Zum Inhalt
Tastatur
  • Hilfe anzeigen?
  • Untermenü öffnen↓ / Space
  • Untermenü schließenEsc
  • Studio finden→ Studio

Bild 1 von 3

Der Hyperion APR-16 kurz vorgestellt

Hyperion APR-16 ist ein AV-Prozessor für Heimkinos mit externen Endstufen. Er dekodiert Dolby Atmos und DTS:X und gibt bis zu 16 Kanäle aus, für Lautsprecherlayouts von 2.0 bis 9.1.6. Jeder Ausgang liegt als XLR und als Cinch an und lässt sich frei einem Kanal zuweisen.

Sieben HDMI-2.1-Eingänge mit 48 Gbit/s reichen das Videosignal unverändert an den Fernseher oder Projektor durch (ISF-zertifiziert), der HDMI-Ausgang unterstützt eARC. Ein eingebauter Vier-Port-Switch führt Dante/AES67 mit zwei Kanälen zu kompatiblen Endstufen. Bedient wird der Prozessor über den 7-Zoll-Touchscreen an der Front, per IP, RS-232 oder IR. Ein kalibriertes Messmikrofon für die Einmessung liegt im Karton.

Die Highlights des Hyperion APR-16 im Überblick

  • Kanäle

    2.0 – 9.1.6

  • Verarbeitungskanäle (Dekodierung)

    16

  • Einmessung

    Dirac Live

  • Tonformate

    • Dolby Atmos
    • DTS:X
  • HDMI Anschlüsse

    • 1 Ausgang
  • Gehäuse

    B × H × T

    438,2 mm152,4 mm450,9 mm

    Gewicht 8,48 kg

Technologien im Hyperion APR-16

Was in den technischen Daten steckt — auf unseren Wissensseiten erklärt und vertieft.

Hyperion

Technische Daten

  • Kanalkapazität

    Max. Kanäle
    16
    Kanal-Konfiguration (Herstellernotation)

    Glossar

    Kanal-Notation und Surround-Formate

    Angaben wie 5.1 oder 7.1.4 zählen drei Dinge ab: vor dem ersten Punkt die Lautsprecher auf Ohrhöhe, zwischen den Punkten die eigenen Effektkanäle für tiefe Frequenzen, hinter dem zweiten Punkt die Höhenkanäle über Dir. Ein 5.1.2-System hat also fünf Lautsprecher auf Ohrhöhe, einen LFE-Kanal und zwei Höhenkanäle; ein 7.1.4-System kommt auf zwei Lautsprecher mehr auf Ohrhöhe und zwei weitere Höhenkanäle.

    Die Zahlen sagen Dir, wie der Ton um Dich herum verteilt wird. Die erste Zahl steht für die Lautsprecher, die auf Deiner Ohrhöhe stehen — vorne und seitlich oder hinten. Die Zahl hinter dem ersten Punkt meint die eigene Spur für ganz tiefe Töne. Kommt noch eine dritte Zahl dazu, geht es um Lautsprecher über Dir, damit ein Gewitter oder ein Flugzeug auch von oben kommen. Mehr Zahlen heißt aber nicht automatisch besser: Vier gut platzierte Lautsprecher schlagen zehn schlecht platzierte.

    Ausführliche Erklärung

    Die erste Ziffer beschreibt den Ring auf Ohrhöhe. Bei 5 sind das links, Mitte, rechts und zwei Surroundlautsprecher seitlich neben oder hinter dem Hörplatz. Bei 7 kommen zwei rückwärtige Lautsprecher hinzu, sodass sich die seitliche und die hintere Richtung getrennt ansprechen lassen. Über den Center läuft dabei der größte Teil der Dialoge, und er ist der Lautsprecher, an dem sich Sparsamkeit am schnellsten rächt.

    Die mittlere Ziffer zählt Effektkanäle für tiefe Frequenzen in der Tonspur, nicht Geräte im Raum. Genau hier entsteht das häufigste Missverständnis, und es hat Folgen für die Planung: Wer vier Subwoofer aufstellt, um den Bass über mehrere Sitzplätze gleichmäßig zu bekommen, betreibt weiterhin ein „.1"-System. Die Zahl der Subwoofer ist eine Frage des Raums, die Zahl der LFE-Kanäle eine Frage der Mischung.

    Die dritte Ziffer kam mit den Höhenformaten dazu. Sie lässt offen, wie die Höhe technisch entsteht: als Lautsprecher in der Decke, als Höhenlautsprecher oben an der Frontwand oder als nach oben strahlendes Modul, das den Schall über die Decke zum Hörplatz spiegelt. Die Notation zählt Kanäle, nicht Bauformen — und über die Decke reflektierte Höhe setzt eine ausreichend hohe, ebene und schallharte Decke voraus, was in Wohnräumen längst nicht immer gegeben ist.

    Bei objektbasierten Formaten verschiebt sich die Logik noch einmal. Dolby Atmos und DTS:X speichern Geräusche nicht mehr fest einem Kanal zugeordnet, sondern als Objekte mit Positionsangabe; ein Renderer im Prozessor verteilt sie auf das Layout, das tatsächlich vorhanden ist. Die Notation beschreibt dann Deinen Aufbau, nicht mehr die Tonspur. Praktisch heißt das: Dieselbe Blu-ray läuft auf 5.1.2 und auf 7.1.4, sie klingt nur unterschiedlich aufgelöst.

    Virtuelles Surround geht den umgekehrten Weg. Es erzeugt mit wenigen Lautsprechern — oft einer Soundbar — den Eindruck von Richtungen, die gar nicht besetzt sind, indem es die Signale psychoakustisch aufbereitet. In kleinen Räumen funktioniert das erstaunlich gut. Gebunden bleibt es trotzdem an einen engen Hörbereich, und es fällt in sich zusammen, sobald Du Dich seitlich davon wegbewegst.

    Häufiges Missverständnis

    „Wir nehmen 7.1.4, dann haben wir das bessere Kino" — diese Rechnung geht selten auf. Jeder zusätzliche Kanal will an eine Position, die der Raum hergeben muss: definierter Abstand, freie Abstrahlung, sinnvolle Winkel. Ein siebter Lautsprecher, der aus Platzmangel hinter dem Sofa in der Ecke landet, bringt weniger als ein sauber gesetzter fünfter.

