebunden wird, gehört zu Bedienung und Automatisierung.
Getränkehalter und Ablagen. Sie sind der Grund, warum im Kinoraum überhaupt Getränke an den Platz kommen, und damit eine Alltagsfrage mit zwei Folgen. Beleuchtete Halter geben Licht in einen Raum, der während des Films dunkel sein soll — sie gehören in die Dimmung und nicht auf einen eigenen Schalter, und das ist eine Vorgabe an die Lichtplanung. Und ein Halter, der zwischen zwei Sesseln sitzt, verbreitert die Sitzgruppe: Der äußere Platz rutscht weiter aus der Raummitte, mit den Folgen aus dem zweiten Abschnitt.
Ladebuchsen und Sitzheizung. Beides hängt an derselben Zuleitung wie die Motorik und ändert nur deren Auslegung. Wichtiger als die Wattzahl ist, dass die Entscheidung vor dem Estrich fällt.
Bedienstellen. Wo im Raum eine Fernbedienung liegt, wo ein Wandtaster sitzt und was der Gast in der zweiten Reihe im Dunkeln erreicht, ist eine eigene Planungsfrage; sie steht bei Wo Bedienstellen im Raum sitzen.
Wenn die Einrichtung stärker ist als die Ideallösung
Im dedizierten Kinoraum gewinnt die Geometrie: Das Podest kommt dorthin, wo die Sichtlinie es verlangt, und die Sitzgruppe steht mittig. Im Wohnzimmer und in vielen Räumen der White-Klassen ist die Lage anders. Dort steht die Einrichtung häufig fest, bevor über Bild und Ton gesprochen wird, und die AVITECT-Haltung dazu ist ausdrücklich, in diesem Fall zurückzustecken: Ein Raum, in dem die Familie sich wohlfühlt und der akustisch Kompromisse macht, ist der bessere Raum als einer, der rechnerisch stimmt und in dem niemand sitzen mag.
Zurückstecken heißt allerdings, die Kompromisse zu benennen, statt sie verschwinden zu lassen. Zwei Dinge lohnen sich auch dann:
- Den Referenzplatz trotzdem festlegen. Auch in einer festgelegten Sitzlandschaft gibt es einen Platz, auf den eingemessen wird. Wird er benannt, ist klar, welcher Platz die geplante Qualität hat und welcher daneben liegt.
- Die eine Verschiebung suchen, die nichts kostet. Ein Sofa zwanzig Zentimeter von der Wand abzurücken ist keine Umgestaltung und ändert im Bass mehr als der nächstteurere Subwoofer.
Wie Einrichtung, Akustik und Technik gemeinsam aufgehen, ist das Thema des Kapitels Innenarchitektur und Design; die Frage, wohin die Geräte kommen, klärt Technik-Unterbringung und Möbel.
Typische Missverständnisse
„Wenn die Reihen versetzt stehen, schaut man zwischen den Köpfen durch." Das ist der verbreitetste Irrtum zum Thema. Das Blickfeld zwischen zwei Köpfen deckt die Breite einer Kinobildfläche nicht ab, und wer seitlich sitzt, hat den Kopf des Vordermanns ohnehin in der Blickrichtung zur Bildmitte. Warum das Versetzen die Sicht nicht verbessert, steht bei der Staffelung mehrerer Sitzreihen.
„Die hintere Reihe ist die schlechtere." Fürs Bild selten: Sie sitzt weiter weg, der vertikale Blickwinkel ist kleiner, die Haltung entspannter. Was sie schlechter macht, ist der Ton — die Nähe zur Rückwand, und die ist ein Thema für sich.
„Ein tieferer Sessel ist bequemer." Tiefe ist eine Raumforderung. Der Komfort kommt aus Sitzhöhe, Polsterung, Lehnenwinkel und Kopfstütze; die Tiefe kommt beim Trockenbauer als Meterangabe an und fehlt entweder vorn am Abstand zur Bildfläche oder hinten am Gang.
