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Dirac Live ART oder Trinnov WaveForming?
Dirac Live ART oder Trinnov WaveForming — welches der beiden marktreifen Verfahren zur aktiven Basskontrolle passt zu welchem Projekt, und worin unterscheiden sie sich wirklich?
Zwei Verfahren zur aktiven Basskontrolle sind heute marktreif: Dirac Live ART und Trinnov WaveForming. Beide gehen dasselbe Problem an — unterhalb von etwa 150 Hz entscheidet zunehmend der Raum darüber, was am Sitzplatz ankommt —, und beide lösen es über mehrere Quellen, die gegen ein gemessenes Schallfeld rechnen. Die Gemeinsamkeit endet bei der Frage, woher diese Quellen kommen. Daran hängt alles Weitere: der Zeitpunkt im Projekt, der Messaufwand, die Gerätebindung und der Preis.
Tiefe Töne schwappen in einem Zimmer hin und her wie Wasser in einer Badewanne — an manchen Plätzen türmt sich der Bass auf, an anderen fehlt er. Beide Verfahren lassen mehrere Lautsprecher gemeinsam dagegenhalten, damit es auf allen Sitzplätzen ähnlich sauber klingt. Das eine nutzt dafür die Lautsprecher, die Du ohnehin hast, und lässt sich nachrüsten. Das andere braucht mindestens vier Basslautsprecher an ganz bestimmten Stellen an Vorder- und Rückwand — das entscheidest Du, bevor der Raum gebaut ist.
Die Vergleichsfrage
Die eine Angabe, aus der für die meisten Projekte schon die Antwort folgt, ist der Zeitpunkt: Steht der Raum schon, oder wird er gerade geplant? Wo sie nicht reicht, entscheidet der Belegstand, mit dem Du gegenüber einem Kunden geradestehen willst.
Kurzfazit
Ein fertiger Raum mit fertigem System: ART. Es setzt auf einer vorhandenen Dirac-Live-Installation auf, nimmt die schon vorhandenen Lautsprecher als Stützquellen und verlangt keine baulichen Positionen. Der Einstieg ist eine Lizenz und Einrichtungszeit.
Ein Raum in Planung mit Budget für vier bis zwölf Subwoofer: WaveForming. Es liefert die vollständigste Auslegungslehre, die es zu diesem Thema öffentlich gibt — mit Positionsregeln, quantifizierten Toleranzen und Messvorgaben —, bindet Dich dafür an einen Trinnov Altitude und an Wandflächen, die frei bleiben müssen.
Welches der beiden mehr kann, ist offen. Eine Messung, die beide im selben Raum nach demselben Verfahren gegeneinander antreten lässt, ist öffentlich nicht auffindbar. Wer das eine dem anderen überordnet, hat dafür eine Meinung und keine Quelle.
Nicht auf derselben Ebene
Die beiden Verfahren stehen nicht auf derselben Ebene, und das sollte man vor jeder Gegenüberstellung wissen.
Sie greifen an verschiedenen Stellen der Kette an. ART ist eine Erweiterung einer Raumkorrektur und ändert an der Anlage nichts außer der Software und der Lizenz. WaveForming ist eine Auslegung des Raums, die Geräte, Positionen und Verkabelung vorschreibt. Das eine ist ein Update, das andere ein Bauplan.
Ihre Belege liegen auf verschiedenen Achsen. Für ART ist das Wirkprinzip in einer begutachteten Fachzeitschrift veröffentlicht und patentiert, die Wirkung aber in keiner einzigen Zahl beziffert. Für WaveForming ist die Wirkung in drei Maßen beziffert, ein begutachtetes Papier oder eine Patentnummer wurde dagegen nicht gefunden. Der Vergleich kann deshalb nur die Belegarten nebeneinanderstellen; er kann sie nicht verrechnen.
Und sie überschneiden sich weniger, als der gemeinsame Oberbegriff vermuten lässt. Wer vier Subwoofer an zwei Wänden stehen hat, für den ist ART nicht die naheliegende Alternative — und wer eine Stereoanlage in einem Wohnzimmer betreibt, für den existiert WaveForming praktisch nicht. Der echte Entscheidungsraum ist schmaler als die Tabelle weiter unten.
