Einleitung
Der Bravia Projector 8 heißt bei Sony VPL-XW6100ES und steht in der Mitte einer dreistufigen Linie, die beim Projector 7 beginnt und beim Projector 9 endet. Im September 2024 kam er zusammen mit dem Projector 9 auf den Markt — die beiden waren Sonys erste Heimkinoprojektoren mit dem XR-Prozessor, der aus den Bravia-Fernsehern stammt und hier erstmals dynamisches Tone-Mapping in ein Sony-Projektorbild bringt. Das Bild selbst entsteht auf drei reflektiven 0,61-Zoll-SXRD-Panels in nativer 4K-Auflösung, jeder der 8,3 Millionen Bildpunkte einzeln.
Die Highlights des VPL-XW6100ES im Überblick
Helligkeit
2.700 lm
ANSI-Lumen
Native Auflösung
3840 × 2160
Lichtquelle
Laser-Phosphor
Throw Ratio
1,35 – 2,84
Kontrast
∞:1
Bilddiagonale
60 – 300 Zoll
Lens-Shift
Vertikal
±85 %
Horizontal
±36 %
HDR-Formate
- HDR10
- HLG
Gehäuse
B × H × T
460 mm210 mm517 mm
inkl. Objektiv-Überstand · Gewicht 14 kg
Für die Planung ist wichtig, was die Produktdatenblätter von Projector 8 und Projector 9 gemeinsam sagen — und das ist fast alles: dieselbe Optik mit motorisiertem Zoom von rund 2,14-fach, motorisiertem Fokus, Lens-Shift von vertikal ±85 % und horizontal ±36 % sowie einem Projektionsverhältnis von 1,34:1 bis 2,87:1, dasselbe 14 Kilogramm schwere Gehäuse, dasselbe Betriebsgeräusch von 26 dB. Verschieden sind zwei Zeilen: der Lichtstrom mit 2.700 gegenüber 3.400 Lumen und die Leistungsaufnahme mit 380 gegenüber 420 Watt. Wer zwischen den beiden Geräten steht, entscheidet über Licht; an der Aufstellung ändert die Wahl nichts.
Der Projector 8 löst den VPL-XW6000ES ab. Diese Zuordnung stammt aus einem unabhängigen Test, Sony benennt sie in der Ankündigung nicht. Derselbe Test maß 2.769 ANSI-Lumen und damit etwas mehr, als Sony angibt, dazu eine Abdeckung von rund 95 % des DCI-P3-Farbraums. Die Messung sagt, dass die Herstellerangabe stimmt. Wie hell das Bild am Sitzplatz ankommt, ergibt sich daraus noch nicht: Der Lichtstrom verteilt sich auf die gewählte Bildfläche, und Leinwandgain, Leinwandtyp und das Restlicht im Raum bestimmen mit, was davon beim Zuschauer ankommt.
Technologien im VPL-XW6100ES
Was in den technischen Daten steckt — auf unseren Wissensseiten erklärt und vertieft.
BRAVIA Projector Serie
Technische Daten
Bilderzeugung
- Projektionstechnologie
- SXRD (LCoS)
- Native Auflösung
- 3840 × 2160
Lichtquelle
- Lichtquelle
- Laser-Phosphor
Helligkeit
- Helligkeit
- 2.700 lm
Projektionsgeometrie
- Throw Ratio
- 1,35 – 2,84
- Optischer Zoom
- 2,1
Lens-Shift
- Lens-Shift vertikal +
- 85 %
- Lens-Shift vertikal −
- 85 %
- Lens-Shift horizontal +
- 36 %
- Lens-Shift horizontal −
- 36 %
HDR & 3D
- HDR-Formate
- HDR10
- HLG
Gehäusemaße
inkl. Objektiv-Überstand
- Höhe
- 210 mm
- Breite
- 460 mm
- Tiefe
- 517 mm
Gehäusemaße
- Gewicht
- 14 kg
Bildrechner
Wie weit muss der Projektor von der Leinwand weg? Gib Bildgröße oder Abstand ein.
