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Einleitung

Der MODEL 40n ist ein Stereo-Vollverstärker mit eingebautem Netzwerk-Streamer. Er leistet 2 × 70 W an 8 Ohm und 2 × 100 W an 4 Ohm. Ein Plattenspieler mit MM-System kommt direkt an den Phono-Eingang, der Fernseher an HDMI ARC; dieser Eingang nimmt nur PCM-Ton an.

Über den Endstufen-Direkteingang lässt er sich in eine Heimkino-Anlage einbinden: Dann verstärkt er die Frontlautsprecher eines AV-Receivers, und die Lautstärke stellt der Receiver ein. Der Subwoofer-Ausgang hat einen Tiefpass, den Du zwischen 40 und 120 Hz wählst.

Die Highlights des MODEL 40n im Überblick

  • Verstärkerleistung

    70 W

  • Kanäle

    2

  • Streaming

    • HEOS
    • AirPlay 2
    • Spotify Connect
    • TIDAL
    • TuneIn
    • Amazon Music HD
    • Roon Ready
  • Gehäuse

    B × H × T

    442 mm130 mm432 mm

    Gewicht 16,7 kg

Technologien im MODEL 40n

Was in den technischen Daten steckt — auf unseren Wissensseiten erklärt und vertieft.

Technische Daten

  • Zonen & Kanäle

    Max. Kanäle
    2

    Leistungsdaten

    Verstärker – Ausgangsleistung (RMS)

    Glossar

    Verstärkerleistung

    Die Wattangabe eines Verstärkers beschreibt die elektrische Leistung, die er an eine bestimmte Last abgeben kann — üblicherweise an vier oder acht Ohm, in einem definierten Frequenzbereich und bei einem festgelegten Verzerrungsgrad. Wie laut es damit im Raum wird, steht damit noch nicht fest: Das entscheidet erst das Zusammenspiel mit dem Wirkungsgrad des Lautsprechers, der Impedanz und dem Hörabstand.

    Watt ist die Kraft, die der Verstärker bereitstellt — nicht die Lautstärke, die bei Dir ankommt. Der Zusammenhang ist außerdem unangenehm ungerecht: Doppelt so viel Watt heißt nicht doppelt so laut, sondern nur ein kleines bisschen lauter. Wirklich deutlich lauter wird es erst mit der zehnfachen Leistung. Deshalb bringt der Sprung von 100 auf 200 Watt weniger, als die Zahl verspricht — und die Wahl des Lautsprechers mehr.

    Ausführliche Erklärung

    Der wichtigste Zusammenhang ist der logarithmische. Verdoppelst Du die Leistung, gewinnst Du drei Dezibel; das ist hörbar, aber klein. Damit etwas als „doppelt so laut" empfunden wird, braucht es etwa zehn Dezibel mehr — also die zehnfache Leistung. Aus 100 Watt müssten 1.000 Watt werden. Dieselben zehn Dezibel bekommst Du alternativ über einen Lautsprecher mit zehn Dezibel höherem Kennschalldruckpegel, und dieser Weg ist in aller Regel der günstigere.

    Der zweite Punkt ist die Reserve. Musik und Filmton laufen im Mittel weit unter ihren Spitzen; die lauten Momente verlangen kurzzeitig ein Vielfaches der mittleren Leistung. Genau dafür ist eine großzügige Auslegung da — nicht, um dauerhaft laut zu spielen, sondern um Spitzen unverzerrt durchzulassen. Geht dem Verstärker dabei die Reserve aus, begrenzt er die Signalspitzen; das klingt hart und belastet vor allem Hochtöner. Der verbreitete Rat, ein zu schwacher Verstärker sei gefährlicher für die Lautsprecher als ein zu starker, hat hier seinen Ursprung.

    Der dritte Punkt betrifft die Vergleichbarkeit, und hier ist Vorsicht angebracht. Dauerleistung, Kurzzeit- und Spitzenwerte desselben Geräts liegen weit auseinander, und Angaben ohne Nennung von Impedanz, Frequenzbereich und Klirrgrad sagen wenig. Aussagekräftiger als die absolute Zahl ist, wie sich die Leistung bei halbierter Impedanz verhält: Ein Verstärker, der an vier Ohm annähernd die doppelte Leistung liefert wie an acht, hat ein kräftiges Netzteil — und das ist genau die Eigenschaft, die bei anspruchsvollen Lautsprechern zählt.

