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Einleitung

Der Heimdall bildet mit einem DLP-Chip nativ 4K ab, als Lichtquelle dient ein RGB-Laser mit 4.500 ANSI-Lumen. Über HDMI 2.1 nimmt er 4K-Signale mit 120 Hz an, etwa von einer Spielkonsole. Ab Werk hat er einen HDMI-Eingang und einen Netzwerkanschluss.

Brauchst Du HDBaseT oder SDI, kommt ein Eingangsmodul dazu. Sieben Wechselobjektive decken Projektionsverhältnisse von 0,53:1 bis 4,05:1 ab, und montieren lässt er sich in beliebiger Neigung.

Die Highlights des Heimdall im Überblick

  • Helligkeit

    4.500 lm

    ANSI-Lumen

  • Native Auflösung

    4096 × 2176

  • Lichtquelle

    RGB-Laser (festkörper)

  • Throw Ratio

    0,53 – 4,05

  • Kontrast

    20.000 : 1

  • HDR-Formate

    • HDR10
    • HLG
  • Gehäuse

    B × H × T

    473 mm293 mm563 mm

    Gewicht 31 kg

  • HDMI Anschlüsse

    • HDMI
  • Steuerung

    • IR

Technologien im Heimdall

Was in den technischen Daten steckt — auf unseren Wissensseiten erklärt und vertieft.

Heimdall

Technische Daten

  • Bilderzeugung

    Projektionstechnologie
    1-Chip DLP (RGB-Laser)

    Glossar

    Laserlichtquelle im Projektor

    Eine Laserlichtquelle erzeugt das Licht eines Projektors mit Halbleiterlasern statt mit einer Entladungslampe. Das Wort steht auf sehr verschiedenen Geräten: Gemeint sein können ein einzelner blauer Laser mit Leuchtstoff, eine Kombination aus blauem und rotem Laser oder drei Laser in den Grundfarben. Was der Käufer davon sieht, entscheidet sich an dieser Unterscheidung.

    Früher steckte in jedem Beamer eine Lampe. Sie wurde mit den Jahren dunkler, und irgendwann musstest Du sie wechseln lassen. Heute macht ein Laser das Licht: Er ist beim Einschalten sofort hell, hält ein Vielfaches länger und muss im normalen Leben eines Geräts nicht getauscht werden. „Laser" steht allerdings auf Geräten, in denen sehr Unterschiedliches arbeitet — mal leuchtet nur ein blauer Laser und ein Leuchtstoff macht daraus die übrigen Farben, mal leuchten wirklich drei Laser in Rot, Grün und Blau. Die Farben sehen dadurch verschieden kräftig aus, obwohl auf beiden Kartons dasselbe Wort steht.

    Ausführliche Erklärung

    Ein Projektor braucht zwei Baugruppen, die wenig miteinander zu tun haben: eine Lichtquelle und einen Bildwandler, der aus diesem Licht das Bild formt. Welche Lichtquelle im Gerät arbeitet, sagt nichts darüber, ob der Bildwandler ein Spiegelchip, ein reflektives oder ein durchleuchtetes Panel ist — und umgekehrt. Beide Fragen gehören getrennt gestellt.

    Drei Bauarten unter einem Namen

    Laserphosphor ist die verbreitete Ausführung. Eine Bank blauer Laserdioden leuchtet auf ein Rad, das mit Leuchtstoff beschichtet ist. Der Leuchtstoff wandelt einen Teil des blauen Lichts in ein breites gelbgrünes Spektrum um, aus dem ein Farbrad oder ein Prisma über dichroitische Farbteilung die Anteile Rot und Grün heraustrennt; Blau kommt direkt vom Laser. Rot und Grün sind damit so rein, wie der Leuchtstoff sie liefert — und ein Leuchtstoff strahlt breit, wo ein Laser schmal strahlt.

    Der Dual-Laser setzt einen roten Laser daneben und überlässt dem Leuchtstoff nur noch das Grün. Rot gewinnt dadurch an Sättigung, der Aufbau bleibt aber im Kern der von oben. Diese mittlere Stufe wird im Handel meistens gar nicht benannt.

    Der Dreifarblaser hat für jede Grundfarbe eine eigene Laserquelle. Laserlicht ist schmalbandig — es besteht aus einem sehr engen Wellenlängenbereich statt aus einem breiten Gemisch —, und je schmaler das Band jeder einzelnen Grundfarbe bleibt, desto weiter außen liegt sie im Farbdiagramm und desto größer wird der Bereich der Farben, die das Gerät überhaupt darstellen kann. Für Material mit weitem Farbraum ist das die interessante Bauart.

    Was an der Bauart hängt

    Der Farbraum ist die erste Folge, und sie steigt über die drei Stufen hinweg an. Die zweite ist das Speckle-Muster: ein feines, körniges Glitzern in gleichmäßigen Flächen. Es entsteht, weil kohärentes Laserlicht an der mikroskopisch rauen Leinwandoberfläche mit sich selbst zur Interferenz kommt — dieselbe Eigenschaft, die den großen Farbraum erst möglich macht. Hersteller arbeiten mit optischen Verfahren dagegen, und Betrachter sehen das Muster unterschiedlich stark; verlässlich verschwunden ist es nicht.

