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Bild 1 von 4

Einleitung

UHD 4K Projektor

Eignet sich der EH-LS12000B für Dich?

Cinema to Go

Mobiles Kino für unterwegs.

Nicht geeignet
Grey Cinema

Multifunktionsraum mit Heimkino.

Sehr gut geeignet

Perfekt für Dich, wenn …

  • Du einen Projektor mit großzügigem Lens-Shift brauchst.
  • Du Dir keine Gedanken über Regenbogen-Effekte machen möchtest.
  • Dein Raum Restlicht hat oder Du eine große Leinwand planst.
  • die Vorzüge von Lens-Memory für Dich wichtig sind.
  • Du gelegentlich auch Videospiele spielen möchtest.
  • Du kein separates Netzteil am Gerät möchtest.
  • Du etablierten Projektor-Herstellern mit Installations-Erfahrung vertraust.

Eher nicht für Dich, wenn …

  • der Projektor ein weißes Gehäuse haben soll.
  • Du ein natives 4K-Panel suchst.
  • Du 3D-Wiedergabe brauchst.
  • Du Smart-TV-Funktionen und eingebaute Lautsprecher erwartest.
  • Du den Beamer transportieren oder flexibel umstellen willst.
  • Du ein Black Cinema auf Referenz-Niveau bauen möchtest.

Die Highlights des EH-LS12000B im Überblick

  • Helligkeit

    2.700 lm

    ISO-Lumen (ISO 21118)

  • Auflösung

    Nativ

    1920 × 1080

    Dargestellt

    3840 × 2160

  • Lichtquelle

    Laser-Phosphor

  • Throw Ratio

    1,35 – 2,84

  • Kontrast

    Nativ

    5.000

    Dynamisch

    2.500.000:1

  • Garantie

    5 Jahre oder 12.000 h

  • Bilddiagonale

    50 – 300 Zoll

  • Lens-Shift

    Vertikal

    ±96 %

    Horizontal

    ±47 %

  • Gehäuse

    B × H × T

    520 mm193 mm447 mm

    Gewicht 12,7 kg

Technologien im EH-LS12000B

Was in den technischen Daten steckt — auf unseren Wissensseiten erklärt und vertieft.

Projekte mit diesem Produkt

Echte AVITECT-Referenzen, in denen dieses Produkt eingesetzt wurde.

LS & QB Serie

Technische Daten

  • Bilderzeugung

    Projektionstechnologie
    3LCD

    Technologie

    3LCD

    3LCD ist ein Projektionsverfahren mit drei durchleuchteten Flüssigkristall-Panels: Das weiße Licht der Quelle wird in Rot, Grün und Blau zerlegt, jede Grundfarbe durchläuft ihr eigenes Panel, und ein Prisma setzt die drei Teilbilder wieder zu einem zusammen. Alle drei Farben stehen dadurch in jedem Moment gleichzeitig im Bild. Das Verfahren beantwortet damit die Frage, wie ein Panel, das nur Helligkeit steuern kann, ein farbiges Bild liefert — mit Parallelarbeit statt mit einer zeitlichen Farbfolge.

    Stell Dir vor, an einem Bild malen drei Maler gleichzeitig: Einer malt nur die roten Anteile, einer die grünen, einer die blauen — und alle drei malen auf dieselbe Leinwand, exakt übereinander. So arbeitet ein 3LCD-Projektor: Drei kleine Bildfenster erzeugen je eine Farbe, ein Glasblock legt die drei Bilder übereinander. Für Dich heißt das: Die Farben sind immer alle gleichzeitig da, und es gibt keine Momente, in denen das Auge farbige Blitzer sieht.

    Das zugrunde liegende Problem

    Ein Flüssigkristall-Panel ist ein steuerbares Lichtventil: Jeder Bildpunkt lässt mehr oder weniger Licht durch. Farbe kennt es nicht. Ein einzelnes Panel könnte Farbe nur über winzige Farbfilter je Bildpunkt erzeugen — dann schluckt jeder Filter zwei Drittel des Lichts — oder über eine zeitliche Farbfolge, die andere sichtbare Folgen hat. Die dritte Antwort ist die teuerste im Aufbau und die einfachste im Ergebnis: das Licht erst nach Farben sortieren, dann je Farbe ein eigenes Panel durchleuchten, dann alles wieder zusammensetzen. Genau das ist 3LCD.

    Woher der Aufbau kommt

    Die Seiko Epson Corporation, 1985 aus der Verschmelzung von Suwa Seikosha und Epson Corporation hervorgegangen und mit Wurzeln bei der 1942 am Ufer des Suwa-Sees gegründeten Daiwa Kogyo, arbeitet seit den 1980er-Jahren an durchleuchteten Flüssigkristall-Panels. Im Januar 1989 kam mit dem VPJ-700 der erste Projektor mit drei solchen Panels; bis zum 10. Dezember 2014 waren nach eigener Angabe hundert Millionen dieser Panels ausgeliefert.

    Die Größenordnung hilft bei der Einordnung: 3LCD ist eine seit Jahrzehnten in Serie gebaute Anordnung und keine Konzeptstudie — und die Panelfertigung liegt beim selben Haus wie die Geräteentwicklung, was Abstimmung zwischen Bauteil und Gerät ohne Zulieferergrenze erlaubt.

    Funktionsweise

    Zerlegen. Zwei dichroitische Spiegel teilen das weiße Licht — „dichroitisch" heißt: eine hauchdünne Beschichtung auf dem Trägerglas reflektiert nur Licht eines bestimmten Wellenlängenbereichs und lässt den Rest passieren. So zweigt der erste Spiegel eine Grundfarbe ab, der zweite trennt die verbleibenden beiden, und am Ende laufen Rot, Grün und Blau auf getrennten Wegen durch das Gerät. Weil die Trennung über Beschichtungen und nicht über Farbfilter läuft, wird das Licht umgelenkt statt geschluckt.

    Ausrichten. Ein Flüssigkristall-Panel arbeitet nur mit Licht einer bestimmten Schwingungsrichtung. Eine Lampe liefert alle Richtungen gemischt, also sitzt vor den Panels ein Wandler, der den unbrauchbaren Anteil dreht, statt ihn zu verwerfen. Epson beziffert den Gewinn daraus mit etwa dem Anderthalbfachen an Helligkeit.

    Schalten. Dann durchleuchtet jede Grundfarbe ihr eigenes Panel. Dort steuert die Flüssigkristallschicht für jeden Bildpunkt, wie viel von dieser Farbe durchkommt — das rote Panel formt das Rot-Teilbild, die anderen entsprechend. Hinter jedem Bildpunkt sitzt ein eigener Dünnschichttransistor. Wie ein durchleuchtetes Panel im Innern arbeitet, erklärt das transmissive LCD; 3LCD ist die Dreipanel-Architektur, die auf diesem Prinzip aufsetzt.

    Zusammenführen. Zuletzt vereint ein dichroitisches Prisma die drei Teilbilder. Es besteht aus vier verkitteten Dreikant-Elementen, deren innere Flächen Rot und Blau reflektieren und Grün durchlassen; hinter dem Prisma verlassen alle drei Teilbilder das Gerät als ein einziges Bild durch dasselbe Objektiv. Die Verkittung ist der kritische Punkt: Sind die spiegelnden Flächen gegeneinander versetzt, entstehen dunkle Linien und Doppelbilder. Die Fertigungspräzision dieses Glasblocks ist also keine Nebensache, sondern Bedingung für ein sauberes Bild.