„Mehr Plätze sind besser." Jeder zusätzliche Platz liegt weiter vom Referenzplatz entfernt, seitlich oder in der Tiefe. Ein Raum mit vier guten Plätzen bedient mehr Filmabende gut als einer mit acht Plätzen, von denen die Hälfte nur besetzt wird, wenn Besuch kommt.
„Die Einmessung gleicht die Plätze an." Sie kann Pegel und Laufzeiten je Platz nicht getrennt korrigieren, weil alle Plätze dasselbe Signal hören. Wie die Einmessung stattdessen über mehrere Plätze mittelt und was dieser Tausch kostet, steht im Kapitel Tonkalibrierung — sie arbeitet mit dem Referenzplatz, den dieses Kapitel festlegt. Warum der Raum die Unterschiede überhaupt erzeugt, erklärt Raumakustik im Heimkino.
Was Du mitnimmst — und der nächste Schritt
Am Ende dieses Kapitels steht ein Möblierungsplan mit vier Festlegungen: die Zahl der Plätze und ihre Anordnung, der benannte Referenzplatz, der Reihenabstand mitsamt der Podesthöhe, falls es eine zweite Reihe gibt, und der Abstand der letzten Reihe zur Rückwand. Dazu kommt die Liste der Anschlüsse, die vor dem Estrich liegen müssen.
Zwei dieser Festlegungen wirken in den Rohbau zurück, und deshalb gehören sie früh entschieden: die Podesthöhe und die Zuleitungen. Alles andere lässt sich später noch verschieben.
Der nächste Schritt bringt Licht in den Raum, den Du gerade möbliert hast — Lichtkreise, Szenen und Orientierungslicht für die Stufe klärt die Lichtplanung.
Verknüpfte Inhalte
Die Rechnung hinter der Stufe steht bei Podesthöhe aus der Sichtlinienfreiheit, ihre Planungsfolgen bei Staffelung mehrerer Sitzreihen und die Bauseite bei Das Podest als Bauteil. Die Maße, die das Sitzmöbel dem Raum vorgibt, führt Kinosessel als Planungsgröße.
Im Glossar vertiefen Sweet Spot, Sichtlinienfreiheit, Sitz-zu-Sitz-Varianz und Symmetrie am Hörplatz die Begriffe dieses Kapitels. Wie groß das Bild vom jeweiligen Platz aus wirkt, rechnet die Formelseite zum Sichtwinkel.
Auf der Tonseite gehören Sitzposition dicht an der Rückwand und die Surround-Positionen im Kompromiss dazu; welche Plätze je Ausbauform erwartet werden, steht bei den Heimkino-Systemklassen.
Quellen
Die Werte des Kinosaalbaus — Sichtlinienfreiheit mit ihren Bewertungsstufen, Reihenabstand ab 1 200 Millimetern von Lehne zu Lehne, die Sitztiefen der Liegesessel, die Mehrtiefe der letzten Reihe, die Wirkung des Zurücklehnens auf Augenhöhe und Kopfposition sowie die Feststellung, dass versetzte Reihen die Sicht nicht verbessern — stammen aus Rolv Gjestlands Leitfaden für den Kinosaalbau in der Fassung vom Oktober 2019. Der Volltext wurde am 19. August 2026 für die Seiten zur Sitzreihen-Staffelung und zu den Kinosessel-Planungsmaßen am Original gelesen; dieses Kapitel übernimmt die dort dokumentierten Belegstellen und rechnet nicht neu.
Die akustischen Aussagen zur Rückwand — Druckmaximum an der Begrenzungsfläche, Auslöschungen durch Reflexion hinter dem Hörplatz, Dominanz eines nahen Surrounds und der fehlende Deckenweg für ein hinteres Höhenpaar — sind auf den verlinkten Wissens- und Glossarseiten belegt und werden hier zusammengeführt.
AVITECT-Setzungen dieses Kapitels sind die Reihenfolge der Anordnung (Symmetrie vor Breite vor zweiter Reihe), die Empfehlung, den Referenzplatz vor der Möbelbestellung zu benennen, und die Haltung zum Vorrang der Einrichtung in Wohnräumen.