Was beide gemeinsam haben
Vier Dinge gelten für beide, und sie sind der Grund, warum sie überhaupt in eine Familie gehören.
Beide rechnen gegen ein gemessenes Schallfeld statt gegen ein Modell — das gemeinsame Rechenprinzip erklärt MIMO. Beide setzen sauberes Bassmanagement voraus; erhalten die Bassquellen unterschiedliche Signale, ist eine gemeinsame Optimierung praktisch nicht möglich. Beide arbeiten mit Auslöschung, und Auslöschung ist etwas anderes als Absorption: Ein Absorber wandelt Schallenergie in Wärme um, danach ist sie weg; hier kommt ein zweiter Beitrag hinzu, der sich am Messpunkt mit dem ersten aufhebt. Und beide lassen den Grad der Bedämpfung einstellen — bei Dirac über den Focus-Control-Parameter aus der Arbeit von 2015, bei Trinnov über Decay Control. Vollständige Enthallung ist bei keinem der beiden das Ziel.
Die Einordnung aller Verfahrensfamilien, vom Absorber bis zu den gemessenen aktiven Verfahren, steht unter aktive Basskontrolle.
Die drei Unterschiede, die entscheiden
Woher die Gegenschallquellen kommen
ART bestimmt je Eingangssignal einen Hauptlautsprecher und macht die übrigen zu Stützlautsprechern. Wer welche Rolle übernimmt, wechselt mit dem Signal, und die Mindestkonfiguration ist Stereo — zwei Lautsprecher genügen dem Verfahren. Eine Einschränkung steckt in der Voreinstellung: Der Arbeitsbereich der Stützlautsprecher beginnt bei allen Lautsprechern außer den Subwoofern erst bei 50 Hz. Unterhalb davon arbeiten also nur die Subwoofer gegen den Raum.
WaveForming verlangt mindestens vier Subwoofer, zwei vorn und zwei hinten, jeder mit eigenem Ausgangs- und Endstufenkanal. Die vordere Gruppe strahlt ab und absorbiert zugleich, die hintere nimmt die ankommende Welle auf, bevor sie zurückläuft. Die Positionen folgen einer Regularitätsregel aus dem Spiegelquellenprinzip: Bei zwei Spalten über die Wandbreite liegen sie auf einem Viertel und drei Vierteln, und dasselbe gilt für die Höhe — deshalb hängen Subwoofer bei WaveForming auch in halber Wandhöhe.
Das ist der Unterschied, an dem die meisten Projekte schon entschieden sind. ART braucht keine Wandfläche, WaveForming braucht sie an vier Stellen zweier Wände.
Was gemessen wird
Hier liegt der Unterschied, der im Verkaufsgespräch am häufigsten untergeht, weil beide Verfahren „eine Raummessung" verlangen und damit gleich klingen.
ART verlangt mindestens drei gültige Messpositionen, der Sweet Spot darunter; ohne sie lässt sich das Verfahren gar nicht erst auswählen. Das sind Punktmessungen an Sitzplätzen.
WaveForming tastet ein Volumen ab. Das Aufstellungsdokument verlangt mindestens 2 m zwischen vorderem Array und Messzone, mindestens 1 m Abstand der Messzone zu den übrigen Wänden und zur Decke, mindestens zwei horizontale Messebenen mit der ersten auf 1 m Höhe und höchstens 1 m zwischen benachbarten Mikrofonpositionen. Die 9 bis 25 Messpunkte aus dem Datenblatt sind das Ergebnis dieser Geometrie, keine freie Wahl, und das Gitter braucht Punkte über der Sitzhöhe.
| Dirac Live ART | Trinnov WaveForming | |
|---|---|---|
| Was abgetastet wird | Sitzplätze | ein Volumen über der Hörfläche |
| Mindestvorgabe | drei gültige Positionen, Sweet Spot darunter | ≥ 2 horizontale Ebenen, Punktabstand ≤ 1 m, 9 bis 25 Punkte |
| Folge fürs Angebot | Messzeit wie bei einer gewöhnlichen Einmessung | eigener Messgang im Raumvolumen, als Position kalkulierbar |
Ein dreidimensionales Gitter ist Projektaufwand, und er gehört in ein Angebot. Wer WaveForming zum Preis einer Einmessung anbietet, hat sich verkalkuliert.