    Dazu kommt die stille Voraussetzung, die auf keiner Verpackung steht: Die Kanäle sollen klanglich zusammenpassen. Ein Set aus drei Marken erzeugt beim Schwenk eines Geräusches durch den Raum hörbare Brüche, egal wie viele Ziffern in der Notation stehen.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Anzahl der Subwoofer: Steht nicht in der Notation; mehrere Subwoofer geben denselben einen LFE-Kanal wieder.
    • Endstufenkanäle: Was Dein Verstärker treiben kann, ist eine Geräteeigenschaft, keine Aussage über das Layout.
    • Tonformat der Quelle: Atmos und DTS:X sind Formate, 5.1.2 ist ein Aufbau. Beides wird häufig in einem Atemzug genannt.
    • Auro-3D-Notation: Zählt Höhenkanäle nach anderer Logik in die erste Ziffer hinein, sodass sich Angaben nicht direkt vergleichen lassen.

    Aus der Praxis

    Ein Wohnzimmer mit 3,4 Metern Deckenhöhe und einer Sitzgruppe direkt an der Rückwand: Der Wunsch ist 7.1.4, weil der Receiver es kann. Beantwortet werden muss aber nicht, wie viele Kanäle das Gerät verarbeitet, sondern welche Richtungen der Raum überhaupt sauber darstellen kann.

    Sitzt die Couch an der Wand, fehlt den rückwärtigen Lautsprechern der Abstand — sie landen unmittelbar hinter den Köpfen und ziehen das Klangbild nach hinten. Das Verfahren der Wahl ist dann, die beiden rückwärtigen Kanäle wegzulassen und stattdessen in vier Höhenkanäle und in die Aufstellung der seitlichen Surrounds zu investieren: 5.1.4 statt 7.1.4. Erst danach fällt die Geräteentscheidung, und zwar mit dem Ergebnis, dass ein kleinerer Prozessor genügt.

    Wie weit die Decke hinter dem Sofa reichen muss, damit selbst das vordere und das hintere Höhenpaar noch eine zulässige Position finden, zeigt Sitzposition dicht an der Rückwand.

    Verknüpfte Inhalte

    Was die „.1" tatsächlich enthält, steht beim LFE-Kanal. Warum mehrere Subwoofer trotzdem sinnvoll sind, erklärt Multisub; wie das Bassmanagement die Kanäle aufteilt, der dortige Eintrag. Eine dritte Darstellungsform neben Kanal und Objekt, die ganz ohne feste Positionsraster auskommt, behandelt Ambisonics.

    Quellen

    Das Basislayout folgt der ITU-Empfehlung, die Layouts mit Höhenkanälen den Herstellerdokumenten von Dolby und DTS.

    2.0 – 9.1.6

    Immersive Audioformate

    Immersive Audio-Formate
    • Dolby Atmos

      Technologie

      Dolby Atmos

      Dolby Atmos ist das objektbasierte Tonformat von Dolby Laboratories. Im Kino läuft es seit Juni 2012, danach kam die Heimfassung über Blu-ray und Streamingdienste hinterher. Der Name steht allerdings für vier verschiedene Dinge, die alle zusammenkommen müssen, bevor etwas davon hörbar wird: eine Mischung, ein Trägerformat, eine Übertragungsstrecke und ein Gerät, das die Objekte auf die vorhandenen Lautsprecher rechnet. Auf Hüllen, in Datenblättern und in Streaming-Apps steht überall dasselbe Wort, und es meint jedes Mal eine andere Station dieser Kette.

      Bei älterem Filmton stand für jedes Geräusch schon beim Mischen fest, aus welcher Box es kommt. Dolby Atmos legt stattdessen fest, an welcher Stelle im Raum es sein soll, und Dein Gerät rechnet aus, welche Deiner Boxen das gemeinsam hinbekommen. Das Wort steht deshalb auf sehr verschiedenen Sachen: auf dem Film, auf der Leitung, auf dem Verstärker und auf Kopfhörern. Überall bedeutet es etwas anderes, und nur wenn die ganze Reihe zusammenpasst, hörst Du am Ende wirklich etwas über Dir. Ein Aufkleber am Gerät sagt Dir also, dass es mitspielen kann — nicht, wie gut es bei Dir klingt.

      Das zugrunde liegende Problem

      Warum die Branche vom Kanal zum Objekt gewechselt ist, steht beim objektbasierten Ton. Dolby stand danach vor einer zweiten Aufgabe, und die ist der Grund für fast alles, was das Format heute ausmacht.

      Im Kino durfte das Format groß ausfallen — Dolby beziffert die Größenordnung mit gut hundert gleichzeitigen Objekten über einem mehrkanaligen Bett, wiedergegeben über einen eigenen Prozessor im Vorführraum. Im Wohnzimmer gab es weder die Bandbreite noch den Prozessor noch die Bereitschaft, dafür die Anlage wegzuwerfen. Ein zweites Format neben dem bestehenden hätte außerdem jeden Anbieter gezwungen, jeden Film zweimal zu liefern.

      Dolbys Antwort setzte deshalb an dem an, was schon da war: an den vorhandenen Codecs, die um die Objektinformation erweitert wurden, an einem eigenen Verpackungsverfahren für die Objekte — und an einem Gerät, das ohnehin getauscht wird, sobald jemand Höhenlautsprecher anschließt. Die gesamte Rechenarbeit liegt seither im AV-Receiver. Was der Kunde dabei behalten kann, ist ausdrücklich Teil des Entwurfs: Dolby hält fest, dass ein spezifikationskonformer Blu-ray-Spieler keine neue Firmware braucht und die vorhandenen HDMI-Kabel ab Version 1.4 genügen.

      Funktionsweise

      Die Mischung. Eine Atmos-Fassung besteht aus einem kanalbasierten Bett und darüber einzelnen Objekten mit Positionsangabe. Für die Heimfassung mischen Studios das Kinomaster meist neu ab; Dolby nennt das einen Nahfeld-Mix. Zwei Filme mit demselben Logo können sich deshalb darin unterscheiden, wie viel überhaupt als Objekt vorliegt.

      Die Verpackung. Damit die Objektzahl eines Kinomasters durch die Bandbreite einer Disc oder einer Streamingleitung passt, verwendet Dolby ein Verfahren, das es Spatial Audio Coding nennt: Es codiert die Objekte unter Berücksichtigung ihrer räumlichen Information gemeinsam. Dolby grenzt es ausdrücklich gegen die früheren Matrixverfahren der Pro-Logic-Familie ab, bei denen Zusatzkanäle in ein vorhandenes Stereosignal eingebettet wurden. Hier wird nichts eingebettet, sondern codiert.