    Die dritte Folge wiegt in der Planung am schwersten und wird selten genannt. Die Lampe war ein Verschleißteil mit Ersatzteilnummer: dunkler werdendes Bild, Wechsel, weiter. Eine Laserlichtquelle ist im Gerät verbaut und wird nicht vom Nutzer getauscht. Das nimmt eine Wartungsposition aus der Kalkulation heraus und verschiebt sie an das Ende der Gerätelebensdauer — was dort passiert, ist eine Frage an den Service und nicht an den Zubehörhandel.

    Lebensdauer: was bekannt ist und was nicht

    Als Nennlebensdauer geben Hersteller 20.000 bis 30.000 Betriebsstunden an. Das ist viel, gemessen an den wenigen tausend Stunden einer Lampe, und für den Wohnraum praktisch die Gerätelebensdauer. Offen ist der Verlauf dahinter: Ob die Helligkeit über die Laufzeit weitgehend erhalten bleibt und am Ende deutlich abfällt oder von Anfang an langsam nachlässt, wird unterschiedlich dargestellt.

    Häufiges Missverständnis

    „Der hat Laser" ist im Verkaufsgespräch eine Qualitätsaussage, und sachlich ist es eine Aussage über die Lichtquelle allein. Zwischen einem Laserphosphor-Gerät der Einstiegsklasse und einem Dreifarblaser liegt im Farbraum ein sichtbarer Unterschied, obwohl beide mit demselben Wort beworben werden. Wer den Farbraum wirklich braucht, muss deshalb nach der Bauart fragen und nicht nach dem Schlagwort.

    Bei der Wartung liegt der zweite Irrtum. Kein Lampenwechsel heißt noch lange nicht wartungsfrei: Staubfilter, Lüfterwege und die Optik bleiben Pflege, und in einem eingebauten Gerät ist gerade der Zugang dazu die Stelle, an der es hakt.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Bildwandler: Spiegelchip, reflektives oder durchleuchtetes Panel formen das Bild aus dem Licht. Diese Wahl ist von der Lichtquelle unabhängig; jede Kombination kommt vor.
    • Laser TV: Beschreibt die Bauform Ultrakurzdistanz samt Vermarktung als Fernseherersatz. Auch ein Deckenprojektor arbeitet heute in aller Regel mit Laser.
    • LED- und Hybridlichtquelle: Leuchtdioden liefern weniger Licht auf die Fläche und erzeugen kein Speckle; Mischformen aus Laser und LED gibt es ebenfalls.
    • Entladungslampe: Das ältere Verfahren mit Lichtbogen unter hohem Druck. Sie braucht Vorwärmzeit, wird über ihre Lebensdauer messbar dunkler und ist ein Wechselteil.

    In der Planung

    Ein dedizierter Kinoraum, in dem überwiegend Kinofilme mit weitem Farbraum laufen, Bildbreite gut drei Meter, Sitzabstand rund vier Meter. Zuerst zählt, was dieser Raum können soll: geht es um Farbtreue bei anspruchsvollem Material oder um ein helles Bild unter Restlicht? Beides zieht in verschiedene Richtungen.

    Lautet die Antwort Farbtreue, ist der Dreifarblaser die naheliegende Wahl, und die Prüffrage lautet dann: Fällt das Sprenkelmuster in diesem Aufbau auf? Sichtbar wird es eher bei großer Fläche, kurzem Sitzabstand und ruhigen, gleichmäßigen Bildteilen — angesehen werden muss es an einem Gerät, gerechnet werden kann es nicht. Steht dagegen die Helligkeit im Vordergrund, weil der Raum Restlicht hat, verschiebt sich die Entscheidung zur Laserphosphor-Bauart mit hohem Lichtstrom, und der Farbraum wird zur nachgeordneten Größe. Erst wenn Lichtstrom, Farbraum und Fläche als Anforderung feststehen, lässt sich sinnvoll über einzelne Modelle reden — vorher sortiert die Geräteliste nur das Sortiment, nicht den Raum.

    Verknüpfte Inhalte

    Wie das Licht der Quelle auf der Fläche ankommt und was die Fläche daraus macht, steht beim Leinwand-Gain; welchen Teil des sichtbaren Farbbereichs ein Gerät überhaupt darstellen kann, führt der Farbraum aus. Warum die Kontrastangaben der Datenblätter mit der Lichtquelle wenig zu tun haben, klärt das Kontrastverhältnis. Die Bauform, die den Laser im Wohnzimmer bekannt gemacht hat, behandelt der Laser TV; die Bildwandlerseite dieser Frage steht bei LCoS und beim transmissiven LCD.

    Quellen

    Die Angaben zu Nennlebensdauer und Farbraum je Bauart stammen aus Herstellerunterlagen; die Entstehung des Speckle-Musters folgt der optischen Fachliteratur.

    Native Auflösung
    4096 × 2176

    Lichtquelle

    Lichtquelle
    RGB-Laser (festkörper)

    Glossar

    Laserlichtquelle im Projektor

    Eine Laserlichtquelle erzeugt das Licht eines Projektors mit Halbleiterlasern statt mit einer Entladungslampe. Das Wort steht auf sehr verschiedenen Geräten: Gemeint sein können ein einzelner blauer Laser mit Leuchtstoff, eine Kombination aus blauem und rotem Laser oder drei Laser in den Grundfarben. Was der Käufer davon sieht, entscheidet sich an dieser Unterscheidung.