Der Belegstand ist spiegelbildlich
Für ART sind Wirkprinzip und Herkunft belegt: Lars-Johan Brännmark von Dirac Research und Anders Ahlén von der Universität Uppsala haben das Verfahren 2015 im Journal der Audio Engineering Society veröffentlicht, und das Patent US 9 781 510 B2 hat Priorität vom 22. März 2012. Zur beanspruchten Wirkung — weniger Raumresonanz, straffere Bassantwort, größerer Bass-Sweetspot, bessere Konsistenz von Platz zu Platz — nennt Dirac dagegen keine einzige Zahl. Beziffert ist allein der Wirkbereich von 20 bis 150 Hz. Eine Aussage ohne Maß lässt sich weder nachprüfen noch widerlegen.
Für WaveForming liegen Zahlen vor, in drei Maßen, die sich nicht ineinander umrechnen lassen: „bis ±0,5 dB" bis 100 Hz aus dem Datenblatt, eine mittlere räumliche Abweichung von 4 auf 0,8 dB im Band 30 bis 80 Hz aus dem Whitepaper und die Einordnung von Level 2 auf Level 4 nach CEDIA/CTA-RP22. Die mittlere Abweichung ist die belastbarste der drei, weil sie Definition, Band und Raum nennt und sich damit nachmessen ließe — eine Herstellerangabe aus einem einzelnen Laborraum bleibt sie trotzdem. Ein begutachtetes Papier oder eine Patentnummer wurde für WaveForming nicht gefunden; Trinnov und die Fachpresse nennen die Technologie patentiert, ohne eine Nummer anzugeben.
Herstellerunabhängig gemessen hat bisher nur ein einziges Magazin, und zwar WaveForming. Der Beitrag war am 5. August 2026 nicht abrufbar, seine Zahlen stehen deshalb weder hier noch auf der Technologieseite.
Vergleichsmatrix
Datenstand 6. August 2026 für ART, 5. August 2026 für WaveForming.
| Kriterium | Dirac Live ART | Trinnov WaveForming |
|---|---|---|
| Gegenschallquellen | vorhandene Lautsprecher als Stützquellen | Subwoofer-Arrays an Front- und Rückwand |
| Mindestbestückung | Stereo, zwei Lautsprecher | vier Subwoofer, je eigener Ausgangs- und Endstufenkanal |
| Obergrenze der Bestückung | keine dokumentierte Grenze | zwölf Subwoofer im Layout 6-6 |
| Positionsvorgaben | keine | Regularitätsregel je Wand, Toleranzen in Prozent der Raumabmessung |
| Gerätebindung | ART-zertifizierte Receiver und Prozessoren mehrerer Hersteller, dazu der Dirac Live Processor auf PC und Mac | Trinnov Altitude 16 oder Altitude 32 |
| Wirkbereich | 20 bis 150 Hz (Herstellerangabe) | Auslegungsbandbreite bis 100 Hz, hergeleitet aus dem Subwooferabstand |
| Messung | mindestens drei gültige Positionen | dreidimensionales Gitter, 9 bis 25 Punkte |
| Einrichtung | Gruppenbildung von Hand, keine Automatik | Filterberechnung aus dem gemessenen Feld |
| Grad der Bedämpfung | Focus-Control-Parameter (Benennung in der Oberfläche ungeklärt) | Decay Control |
| Lizenzlage | Dirac Live mit ART-Erweiterung, bei Subwoofern zusätzlich Bass Control | kostenloses Software-Update für Altitude-Besitzer |
| Wirkprinzip belegt durch | begutachtete Arbeit 2015, Patent mit Priorität 2012 | keine begutachtete Veröffentlichung gefunden |
| Wirkung beziffert durch | nichts | drei Herstellerangaben in drei Maßen |
| Unabhängige Messung | keine auffindbar | eine, nicht am Objekt geprüft |
Der Zeitpunkt im Projekt
Der praktische Unterschied ist kein technischer.