      Der Träger. Ausgeliefert wird über zwei bestehende Codecs, die Dolby dafür erweitert hat: Dolby TrueHD bekam einen vierten Teilstrom, Dolby Digital Plus einen erweiterten Dekoder. Welcher der beiden auf welchem Weg bei Dir ankommt und warum das über die Tonqualität entscheidet, steht bei Dolby Atmos übertragen.

      Der Renderer. Im Heimkino ist die Zuständigkeit eindeutig: Dolby schreibt, Dekodierung und Rendering würden vollständig vom AV-Receiver erledigt. Dort sitzt der Object Audio Renderer, der die eingetragene Lautsprecherkonfiguration mit den Positionsdaten der Objekte zusammenführt und laufend entscheidet, welche Lautsprecher gerade beteiligt sind. Die Konfiguration im Menü ist damit die Arbeitsgrundlage des Geräts und keine Formalie.

      Der Upmixer im selben Gehäuse. Jeder Atmos-Receiver enthält zusätzlich den Dolby-Surround-Upmixer, der Nachfolger der Pro-Logic-II-Familie. Er verteilt kanalbasiertes Material auf alle vorhandenen Lautsprecher einschließlich der Höhenpositionen — und ist damit der häufigste Grund dafür, dass Deckenlautsprecher spielen, obwohl gar keine Atmos-Mischung anliegt. Dolby beschreibt sein Verhalten genau: Er arbeitet im Frequenzbereich, und er speist weder die Wide-Positionen noch den Center-Surround, um das vordere Klangbild zu erhalten. Was ein Upmixer allgemein leistet, steht beim Upmixer.

      Voraussetzungen

      Vier Bedingungen müssen erfüllt sein, und drei davon werden regelmäßig übersehen, weil sie nichts kosten.

      Ein Gerät, das dekodiert und rendert. Im Heimkino ist das der AV-Receiver oder Prozessor. Dolby stellte schon 2018 fest, dass nahezu alle führenden Hersteller mehrere solcher Geräte anbieten — die Verfügbarkeit ist also keine Auswahlfrage mehr, die Ausbaustufe schon.

      Eine Strecke, die den Träger durchlässt. Für den Hinweg vom Zuspieler zum Verstärker genügt nach Dolbys Angabe HDMI ab Version 1.4. Der Rückweg vom Fernseher ist der Fall, in dem es eng wird; die Formatlisten stehen bei eARC und ARC.

      Ein Zuspieler auf Bitstream-Ausgabe. Gibt das Quellgerät bereits fertig dekodiertes Mehrkanal-PCM aus, bekommt der Renderer keine Objekte mehr zu sehen. Bei Blu-ray-Spielern kommt eine zweite Falle dazu: Ist die Betriebsart für Zweitton aktiv, gibt der Spieler ein Dolby-Digital-Signal aus, und nichts an der Anlage wirkt defekt.

      Lautsprecher über Ohrhöhe. Ohne sie rendert das Gerät die Objekte in die vorhandene Ebene, und das Ergebnis unterscheidet sich hörbar wenig von 5.1. Welche Aufbauten Dolby vorsieht, wie hoch und in welchem Winkel gehängt wird, ist eine eigene Frage — sie gehört zu den Lautsprecher-Setups und nicht zum Format.

      Abgrenzung

      Gegen das Prinzip. Objektbasierter Ton ist die Gattung, Dolby Atmos eine Ausprägung davon. Die normative Definition von Objekt, Metadaten und Renderer steht in einer ITU-Empfehlung und gilt für jedes solche Format; sie ist auf der Seite zum objektbasierten Ton belegt.

      Gegen die Trägerformate. Dolby TrueHD und Dolby Digital Plus gibt es auch ohne Atmos, seit Jahren, für rein kanalbasierten Ton. Umgekehrt existiert Atmos nie ohne einen der beiden. Wer „Atmos oder TrueHD?" fragt, stellt eine Frage, die keine Antwort hat.

      Gegen DTS:X. DTS:X ist das konkurrierende objektbasierte Marktformat. Im Prinzip sind beide gleich; planungsrelevant unterscheiden sie sich beim Inhaltsangebot, bei der Trägerlage und bei den Dekodiergrenzen. Diese Unterschiede stehen dort im Einzelnen.

      Gegen Dolby Vision. Beide Namen beginnen mit demselben Wort und tauchen auf denselben Hüllen auf. Dolby Vision betrifft ausschließlich das Bild. Ein Gerät kann das eine ohne das andere führen, und in der Praxis kommt beides regelmäßig getrennt vor.

      Gegen die Ziffernfolge. 7.1.4 beschreibt Deinen Aufbau, nicht die Tonspur; die Zählweise erklärt die Kanal-Notation. Dolby hat diese Schreibweise mit Atmos eingeführt, aber sie beschreibt seither jedes Layout mit Höhenebene, auch ohne Atmos.

      Gegen „Dolby Atmos" auf Kopfhörern und Soundbars. Dieselbe Mischung wird dort mit sehr wenigen Wandlern wiedergegeben, indem Richtungen berechnet statt besetzt werden. Das ist eine zulässige Anwendung des Formats und trotzdem ein anderes Ergebnis als eine besetzte Höhenebene. Beides führt denselben Namen, weil er die Mischung bezeichnet und nicht die Wiedergabe.

      Grenzen

      Der Name sagt nichts über die Ausführung. Zwischen einer Soundbar mit zwei nach oben gerichteten Wandlern und einem Raum mit 24 Lautsprechern am Boden und zehn über Kopf liegt der gesamte Markt — und beide Anlagen dürfen „Dolby Atmos" auf dem Karton führen. Das folgt unmittelbar daraus, dass der Renderer sich an jedes vorhandene Layout anpasst: Wo es keine Mindestbestückung gibt, gibt es auch keine Untergrenze für das Ergebnis. Für die Beratung ist die Angabe damit eine Eintrittskarte und kein Qualitätsmerkmal.

      Die Ausbaugrenzen sind Herstellerangaben. Dolby nennt als obere Grenze 34 Lautsprecher in der Anordnung 24.1.10. Diese Zahl beschreibt, was das Verfahren verarbeitet, und nicht, was ein Raum sinnvoll darstellt. Auch die Marktzahlen im ausgewerteten Dokument — über 500 Kinofilme, über 150 Mischstudios — beschreiben den Stand von Oktober 2016.

