Zum Inhalt
Tastatur
  • Hilfe anzeigen?
  • Untermenü öffnen↓ / Space
  • Untermenü schließenEsc
  • Studio finden→ Studio
Tiefe
Fortgeschritten

PET-Mehrschichtverbund für ALR- und CLR-Leinwände

Woraus besteht das Tuch einer winkelselektiven ALR- oder CLR-Leinwand?

Eine winkelselektive Projektionsfläche besteht aus einem Verbund mehrerer Lagen auf einer PET-Trägerfolie, nicht aus einer einzelnen Beschichtung: reflektierende Schichten, die gezielt aus der Projektorrichtung zum Betrachter lenken, und absorbierende Zwischenschichten, die Licht aus anderen Richtungen schlucken.

Eine gewöhnliche Leinwand hat im Grunde eine Oberfläche. Eine ALR- oder CLR-Leinwand hat mehrere, fein übereinandergelegte Schichten wie ein dünnes Sandwich — jede Schicht erledigt einen Teil der Aufgabe, Licht aus der richtigen Richtung durchzulassen und Licht aus der falschen Richtung zu schlucken. Je mehr diese Fläche gleichzeitig leisten soll — Fremdlicht abwehren und gegen mehrere Projektionsarten funktionieren —, desto mehr solcher Schichten kommen zusammen.

Woraus er besteht

Grundlage ist eine PET-Folie: mechanisch stabil, dünn und optisch klar, damit sie als Trägermaterial für feine Strukturen taugt. Auf ihr sitzen die eigentlichen optischen Schichten — je nach Bauart lentikulare oder Fresnel-artige Reflexionsstrukturen, dazwischen dunkle, lichtabsorbierende Lagen, die das aus der falschen Richtung einfallende Licht schlucken statt es zu streuen. Wie diese Struktur richtungsselektiv arbeitet, führt der Eintrag zur ALR-Leinwand aus; dieser Materialeintrag beschreibt nur den Schichtaufbau, nicht den Wirkmechanismus.

Welche Eigenschaften daraus folgen

Der Mehrschichtaufbau ist der Grund, warum ALR- und CLR-Flächen gegenüber einem einlagigen PVC-Tuch empfindlicher auf Behandlung reagieren: Jede zusätzliche optische Schicht kann bei einem Knick oder Druck ihre feine Struktur verlieren, und ein solcher Schaden zeigt sich im Bild als sichtbarer Fleck oder Streifen — ein Grund, warum diese Tücher beim Einbau vorsichtiger gehandhabt werden als eine robuste PVC-Bahn.

Wer ihn verwendet

Der PET-Mehrschichtaufbau ist branchenweit die übliche Grundlage für winkelselektive Flächen mehrerer Hersteller, nicht auf ein einzelnes Unternehmen beschränkt.

Abgrenzung

Gegenüber dem einlagigen PVC-Tuch liegt der Unterschied im Schichtaufbau, nicht im Grundpolymer: PVC-Tuch hat eine einzelne matte Beschichtung, der PET-Mehrschichtverbund mehrere optisch unterschiedlich wirkende Lagen. Vom Gewebe für akustisch transparente Flächen unterscheidet er sich im Zweck: Dort geht es um Schalldurchlässigkeit, hier um Winkelselektivität — beide Eigenschaften schließen sich an derselben Fläche weitgehend aus.

Grenzen

Der Mehrschichtaufbau ist empfindlicher gegenüber mechanischer Beanspruchung als ein einlagiges Tuch, teurer in der Herstellung und nur für die Bauformen sinnvoll, die dauerhaft plan bleiben — für eine frei hängende, wellige Bahn verschenkt die feine Struktur einen Teil ihrer Wirkung.

Verknüpfte Inhalte

Wie die Schichten richtungsselektiv wirken, führt die ALR-Leinwand aus; die Fresnel-spezifische Struktur die Fresnel-Leinwand; wie sich Gain und Blickwinkel aus diesem Aufbau ergeben, der Leinwand-Gain und der Eintrag zum Blickwinkel.

Quellen

Datenstand offen. Herstellerangaben sind als solche gekennzeichnet.

Tastaturkürzel