    Früher steckte in jedem Beamer eine Lampe. Sie wurde mit den Jahren dunkler, und irgendwann musstest Du sie wechseln lassen. Heute macht ein Laser das Licht: Er ist beim Einschalten sofort hell, hält ein Vielfaches länger und muss im normalen Leben eines Geräts nicht getauscht werden. „Laser" steht allerdings auf Geräten, in denen sehr Unterschiedliches arbeitet — mal leuchtet nur ein blauer Laser und ein Leuchtstoff macht daraus die übrigen Farben, mal leuchten wirklich drei Laser in Rot, Grün und Blau. Die Farben sehen dadurch verschieden kräftig aus, obwohl auf beiden Kartons dasselbe Wort steht.

    Ausführliche Erklärung

    Ein Projektor braucht zwei Baugruppen, die wenig miteinander zu tun haben: eine Lichtquelle und einen Bildwandler, der aus diesem Licht das Bild formt. Welche Lichtquelle im Gerät arbeitet, sagt nichts darüber, ob der Bildwandler ein Spiegelchip, ein reflektives oder ein durchleuchtetes Panel ist — und umgekehrt. Beide Fragen gehören getrennt gestellt.

    Drei Bauarten unter einem Namen

    Laserphosphor ist die verbreitete Ausführung. Eine Bank blauer Laserdioden leuchtet auf ein Rad, das mit Leuchtstoff beschichtet ist. Der Leuchtstoff wandelt einen Teil des blauen Lichts in ein breites gelbgrünes Spektrum um, aus dem ein Farbrad oder ein Prisma über dichroitische Farbteilung die Anteile Rot und Grün heraustrennt; Blau kommt direkt vom Laser. Rot und Grün sind damit so rein, wie der Leuchtstoff sie liefert — und ein Leuchtstoff strahlt breit, wo ein Laser schmal strahlt.

    Der Dual-Laser setzt einen roten Laser daneben und überlässt dem Leuchtstoff nur noch das Grün. Rot gewinnt dadurch an Sättigung, der Aufbau bleibt aber im Kern der von oben. Diese mittlere Stufe wird im Handel meistens gar nicht benannt.

    Der Dreifarblaser hat für jede Grundfarbe eine eigene Laserquelle. Laserlicht ist schmalbandig — es besteht aus einem sehr engen Wellenlängenbereich statt aus einem breiten Gemisch —, und je schmaler das Band jeder einzelnen Grundfarbe bleibt, desto weiter außen liegt sie im Farbdiagramm und desto größer wird der Bereich der Farben, die das Gerät überhaupt darstellen kann. Für Material mit weitem Farbraum ist das die interessante Bauart.

    Was an der Bauart hängt

    Der Farbraum ist die erste Folge, und sie steigt über die drei Stufen hinweg an. Die zweite ist das Speckle-Muster: ein feines, körniges Glitzern in gleichmäßigen Flächen. Es entsteht, weil kohärentes Laserlicht an der mikroskopisch rauen Leinwandoberfläche mit sich selbst zur Interferenz kommt — dieselbe Eigenschaft, die den großen Farbraum erst möglich macht. Hersteller arbeiten mit optischen Verfahren dagegen, und Betrachter sehen das Muster unterschiedlich stark; verlässlich verschwunden ist es nicht.

    Die dritte Folge wiegt in der Planung am schwersten und wird selten genannt. Die Lampe war ein Verschleißteil mit Ersatzteilnummer: dunkler werdendes Bild, Wechsel, weiter. Eine Laserlichtquelle ist im Gerät verbaut und wird nicht vom Nutzer getauscht. Das nimmt eine Wartungsposition aus der Kalkulation heraus und verschiebt sie an das Ende der Gerätelebensdauer — was dort passiert, ist eine Frage an den Service und nicht an den Zubehörhandel.

    Lebensdauer: was bekannt ist und was nicht

    Als Nennlebensdauer geben Hersteller 20.000 bis 30.000 Betriebsstunden an. Das ist viel, gemessen an den wenigen tausend Stunden einer Lampe, und für den Wohnraum praktisch die Gerätelebensdauer. Offen ist der Verlauf dahinter: Ob die Helligkeit über die Laufzeit weitgehend erhalten bleibt und am Ende deutlich abfällt oder von Anfang an langsam nachlässt, wird unterschiedlich dargestellt.

    Häufiges Missverständnis

    „Der hat Laser" ist im Verkaufsgespräch eine Qualitätsaussage, und sachlich ist es eine Aussage über die Lichtquelle allein. Zwischen einem Laserphosphor-Gerät der Einstiegsklasse und einem Dreifarblaser liegt im Farbraum ein sichtbarer Unterschied, obwohl beide mit demselben Wort beworben werden. Wer den Farbraum wirklich braucht, muss deshalb nach der Bauart fragen und nicht nach dem Schlagwort.