      Was das Gerät im Inneren rechnet, ist unveröffentlicht. Wie ein bestimmter Prozessor ein Objekt verteilt, das zwischen unbesetzten Positionen liegt, legt kein Hersteller offen, und eine unabhängige Gegenüberstellung mehrerer Geräte an derselben Tonspur ließ sich am 24.08.2026 nicht finden. Zwei Anlagen mit gleichem Layout können sich darin also unterscheiden, ohne dass jemand sagen kann, um wie viel.

      Die Zuständigkeit verschiebt sich gerade. Die Aussage „der Renderer sitzt im AV-Receiver" stammt aus dem Heimkino-Kontext und stimmt dort. Mit Dolby Atmos FlexConnect hat Dolby im August 2023 einen Aufbau vorgestellt, bei dem der Fernseher die Zusatzlautsprecher einbindet und deren Position mit eingebauten Mikrofonen selbst einmisst; die erste Umsetzung war für die TCL-Fernseher des Jahrgangs 2024 angekündigt. Für die Bauplanung ist das eine andere Anlage: Die Geräteklasse, an der die räumliche Darstellung hängt, steht nicht mehr fest.

      Verknüpfte Inhalte

      Wovon dieses Format eine Ausprägung ist, steht beim objektbasierten Ton. Die Trägerfrage — welcher der beiden Codecs auf welchem Weg ankommt — behandelt Dolby Atmos übertragen, die Formatgrenzen des Tonrückkanals eARC und ARC, und warum der optische Ausgang dabei ausfällt, Was über S/PDIF und TOSLINK passt.

      Welche Lautsprecheraufbauten Dolby vorsieht, behandeln die Atmos-Lautsprecher-Setups; was die Ziffern darin abzählen, die Kanal-Notation und für die mittlere Ziffer der LFE-Kanal. Die Bauform, die Höhe über die Decke spiegelt, steht bei den Aufsatzlautsprechern. Das konkurrierende Marktformat ist DTS:X; das gleichnamige Bildformat desselben Hauses ist Dolby Vision.

      Quellen

      Die Architektur aus Bett und Objekten, die Kinozahlen, der Object Audio Renderer, Spatial Audio Coding, der Dolby-Surround-Upmixer, die Erweiterung der beiden Trägercodecs sowie die Bedingungen am Zuspieler stammen aus dem Dolby-Whitepaper „Dolby Atmos for the Home Theater" vom Oktober 2016, das für diese Seite im Volltext gelesen wurde. Die Aussage, dass Dekodierung und Rendering vollständig im AV-Receiver stattfinden, sowie die Ausbaugrenze von 34 Positionen stehen zusätzlich in den Dolby Atmos Home Theater Installation Guidelines in der Fassung r3.1 vom Dezember 2018. Beides ist Herstellerdarstellung.

      Die Beschreibung von Dolby Atmos FlexConnect samt der akustischen Einmessung über Mikrofone im Fernseher stammt aus einer Dolby-Mitteilung vom 28. August 2023. Alle Angaben zum Marktstand beschreiben den Stand ihres jeweiligen Dokuments und nicht den heutigen.

      Nicht ausgewertet werden konnte die Entwicklerdokumentation von Dolby: Die Domain löst seit dem 06.08.2026 nicht mehr auf, zuletzt geprüft am 24.08.2026. Alle hier ausgewerteten Dolby-Dokumente liegen auf den weiterhin erreichbaren Domains dolby.com und professional.dolby.com.

    • DTS:X

      Technologie

      DTS:X

      DTS:X ist das objektbasierte Tonformat von DTS, angekündigt im April 2015 und seither das zweite objektbasierte Marktformat im Wohnraum. Auf dem Papier leistet es dasselbe wie Dolby Atmos: Ein Tonelement liegt getrennt vor, seine Position steht in Metadaten daneben, und ein Renderer im Wiedergabegerät verteilt es auf die Lautsprecher, die tatsächlich da sind. Der Unterschied zwischen beiden Formaten liegt woanders — in der Herkunft, im Auslieferungsweg und vor allem darin, wie viel es überhaupt zu hören gibt.

      DTS:X macht im Grunde dasselbe wie Dolby Atmos: Der Ton weiß, wo er im Raum sein soll, und Dein Gerät rechnet aus, welche Boxen das erzeugen. Fast jeder Verstärker der letzten zehn Jahre kann beides. Der Unterschied ist, dass Du Dolby Atmos ständig zu hören bekommst und DTS:X selten — es gibt schlicht viel weniger Filme damit. Und wenn eine Leitung in Deiner Anlage zu schwach ist, fällt DTS:X weiter zurück als Dolby Atmos: Du hörst dann nicht etwa nichts, sondern eine sehr alte Fassung, die sich nach normalem Surround anhört. Kaputt wirkt dabei nichts, und genau das macht es schwer zu bemerken.

      Das zugrunde liegende Problem

      Objekt, Metadaten und Renderer als Prinzip behandelt der objektbasierte Ton. DTS stand 2015 vor einer besonderen Ausgangslage, und sie erklärt die Bauform des Formats.

      Der Wettbewerber war drei Jahre früher im Kino und hatte die Deutungshoheit über das Wort „immersiv". Gleichzeitig lag bei DTS ein sehr großer Altbestand: Seit 1996 ist jeder DTS-Datenstrom nach demselben Prinzip gebaut, ein 5.1-Kern mit Erweiterungen darum herum, und dieses Prinzip steckt in jedem Gerät und auf jeder Scheibe mit DTS-Ton. Wer dort ein neues Format danebenstellt, verliert diesen Altbestand.

      DTS hat sich deshalb für den Anbau entschieden: DTS:X setzt nach eigener Darstellung auf DTS-HD Master Audio auf, um abwärtskompatibel zu vorhandenen DTS-Datenströmen und Lautsprecher-Layouts zu bleiben. Das ist der Ursprung beider Eigenschaften, die das Format bis heute prägen — der sanfte Rückfall auf den alten Kern und die Bindung an eine Codec-Familie aus den neunziger Jahren.

      Funktionsweise

      Kein vorgeschriebenes Layout — und ein Umrechner dafür. DTS betont in der Ankündigung, dass DTS:X an keine vorgeschriebene Lautsprecherkonfiguration und an keine feste Kanalzahl gebunden ist, und nennt bis zu 32 Lautsprecherpositionen, ausdrücklich abhängig davon, was das jeweilige Gerät kann. Dazu kommt eine Aussage, die Dolby so nicht macht: Eine für ein bestimmtes Layout erstellte Mischung lässt sich für die Wiedergabe über ein anderes Layout umrechnen. Auf der Produktseite formuliert DTS das als Anpassung an praktisch jedes symmetrische Lautsprecherlayout.