    Das HTPS-Panel

    Das Panel selbst heißt HTPS-Panel, nach dem Material seiner Ansteuerung: Hochtemperatur-Polysilizium (englisch high-temperature polysilicon). Epson fertigt diese Panels seit den 1980er-Jahren im eigenen Haus und hat sich dabei ausdrücklich für die durchleuchtete gegenüber der reflektiven Bauart entschieden.

    Zwei Zahlen ordnen den Aufwand ein, der in diesen Panels steckt. Der Anteil der Fläche, durch den überhaupt Licht kann, wird durch Leiterbahnen, Transistoren und die abdeckende Schwarzmatrix begrenzt; an einem 0,76-Zoll-Panel hat Epson diesen Anteil in den ersten fünf Jahren ab 2005 um über 30 Prozent und in zehn Jahren um über 50 Prozent gesteigert. Zusätzlich sitzt über jedem Bildpunkt eine Mikrolinse, die Licht von den undurchlässigen Stellen in die Öffnung lenkt; eine doppelte Anordnung davon bringt nach Herstellerangabe 30 Prozent mehr Lichtausbeute.

    Was aus dem Aufbau folgt

    Farbe. Weil alle drei Grundfarben gleichzeitig im Bild stehen, gibt es keine zeitliche Farbfolge — und damit keinen Regenbogeneffekt, der bei Einchip-DLP aus genau dieser Folge entsteht. Diese Aussage folgt zwingend aus dem Aufbau und braucht keine Messung. Aus demselben Grund gibt es kein Weiß-Segment, das die Weiß-Helligkeit über die Farb-Helligkeit hebt: Weiß entsteht hier immer aus Rot, Grün und Blau zusammen, die Farbhelligkeit läuft mit der Weißhelligkeit mit.

    Justage. Drei Teilbilder müssen auf der Bildfläche deckungsgleich stehen, dauerhaft und auf Bruchteile eines Bildpunkts genau. Jede Abweichung zeigt sich als Farbsaum an Kanten, am ehesten am Bildrand. Die Deckung wird in der Fertigung eingestellt und muss Erschütterung, Transport und Jahre von Wärmezyklen überstehen — ein Aufwand, den ein Verfahren mit nur einem Bildwandler nicht hat. Wichtig für die Praxis: Der Panelabgleich, in der Fachsprache Konvergenz, hängt nicht allein an Fertigung und Transport; er ist an vielen Geräten nachjustierbar. Ein Farbsaum ist damit ein Prüfpunkt bei der Abnahme und kein endgültiger Befund.

    Wärme. Die Panels stehen mitten im Lichtweg, und ein durchleuchtetes Panel hält dem Licht Polarisationsfilter und Schaltstrukturen entgegen. Was dort nicht durchgelassen wird, wird zu einem erheblichen Teil im Bauteil zu Wärme — genau dort, wo das empfindlichste Bauteil sitzt. Epson beschreibt seinen Weg dorthin offen: Bei lichtstarken Geräten wird der optische Block gegen Staub gekapselt, was die Wärme einschließt, und die eingeschlossene Wärme wird über einen Flüssigkeitskreislauf zu einem Wärmetauscher gebracht; gekühlt werden dabei auch Leuchtstoffrad und Laserquelle.

    Für die Planung folgen daraus zwei Dinge. Erstens ist die Kühlung dieser Geräte ein Thema für den Raum und nicht nur für das Gehäuse — Zuluft, Abluft und Geräusch gehören in dieselbe Planung. Zweitens ist die Kapselung des optischen Blocks eine Wartungsfrage: Sie entscheidet darüber, ob irgendwann Staubflecken im Bild auftauchen.

    Farbhelligkeit — was der Hersteller beansprucht und wie es belegt ist

    Neben dem Weißlichtstrom stellt Epson einen zweiten Wert heraus, den Farblichtstrom, und beansprucht dafür bis zum Dreifachen gegenüber ausgewählten Einchip-Geräten. Die Fußnoten nennen die Bedingungen mit: hellster Bildmodus, Messung nach IDMS 15.4 durch ein Drittlabor, Vergleichsgeräte nach Verkaufszahlen der Jahre 2015 und 2016. Das ist deutlich mehr Offenlegung als üblich — es bleibt trotzdem eine Auswahl des Herstellers, und der Vergleichsstand ist inzwischen ein Jahrzehnt alt. Texas Instruments veröffentlicht spiegelbildliche Aussagen zugunsten der eigenen Bauart; eine unabhängige Messreihe, die beide Bauarten unter denselben Bedingungen gegeneinanderstellt, ist öffentlich nicht auffindbar.

    Was von der Größe „Farbhelligkeit" unabhängig davon bleibt, ist ihr praktischer Nutzen: Ein Gerät, dessen Farblichtstrom deutlich unter seinem Weißlichtstrom liegt, wirkt bei farbigem Bild dunkler, als die Datenblattzahl verspricht. Nach beiden Werten zu fragen, lohnt sich deshalb bei jeder Bauart.

    Abgrenzung

    Gegen das LCD im Fernseher. Gleicher Wortstamm, anderes Bauteil: Ein Fernseher zeigt sein Panel direkt an, groß wie der Bildschirm und von hinten flächig beleuchtet. Ein Projektionspanel ist wenige Zentimeter klein, wird von einer sehr starken Quelle durchleuchtet, und sichtbar ist nur sein projiziertes Bild. Erfahrungen mit Fernseher-LCDs lassen sich deshalb in keine Richtung auf Projektoren übertragen.

    Gegen die reflektiven Flüssigkristall-Verfahren. Bei SXRD und D-ILA liegt die Flüssigkristallschicht auf einer spiegelnden Siliziumfläche; das Licht läuft hindurch, wird reflektiert und läuft zurück, und die Ansteuerung sitzt unter dem Spiegel statt neben dem lichtdurchlässigen Teil des Bildpunkts. Beide Familien nutzen Flüssigkristalle und eine Farbteilung mit drei Panels — der Unterschied liegt im Panel, nicht im Farbkonzept.

    Gegen DLP. Dort kippen Spiegel und lenken Licht um, während hier Flüssigkristalle über die Drehung der Schwingungsrichtung schalten; Farbe entsteht je nach Bauform gleichzeitig oder nacheinander. Details auf der DLP-Seite. Welches Bild am Ende besser aussieht, entscheidet die Bauweise nicht allein: Optik, Lichtquelle, Bildverarbeitung, der Raum und die persönliche Vorliebe entscheiden mit.

    Grenzen

    Der Füllfaktor ist die Stellgröße des Prinzips. Bei einem durchleuchteten Panel muss die Ansteuerung jedes Bildpunkts neben dessen lichtdurchlässigem Fenster Platz finden; der undurchsichtige Anteil begrenzt, wie viel der Panelfläche wirklich Bild ist. Auf der Leinwand wird dieser Rahmen als dunkler Rand um jeden Bildpunkt sichtbar — das ist der Fliegengittereffekt, und ob er im Raum auffällt, hängt an Bildbreite, Auflösung und Sitzabstand. Deutlich entschärft hat ihn der Pixelversatz: Wo ein Gerät die Bildpunkte zwischen Teilbildern verschiebt, fallen die versetzten Punkte in die Zwischenräume des Rasters und füllen es optisch auf. Wie sich der Füllfaktor über die Panelgenerationen entwickelt hat, lässt sich beim transmissiven LCD nachlesen.