    Bei der Wartung liegt der zweite Irrtum. Kein Lampenwechsel heißt noch lange nicht wartungsfrei: Staubfilter, Lüfterwege und die Optik bleiben Pflege, und in einem eingebauten Gerät ist gerade der Zugang dazu die Stelle, an der es hakt.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Bildwandler: Spiegelchip, reflektives oder durchleuchtetes Panel formen das Bild aus dem Licht. Diese Wahl ist von der Lichtquelle unabhängig; jede Kombination kommt vor.
    • Laser TV: Beschreibt die Bauform Ultrakurzdistanz samt Vermarktung als Fernseherersatz. Auch ein Deckenprojektor arbeitet heute in aller Regel mit Laser.
    • LED- und Hybridlichtquelle: Leuchtdioden liefern weniger Licht auf die Fläche und erzeugen kein Speckle; Mischformen aus Laser und LED gibt es ebenfalls.
    • Entladungslampe: Das ältere Verfahren mit Lichtbogen unter hohem Druck. Sie braucht Vorwärmzeit, wird über ihre Lebensdauer messbar dunkler und ist ein Wechselteil.

    In der Planung

    Ein dedizierter Kinoraum, in dem überwiegend Kinofilme mit weitem Farbraum laufen, Bildbreite gut drei Meter, Sitzabstand rund vier Meter. Zuerst zählt, was dieser Raum können soll: geht es um Farbtreue bei anspruchsvollem Material oder um ein helles Bild unter Restlicht? Beides zieht in verschiedene Richtungen.

    Lautet die Antwort Farbtreue, ist der Dreifarblaser die naheliegende Wahl, und die Prüffrage lautet dann: Fällt das Sprenkelmuster in diesem Aufbau auf? Sichtbar wird es eher bei großer Fläche, kurzem Sitzabstand und ruhigen, gleichmäßigen Bildteilen — angesehen werden muss es an einem Gerät, gerechnet werden kann es nicht. Steht dagegen die Helligkeit im Vordergrund, weil der Raum Restlicht hat, verschiebt sich die Entscheidung zur Laserphosphor-Bauart mit hohem Lichtstrom, und der Farbraum wird zur nachgeordneten Größe. Erst wenn Lichtstrom, Farbraum und Fläche als Anforderung feststehen, lässt sich sinnvoll über einzelne Modelle reden — vorher sortiert die Geräteliste nur das Sortiment, nicht den Raum.

    Verknüpfte Inhalte

    Wie das Licht der Quelle auf der Fläche ankommt und was die Fläche daraus macht, steht beim Leinwand-Gain; welchen Teil des sichtbaren Farbbereichs ein Gerät überhaupt darstellen kann, führt der Farbraum aus. Warum die Kontrastangaben der Datenblätter mit der Lichtquelle wenig zu tun haben, klärt das Kontrastverhältnis. Die Bauform, die den Laser im Wohnzimmer bekannt gemacht hat, behandelt der Laser TV; die Bildwandlerseite dieser Frage steht bei LCoS und beim transmissiven LCD.

    Quellen

    Die Angaben zu Nennlebensdauer und Farbraum je Bauart stammen aus Herstellerunterlagen; die Entstehung des Speckle-Musters folgt der optischen Fachliteratur.

  • Helligkeit

    Helligkeit
    4.500 lm
  • Projektionsgeometrie

    Throw Ratio

    Glossar

    Projektionsverhältnis

    Das Projektionsverhältnis — englisch throw ratio — ist der Abstand zwischen Objektiv und Bildfläche, geteilt durch die Bildbreite. Ein Wert von 1,5 bedeutet: Für ein zwei Meter breites Bild steht der Projektor drei Meter entfernt.

    Je weiter ein Projektor von der Wand weg steht, desto größer wird sein Bild. Wie schnell es größer wird, hängt am Objektiv, und genau dafür gibt es eine Zahl. Sie sagt Dir, wie viele Meter Abstand Du für einen Meter Bildbreite brauchst. Das klingt nach einer Nebensache, entscheidet aber darüber, ob das Gerät an der Decke hängt, hinten im Regal steht oder direkt unter der Bildfläche — und damit über einen großen Teil der Planung.

    Ausführliche Erklärung

    Bezugsgröße ist immer die Bildbreite, nicht die Diagonale. Das ist die häufigste Fehlerquelle beim Nachrechnen, weil Leinwände über die Diagonale verkauft werden — im Format 16:9 stellt man das Gerät damit rund 15 Prozent zu weit weg. Bei breiteren Kinoformaten fällt der Fehler kleiner aus, weil die Breite näher an der Diagonale liegt, ganz verschwindet er aber nie. Was er in Zentimetern kostet, welcher Faktor zu welchem Seitenverhältnis gehört und wie er sich in der Rückrechnung umdreht, rechnet der Projektionsabstand vor.

    Die meisten Projektoren nennen keinen festen Wert, sondern eine Spanne, weil ihr Objektiv einen Zoombereich hat — etwa 1,3 bis 2,1. Diese Spanne ist der eigentliche Planungsspielraum: Sie sagt, in welchem Abstandsbereich ein bestimmtes Bild überhaupt darstellbar ist. Ein großer Zoombereich macht die Aufstellung unkritisch, kostet aber am langen Ende Licht — bei maximalem Zoom verlieren viele Objektive spürbar an Helligkeit — und an den Enden des Bereichs Randschärfe, weshalb die Mitte des Bereichs die bessere Auslegung ist. Welche Anforderungen dabei an derselben Objektivstellung gegeneinander ziehen, führt Wurfweite, Lens Shift und Einfallswinkel aus.