      Zwei Auslieferungswege mit verschiedenen Obergrenzen. Von der Scheibe kommt DTS:X in DTS-HD Master Audio, für Streaming hat DTS einen eigenen Codec entwickelt, der als DTS-UHD in einer eigenen Spezifikation festgelegt ist. Welcher Weg welchen Träger zulässt und wo unterwegs gewechselt wird, steht bei DTS:X übertragen; was den Streamingcodec technisch ausmacht, bei DTS-UHD. Für die Wahl des Formats zählt an dieser Stelle eine Eigenheit, die es bei Dolby nicht gibt: Der Weg entscheidet mit über die Zahl der Höhenpositionen, die das Gerät überhaupt ansteuert.

      Der Upmixer und der Virtualisierer im selben Gehäuse. Unter dem DTS:X-Dach vertreibt DTS zwei weitere Verfahren, die regelmäßig mit dem Format selbst verwechselt werden. DTS Neural:X ist der Upmixer, der kanalbasiertes Material auf ein größeres Layout verteilt; DTS nennt dafür Aufbauten bis 30.2. DTS Virtual:X erzeugt einen räumlichen Eindruck aus wenigen Lautsprechern und zielt auf Soundbars und Fernseher. Beide arbeiten auch dann, wenn keine DTS:X-Mischung anliegt — was ein Upmixer allgemein leistet, steht beim Upmixer.

      Eine offene Autorenplattform. DTS hat das Format von Anfang an mit MDA verbunden, einer nach eigener Angabe lizenzgebührenfreien, offenen Plattform für die Erzeugung objektbasierter Mischungen. Das ist ein Unterschied auf der Produktionsseite und erklärt einen Teil des Marktauftritts, an dem das Wort „open" schon im Titel der Ankündigung steht.

      Voraussetzungen

      Ein Gerät, das DTS:X dekodiert und rendert. Bei AV-Receivern ist das seit Jahren der Regelfall; DTS nennt auf seiner Produktseite eine breite Liste von Herstellern für Fernseher, Soundbars, Spielkonsolen und Receiver. Die Formatunterstützung kommt in dieser Geräteklasse also meistens mit, ohne dass jemand danach fragen muss.

      Eine Strecke, die den jeweiligen Träger durchlässt. Von der Scheibe verlangt der verlustfreie Träger eine HDMI-Verbindung; über den älteren Tonrückkanal und über den optischen Ausgang bleibt nur der alte Kern übrig. Die Formatlisten stehen bei eARC und ARC.

      Inhalte. Das ist die Bedingung, an der es in der Praxis scheitert, und sie ist keine Gerätefrage. Auf der Disc kommt DTS:X vor, aber deutlich seltener als Dolby Atmos. Beim Streaming hängt der Weg an einem einzelnen Programm: DTS:X ist das Tonformat von IMAX Enhanced, und Xperi hat Disney+ im April 2024 als ersten großen Dienst mit diesem Ton angekündigt, mit Start am 15. Mai 2024. Ein zertifiziertes Gerät verlangt DTS dafür nicht, wohl aber eines, das DTS:X entschlüsselt.

      Abgrenzung

      Gegen Dolby Atmos. Beide Formate sind objektbasiert, beide rendern im Wiedergabegerät, beide schreiben kein Layout vor. Planungsrelevant unterscheiden sie sich an drei Stellen.

      Erstens am Angebot. Dolby Atmos ist auf Discs, bei Streamingdiensten, im Rundfunk, in Spielen und in der Musik vertreten; DTS:X kommt auf Discs vor und beim Streaming bislang über ein einzelnes Programm. Für den Kunden heißt das: Die Geräteseite ist bei beiden Formaten erledigt, die Inhaltsseite nicht.

      Zweitens an der Rückfalltiefe. Bei Dolby stehen zwei Träger derselben Generation nebeneinander, und ohne Atmos-Dekoder bleibt eine 5.1- oder 7.1-Mischung übrig. Bei DTS führt der Rückfall bis auf den Kern von 1996 — 5.1, verlustbehaftet, ohne Objekte. Beide Fälle klingen unauffällig, der zweite kostet mehr.

      Drittens an den Dekodiergrenzen. Bei Dolby ist die Zahl der Wiedergabepositionen unabhängig vom Träger. Bei DTS nennt der Hersteller für die beiden Wege verschiedene Obergrenzen — bis 7.1.4 von der Scheibe und bis 5.1.4 beim Streaming. Ein Raum mit sechs Deckenpositionen kann diese Bestückung also je nach Quelle nur teilweise nutzen; die Frage nach der überwiegenden Quelle gehört damit in die Konzeptphase und nicht in die Geräteauswahl.

      Gegen die eigenen Trägerformate. DTS-HD Master Audio und DTS-UHD sind Codecs, DTS:X ist der Inhalt, der darin mitfährt. Ein Gerät kann DTS-HD Master Audio beherrschen, ohne DTS:X zu beherrschen, und der Streamingweg verlangt noch einmal etwas anderes als der Disc-Weg.

      Gegen Neural:X und Virtual:X. Beide führen das DTS-Logo und arbeiten in denselben Geräten, erzeugen aber keine Objekte. Wenn Höhenlautsprecher bei einem alten Actionfilm mitspielen, ist fast immer der Upmixer am Werk.

      Gegen IMAX Enhanced. Das ist ein Prüf- und Lizenzprogramm, das fertige Geräte und Inhalte abnimmt; DTS:X ist der Ton darin. Was das Siegel prüft und welches Gerät für den Zugang zu solchen Inhalten wirklich nötig ist, steht bei IMAX Enhanced.

      Gegen die Ziffernfolge. 7.1.4 beschreibt einen Aufbau und keine Tonspur; gezählt wird nach der Kanal-Notation.

      Grenzen

      Jede Zahl auf dieser Seite kommt vom Hersteller. Die beiden Obergrenzen der Auslieferungswege stehen als Stichpunkte auf einer Produktseite ohne Datum. Die 32 Lautsprecherpositionen aus der Ankündigung von 2015 sind ausdrücklich an die Fähigkeiten des jeweiligen Geräts geknüpft — im selben Absatz schreibt DTS, dass die Receiver jenes Jahrgangs bis zu 11.2 Ausgangskanäle hatten. Zwischen dem, was das Verfahren zulässt, und dem, was ein Gerät ausführt, liegt bei DTS also von Anfang an eine große Spanne.