    Kontrast ist Systemarbeit. Ein Flüssigkristall-Ventil sperrt nie vollständig; der erreichbare Schwarzwert hängt an Panelgeneration, Polarisationsoptik und einer eventuellen dynamischen Blende oder Lichtquellenregelung des Geräts. Aus dem Verfahren allein folgt keine Kontrastzahl — die Angabe im Datenblatt gehört zum Gerät und ist beim Kontrastverhältnis einzuordnen.

    Licht und Wärme altern das Bauteil. Panels im Strahlengang stehen dauerhaft unter Licht- und Wärmelast, und verändert sich einer der drei Lichtwege gegenüber den anderen — durch Staub, Alterung oder Wärmeverzug —, wandert die Farbbalance. Epson beschreibt seine Gegenmaßnahmen ausführlich, nennt aber weder eine Standzeit noch eine Grenze für zulässige Abweichungen.

    Verknüpfte Inhalte

    Das Panel-Prinzip erklärt das transmissive LCD, die Einordnung von Kontrastangaben das Kontrastverhältnis, die Helligkeitsplanung die Zielleuchtdichte und den darstellbaren Farbumfang der Farbraum. Das sichtbare Punktraster und was Bildpunktversatz dagegen ausrichtet, führt der Fliegengittereffekt aus. Die drei anderen Bauarten stehen unter DLP, SXRD und D-ILA.

    Quellen

    Der Lichtweg — Zerlegung über zwei dichroitische Spiegel, Polarisationswandler, drei HTPS-Panels, Zusammenführung im Prisma samt dessen Toleranzgrenze — stammt aus der von Epson betriebenen 3LCD-Darstellung und der Konzern-Technologieseite zu Mikrodisplays; von dort kommen auch Öffnungsverhältnis, Mikrolinsen und die Wahl der durchleuchteten Bauart. Die thermische Auslegung samt Flüssigkeitskühlung und Kapselung beschreibt eine weitere Konzern-Technologieseite. Panelmaterial, Fertigungsgeschichte und Stückzahlen stammen aus einer Epson-Pressemitteilung, Firmierung und Unternehmensgeschichte aus der Konzernchronik. Die Aussagen zu Farbhelligkeit, Farbumfang und Marktführerschaft sind Herstellerangaben und mit ihren Messbedingungen wiedergegeben; von der dort genannten Messnorm IDMS 15.4 ist am 6. September 2026 die ICDM-Seite bei der SID gelesen — das Normdokument selbst nicht. Zu Konvergenztoleranzen, Standzeit und Drift veröffentlicht Epson nichts; die entsprechenden Ableitungen sind im Text markiert. Drei Konzernseiten weisen automatisierte Abrufe ab und wurden über Schnappschüsse des Internet Archive gelesen. Datenstand 2026-08-08.

    Native Auflösung
    1920 × 1080

    Lichtquelle

    Lichtquelle
    Laser-Phosphor
  • Helligkeit

    Helligkeit
    2.700 lm

    Kontrast

    Glossar

    Kontrastverhältnis

    Das Kontrastverhältnis ist das Verhältnis der Leuchtdichte einer weißen Fläche zu der einer schwarzen, angegeben als Verhältniszahl wie 2.000:1. Die Zahl allein sagt wenig, denn ihr Wert hängt fast vollständig daran, unter welchen Bedingungen die beiden Leuchtdichten gemessen wurden.

    Ein Bild wirkt plastisch, wenn Hell und Dunkel weit auseinander liegen. Genau das beschreibt der Kontrast: wie viel heller das Weiß ist als das Schwarz. Auf Datenblättern stehen dafür riesige Zahlen, oft Millionen zu eins — die kommen aber zustande, indem das Gerät bei einem komplett schwarzen Bild einfach das Licht abdreht. In einer echten Szene mit hellen und dunklen Stellen nebeneinander bleibt davon nur ein Bruchteil übrig. Und in einem hellen Zimmer entscheidet am Ende nicht der Projektor, sondern das Licht im Raum.

    Ausführliche Erklärung

    Drei Angaben kursieren unter demselben Wort, und sie beschreiben verschiedene Dinge.

    Nativer Kontrast, auch sequenzieller oder On/Off-Kontrast: Gemessen wird ein vollflächig weißes Bild und danach ein vollflächig schwarzes, ohne dass das Gerät nachhelfen darf; eine vorhandene Blende bleibt dabei in fester Stellung. Diese Zahl beschreibt, was Optik und Bildwandler von sich aus leisten — wie viel Restlicht sie im schwarzen Bild durchlassen und wie sauber die Optik arbeitet. Sie ist die ehrlichste Geräteangabe, beschreibt aber einen Zustand, den ein Film nie zeigt: ein Bild, das ganz hell oder ganz dunkel ist.

    Dynamischer Kontrast: Hier darf das Gerät die Lichtquelle mitregeln — über eine Autoblende, über das Dimmen von Laser oder Lampe. Im schwarzen Bild fährt es die Helligkeit herunter, und aus dem Verhältnis der beiden Extremwerte entstehen die sechs- und siebenstelligen Angaben auf der Verpackung. Der Gewinn ist nicht eingebildet, er wirkt zwischen den Szenen: Ein dunkler Filmabschnitt wird tatsächlich dunkler. Innerhalb eines Bildes leistet er nichts, denn die Lichtquelle kann nur für das ganze Bild gleichzeitig hell oder dunkel sein.

    Hersteller benennen dieses Dimmen mit eigenen Namen. XGIMI etwa führt es als DBLE und senkt dafür den Strom der Laserlichtquelle; andere Häuser regeln eine Blende im Lichtweg. Für die Messgröße macht das keinen Unterschied — entscheidend bleibt, dass das Gerät während der Messung nachregeln durfte.

    Genau hier liegt eine Fallgrube beim Datenblattvergleich: Wird eine Blendenstellung in den Messaufbau einbezogen, kann ein Wert als nativer Kontrast ausgewiesen sein, der nach der obigen Abgrenzung keiner ist. Wo das vorkommt, steht es bei der jeweiligen Technologie — für ein aktuelles Beispiel siehe Dual Iris.

    In-Bild-Kontrast, meist ANSI-Kontrast genannt: Gemessen wird an einem Schachbrettmuster aus sechzehn Feldern, hell und dunkel gleichzeitig auf der Fläche. Das Verfahren geht auf eine Festlegung des American National Standards Institute zurück, daher der Name. Weil beide Zustände nebeneinander stehen, schlägt hier alles durch, was im Gerät und im Raum Licht verteilt: Streulicht in der Optik, Reflexionen im Gehäuse und das Licht, das von den hellen Feldern über Wände und Decke zurück auf die Bildfläche fällt. Das Ergebnis liegt deutlich unter dem nativen Wert — wie weit darunter, hängt stark an der Bauart. Es ist zugleich der Wert, der dem Seheindruck einer realen Szene am nächsten kommt.

    Im Wohnraum zählt keine dieser Zahlen allein, denn zwischen Gerät und Auge liegt der Raum. Wie Fremdlicht den Schwarzwert anhebt, führt der Eintrag zur ALR-Leinwand aus; für den Kontrast kommt eine zweite Quelle dazu, die leicht übersehen wird. Es ist das Licht des Projektors selbst: Es verlässt die Leinwand, trifft weiße Wände, eine helle Decke, einen hellen Boden, und ein Teil davon landet wieder auf der Bildfläche. Dieser Rückweg lässt sich nicht abdunkeln wie ein Fenster, er hängt an den Flächen im Raum. In einem hellen Wohnzimmer bricht der erreichte Kontrast deshalb weit unter jede Geräteangabe ein, und zwar unabhängig davon, wie gut das Gerät ist. In einem dunklen, dunkel ausgekleideten Raum wird die Geräteangabe dagegen zur begrenzenden Größe — dort lohnt der Blick auf den nativen und den In-Bild-Wert.