WaveForming wird entschieden, solange der Raum noch auf Papier steht. Vier bis zwölf Subwoofer an zwei Wandflächen kollidieren mit Türen, mit der Leinwand, mit Technikflächen und mit Podesten; die Toleranztabellen geben Spielraum in Prozent der Raumabmessung, und wer mehr braucht, verlässt die dokumentierte Auslegung. Ein Raum mit offener Rückwand oder einer Glasfront hat für das hintere Array keinen Platz nach Lehrbuch. Die Toleranzlehre ist dabei der eigentliche Wert des Dokuments: Sie beantwortet mit Zahlen, ob eine bauliche Gegebenheit die Auslegung verhindert.
ART lässt sich nachrüsten, und zwar seit dem 30. Juni 2026 sogar ohne dedizierte Hardware, weil es auf dem Dirac Live Processor für PC und Mac läuft. Eine Bedingung schlägt dabei stärker durch als der Lizenzpreis: Subwoofer ohne Bass-Control-Lizenz schließen ART aus. Der Setup Guide nennt genau zwei Auswege — die Lizenz kaufen oder die Subwoofer aus der Lautsprecherkonfiguration entfernen. Wer ART auf ein System mit Subwoofern setzt, kauft damit zwei Erweiterungen: ART und Bass Control.
Einsatzszenarien
text Bestandsraum, System steht, Bass ungleichmäßig → ART Stereo oder kleines Mehrkanalsystem ohne Subwoofer → ART Neubau oder Kernsanierung, Wandflächen frei planbar → WaveForming Vorhandene vier oder mehr Subwoofer, Altitude im Rack → WaveForming Offene Rückwand, Glasfront, kein Platz für Arrays → ART prüfen, WaveForming scheidet aus Wohnzimmer mit Sichtbarkeitsanspruch → beides prüfen, oft keins von beidem
Die letzte Zeile kommt häufiger vor, als die Technikbegeisterung vermuten lässt. Fehlen sowohl Wandflächen als auch das Budget für vier Subwoofer, und fällt der Raum zugleich zu groß für den ART-Wirkbereich aus, sind eine bessere Aufstellung, eine zweite Bassquelle oder ein Bassabsorber der bessere Euro als beide Verfahren.
Stärken und Grenzen
ART. Die Stärke ist die Nachrüstbarkeit ohne bauliche Bedingungen, über eine breite Gerätebasis mehrerer Hersteller hinweg. Die Grenze ist der Belegstand: Für die Wirkung spricht bislang nur eine Quelle, und das ist der Hersteller. Dazu kommt, dass kontrolliert nur ist, wo gemessen wurde — bei drei Messpositionen ist offen, wie viel von der beanspruchten Sweetspot-Vergrößerung in der zweiten Reihe ankommt.
WaveForming. Die Stärke ist die dokumentierte Auslegung: Layouts, Positionsregeln, quantifizierte Toleranzen und Messvorgaben in einer Vollständigkeit, die es sonst zu diesem Thema nicht gibt. Die Grenze ist die Bindung — an zwei Prozessormodelle, an vier bis zwölf Subwoofer und an Wandflächen, die frei bleiben. Und oberhalb von etwa 100 Hz endet die Kontrolle, weil der Subwooferabstand sie setzt.
Bei beiden bleibt derselbe Punkt offen: die Pegelreserve. Stützquellen geben zusätzliche Gegensignale ab, und das kostet Membranhub im Tiefton. Dirac dokumentiert nicht, wie viel Reserve dabei draufgeht. Trinnovs Aufstellungsdokument sagt ausdrücklich, dass es die Berechnung des erreichbaren Schalldrucks nicht enthält, und verweist auf ein späteres Implementierungsdokument, dessen Erscheinen ungeklärt ist. Für die Auslegung ist das die Lücke mit dem größten Projektrisiko: Ein System, das auf den Zielpegel hin knapp dimensioniert ist, hat für den Gegenschall keine Reserve.