      Wie DTS:X im Datenstrom untergebracht ist, steht nicht fest belegt. Das einzige öffentlich abrufbare DTS-Dokument mit Architekturtiefe stammt von 2006 und kennt DTS:X noch nicht; die Verbindung beider Stände ruht auf der Herstelleraussage von 2015. Die Spezifikation des Streamingwegs ist über ETSI zugänglich, die des Disc-Wegs nicht in gleicher Weise.

      Auch DTS legt sein Rendering nicht offen. Für die Frage, wie ein Gerät ein Objekt zwischen unbesetzten Positionen aufteilt, gibt es keine Herstellerangabe und keinen methodisch dokumentierten Vergleich mehrerer Prozessoren an derselben DTS:X-Spur. Für die Beratung heißt das, dass Unterschiede zwischen Geräten nur am eigenen Aufbau hörbar werden.

      DTS:X Pro ist eine zweite Stufe mit dünner Quellenlage. Unter diesem Namen führt DTS eine Ausbaustufe für Prozessoren der oberen Klasse mit deutlich mehr Ausgangskanälen. Belegt ist auf der DTS-Produktseite die Angabe, dass Neural:X bis 30.2 unterstützt; eine datierte DTS-Fundstelle zum Umfang von DTS:X Pro selbst wurde nicht gefunden.

      Verknüpfte Inhalte

      Das Prinzip hinter dem Format erklärt die Seite zum objektbasierten Ton; das konkurrierende Marktformat ist Dolby Atmos. In welchem Träger DTS:X ankommt und wo unterwegs gewechselt wird, steht bei DTS:X übertragen, der Streamingcodec im Einzelnen bei DTS-UHD.

      Die Formatgrenzen des Tonrückkanals stehen bei eARC und ARC, die Kapazität des optischen Ausgangs bei Was über S/PDIF und TOSLINK passt. Wie ein Gerät seine Formatfähigkeit an den Zuspieler meldet, klärt die EDID; was eine Angabe wie 7.1.4 abzählt, die Kanal-Notation. Das Prüfprogramm hinter dem Streamingweg ist IMAX Enhanced.

      Quellen

      Die Merkmale des Formats — Objektbasierung, keine vorgeschriebene Lautsprecherkonfiguration, 32 Lautsprecherpositionen je nach Gerät, die Umrechnung einer Mischung auf ein anderes Layout, das Aufsetzen auf DTS-HD Master Audio und die offene Autorenplattform MDA — stammen aus der DTS-Ankündigung vom 9. April 2015. Die beiden Dekodiergrenzen, Neural:X mit bis zu 30.2, Virtual:X und die Herstellerliste stehen auf der DTS:X-Produktseite, die kein Datum nennt. Der eigens für Streaming entwickelte Codec, die Abwärtskompatibilität zu älteren DTS-Geräten und der Start bei Disney+ im Mai 2024 stammen aus einem Xperi-Beitrag vom 15. April 2024. Alles davon ist Herstellerdarstellung.

      Dass für IMAX-Enhanced-Inhalte bei Disney+ ein DTS:X-fähiges Gerät genügt und keine Zertifizierung verlangt wird, steht in einer DTS-FAQ und ist bei IMAX Enhanced im Einzelnen belegt.

      Der Aufbau der älteren DTS-Familie aus Kern und Erweiterungen — samt der Einführung des Codiersystems im Jahr 1996 — ist im DTS-Whitepaper von 2006 belegt und bei DTS:X übertragen im Einzelnen nachgewiesen; die Einordnung des Streamingwegs als eigene Formatgeneration steht in der ETSI-Spezifikation und ist bei DTS-UHD belegt. Alle Marktangaben beschreiben den Stand ihres jeweiligen Dokuments.

  • Raumkorrektur

    Raumkorrektursystem
    Dirac Live

    Glossar

    Dirac Live

    Dirac Live ist eine Einmess- und Korrektursoftware des schwedischen Herstellers Dirac Research. Sie misst ein Lautsprechersystem an mehreren Positionen im Hörbereich und berechnet daraus digitale Filter, die im AV-Receiver oder Prozessor arbeiten.

    Dirac Live ist ein Programm, das Deine Anlage im Wohnzimmer ausmisst und sie danach automatisch nachjustiert. Der Ablauf ähnelt einem Sehtest: erst prüfen, was tatsächlich bei Dir ankommt, dann eine passende Korrektur anfertigen, die von da an immer mitläuft. Du stellst dafür ein Mikrofon nacheinander an mehrere Stellen rund um Deinen Sitzplatz und folgst der Software. Meist klingt es danach deutlich ausgeglichener — die Stellen, an denen der Raum selbst dem Bass etwas wegnimmt, bleiben allerdings. Das Programm gibt es in mehreren Ausbaustufen, die getrennt gekauft werden.

    Ausführliche Erklärung

    Der Ablauf ist immer gleich: Ein Messmikrofon nimmt an mehreren Positionen rund um die Sitzplätze Testsignale auf, die Software bildet daraus ein gemeinsames Abbild des Systems im Raum und legt eine einstellbare Zielkurve darüber. Die Differenz zwischen Ist und Ziel wird in Filter übersetzt, die das Gerät danach auf jeden Kanal anwendet.

    Der Hersteller beschreibt die Korrektur als „Mixed Phase", also als Eingriff in Amplituden- und Zeitverhalten, nicht nur in den Frequenzgang; wie stark der Eingriff in die Zeitebene im konkreten Gerät ausfällt, hängt von Version und Lizenzumfang ab.

    Eine Korrektur kann nur bearbeiten, was die Lautsprecher im Raum tatsächlich erzeugen. Wo eine Raummode am Hörplatz eine Auslöschung bildet, hilft Anheben wenig: Es kostet Verstärkerleistung und wirkt nur an dieser einen Position. Es ist wie beim Nachschärfen eines unscharfen Fotos — Kontraste lassen sich betonen, fehlende Bildinformation entsteht dadurch nicht. Deshalb bleibt die Reihenfolge Raum, Aufstellung, dann Korrektur.

    Dirac Live wird in Lizenzstufen verkauft, von der Raumkorrektur über einen begrenzten Frequenzbereich bis zu den Erweiterungen Bass Control und ART.

    Lizenzstufen im Vergleich

    Die Grundversion — Room Correction — gibt es in zwei Ausbaustufen, die sich im korrigierten Frequenzbereich unterscheiden, sowie in einer günstigeren Variante nur für die zwei Stereokanäle. Bass Control und ART sind eigene, zusätzlich lizenzierte Module.