    Aus dem Zahlenwert folgen die geläufigen Gerätekategorien. Klassische Projektoren liegen deutlich über 1,0 und stehen entsprechend weit hinten, meist an der Decke über den Sitzplätzen. Kurzdistanzgeräte liegen darunter und kommen mit wenigen Metern aus. Die Ultrakurzdistanz beginnt bei sehr kleinen Werten und erlaubt eine Aufstellung dicht unter der Bildfläche — das ist die Bauform, auf der der Laser TV aufsetzt.

    Wo die Grenzen zwischen diesen drei Kategorien liegen, legt keine Norm fest, und die Hersteller ziehen die Linie an verschiedenen Stellen: Christie gibt für die eigene Reihe 0,5 bis 1,0 als Kurzdistanz an, BenQ definiert sie über die Distanz statt über das Verhältnis, und Epson führt ein Objektiv namens „Short Throw“, das je nach Gehäuse bei 0,46 landet. AVITECT legt die Einteilung deshalb selbst fest: Werte unter 0,35 sind Ultrakurzdistanz, Werte von 0,35 bis 1,0 Kurzdistanz. Diese beiden Zahlenpaare sind eine Festlegung dieses Hauses und keine Branchenangabe. Was aus der Einordnung für Aufstellung, Montage und Leinwand folgt — samt der Faustregel in Metern, die an die Bildgröße gebunden ist —, steht beim Kurzdistanz-Projektor.

    Wichtig für die Praxis ist, was das Projektionsverhältnis nicht regelt: die Höhe des Bildes gegenüber dem Gerät. Dafür ist der Lens-Shift-Bereich zuständig, der das Bild optisch verschiebt, ohne den Abstand zu ändern. Fehlt dieser Spielraum, muss das Gerät genau in der Höhe montiert werden, die sein Objektiv zur Bildfläche vorgibt — oder das Bild wird elektronisch entzerrt, was Auflösung kostet und im Heimkino nichts zu suchen hat.

    Häufiges Missverständnis

    Am häufigsten wird das Verhältnis auf die Bilddiagonale bezogen. Weil die Diagonale größer ist als die Breite, ergibt das zu große Abstände — und im Ergebnis ein Bild, das größer wird als geplant, oder einen Projektor, der nicht mehr in den Raum passt. Wer mit Herstellerrechnern arbeitet, sollte deshalb prüfen, welche Größe dort eingetragen wird.

    Weniger offensichtlich ist der zweite Fehlschluss, und er betrifft die Ultrakurzdistanz. Weil das Gerät dicht an der Fläche steht, wird angenommen, die Aufstellung sei besonders unkritisch. Das Gegenteil ist der Fall: Bei sehr kleinen Werten verändern wenige Zentimeter Abstand die Bildgröße erheblich, und schon eine leichte Schrägstellung oder eine nicht ganz plane Bildfläche wird als Verzeichnung sichtbar. Ein Laser TV verlangt deshalb einen festen, justierbaren Standort und eine sehr gerade Leinwand.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Lens Shift: Verschiebt das Bild nach oben, unten oder zur Seite, ohne den Abstand zu verändern. Beantwortet die Frage „wo darf das Gerät hängen", nicht „wie weit weg".
    • Bilddiagonale: Die Verkaufsgröße einer Leinwand. Für das Projektionsverhältnis zählt die Breite.
    • Sitzabstand: Ergibt sich aus Bildgröße und gewünschtem Sichtwinkel und hat mit der Optik des Projektors nichts zu tun.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer, in dem die Bildbreite mit 2,60 Metern feststeht, weil mehr nicht zwischen die Fenster passt. Zu entscheiden ist zuerst, wo das Gerät sitzen darf — an der Decke, im Sideboard oder gar nicht sichtbar.

    Steht die Antwort fest, ergibt sich daraus der zulässige Bereich für das Projektionsverhältnis, und der grenzt die Gerätekategorie ein. Soll der Projektor im Sideboard unter der Bildfläche stehen, ist es ein Ultrakurzdistanz-Gerät, und diese Entscheidung zieht die Leinwandwahl nach sich, weil zur Ultrakurzdistanz eine passend ausgelegte Oberfläche gehört. Hängt er dagegen an der Decke, ist der Zoombereich das entscheidende Kriterium: Er muss den vorhandenen Abstand in seiner Mitte abdecken, nicht an seinem Rand. Über konkrete Modelle wird zuletzt gesprochen — und dann mit einer Zahl aus der Planung im Blick, nicht mit der Angabe auf dem Karton.

    Verknüpfte Inhalte

    Die Rechnung dazu — Abstand aus Verhältnis und Bildbreite, beide Umstellungen, das Abstandsfenster eines Zoomobjektivs und die Empfindlichkeit kleiner Verhältnisse — steht beim Projektionsabstand. Warum die Ultrakurzdistanz eine eigene Gerätefamilie hervorgebracht hat, steht beim Laser TV; welche Leinwandoberfläche dazu passt, bei der ALR-Leinwand. Wie groß das Bild für einen gegebenen Sitzabstand überhaupt sein soll, klärt der Sichtwinkel. Wo das Gerät bei festliegender Bildlage montiert werden darf, beantwortet der Lens Shift.

    Quellen

    Die Definition und die Angaben zu Zoom- und Lens-Shift-Bereichen folgen Herstellerunterlagen. Die drei zitierten Einteilungen stammen aus den Technologie- und Produktseiten von Christie, BenQ und Epson; die AVITECT-Grenzwerte sind eine eigene Festlegung ohne Fremdquelle.

