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Gewebe und perforierte Folie für akustisch transparente Leinwände

Aus welchem Werkstoff besteht eine akustisch transparente Leinwand — gewebt oder perforiert?

Zwei Werkstoffe machen eine Leinwand akustisch durchlässig. Der eine ist ein feines Textilgewebe, dessen Fadenzwischenräume Schall passieren lassen. Der andere ist eine geschlossene PVC- oder Vinylfolie mit einem regelmäßigen Raster winziger, gestanzter oder gebohrter Löcher. Beide sind Werkstoffe, keine Bauformen — welche akustischen und optischen Folgen aus ihrer Durchlässigkeit entstehen, führt der Glossareintrag zur akustisch transparenten Leinwand ausführlich aus.

Damit der Ton aus Lautsprechern hinter der Leinwand überhaupt bei Dir ankommt, darf die Fläche kein geschlossenes Blech sein — sie braucht winzige Öffnungen. Die eine Lösung ist ein Gewebe, das schon von Natur aus kleine Lücken zwischen den Fäden hat, wie ein sehr feiner Vorhangstoff. Die andere ist eine an sich geschlossene Folie, in die tausende winzige Löcher gestanzt werden. Beide lassen Ton durch — nur eben auf unterschiedliche Weise gebaut.

Woraus er besteht

Das gewebte Material ist ein feines, meist aus Kunstfasern hergestelltes Textil mit dichter, gleichmäßiger Webstruktur. Die Zwischenräume zwischen den Fäden bilden unzählige winzige Öffnungen, durch die Schall hindurchtreten kann; die Oberfläche bekommt zusätzlich eine dünne optische Beschichtung für die Bildwiedergabe.

Die perforierte Variante geht vom anderen Ende aus: Sie beginnt als geschlossene, für sich genommen blickdichte PVC- oder Vinylfolie — demselben Grundwerkstoff wie das einfache PVC-Projektionstuch verwandt — und bekommt danach ein regelmäßiges Raster winziger Löcher eingebracht, oft im Bereich weniger Zehntelmillimeter Durchmesser.

Welche Eigenschaften daraus folgen

Beide Werkstoffe geben denselben akustischen Preis: Ein Teil des Schalls bleibt in der Fläche hängen, spürbar vor allem im Hochton. Der optische Preis unterscheidet sie dagegen deutlich. Das regelmäßige Lochraster der perforierten Folie kann sich mit dem Pixelraster eines Projektors überlagern und als Moiré sichtbar werden, besonders bei hoher Auflösung und kurzem Sitzabstand; das gewebte Material hat dieses Risiko kaum, zeigt dafür bei genauem Hinsehen die eigene Webstruktur und lässt sich mechanisch schwerer perfekt plan spannen als eine geschlossene Folie.

Wer ihn verwendet

Beide Werkstoffvarianten sind branchenweit verbreitet und keinem einzelnen Hersteller vorbehalten.

Abgrenzung

Gegenüber dem PVC-Projektionstuch unterscheidet sich die perforierte Variante durch die zusätzliche Lochung, nicht durch das Grundpolymer — dieselbe PVC-Basis wird hier um eine akustische Funktion erweitert. Gegenüber dem PET-Mehrschichtverbund liegt der Unterschied im Zweck: Dort geht es um Winkelselektivität gegen Fremdlicht, hier um Schalldurchlässigkeit — beide Eigenschaften lassen sich an derselben Fläche kaum vereinen.

Grenzen

Welche Nachteile aus der Durchlässigkeit selbst folgen — Pegelverlust, Anforderungen an den Raum hinter der Fläche, die Wahl zwischen Gewebe und Perforation je nach Sitzabstand — behandelt ausführlich der Glossareintrag zur akustisch transparenten Leinwand. Dieser Materialeintrag beschreibt nur den Werkstoff, nicht seine Wirkung im System.

Verknüpfte Inhalte

Was „akustisch transparent" für Schall und Bild bedeutet und wie die Auswahl zwischen Gewebe und Perforation in der Planung getroffen wird, führt der Glossareintrag zur akustisch transparenten Leinwand vollständig aus.

Quellen

Datenstand offen. Herstellerangaben sind als solche gekennzeichnet.

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