    Bei Wechseloptik entscheidet auch das Objektiv mit

    Bisher stand hier der Kontrast als Eigenschaft des Geräts. Bei Projektoren mit Wechselobjektiv stimmt das nur zur Hälfte: Zum selben Gehäuse gehören verschiedene Optiken, und sie liefern verschiedene Kontrastwerte.

    Christie führt zu denselben Projektoren drei Objektivfamilien — High Brightness, High Contrast und Ultra-High Contrast — und beziffert den Tausch im Objektivleitfaden (Ausgabe Juli 2026). Bezugsgröße ist dort die lichtstärkste Familie: Gegenüber einer HB-Optik braucht die HC-Reihe nach Herstellerangabe rund zehn Prozent mehr Projektorhelligkeit, die UHC-Reihe rund dreißig Prozent, um dieselbe Mindestleuchtdichte von 14 Footlambert auf der Leinwand zu halten. Als Gewinn nennt Christie für die HC-Reihe bis zu zehn Prozent mehr Kontrast an Xenon-Geräten und bis zu zwanzig Prozent an RGB-Laser-Projektoren, für die UHC-Reihe bis zu dreihundert Prozent — die gibt es allerdings nur für RGB-Laser-Modelle und nicht für Xenon. Alle diese Zahlen sind Herstellerangaben ohne unabhängige Messung. Belastbar ist an ihnen vor allem die Richtung, denn Christie beziffert den Preis in Helligkeit ebenso wie den Gewinn an Kontrast.

    Für die Planung folgt daraus zweierlei. Die Kontrastangabe eines Geräts mit Wechseloptik gilt für eine bestimmte Optik, und welche das war, steht selten im Datenblatt. Und wer Kontrast über die Objektivwahl gewinnt, zahlt dafür mit Licht — was auf die Helligkeitsangabe und über sie auf die Leinwandgröße zurückwirkt.

    Häufiges Missverständnis

    Zwei Datenblätter, 1.000.000:1 gegen 20.000:1 — der Schluss auf ein fünfzigfach besseres Bild liegt nahe und ist falsch. Die beiden Zahlen stammen in aller Regel aus verschiedenen Messarten, die eine mit Dimmung, die andere ohne. Hersteller nennen die Bedingung häufig gar nicht, und ohne sie sind die Werte nicht vergleichbar. Wer Geräte gegeneinander stellen will, braucht dieselbe Messart auf beiden Seiten oder einen Test, der sie selbst erhebt.

    Der zweite Trugschluss ist hartnäckiger, weil er die Reihenfolge der Planung umdreht: dass ein Gerät mit hohem Kontrastwert ein dunkles Zimmer ersetzt. Das Verhältnis ist umgekehrt. Ein guter Projektor in einem hellen Raum liefert weniger Kontrast als ein durchschnittlicher in einem dunklen, denn die Grundhelligkeit im Raum addiert sich zum Schwarz und lässt sich durch keine Bildeinstellung wieder abziehen. Deshalb steht bei AVITECT die Lichtkontrolle vor der Gerätewahl — nicht aus Prinzip, sondern weil sie der größere Hebel ist.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Leinwand-Gain: Eine Helligkeitsangabe im Verhältnis zur weißen Referenzfläche. Eine graue Leinwand mit niedrigem Gain kann den wahrgenommenen Kontrast unter Restlicht heben, ist aber selbst keine Kontrastangabe.
    • Schwarzwert: Die absolute Leuchtdichte der dunkelsten Stelle, gemessen in Candela je Quadratmeter. Zwei Geräte können dasselbe Verhältnis erreichen und dabei unterschiedlich tief schwarz sein.
    • Dynamikumfang des Bildmaterials: HDR beschreibt, welchen Helligkeitsbereich die Aufnahme transportiert. Was ein Gerät davon im Raum zeigen kann, entscheidet der Kontrast.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer mit weißen Wänden und heller Decke, gesehen wird abends bei geschlossenen Rollos. Der Kunde bringt eine Geräteliste mit, sortiert nach Kontrastangabe.

    Wie weit lässt sich der Raum verdunkeln, und was passiert mit dem Licht, das der Projektor selbst in den Raum schickt? Bei weißen Flächen ringsum kehrt ein erheblicher Teil davon zurück auf die Bildfläche, und das begrenzt den Kontrast schon, bevor über Technik gesprochen wird. Der Raum wird deshalb in dieser Reihenfolge bearbeitet: erst die Verdunkelung, dann die Flächen im direkten Umfeld der Bildfläche dunkel und matt halten, dann die Leinwandentscheidung — eine leicht graue Oberfläche oder eine winkelselektive, je nachdem, wie viel Restlicht bleibt. Das Gerät steht am Ende dieser Reihe, und dann zählt sein In-Bild-Kontrast, nicht die größte Zahl auf dem Karton.

    Verknüpfte Inhalte

    Wie eine Leinwand das Licht verteilt, statt es zu vermehren, steht beim Leinwand-Gain; wie eine Oberfläche Fremdlicht nach Richtung unterscheidet, bei der ALR-Leinwand. Warum Ultrakurzdistanz-Geräte eine eigene Leinwandfamilie brauchen, erklärt der Laser TV, die Aufstellgeometrie dahinter das Projektionsverhältnis. Wie weit sich Restlicht im Wohnraum überhaupt beherrschen lässt, behandelt das Guide-Kapitel zur Lichtkontrolle.

    Quellen

    Die Beschreibung der drei Messarten folgt der Festlegung des American National Standards Institute für den In-Bild-Kontrast sowie Herstellerunterlagen; die Reihenfolge Lichtkontrolle vor Gerätewahl der AVITECT-Praxis. Die Zahlen zum Objektivtausch stammen aus dem Christie Cinema Projector Lens Guide in der Ausgabe vom Juli 2026, am 2026-09-05 im Volltext gelesen; sie sind Herstellerangaben.

    Kontrast (nativ)
    5.000
  • Projektionsgeometrie

    Throw Ratio

    Glossar

    Projektionsverhältnis

    Das Projektionsverhältnis — englisch throw ratio — ist der Abstand zwischen Objektiv und Bildfläche, geteilt durch die Bildbreite. Ein Wert von 1,5 bedeutet: Für ein zwei Meter breites Bild steht der Projektor drei Meter entfernt.

    Je weiter ein Projektor von der Wand weg steht, desto größer wird sein Bild. Wie schnell es größer wird, hängt am Objektiv, und genau dafür gibt es eine Zahl. Sie sagt Dir, wie viele Meter Abstand Du für einen Meter Bildbreite brauchst. Das klingt nach einer Nebensache, entscheidet aber darüber, ob das Gerät an der Decke hängt, hinten im Regal steht oder direkt unter der Bildfläche — und damit über einen großen Teil der Planung.