    0,53 – 4,05
  • HDR & 3D

    HDR-Formate
    • HDR10

      Glossar

      HDR10 und HDR10+

      HDR10 ist das HDR-Format, das jedes Gerät beherrscht: eine feste Kombination aus der PQ-Kurve, zehn Bit Farbtiefe, dem Farbraum-Container BT.2020 und einem Satz Metadaten, der für den ganzen Film gilt. HDR10+ benutzt dieselbe Kombination und legt Angaben je Szene daneben, mit denen ein Wiedergabegerät seine Umrechnung feiner steuern kann.

      Filme mit hohem Helligkeitsumfang bringen eine Notiz mit, wie hell das Bild gemeint ist. Bei HDR10 gibt es genau eine solche Notiz für den ganzen Film — sie gilt für die Kellerszene genauso wie für die Wüstenszene, und Dein Fernseher oder Beamer muss selbst entscheiden, was er daraus macht. HDR10+ schreibt zusätzlich für jede Szene auf, wie hell sie tatsächlich ist. Das Gerät weiß dadurch mehr, muss die Angaben aber nicht benutzen. Und heller wird das Bild dadurch nirgends: Es geht nur darum, das vorhandene Licht besser zu verteilen.

      Ausführliche Erklärung

      HDR10: fünf Angaben, kein Verfahren

      Der Name klingt nach einer Norm, gemeint ist ein Medienprofil. Die Consumer Technology Association — der US-Branchenverband der Unterhaltungselektronik, dessen Spezifikation CTA-861 festlegt, wie Bildsignale über schnelle digitale Schnittstellen wie HDMI angekündigt werden — beschreibt das HDR10 Media Profile in ihren Gerätedefinitionen über genau fünf Angaben:

      AngabeWert
      ÜbertragungsfunktionSMPTE ST 2084 (PQ)
      Farbunterabtastung4:2:0 bei komprimierten Quellen
      Bittiefe10 Bit
      PrimärvalenzenITU-R BT.2020
      MetadatenSMPTE ST 2086 sowie MaxFALL und MaxCLL

      Mehr steht dort nicht. Kein Abbildungsverfahren, keine Prüfstelle, keine Mindesthelligkeit — HDR10 sagt, wie das Signal aussieht, und schweigt darüber, was das Gerät damit anstellt. Genau daraus folgt seine Verbreitung: Wer die fünf Angaben erfüllt, erfüllt das Profil, und niemand muss dafür um Erlaubnis fragen.

      Verbindlich wird HDR10 in derselben Definition, eine Zeile weiter. Ein Fernseher, Monitor oder Projektor darf sich nach dieser Festlegung nur dann HDR-tauglich nennen, wenn er das HDR10-Profil aus dem Netz, über HDMI oder aus anderen Quellen annimmt und verarbeitet. Weitere Profile sind ausdrücklich erlaubt, gefordert ist keines. Deshalb steht HDR10 auf praktisch jedem Datenblatt — es ist der einzige Weg, auf dem sich zwei beliebige HDR-Geräte sicher verstehen.

      Was die statischen Metadaten leisten

      Die beiden Metadatenteile beantworten zwei verschiedene Fragen. SMPTE ST 2086 beschreibt das Mastering-Display, also den Monitor, an dem der Film abgenommen wurde: seine Primärvalenzen und seine kleinste und größte Leuchtdichte. MaxCLL und MaxFALL beschreiben den Inhalt — den hellsten Bildpunkt, der im Film vorkommt, und die höchste mittlere Bildhelligkeit.

      Entscheidend ist die Reichweite dieser Angaben: Sie gelten für den gesamten Titel. Eine Nachtszene und eine Schneelandschaft bekommen dieselbe Auskunft, und was ein Gerät daraus für die konkrete Szene ableitet, bleibt ihm überlassen. Was dabei passiert und warum derselbe Film auf zwei Projektoren verschieden aussieht, steht bei der Tonwertabbildung.

      HDR10+: Beschreibung je Szene

      HDR10+ ändert an den fünf Angaben nichts und legt einen zweiten Metadatenstrom daneben. Dessen Aufbau steht in SMPTE ST 2094-40, im Normtitel „Application #4", genehmigt im April 2020 als Überarbeitung der Fassung von 2016. Die Norm beschreibt eine von mehreren Ausprägungen desselben Grundmodells für dynamische Metadaten — Nummer 40 ist die, auf der HDR10+ aufsetzt. Deshalb steht auf manchen Datenblättern die Normnummer statt des Formatnamens.

      Was mitreist, gehört zu zwei verschiedenen Gattungen, und dieser Unterschied ist der Kern des Formats.

      Beschreibende Statistik. Für jedes Zeitintervall — praktisch: für jede Szene — nennt der Datensatz das Maximum der Farbkomponenten, den Mittelwert der hellsten Komponente je Bildpunkt und eine Häufigkeitsverteilung dieser Werte. In der aktuellen Ausprägung sind das neun Stützstellen: die Werte, unter denen 1, 5, 10, 25, 50, 75, 90, 95 und 99 Prozent aller Bildpunkte der Szene liegen. Dazu kommt der Anteil der wirklich hellen Bildpunkte. Ein Gerät erfährt damit mehr als den Höchstwert der Szene: Es sieht, ob die Helligkeit auf wenigen Spitzlichtern sitzt oder über die halbe Bildfläche geht.

