Projekt ID: BO-BC-0029
Traumhaftes HEIMKINO voller Highlights
„Also es ist ein ziemlicher Wow-Faktor, wenn man in das Kino hier reinkommt.“
Einleitung
Ein Kellerraum in einer Doppelhaushälfte, der fast keinen Wunsch von selbst hergab: Der Grundriss ist eine L-Form, der Nachbar beginnt direkt hinter der Leinwand, und die Technik musste mit in den Raum. Günter Henne und sein Team vom AVITECT Studio Bochum haben aus jeder dieser Einschränkungen ein Merkmal gemacht — die tote Nische hält heute als mehrschichtiger Bassabsorber den Bass in Ordnung, und aus einem Kostenproblem wurden die beleuchteten Glasregale, die dem Raum sein Gesicht geben. Gebaut ist ein 7.1.4-System mit drei selbst entwickelten Fairland-Koaxlautsprechern in der Front, sechs Subwoofern und einer akustisch transparenten, motorisch maskierbaren Leinwand.
Aufgabe
- Asymmetrischer Kellerraum in L-Form, der sich akustisch nicht mehr berechnen lässt
- Zwei Sitzreihen auf einem Podest gewünscht — bei dieser Raumhöhe und dem tief hängenden Projektor nicht umsetzbar
- Der Nachbar grenzt direkt hinter der Leinwand an
- Kein Platz für einen eigenen Technikraum, die Technik musste in den Kinoraum
- Feuchte Kellerluft und keine Möglichkeit, über das Fenster zu lüften
- Sternenhimmel über die gesamte Raumlänge gewünscht, akustisch über dem Sitzbereich heikel
- Aufwendig angeschrägte Seitenwände aus dem Erstentwurf sprengten das Budget
„Der sieht symmetrisch aus und das ist er nicht. Und es ist eine Art L-Form.“
Bilder
Lösung
- Modale Messung und Emissionsakustik mit Markus Bertram von MB Akustik; Trennwand zum Nachbarn gesondert aufgebaut und von der anderen Seite aus gegengemessen
- Das Volumen der Nische als mehrschichtiger breitbandiger Bassabsorber genutzt, statt sie optisch zu schließen
- Eine Viererreihe mit Love Seat in der Mitte statt zweier Reihen — Hersteller mit schmalen Armlehnen gewählt, damit man seitlich vorbeikommt
- Sternenhimmel nur über dem Sitzbereich; der Hersteller fertigte dafür eine weiche Beflockung statt der üblichen Aluminiumfläche
- Lüftung mit der Entfeuchtung des Nebenkellerraums kombiniert — ein Gerät löst zwei Probleme
- Gerade Wandelemente mit beleuchteten Glasregalen statt der angeschrägten Seitenwände
- Technik auf Schwerlastauszügen im Raum, hinter abnehmbaren Akustikmodulen und mit eigener Serviceklappe erreichbar
- 7.1.4 mit drei Fairland SR6P in der Front, Ascendo an Decke und Seiten, sechs 15-Zoll-Subwoofern und Dirac Active Room Treatment
„Da kam ich dann einfach vom Volumen her darauf, für diesen Raum das Volumen als Bassfalle zu nutzen.“
Weitere Stimmen
„Wir mussten auch Stufen aus der Treppe rausschrauben, damit wir den überhaupt in den Keller kriegen.“
„Die Figuren-Sammlung ist dadurch entstanden, dass wir durch die Glasböden verschiedene Höhen ja auch angeben können.“
Projektpass
Black Cinema
BO-BC-0029 · AVITECT Studio Bochum
- Layout
- 7.1.4 Dolby Atmos
- Hersteller ×3
- Front: drei Fairland SR6P, koaxial, Eigenentwicklung des Studios
- Hersteller
- Bass-Layout
- Vier Subwoofer in der Front als Single Bass Array, zwei in der Rückwand; Dirac Active Room Treatment gleicht alle Wege unter 150 Hertz ab
- Bass-Layout ×6
- AV-Receiver / Vor-End
- AV-Receiver / Vor-End
- AV-Receiver / Vor-End ×3
- Wharfedale Pro — Endstufen für die Subwoofer
- Wert
- Control 4 — eine Taste startet Projektor, Prozessor, Endstufen und die Lichtszene
- Wert
- Rund 42 Meter LED in vier Zonen, Prisma-Leuchten, Sternenhimmel
- Anordnung
- Eine Viererreihe mit Love Seat in der Mitte
- Hersteller ×4
- Zinea, Modell mit schmalen Armlehnen
- Raumakustik: Nische der L-Form als mehrschichtiger Bassabsorber · Schlitzabsorber an den Seiten · Decke im Schachbrettmuster · Messung mit Markus Bertram, MB Akustik
- Sternenhimmel nur über dem Sitzbereich, mit einer eigens gefertigten weichen Beflockung statt der üblichen Aluminiumfläche
- Emissionsakustik zum Nachbarn gemessen — auch von dessen Seite aus — und die Trennwand entsprechend aufgebaut
- Lüftung mit der Entfeuchtung des Nebenkellerraums kombiniert
- Technik im Kinoraum auf Schwerlastauszügen, hinter abnehmbaren Akustikmodulen und über eine Serviceklappe erreichbar
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