    Ausführliche Erklärung

    Bezugsgröße ist immer die Bildbreite, nicht die Diagonale. Das ist die häufigste Fehlerquelle beim Nachrechnen, weil Leinwände über die Diagonale verkauft werden — im Format 16:9 stellt man das Gerät damit rund 15 Prozent zu weit weg. Bei breiteren Kinoformaten fällt der Fehler kleiner aus, weil die Breite näher an der Diagonale liegt, ganz verschwindet er aber nie. Was er in Zentimetern kostet, welcher Faktor zu welchem Seitenverhältnis gehört und wie er sich in der Rückrechnung umdreht, rechnet der Projektionsabstand vor.

    Die meisten Projektoren nennen keinen festen Wert, sondern eine Spanne, weil ihr Objektiv einen Zoombereich hat — etwa 1,3 bis 2,1. Diese Spanne ist der eigentliche Planungsspielraum: Sie sagt, in welchem Abstandsbereich ein bestimmtes Bild überhaupt darstellbar ist. Ein großer Zoombereich macht die Aufstellung unkritisch, kostet aber am langen Ende Licht — bei maximalem Zoom verlieren viele Objektive spürbar an Helligkeit — und an den Enden des Bereichs Randschärfe, weshalb die Mitte des Bereichs die bessere Auslegung ist. Welche Anforderungen dabei an derselben Objektivstellung gegeneinander ziehen, führt Wurfweite, Lens Shift und Einfallswinkel aus.

    Aus dem Zahlenwert folgen die geläufigen Gerätekategorien. Klassische Projektoren liegen deutlich über 1,0 und stehen entsprechend weit hinten, meist an der Decke über den Sitzplätzen. Kurzdistanzgeräte liegen darunter und kommen mit wenigen Metern aus. Die Ultrakurzdistanz beginnt bei sehr kleinen Werten und erlaubt eine Aufstellung dicht unter der Bildfläche — das ist die Bauform, auf der der Laser TV aufsetzt.

    Wo die Grenzen zwischen diesen drei Kategorien liegen, legt keine Norm fest, und die Hersteller ziehen die Linie an verschiedenen Stellen: Christie gibt für die eigene Reihe 0,5 bis 1,0 als Kurzdistanz an, BenQ definiert sie über die Distanz statt über das Verhältnis, und Epson führt ein Objektiv namens „Short Throw“, das je nach Gehäuse bei 0,46 landet. AVITECT legt die Einteilung deshalb selbst fest: Werte unter 0,35 sind Ultrakurzdistanz, Werte von 0,35 bis 1,0 Kurzdistanz. Diese beiden Zahlenpaare sind eine Festlegung dieses Hauses und keine Branchenangabe. Was aus der Einordnung für Aufstellung, Montage und Leinwand folgt — samt der Faustregel in Metern, die an die Bildgröße gebunden ist —, steht beim Kurzdistanz-Projektor.

    Wichtig für die Praxis ist, was das Projektionsverhältnis nicht regelt: die Höhe des Bildes gegenüber dem Gerät. Dafür ist der Lens-Shift-Bereich zuständig, der das Bild optisch verschiebt, ohne den Abstand zu ändern. Fehlt dieser Spielraum, muss das Gerät genau in der Höhe montiert werden, die sein Objektiv zur Bildfläche vorgibt — oder das Bild wird elektronisch entzerrt, was Auflösung kostet und im Heimkino nichts zu suchen hat.

    Häufiges Missverständnis

    Am häufigsten wird das Verhältnis auf die Bilddiagonale bezogen. Weil die Diagonale größer ist als die Breite, ergibt das zu große Abstände — und im Ergebnis ein Bild, das größer wird als geplant, oder einen Projektor, der nicht mehr in den Raum passt. Wer mit Herstellerrechnern arbeitet, sollte deshalb prüfen, welche Größe dort eingetragen wird.

    Weniger offensichtlich ist der zweite Fehlschluss, und er betrifft die Ultrakurzdistanz. Weil das Gerät dicht an der Fläche steht, wird angenommen, die Aufstellung sei besonders unkritisch. Das Gegenteil ist der Fall: Bei sehr kleinen Werten verändern wenige Zentimeter Abstand die Bildgröße erheblich, und schon eine leichte Schrägstellung oder eine nicht ganz plane Bildfläche wird als Verzeichnung sichtbar. Ein Laser TV verlangt deshalb einen festen, justierbaren Standort und eine sehr gerade Leinwand.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Lens Shift: Verschiebt das Bild nach oben, unten oder zur Seite, ohne den Abstand zu verändern. Beantwortet die Frage „wo darf das Gerät hängen", nicht „wie weit weg".
    • Bilddiagonale: Die Verkaufsgröße einer Leinwand. Für das Projektionsverhältnis zählt die Breite.
    • Sitzabstand: Ergibt sich aus Bildgröße und gewünschtem Sichtwinkel und hat mit der Optik des Projektors nichts zu tun.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer, in dem die Bildbreite mit 2,60 Metern feststeht, weil mehr nicht zwischen die Fenster passt. Zu entscheiden ist zuerst, wo das Gerät sitzen darf — an der Decke, im Sideboard oder gar nicht sichtbar.

    Steht die Antwort fest, ergibt sich daraus der zulässige Bereich für das Projektionsverhältnis, und der grenzt die Gerätekategorie ein. Soll der Projektor im Sideboard unter der Bildfläche stehen, ist es ein Ultrakurzdistanz-Gerät, und diese Entscheidung zieht die Leinwandwahl nach sich, weil zur Ultrakurzdistanz eine passend ausgelegte Oberfläche gehört. Hängt er dagegen an der Decke, ist der Zoombereich das entscheidende Kriterium: Er muss den vorhandenen Abstand in seiner Mitte abdecken, nicht an seinem Rand. Über konkrete Modelle wird zuletzt gesprochen — und dann mit einer Zahl aus der Planung im Blick, nicht mit der Angabe auf dem Karton.

    Verknüpfte Inhalte

    Die Rechnung dazu — Abstand aus Verhältnis und Bildbreite, beide Umstellungen, das Abstandsfenster eines Zoomobjektivs und die Empfindlichkeit kleiner Verhältnisse — steht beim Projektionsabstand. Warum die Ultrakurzdistanz eine eigene Gerätefamilie hervorgebracht hat, steht beim Laser TV; welche Leinwandoberfläche dazu passt, bei der ALR-Leinwand. Wie groß das Bild für einen gegebenen Sitzabstand überhaupt sein soll, klärt der Sichtwinkel. Wo das Gerät bei festliegender Bildlage montiert werden darf, beantwortet der Lens Shift.

    Quellen

    Die Definition und die Angaben zu Zoom- und Lens-Shift-Bereichen folgen Herstellerunterlagen. Die drei zitierten Einteilungen stammen aus den Technologie- und Produktseiten von Christie, BenQ und Epson; die AVITECT-Grenzwerte sind eine eigene Festlegung ohne Fremdquelle.

    1,35 – 2,84
    Optischer Zoom

    Glossar

    Zoom und Overscan

    Beide Begriffe beantworten dieselbe Frage — wie das Bild auf die Fläche passt —, aber auf verschiedenen Ebenen. Zoom verändert die Bildgröße optisch, durch Verstellen des Objektivs. Overscan vergrößert das Bild im Signalweg und schneidet dabei die Ränder ab.

    Wenn ein Bild nicht genau auf die Fläche passt, gibt es zwei ganz verschiedene Wege. Der eine verstellt das Objektiv, so wie bei einer Kamera — das Bild wird größer oder kleiner, und es bleibt alles drauf. Der andere vergrößert das Bild elektronisch und lässt die Ränder einfach wegfallen. Der zweite Weg stammt aus der Zeit der Röhrenfernseher, wo die Bildränder nicht sauber waren. Heute nimmt er Dir nur noch Schärfe und ein paar Prozent Bildinhalt weg — und trotzdem ist er bei vielen Geräten ab Werk eingeschaltet.