      Eine festgelegte Kurve. Zusätzlich kann eine Tonkurve mitgegeben werden: ein linearer Anfang, ein Knickpunkt und die Stützpunkte einer Bézier-Kurve darüber. Das ist die Fassung, die im Farbabgleich bewusst gesetzt wurde. Die Norm sagt dazu ausdrücklich, dass die Verteilungsangaben als Ersatzmetadaten dienen, wenn diese Kurve fehlt.

      Die Kurve gilt dabei nie im luftleeren Raum: Der Datensatz nennt die Spitzenhelligkeit des Zielgeräts, für die sie gedacht ist. Ein Gerät mit anderer Spitzenhelligkeit muss also weiterhin selbst rechnen — es hat dafür aber die Verteilung der laufenden Szene und eine gesetzte Kurve statt eines einzigen Werts für den ganzen Film.

      Warum ein HDR10+-Film auf jedem HDR10-Gerät läuft

      Die dynamischen Angaben stecken in einer Zusatznachricht des Videostroms, wie sie der HEVC-Codec für herstellerregistrierte Daten vorsieht; ihren Aufbau legt dieselbe CTA-Schnittstellenspezifikation fest, die auch die HDR-Ankündigung auf der HDMI-Verbindung regelt. Je Einzelbild wird höchstens eine solche Nachricht mitgeschickt.

      Diese Bauart erklärt die Abwärtskompatibilität besser als jede Zusage: Ein Decoder, der die Nachricht nicht kennt, überspringt sie — genau dafür ist die Nachrichtenart gemacht. Übrig bleibt ein gewöhnlicher HDR10-Strom, weil das Bild selbst nie etwas anderes war. Die Rundfunk-Spezifikation, die diesen Weg festschreibt, formuliert das als Erwartung, dass keine Kompatibilitätsprobleme auftreten; die Formatorganisation sagt dasselbe kürzer und stellt fest, dass ein reines HDR10-Gerät ein HDR10+-Signal ohne Weiteres als HDR10 abspielt.

      Ein HDR10+-Titel braucht deshalb keine eigene Rückfallebene: Der HDR10-Strom darunter ist bereits eine.

      Wo der Unterschied zu Dolby Vision liegt

      Beide Formate ergänzen HDR10 um Metadaten je Szene. Verschieden ist, wer über die Abbildung entscheidet:

      HDR10HDR10+Dolby Vision
      Metadatenein Satz für den Titelje Szene, in einer Zusatznachrichtje Szene, teils in einer zweiten Bildschicht
      AbbildungsverfahrenSache des GerätsSache des Gerätsvon Dolby vorgeschrieben
      GerätezulassungkeinePrüfung für das KennzeichenZulassung für die Wiedergabe
      ohne Unterstützung im Gerät—bleibt HDR10je nach Profil HDR10, SDR oder nichts

      Die entscheidende Zeile ist die zweite. HDR10+ liefert einem Gerät bessere Informationen und schreibt ihm nicht vor, was es daraus macht; Dolby Vision schreibt beides vor und bindet die Wiedergabe an zugelassene Geräte. Das ist derselbe Zielkonflikt wie überall zwischen offener und geschlossener Festlegung: Verbindlichkeit kostet Reichweite, Offenheit kostet Vorhersagbarkeit.

      Am Gerät schließen die beiden Formate einander nicht aus. Viele Fernseher werten beide aus, andere nur eines — welches, ist eine Frage der Produktdaten und des Firmwarestands.

      Häufiges Missverständnis

      „Die Zehn ist eine Versionsnummer." Sie steht für die Bittiefe — zehn Bit je Farbkanal statt der acht des gewohnten SDR-Materials. Auch das Pluszeichen zählt nichts hoch: Die fünf Angaben bleiben Wort für Wort dieselben, es kommt ein Metadatenstrom dazu.

      „HDR10+ macht das Bild heller." Es verteilt vorhandenes Licht anders. Die PQ-Kurve schreibt weiterhin absolute Leuchtdichten vor, die kaum ein Wiedergabegerät erreicht; die Metadaten verbessern nur die Auskunft darüber, welche Stellen im Bild diese Vorgabe überhaupt ausreizen. Wie viel das ausmacht, hängt vom Abstand zwischen Master und Gerät ab — und der ist bei Projektion am größten.

      „Steht HDR10 auf dem Karton, kann das Gerät HDR." Die Geräteanforderung verlangt vier Dinge: eine Schnittstelle mit HDR-Kennung, die Verarbeitung der statischen Metadaten, die Annahme des HDR10-Profils und das Anwenden einer passenden Übertragungsfunktion. Eine Mindesthelligkeit ist nicht darunter. Ein Gerät kann die Angabe also vollständig erfüllen und trotzdem so wenig Licht haben, dass von der HDR-Wirkung fast nichts übrig bleibt.