Projektionsverhältnis 1,35 – 2,84:1
Abstand zur Leinwand
2,99 m – 6,29 m
Am Objektiv
- Breite
- 221 cm
- Höhe
- 125 cm
Licht auf der Leinwand
mittlerer Zoom
Je weiter der Projektor von der Leinwand weg steht, desto weniger Licht kommt an.
Projektor auf dem Band ziehen
Tele
6,29 m
Weitwinkel
2,99 m
Downloads
Vorteile
- Natives 4K-SXRD-PanelJeder Bildpunkt entsteht einzeln auf dem Panel, ohne Pixel-Shift-Verfahren.
- Vollständig motorisierte Optik mit Zoom, Fokus, Lens-Shift und ObjektivspeicherBildformatwechsel und Feinjustage lassen sich nach der Montage aus dem Sitz erledigen.
- Optik, Gehäuse und Betriebsgeräusch entsprechen laut den Datenblättern denen des Projector 9die Aufstellungsplanung ändert sich also nicht, wenn später doch das größere Modell einzieht.
- Erste Sony-Projektorgeneration mit dynamischem Tone-Mapping; der XR-Prozessor stammt aus den Bravia-Fernsehern.
Einschränkungen
- Mit 2.700 Lumen liegt der Lichtstrom rund 20 Prozent unter dem des Projector 9. Bei sehr breiten Bildern oder Restlicht im Raum ist das der Punkt, an dem die beiden Modelle auseinandergehenalles andere an ihnen ist gleich.
- Zur Lebensdauer der Laserlichtquelle macht Sonys Produktdatenblatt keine Angabe, anders als bei anderen Herstellern dieser Klasse.
Häufige Fragen
Projector 8 oder Projector 9 — woran entscheidet sich das?
An der Helligkeit und sonst an nichts, jedenfalls nach den Angaben der beiden Produktdatenblätter: Panel, Prozessor, Optik, Anschlüsse, Gehäuse und Betriebsgeräusch sind identisch, der Projector 9 leuchtet mit 3.400 statt 2.700 Lumen und zieht dafür 420 statt 380 Watt. Die Frage lautet also: Wie breit wird das Bild, wie viel Licht schluckt die Leinwand, und wie dunkel ist der Raum im Betrieb wirklich. Je größer die Fläche und je heller die Umgebung, desto eher zählen die zusätzlichen 700 Lumen. Für den eigenen Raum rechnen wir das im AVITECT-Studio durch.
Kann ich eine CinemaScope-Leinwand ohne Vorsatzobjektiv betreiben?
Zoom, Fokus und Lens-Shift sind motorisiert, und das Gerät speichert Objektivstellungen. Damit lässt sich zwischen Bildformaten umschalten, ohne etwas vor das Objektiv zu setzen — das Bild wird beim Formatwechsel allerdings über die Zoomstellung angepasst, was Licht kostet. Ein anamorphotisches Vorsatzobjektiv nutzt die Panelfläche dagegen vollständig aus. Welcher Weg besser passt, hängt davon ab, wie viel Lichtreserve die geplante Bildbreite übrig lässt.
Welche HDR-Formate versteht der Projektor?
HDR10 und HLG nennen mehrere unabhängige Tests übereinstimmend, Dolby Vision unterstützt das Gerät nicht. Sonys eigenes Produktdatenblatt listet die Formate nicht auf. Wichtiger für das Bild ist ohnehin die Verarbeitung: XR Dynamic Tone Mapping wertet nach Herstellerangabe die Spitzenhelligkeit Bild für Bild aus, statt eine feste Kennlinie über den ganzen Film zu legen.
Wie steht es um Spielekonsolen?
Beide HDMI-2.1-Eingänge nehmen 4K bei 120 Hz an, Auto Low Latency Mode ist vorhanden. Sony gibt für die Baureihe 12 ms Eingabeverzögerung bei 4K/120 an; ein unabhängiger Test kam beim Projector 8 auf 23 ms bei 4K/60 und 13 ms bei 1080p/120. Die Zahlen stammen aus verschiedenen Messverfahren und lassen sich nicht direkt gegeneinander stellen — in beiden Fällen liegt die Verzögerung aber im Bereich, der für ein Kinogerät ungewöhnlich niedrig ist.
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