    Zoom: die optische Seite

    Ein Zoomobjektiv verändert seine Brennweite und damit die Bildgröße bei gleichbleibendem Abstand. Angegeben wird der Bereich meist als Spanne des Projektionsverhältnisses, etwa 1,3 bis 2,1 — die Zahlen sagen, das Wievielfache der Bildbreite der Abstand betragen darf.

    Ein großer Zoombereich macht die Aufstellung unkritisch und ist deshalb im Wohnraum wertvoll, wo der Projektorplatz oft feststeht. Er hat aber zwei Preise, und beide werden bei der Planung gern übersehen.

    Am langen Ende kostet Zoom Licht. Bei maximaler Auszugsweite geben viele Objektive spürbar weniger Lichtstrom ab als in der Mittelstellung. Wer den Projektor weit hinten platziert und das Objektiv ans Ende fährt, verliert damit Leuchtdichte auf der Leinwand — dieselbe Größe, um die es bei der Auslegung ohnehin geht. Warum die beiden Enden des Zoomwegs optisch ungleich sind und welche Zoomstellung die Lumenzahl des Datenblatts beschreibt, führt der Eintrag zum Weitwinkel- und Tele-Ende aus.

    Die Zoomstellung begrenzt den Lens Shift. Objektiv und Verschiebemechanik arbeiten zusammen, und am Rand des Zoombereichs schrumpft der nutzbare Verstellbereich für den Bildversatz. Beide Angaben im Datenblatt gelten also nicht gleichzeitig in voller Höhe; wer beide ausreizen will, stellt fest, dass sie sich gegenseitig einschränken. Die Einzelheiten dazu stehen beim Lens Shift; wie sich Lichtstrom, Verstellbereich und Einfallswinkel auf der Leinwand um dieselbe Objektivstellung streiten, führt Wurfweite, Lens Shift und Einfallswinkel aus.

    Ein praktischer Anwendungsfall verdient eigene Erwähnung: Manche Projektoren speichern Objektivstellungen und fahren sie auf Knopfdruck an. Damit lässt sich zwischen einem 16:9-Bild und einem breiteren Kinoformat umschalten, ohne ein Vorsatzobjektiv zu verwenden — das Bild wird auf die volle Leinwandbreite gezoomt, und die schwarzen Balken wandern über den Leinwandrand hinaus. Der Nachteil bleibt: Die Bildpunkte der Balken werden weiterhin angesteuert, ihr Restlicht landet oberhalb und unterhalb der Leinwand.

    Overscan: die Signalseite

    Overscan vergrößert das ankommende Bild um einige Prozent und stellt nur den mittleren Ausschnitt dar. Der Rest fällt über den Bildrand hinaus.

    Der Ursprung liegt bei der Bildröhre. Deren Geometrie war nicht stabil — sie änderte sich mit der Betriebsspannung, der Temperatur und dem Alter des Geräts —, und die äußersten Zeilen enthielten oft Steuerinformationen oder waren schlicht unsauber. Man strahlte deshalb absichtlich über den sichtbaren Bereich hinaus, damit unter keinen Umständen ein unbeschriebener Rand zu sehen war.

    Bei einem Gerät mit fester Bildpunktmatrix ist diese Begründung entfallen, die Voreinstellung aber vielerorts geblieben. Zwei Nachteile folgen daraus.

    Bildinhalt geht verloren. Fünf Prozent Overscan bedeuten, dass rundum je rund zweieinhalb Prozent der Bildbreite und -höhe fehlen. Bei Film fällt das selten auf; bei Untertiteln am Bildrand, bei eingeblendeten Anzeigen und bei allem, was von einem Rechner oder einer Spielkonsole kommt, sehr wohl.

    Die Schärfe leidet. Damit ein vergrößerter Ausschnitt auf die Bildpunktmatrix passt, muss das Bild neu berechnet werden. Ein Signal, das exakt zur Auflösung des Geräts passt und ohne Overscan eins zu eins abgebildet würde, wird dadurch skaliert — jeder Bildpunkt entsteht neu aus Nachbarwerten. Der Verlust ist gering und bei feinen Strukturen sichtbar.

    Wie die Kette es aushandelt

    Auch hier verständigen sich die Geräte über den AVI-InfoFrame. Ein Feld im ersten Datenbyte sagt, ob das Bild bereits überabgetastet vorliegt oder vollständig übertragen wird.

    Ist das Feld nicht gesetzt, greift dieselbe Fallunterscheidung wie beim Signalwertebereich: Bei einem CE-Videoformat — den Fernseh- und Filmauflösungen — soll der Empfänger overscannen, bei einem IT-Videoformat, also den PC-Auflösungen, nicht. Das erklärt eine Beobachtung, die sonst rätselhaft wirkt: Derselbe Projektor schneidet bei der einen Quelle Ränder ab und bei der anderen nicht, ohne dass jemand etwas umgestellt hätte.

    Die Menübezeichnungen sind so vielfältig wie beim Wertebereich. „Just Scan", „Pixel-für-Pixel", „1:1", „Vollbild", „Bildgröße" und schlicht „Overscan" meinen dieselbe Einstellung, und welcher Wert davon Overscan abschaltet, ist ohne Testbild nicht zu erraten.

    So findet man es

    Ein Testbild mit einem Rahmen genau auf dem äußersten Bildpunkt zeigt es sofort: Ist der Rahmen vollständig und an allen vier Seiten sichtbar, läuft das Gerät ohne Overscan. Fehlt er ganz oder teilweise, wird beschnitten. Testbilder mit einer Skala am Rand zeigen zusätzlich, wie viel Prozent fehlen.

    Die Prüfung gehört je Eingang und je Quelle einzeln gemacht, weil die Einstellung oft eingangsbezogen gespeichert wird und die Vorgabe je nach Bildformat wechselt.

    Häufiges Missverständnis

    „Overscan brauche ich, damit das Bild die Leinwand ganz ausfüllt." Dafür ist die Aufstellung zuständig — Abstand, Zoom und Lens Shift. Das Bild an die Fläche anzupassen und Bildinhalt wegzuschneiden sind zwei verschiedene Vorgänge, die nur zufällig ähnlich aussehen. Wer Overscan dafür einsetzt, verliert Auflösung und Bildinhalt, ohne das eigentliche Problem — eine nicht passende Aufstellung — zu lösen.

    „Am Projektor ist etwas Überstrahl doch gut, dann ist die Leinwand ganz gefüllt." Das ist die teuerste Variante dieses Irrtums, und sie kostet Schwarzwert. Licht, das über die Leinwandkante hinaus auf die Wand fällt, macht die Wand ringsum zu einer großflächigen Lichtquelle direkt neben der Bildfläche — sie strahlt auf die Leinwand zurück und hebt Schwarz an. Ein Projektor gehört so eingerichtet, dass er innerhalb der Leinwand bleibt; die Einzelheiten stehen beim Schwarzwert.

    „Digitaler Zoom ist auch Zoom." Er skaliert das Signal, statt das Objektiv zu verstellen. Damit kostet er Auflösung wie Overscan und gewinnt keinen Lichtstrom — die Lichtmenge verteilt sich weiterhin auf dieselbe Fläche. Als Notbehelf bei ungünstiger Aufstellung ist er brauchbar, als Ersatz für ein passendes Objektiv nicht.