    LizenzDeckt ab
    Room Correction, Limited BandwidthKorrektur von 20 bis 500 Hz, alle Kanäle
    Room Correction, Full BandwidthKorrektur über den gesamten Bereich, 20 Hz bis 20 kHz, alle Kanäle
    Upgrade Limited → FullNachlizenzierung ohne Neukauf
    Room Correction Stereo (Limited/Full)wie oben, aber nur für ein Stereo-Setup (zwei Kanäle)
    Bass Controlgemeinsame Einmessung und Abstimmung mehrerer Subwoofer
    ART (Active Room Treatment)aktive Bedämpfung des Nachschwingens über den Lautsprecher-Verbund

    Die drei Erweiterungen lassen sich kombinieren, aber nicht beliebig: Ein Gerät mit Subwoofer und ART braucht laut Herstellerdokumentation zu Denon/Marantz-Prozessoren alle drei Lizenzen — Room Correction, Bass Control und ART —, weil ART auf den Subwoofer-Kanälen ohne Bass Control nicht mitarbeitet.

    Bei AVITECT erhältlich

    AVITECT führt die Dirac-Lizenzen als drei Pakete, jeweils als Endkundenpreis:

    PaketEnthältPreis
    Room Correction (Full) + Bass Control + ARTVollständige Korrektur, gemeinsame Subwoofer-Einmessung, aktive Resonanzbedämpfung699 €
    Room Correction (Full) + Bass ControlVollständige Korrektur plus gemeinsame Subwoofer-Einmessung529 €
    Bass Control + ART (Erweiterung)Für Systeme mit bereits vorhandener Room-Correction-Lizenz479 €

    Nicht zu verwechseln mit

    • Bass Control und ART: eigenständig lizenzierte Erweiterungen, nicht Teil der Grundversion.
    • Dirac-Impuls: Die Delta-Funktion aus der Signaltheorie, benannt nach dem britischen Physiker Paul Dirac, der sie in den 1920er-Jahren in die Quantenmechanik einführte; auf sie geht auch der Firmenname zurück. Mit dem Produkt hat sie nur den Namen gemeinsam.
    • Einmesssysteme anderer Hersteller: Audyssey, YPAO oder MCACC verfolgen ein ähnliches Ziel mit eigenen Verfahren.

    Praxisbeispiel

    Du hast einen AV-Receiver mit Dirac-Live-Lizenz und misst Dein Wohnzimmer ein. Das Ergebnis klingt ausgeglichener, aber der Bass bleibt auf dem rechten Außenplatz dünn. Das ist kein Fehler der Software: Ein einzelner Subwoofer und eine Mode im Raum lassen sich an mehreren Plätzen gleichzeitig nicht wegfiltern. Der nächste Schritt ist die Aufstellung — oder ein zweiter Subwoofer — und erst danach eine neue Messung.

    Verknüpfte Inhalte

    Verwandte Begriffe sind Raumkorrektur, Zielkurve, Phase sowie die Erweiterungen Bass Control und ART.

    Quellen

    • Dirac Help Center (offizielle Dokumentation, Abruf 2026-07-28) — Ablauf der Messung, Lizenzstufen, Zusammenspiel der Module.
    • Dirac Live Bass Control (Herstellerseite, Abruf 2026-07-28) — Herstellerangaben zum Zusammenspiel von Grundversion und Erweiterung.
    • Denon/Marantz Dirac-Live-Handbuch (Abruf 2026-08-26) — Lizenzkombinationen, Kombinationspflicht von ART und Bass Control bei vorhandenem Subwoofer.
    • miniDSP Support, „Understanding the various Dirac Live versions" (Abruf 2026-08-26) — Bandbreitentrennung Limited/Full bei 500 Hz.
    • AV-Connection, Produktliste Dirac-Live-Lizenzen (Abruf 2026-08-26) — Beispiel-Preisstruktur eines Fachhändlers, nicht AVITECT-Preise.
    • AVITECT-Artikelexport 2026-08-26 — die drei bei AVITECT geführten Paketpreise (Endkundenpreise), Veröffentlichung von Bene Senk freigegeben.
    Dirac Live – Status

    Glossar

    Dirac Live

    Dirac Live ist eine Einmess- und Korrektursoftware des schwedischen Herstellers Dirac Research. Sie misst ein Lautsprechersystem an mehreren Positionen im Hörbereich und berechnet daraus digitale Filter, die im AV-Receiver oder Prozessor arbeiten.

    Dirac Live ist ein Programm, das Deine Anlage im Wohnzimmer ausmisst und sie danach automatisch nachjustiert. Der Ablauf ähnelt einem Sehtest: erst prüfen, was tatsächlich bei Dir ankommt, dann eine passende Korrektur anfertigen, die von da an immer mitläuft. Du stellst dafür ein Mikrofon nacheinander an mehrere Stellen rund um Deinen Sitzplatz und folgst der Software. Meist klingt es danach deutlich ausgeglichener — die Stellen, an denen der Raum selbst dem Bass etwas wegnimmt, bleiben allerdings. Das Programm gibt es in mehreren Ausbaustufen, die getrennt gekauft werden.

    Ausführliche Erklärung

    Der Ablauf ist immer gleich: Ein Messmikrofon nimmt an mehreren Positionen rund um die Sitzplätze Testsignale auf, die Software bildet daraus ein gemeinsames Abbild des Systems im Raum und legt eine einstellbare Zielkurve darüber. Die Differenz zwischen Ist und Ziel wird in Filter übersetzt, die das Gerät danach auf jeden Kanal anwendet.

    Der Hersteller beschreibt die Korrektur als „Mixed Phase", also als Eingriff in Amplituden- und Zeitverhalten, nicht nur in den Frequenzgang; wie stark der Eingriff in die Zeitebene im konkreten Gerät ausfällt, hängt von Version und Lizenzumfang ab.

    Eine Korrektur kann nur bearbeiten, was die Lautsprecher im Raum tatsächlich erzeugen. Wo eine Raummode am Hörplatz eine Auslöschung bildet, hilft Anheben wenig: Es kostet Verstärkerleistung und wirkt nur an dieser einen Position. Es ist wie beim Nachschärfen eines unscharfen Fotos — Kontraste lassen sich betonen, fehlende Bildinformation entsteht dadurch nicht. Deshalb bleibt die Reihenfolge Raum, Aufstellung, dann Korrektur.