Was oberhalb der Wirkbereiche passiert
Beide Verfahren enden unterhalb des modalen Bereichs. Die Übergangsfrequenz des Raums — der Punkt, unterhalb dessen Phaseninterferenz bestimmt, was am Hörplatz ankommt, nicht zu verwechseln mit der Trennfrequenz zum Subwoofer — liegt in kleinen Räumen nach der Branchenempfehlung CEDIA/CTA-RP22 zwischen etwa 150 und 500 Hz.
Für ART heißt das: In einem kleinen Raum deckt der Wirkbereich bis 150 Hz die Modalzone weitgehend ab, in einem großen nur ihren unteren Teil. Für WaveForming bleibt zwischen der Auslegungsgrenze bei etwa 100 Hz und dem Ende des modalen Bereichs in jedem Fall eine Zone, in der andere Mittel übernehmen müssen. Beide Verfahren ersetzen die Raumakustik oberhalb ihres Bereichs also nicht.
AVITECT-Einordnung
AVITECT arbeitet mit beiden Verfahren. Was sich aus den Projekten ergeben hat, ist eine Tendenz und keine Linie — sie kippt von Fall zu Fall, und zwar an nachvollziehbaren Stellen.
Im dedizierten Heimkino sehen wir häufiger WaveForming. Dort gibt es vorn und hinten wirklich eine Wand, in die sich Subwoofer sauber einlassen lassen, und die Raumform ist meist regelmäßig genug, dass die Regularitätsregel aufgeht. Genau das verlangt das Verfahren: einen weitgehend symmetrischen Raum. Fehlt er, kann es nicht arbeiten.
Im Wohnraum sehen wir häufiger ART. Wohnzimmer sind selten ideal geschnitten, und ART ist an dieser Stelle offener — es schreibt keine Positionen vor und kommt mit dem zurecht, was der Raum hergibt.
Die Trennfrequenz erklärt die Zuordnung besser als die Raumform. Im Heimkino wird oft hoch getrennt: Die Lautsprecher dort können enorme Pegel, spielen aber gar nicht besonders tief. Damit verpufft der ART-Vorteil, weil die Hauptlautsprecher unterhalb von etwa 40 bis 50 Hz nichts mehr beisteuern — und in diesem Bereich beginnt ohnehin erst der voreingestellte Support Range. Im Wohnraum mit großen Standlautsprechern ist es umgekehrt: Dort stehen mehrere Lautsprecher, die tief genug spielen, um als Stützquellen wirklich zu helfen.
Dazu kommt der Preis. ART fällt in der Umsetzung häufig günstiger aus, und dafür gibt es zwei Gründe. Dirac hat an mehrere Gerätehersteller lizenziert, während WaveForming an die Trinnov-Altitude-Prozessoren gebunden bleibt — bei der Komponentenwahl bist Du mit ART also freier. Und WaveForming verlangt mindestens vier Subwoofer, die den größten Teil der Leistung erbringen müssen und entsprechend kosten. Im Einstandspreis für Dich liegt ART deshalb oft niedriger.
Eine allgemeine Regel folgt daraus trotzdem nicht. Welches Verfahren passt, entscheidet sich am einzelnen Projekt — an der Raumform, an der Trennfrequenz der vorhandenen Lautsprecher und daran, wie viel Wandfläche frei bleibt.
Datenstand
Die Angaben zu Dirac Live ART haben den Stand 6. August 2026, die zu Trinnov WaveForming den Stand 5. August 2026. Beide Verfahren entwickeln sich über Firmware und Lizenzmodelle weiter; Gerätelisten, Kanalzahlen und Preise gehören ins AVITECT OS und werden von dort referenziert.
Verknüpfte Inhalte
Die Verfahren im Einzelnen stehen unter Dirac Live ART und Trinnov WaveForming; die Einordnung aller Verfahrensfamilien samt Entscheidungsbaum unter aktive Basskontrolle. Das Problem dahinter erklären Raummoden, das modale Ausschwingen und die Sitz-zu-Sitz-Varianz; die Grenze des modalen Bereichs die Schroeder-Frequenz.
Das gemeinsame Rechenprinzip erklärt MIMO. Voraussetzung beider Verfahren sind sauberes Bassmanagement und eine belastbare Raummessung. Die passiven und statistischen Alternativen stehen unter Double Bass Array und Multi-Sub-Anordnungen.