    „Zoom kostet nichts." Optischer Zoom kostet keine Auflösung, aber am langen Ende Lichtstrom und Verstellbereich beim Lens Shift. Bei der Auslegung eines Projektors ist das kein Nebeneffekt, sondern eine der Größen, die über die Bildbreite mitentscheiden.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Trapezkorrektur: Eine Geometriekorrektur für schräge Aufstellung, die ebenfalls Bildpunkte kostet, siehe Trapezkorrektur.
    • Lens Shift: Verschiebt das Bild, ohne seine Größe zu ändern, siehe Lens Shift.
    • Projektionsverhältnis: Das Verhältnis von Abstand zu Bildbreite; der Zoombereich ist die Spanne, in der es einstellbar ist, siehe Projektionsverhältnis.
    • Bildformatanpassung: Schwarze Balken bei abweichendem Seitenverhältnis sind kein Overscan — dort geht kein Bildinhalt verloren.

    Bei der Einrichtung

    Bei der Spielkonsole ist die Anzeige am oberen Bildrand angeschnitten, während Filme von der Disc einwandfrei aussehen. Der erste Verdacht fällt auf die Konsole.

    Beide Beobachtungen passen zu einem eingeschalteten Overscan, der je nach Bildformat unterschiedlich greift. Filme bringen ihre wichtigen Inhalte nicht bis an den Rand, eine Spieloberfläche schon — derselbe Beschnitt fällt deshalb nur bei der einen Quelle auf.

    Der Weg dorthin ist ein Testbild mit Randmarkierung, an jedem Eingang einzeln. Zeigt es fehlende Ränder, wird die Bildgrößeneinstellung des Projektors auf die Stellung ohne Skalierung gebracht — wie sie heißt, verrät erst das Testbild. Bleibt danach ein Rest, lohnt der Blick auf die Quelle: Auch Zuspieler und Konsolen haben eigene Einstellungen dafür, und zwei aufeinanderfolgende Beschnitte addieren sich.

    Erst wenn das Bild ungeschnitten ankommt, wird die optische Seite eingerichtet — Abstand, Zoom, Lens Shift —, und zwar so, dass die Bildkante innerhalb der Leinwand bleibt. Diese Reihenfolge lohnt sich, weil eine optische Einrichtung, die auf ein beschnittenes Bild ausgelegt wurde, nach dem Abschalten des Overscans erneut gemacht werden muss.

    Verknüpfte Inhalte

    Wie weit ein Projektor von der Leinwand entfernt stehen muss, klärt das Projektionsverhältnis; wie sich das Bild ohne Größenänderung versetzen lässt, der Lens Shift. Warum eine schräge Aufstellung Bildpunkte kostet, führt die Trapezkorrektur aus. Wie die Kette ihre Betriebsart aushandelt, steht beim InfoFrame, die Parallele beim Signalwertebereich. Warum Überstrahl über die Leinwandkante den Schwarzwert kostet, gehört zum Schwarzwert.

    Quellen

    Die Signalisierung der Abtastung im AVI-InfoFrame, die Bedeutung der Feldwerte und die Vorgabe je Formatart stammen aus CTA-861-G, das für diese Seite in einer texterkannten Volltextfassung am Objekt gelesen wurde. Die optischen Zusammenhänge — Zoombereich als Spanne des Projektionsverhältnisses, Lichtverlust am langen Ende, Abhängigkeit des Lens-Shift-Bereichs von der Zoomstellung — sind im Bestand bereits auf den Einträgen zum Projektionsverhältnis und zum Lens Shift geführt und dort an Herstellerunterlagen gebunden.

    2,1

    Lens-Shift

    Glossar

    Lens Shift

    Lens Shift verschiebt das projizierte Bild gegenüber der optischen Achse, indem das Objektiv quer zu dieser Achse bewegt wird. Das Gerät bleibt dabei gerade ausgerichtet, der Abstand zur Bildfläche ändert sich nicht, und es geht kein Bildpunkt verloren.

    Ein Projektor wirft sein Bild geradeaus. Wenn er nicht genau auf Höhe der Leinwand sitzt, landet das Bild zu hoch oder zu tief — und ihn einfach schräg zu stellen macht aus dem Rechteck ein Trapez. Lens Shift löst das anders: Im Inneren wird die Linse ein Stück versetzt, und das Bild wandert mit, ohne schief zu werden. Wie weit es wandern darf, sagt Dir, wo das Gerät hängen oder stehen kann.

    Ausführliche Erklärung

    Angegeben wird der Bereich als Prozentsatz der Bildgröße: vertikal bezogen auf die Bildhöhe, horizontal auf die Bildbreite. In der üblichen Lesart bedeutet eine Angabe von 60 Prozent vertikal, dass die Bildmitte um 60 Prozent der Bildhöhe über oder unter der Objektivachse liegen darf — verbindlich ist das nicht, denn die Bezugsgröße wird nicht einheitlich gehandhabt. Der Wert beschreibt also eine Montagetoleranz: Er sagt, wie weit die Bildmitte von der Objektivachse abweichen darf, und damit, welche Montagepositionen für ein bestimmtes Bild überhaupt in Frage kommen.

    Drei Einschränkungen gehören zur Angabe dazu.

    Erstens sind vertikaler und horizontaler Versatz nicht unabhängig voneinander. Wer den vertikalen Bereich voll ausreizt, hat horizontal kaum noch Spielraum. Hersteller bilden das meist als Diagramm ab, und die beiden Maximalwerte aus dem Datenblatt gelten jeweils nur, wenn die andere Achse in der Mitte steht.

    Zweitens hängt der nutzbare Bereich an der Zoomstellung. Objektiv und Verschiebemechanik arbeiten zusammen, und der verfügbare Versatz ändert sich, wenn Du zoomst. In welche Richtung, lässt sich nicht allgemein sagen: Konstruktionsunterlagen der Objektivhersteller beschreiben beide Fälle — Rechnungen, bei denen der Versatz am Weitwinkel-Ende einbricht, weil der Bildkreis dort klein ist, und ebenso Rechnungen, die im Weitwinkel gerade mehr Versatz zulassen. Das ist eine Eigenschaft des einzelnen Objektivs, keine der Bauart.

    Praktisch wichtig wird das, weil eine zweite Regel in dieselbe Stellschraube greift: Ein Zoomobjektiv gibt am Weitwinkel-Ende mehr Licht ab als am Tele-Ende, weshalb für die Bildhelligkeit eine möglichst weitwinklige Stellung empfohlen wird — siehe Zoom und Overscan. Wer nun zugleich den Shift ausreizt, stellt zwei Anforderungen an dieselbe Objektivstellung. Ob ein Gerät beides gleichzeitig kann, steht im Shift-Diagramm, abgelesen bei genau der Zoomstellung, die der geplante Aufbau braucht. Die beiden Maximalwerte des Datenblatts reichen dafür nicht aus. Bei einer winkelselektiven Leinwand kommt eine dritte Anforderung an dieselbe Objektivstellung dazu; wie sie sich zu den beiden anderen verhält, führt Wurfweite, Lens Shift und Einfallswinkel aus, und die Rechnung dahinter steht beim Einfallswinkel des Projektorlichts an der Bildmitte.