      Nicht zu verwechseln mit

      • PQ und HLG: Übertragungsfunktionen, die Codewerte in Helligkeit umrechnen. HDR10 benutzt PQ, aber eine Kurve allein ist noch kein Format — es fehlen Bittiefe, Farbraum und Metadaten. Beide Kurven klärt die Übertragungsfunktion.
      • Tonwertabbildung: Was das Gerät mit den Metadaten macht. Beide Formate legen sie nicht fest — deshalb sagen Formatangaben allein wenig über das Bild.
      • Dolby Vision: Ebenfalls dynamische Metadaten, aber mit vorgeschriebenem Verfahren und Gerätezulassung.
      • BT.2020: Der Farbraum-Container, eine der fünf Angaben des Profils. Kein Gerät stellt ihn vollständig dar.
      • Ultra HD und 4K: Bildauflösung. Sie hat mit dem Helligkeitsumfang nichts zu tun, wird auf Verpackungen aber im selben Atemzug genannt.

      In der Planung

      Ein Kunde bringt einen Fernseher mit HDR10+-Kennzeichen und einen Projektor ohne mit, dazu einen AV-Receiver und eine Matrix im Signalweg. Die Frage lautet, ob die Kette HDR10+ „kann".

      Sie ist in dieser Form nicht beantwortbar, und die Reihenfolge der Klärung entscheidet mehr als die Antwort:

      1. Was liefert die Quelle? Erst hier entscheidet sich, ob überhaupt dynamische Metadaten anliegen — je nach Titel, Dienst und Datenträger.
      2. Was reicht die Kette durch? Ein Zwischengerät, das die Kennung verwirft, lässt die Kette stillschweigend auf HDR10 zurückfallen. Der Mechanismus dahinter steht beim InfoFrame; das Bild ist dann nicht gestört, sondern schlicht anders abgebildet.
      3. Was wertet das Anzeigegerät aus? Die Kennung im Menü und die tatsächliche Verarbeitung sind zweierlei.
      4. Wie groß ist der Abstand zum Master? Auf einem lichtstarken Fernseher im abgedunkelten Raum bleibt für die Metadaten wenig zu tun. Auf drei Meter Bildbreite ist der Abstand riesig — dort wäre der Gewinn am größten, und dort ist die Formatunterstützung am dünnsten.

      Der vierte Punkt ist der, der die Kaufentscheidung dreht. Raumverdunklung und Bildgröße wirken bei HDR um ein Vielfaches stärker als jede Formatliste auf dem Datenblatt; die Rechnung dazu steht bei der Tonwertabbildung.

      Verknüpfte Inhalte

      Warum jedes Gerät die HDR-Vorgabe umrechnen muss und was dabei verloren geht, führt die Wissensseite zu HDR im Heimkino und Tonwertabbildung aus — sie ist die Voraussetzung dieser Seite. Die PQ-Kurve selbst und die Abgrenzung zwischen Kurve und Format gehören zur Übertragungsfunktion; dort steht auch, was HLG anders macht. Das konkurrierende dynamische Format beschreibt Dolby Vision. Zwei der fünf Angaben des HDR10-Profils haben eigene Einträge: Bittiefe und Farbraum. Die Größe, auf die am Ende alles zusammenläuft, klärt die Zielleuchtdichte. Woran die Kennung eines Formats in der Kette scheitert, klärt der InfoFrame.

      Quellen

      Die fünf Angaben des HDR10 Media Profile und die vier Bedingungen, unter denen ein Anzeigegerät HDR-tauglich heißen darf, stammen aus den Gerätedefinitionen der Consumer Technology Association, die für diese Seite am Objekt gelesen wurden; das Merkblatt selbst führt kein aufgedrucktes Datum. Der Aufbau der dynamischen Metadaten — die Verteilungsangaben mit ihren neun Stützstellen, die Kurve aus Knickpunkt und Bézier-Ankern, die Zielhelligkeit und der Vorrang der Kurve vor den Verteilungsangaben — ist an SMPTE ST 2094-40 in der Fassung von 2020 belegt, ebenfalls am Objekt gelesen. Die Übertragung als herstellerregistrierte Zusatznachricht im HEVC-Strom und die Feststellung, dass uninteressierte Empfänger sie überspringen, stehen in der ATSC-Ergänzung vom September 2021, die dafür auf die CTA-Schnittstellenspezifikation von Dezember 2020 verweist; deren Normtext ist kostenpflichtig und wurde nicht eingesehen.

      Dass HDR10+ genau diese Norm benutzt, ist an einer Spezifikation der Alliance for Open Media vom Oktober 2023 gegengelesen, die HDR10+ als Metadaten nach ST 2094-40 und CTA-861 beschreibt — also unabhängig von der Formatorganisation. Deren eigene Darstellung deckt Herkunft, Prüfprogramm und Lizenzbedingungen; diese Angaben sind nirgends gegenlesbar, weil die Systemspezifikation nur angemeldeten Unternehmen offensteht. Öffentlich ist allein die Metadatennorm. Die Angaben zur Ultra HD Blu-ray sind nicht belegt; die maßgebliche Fundstelle war nicht abrufbar und die Aussage steht entsprechend gekennzeichnet.

    • HLG
  • Gehäusemaße

    Höhe
    293 mm
    Breite
    473 mm
    Tiefe
    563 mm

    Gehäusemaße

    Gewicht
    31 kg

Anschlüsse

Barco Heimdall – Ansicht vorne rechts

Barco Heimdall – Ansicht vorne rechts

Barco Heimdall – Ansicht vorne rechts
    • HDMI

      2.1
    • LAN

    • IR-Empfänger

    • Netzeingang

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