    Dirac Live wird in Lizenzstufen verkauft, von der Raumkorrektur über einen begrenzten Frequenzbereich bis zu den Erweiterungen Bass Control und ART.

    Lizenzstufen im Vergleich

    Die Grundversion — Room Correction — gibt es in zwei Ausbaustufen, die sich im korrigierten Frequenzbereich unterscheiden, sowie in einer günstigeren Variante nur für die zwei Stereokanäle. Bass Control und ART sind eigene, zusätzlich lizenzierte Module.

    LizenzDeckt ab
    Room Correction, Limited BandwidthKorrektur von 20 bis 500 Hz, alle Kanäle
    Room Correction, Full BandwidthKorrektur über den gesamten Bereich, 20 Hz bis 20 kHz, alle Kanäle
    Upgrade Limited → FullNachlizenzierung ohne Neukauf
    Room Correction Stereo (Limited/Full)wie oben, aber nur für ein Stereo-Setup (zwei Kanäle)
    Bass Controlgemeinsame Einmessung und Abstimmung mehrerer Subwoofer
    ART (Active Room Treatment)aktive Bedämpfung des Nachschwingens über den Lautsprecher-Verbund

    Die drei Erweiterungen lassen sich kombinieren, aber nicht beliebig: Ein Gerät mit Subwoofer und ART braucht laut Herstellerdokumentation zu Denon/Marantz-Prozessoren alle drei Lizenzen — Room Correction, Bass Control und ART —, weil ART auf den Subwoofer-Kanälen ohne Bass Control nicht mitarbeitet.

    Bei AVITECT erhältlich

    AVITECT führt die Dirac-Lizenzen als drei Pakete, jeweils als Endkundenpreis:

    PaketEnthältPreis
    Room Correction (Full) + Bass Control + ARTVollständige Korrektur, gemeinsame Subwoofer-Einmessung, aktive Resonanzbedämpfung699 €
    Room Correction (Full) + Bass ControlVollständige Korrektur plus gemeinsame Subwoofer-Einmessung529 €
    Bass Control + ART (Erweiterung)Für Systeme mit bereits vorhandener Room-Correction-Lizenz479 €

    Nicht zu verwechseln mit

    • Bass Control und ART: eigenständig lizenzierte Erweiterungen, nicht Teil der Grundversion.
    • Dirac-Impuls: Die Delta-Funktion aus der Signaltheorie, benannt nach dem britischen Physiker Paul Dirac, der sie in den 1920er-Jahren in die Quantenmechanik einführte; auf sie geht auch der Firmenname zurück. Mit dem Produkt hat sie nur den Namen gemeinsam.
    • Einmesssysteme anderer Hersteller: Audyssey, YPAO oder MCACC verfolgen ein ähnliches Ziel mit eigenen Verfahren.

    Praxisbeispiel

    Du hast einen AV-Receiver mit Dirac-Live-Lizenz und misst Dein Wohnzimmer ein. Das Ergebnis klingt ausgeglichener, aber der Bass bleibt auf dem rechten Außenplatz dünn. Das ist kein Fehler der Software: Ein einzelner Subwoofer und eine Mode im Raum lassen sich an mehreren Plätzen gleichzeitig nicht wegfiltern. Der nächste Schritt ist die Aufstellung — oder ein zweiter Subwoofer — und erst danach eine neue Messung.

    Verknüpfte Inhalte

    Verwandte Begriffe sind Raumkorrektur, Zielkurve, Phase sowie die Erweiterungen Bass Control und ART.

    Quellen

    • Dirac Help Center (offizielle Dokumentation, Abruf 2026-07-28) — Ablauf der Messung, Lizenzstufen, Zusammenspiel der Module.
    • Dirac Live Bass Control (Herstellerseite, Abruf 2026-07-28) — Herstellerangaben zum Zusammenspiel von Grundversion und Erweiterung.
    • Denon/Marantz Dirac-Live-Handbuch (Abruf 2026-08-26) — Lizenzkombinationen, Kombinationspflicht von ART und Bass Control bei vorhandenem Subwoofer.
    • miniDSP Support, „Understanding the various Dirac Live versions" (Abruf 2026-08-26) — Bandbreitentrennung Limited/Full bei 500 Hz.
    • AV-Connection, Produktliste Dirac-Live-Lizenzen (Abruf 2026-08-26) — Beispiel-Preisstruktur eines Fachhändlers, nicht AVITECT-Preise.
    • AVITECT-Artikelexport 2026-08-26 — die drei bei AVITECT geführten Paketpreise (Endkundenpreise), Veröffentlichung von Bene Senk freigegeben.
    Optional erhältlich (kostenpflichtiges Upgrade)
    Hinweis zu Dirac Live – Status: Freischaltung per späterem Firmware-Update.
  • Gehäusemaße

    Höhe
    152,4 mm
    Breite
    438,2 mm
    Tiefe
    450,9 mm
    Gewicht
    8,48 kg

Anschlüsse

Rückansicht des AudioControl Hyperion APR-16 mit sichtbaren Anschlüssen und Steckplätzen.

Rückansicht des AudioControl Hyperion APR-16 mit sichtbaren Anschlüssen und Steckplätzen.

  • Eingänge / I/O

    Ausgänge

    • HDMI Ausgang

      2.1 · eARC
  • Eingänge / I/O

      • Analog Eingang RCA 1

      • Analog Eingang RCA 2

    • Analog Eingang XLR

    Ausgänge

  • Eingänge / I/O

      • Optisch Eingang 1

      • Optisch Eingang 2

      • Koaxial Eingang 1

      • Koaxial Eingang 2

    Ausgänge

    • Optisch Ausgang

  • Eingänge / I/O

    • RS-232

    • USB

      • IR Eingang

      • Trigger Eingang

    Ausgänge

    • Trigger Ausgang

    • Netzanschluss

Downloads

Angaben zur Produktsicherheit

Herstellerinformation

Firma
AudioControl, Inc.
Postanschrift
22410 70th Avenue West, Suite 198043 Mountlake Terrace, WAVereinigte Staaten

Verantwortliche Person in der EU

Firma
mediacraft AG
Postanschrift
Gaugrafenstraße 19-2360489 Frankfurt-RödelheimDeutschland

Sicherheitsrelevante Dokumente findest Du im Bereich Downloads. Zu den Downloads

Nimm Kontakt auf

Erzähl uns von Dir, Deinen Träumen, Ideen, Erwartungen oder Bedenken.

Studio anrufen

Wähle Dein Studio — wir freuen uns auf Deinen Anruf.

Tastaturkürzel