    Drittens kostet die Ausnutzung Bildqualität. Ein Objektiv ist um seine Achse herum am besten korrigiert; je weiter das Bild aus der Mitte geschoben wird, desto eher zeigen sich Unschärfe zu den Ecken hin, Helligkeitsabfall am Rand und Farbsäume. Hersteller sagen das in ihren Anleitungen auch offen — Epson weist die Anwender darauf hin, dass das Bild in der Grundstellung des Objektivs am klarsten ist. Für die Planung heißt das: Ein Aufbau, der den Bereich etwa zur Hälfte nutzt, steht besser da als einer, der ihn ausschöpft.

    Lens Shift und die elektronische Trapezkorrektur greifen an verschiedenen Stellen an. Lens Shift arbeitet optisch: Es bewegt Licht, und das Signal bleibt unangetastet. Die Trapezkorrektur arbeitet im Signal. Sie rechnet das Bild so um, dass es auf der schräg getroffenen Fläche wieder rechteckig erscheint — und dafür muss sie es neu abtasten.

    Das lässt sich am Bildpunkt nachvollziehen. Der Projektor hat eine feste Anzahl physikalischer Bildpunkte in festem Raster. Die Trapezkorrektur schiebt und staucht das Bild so, dass ein Bildpunkt des Signals nun zwischen zwei physikalischen Bildpunkten zu liegen kommt. Weil er dort nicht dargestellt werden kann, wird sein Helligkeits- und Farbwert auf die benachbarten Bildpunkte aufgeteilt. Aus einer scharfen Kante werden so zwei halbhelle Punkte. Weil das Bild außerdem in die Fläche des Rasters hineingestaucht wird, bleiben am Rand Bildpunkte ungenutzt: Die tatsächlich dargestellte Auflösung liegt unter der des Geräts. Sichtbar wird beides als weicheres Bild und als unruhige Diagonalen und Schriftkanten.

    Wird die Trapezkorrektur nötig, ist das eine Aussage über die Montage und nicht über das Gerät: Die Position stimmt nicht. Für den mobilen Einsatz ist die Funktion trotzdem sinnvoll gebaut — im Besprechungsraum, im Klassenzimmer, beim Projektor, der abends auf den Tisch gestellt wird, ist ein leicht weiches Bild allemal besser als ein schiefes. Im geplanten Heimkino gilt das nicht. Dort steht die Montageposition zur Disposition, solange gebaut wird, und ein Aufbau, der ohne Trapezkorrektur nicht rechteckig wird, ist nicht fertig geplant. Die Antwort ist dann eine andere Halterung, ein anderer Montagepunkt oder ein Gerät mit größerem Shift-Bereich.

    Häufiges Missverständnis

    Lens Shift und Keystone werden regelmäßig für dasselbe gehalten, weil beide das Bild an die richtige Stelle bringen. Unterscheiden lassen sie sich an ihrem Preis: Lens Shift kostet keine Auflösung, die Trapezkorrektur kostet welche. Wer die Wahl hat, nimmt deshalb den optischen Weg; wer sie nicht hat, ändert besser die Montage, statt elektronisch zu korrigieren.

    Hartnäckiger ist die Vorstellung, der Bereich sei ein Qualitätsmerkmal: viel Shift, gutes Gerät. Er sagt nur, wie tolerant die Aufstellung sein darf. Ausgereizt wird er zum Nachteil, und bei Ultrakurzdistanz-Geräten gibt es ihn oft gar nicht — dort steht die Position fest, und die Feinjustage passiert über die Aufstellfläche selbst. Bei dieser Bauform folgt der fehlende Lens Shift aus der Geometrie und zählt deshalb nicht als Schwäche des Geräts.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Projektionsverhältnis: Beantwortet, wie weit das Gerät für eine bestimmte Bildbreite entfernt stehen muss — also den Abstand entlang der Blickachse. Lens Shift beantwortet die zweite Hälfte der Montagefrage: wie weit das Gerät quer dazu daneben oder darüber sitzen darf, ohne dass das Bild seine Lage verliert.
    • Trapezkorrektur: Elektronische Entzerrung eines schief geworfenen Bildes. Sie kostet Auflösung und Schärfe, der optische Versatz nicht.
    • Offset: Der fest eingebaute Versatz, den der Konstrukteur festgelegt hat. Er bestimmt die Grundstellung; der Lens Shift ist der Bereich, in dem sich das Bild von dort aus noch bewegen lässt. Bei Geräten mit beidem wird zuerst der Offset bereinigt und erst danach der Shift angesetzt.
    • Zoom: Verändert die Bildgröße bei gleichem Abstand, nicht ihre Lage.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer mit Deckenbalken, der Projektor soll an die Decke. Die Bildoberkante liegt bei 2,10 Metern, die Decke bei 2,60, und der einzige tragfähige Punkt für die Halterung liegt seitlich versetzt neben der Bildmitte.

    Zuerst die Konzeptfrage: Steht die Bildlage fest, oder darf sie sich bewegen? Ist sie gesetzt — und im Heimkino ist sie das meistens, weil sie am Sitzabstand und am Sichtwinkel hängt —, wird daraus die Verfahrensfrage: Welcher Montagepunkt liegt innerhalb des Shift-Fensters, das ein Gerät mitbringt? Der seitliche Versatz und der Höhenunterschied müssen gemeinsam hineinpassen, nicht einzeln, denn beide Achsen begrenzen sich. Dann erst das Modell — eines mit Reserve im Bereich statt auf eines, das den Punkt gerade eben erreicht.

    Verknüpfte Inhalte

    Ist eine ALR-Leinwand geplant, engt sie die Montagepositionen stärker ein als der Shift-Bereich selbst — die Begründung steht bei Wenn der Lens Shift gegen die ALR-Leinwand arbeitet. Der fest eingebaute Gegenpart ist der Offset — er legt fest, wo das Bild ohne jeden Shift liegt, und ist der häufigste Grund für falsch gerechnete Montagehöhen. Wie weit ein Projektor für eine bestimmte Bildbreite entfernt stehen muss, klärt das Projektionsverhältnis; warum bei Ultrakurzdistanz-Geräten die Aufstellung besonders empfindlich ist, der Laser TV und die ALR-Leinwand. Wie groß das Bild für einen gegebenen Sitzabstand sein soll, steht beim Sichtwinkel. Dass motorisierte Geräte eine eingestellte Objektivlage samt Zoom und Fokus speichern und wieder abrufen können, beschreibt der Objektivspeicher.

    Quellen

    Die Angaben zu Bereichen, Diagrammen und zum Zusammenspiel mit dem Zoom folgen Herstellerunterlagen.

    Lens-Shift vertikal +
    96,3 %
    Lens-Shift vertikal −
    96,3 %
    Lens-Shift horizontal +
    47,1 %
    Lens-Shift horizontal −
    47,1 %
  • Gehäusemaße

    Höhe
    193 mm
    Breite
    520 mm
    Tiefe
    447 mm

    Gehäusemaße

    Gewicht
    12,7 kg

Bildrechner

Wie weit muss der Projektor von der Leinwand weg? Gib Bildgröße oder Abstand ein.

Projektionsverhältnis 1,35 – 2,84:1

Leinwandformat

Abstand zur Leinwand

2,99 m – 6,29 m

Am Objektiv

Breite
221 cm
Höhe
125 cm

Licht auf der Leinwand

64 % zu Weitwinkel · mittlerer Zoom

Berechnet aus den Objektivdaten des Herstellers.

Projektor auf dem Band ziehen

Tele

6,29 m

Weitwinkel

2,99 m

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