    Wie eine belastbare Angabe aussieht, legt die amerikanische Messnorm CTA-490-B fest, die hinter der dortigen Werberegel für Verstärker steht: Sinusleistung an acht Ohm bei einem Kilohertz und höchstens einem Prozent Klirr, mindestens fünf Minuten lang, bei Mehrkanalgeräten mit allen Kanälen zugleich. Die Reserve für Spitzen hat dort zwei genormte Namen: Dynamic Headroom, gemessen mit einem Burst von zwanzig Millisekunden, und Clipping Headroom, gemessen mit Dauersinus bis zur sichtbaren Begrenzung. Seit 2024 gibt es daneben CTA-2054, die den Verstärker mit demselben musikähnlichen Rauschen prüft wie die Lautsprechernormen und das Ergebnis als Pegel in Dezibel angibt, mit dem Zusatz, dass die Spitzen rund zwölf Dezibel darüber liegen. Diese Angabe lässt sich direkt mit dem Datenblatt eines Lautsprechers vergleichen, ohne Watt in Schalldruck umzurechnen.

    Bei Subwoofern wird mit Wattzahlen besonders offensiv geworben. Die Einordnung dazu steht im Eintrag zum Subwoofer, weil dort noch Membranfläche, Hub und Gehäuse hinzukommen.

    Häufiges Missverständnis

    „Der Lautsprecher verträgt 150 Watt, also brauche ich einen Verstärker mit 150 Watt" — diese Rechnung führt in die Irre, weil beide Zahlen verschiedene Dinge beschreiben. Die Belastbarkeit sagt, was der Lautsprecher thermisch aushält; die Verstärkerleistung sagt, was geliefert werden kann. Ein deutlich stärkerer Verstärker ist unkritisch, solange nicht dauerhaft über die Belastbarkeit hinaus aufgedreht wird. Eine Ausnahme verdient Erwähnung: Steht am Lautsprecher der Zusatz CTA-426-B neben der Wattzahl, ist die Zahl tatsächlich als empfohlene maximale Verstärkerleistung gemeint — diese Norm hat den Begriff Belastbarkeit bewusst durch eine Verstärkerempfehlung ersetzt.

    Ähnlich beliebt ist „Mehr Watt klingt besser". Oberhalb der Leistung, die für den gewünschten Pegel samt Reserve nötig ist, ändert zusätzliche Leistung am Klang nichts. Was Geräte tatsächlich unterscheidet, sind Verhalten unter Last, Stabilität an schwierigen Impedanzen und die Qualität der Vorstufe — nichts davon steht in der Wattzahl.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Belastbarkeit: Eine Eigenschaft des Lautsprechers, keine des Verstärkers.
    • Kennschalldruckpegel: Bestimmt, wie viel Pegel aus einem Watt wird.
    • Leistungsaufnahme: Was das Gerät aus der Steckdose zieht; wegen des geringen Wirkungsgrades ein Vielfaches der abgegebenen Leistung.

    In der Planung

    Ein Heimkino mit acht Metern Hörabstand zur Leinwand, sieben Kanäle, Wunsch nach Kinopegel bei Filmton. Am Anfang steht die Frage, welcher Spitzenpegel am Hörplatz erreicht werden soll — nicht, wie viele Watt der Receiver auf dem Karton verspricht.

    Aus dem Zielpegel, dem Abstand und dem Kennschalldruckpegel der Lautsprecher ergibt sich die nötige Leistung je Kanal, und zwar einschließlich Reserve für Spitzen. Diese Rechnung macht zugleich die Schwachstelle vieler Mehrkanal-Receiver sichtbar: Die angegebene Leistung gilt oft nur für zwei gleichzeitig ausgesteuerte Kanäle, während im Filmton alle sieben gefordert sind. Ergibt die Rechnung, dass es eng wird, fällt die Entscheidung für separate Endstufen — und erst dann geht es um Marken und Modelle.

    Verknüpfte Inhalte

    Wie viel Pegel ein Lautsprecher aus einem Watt macht, steht beim Wirkungsgrad; warum die Last dabei so wichtig ist, bei Impedanz. Die subwooferspezifische Einordnung der Wattangaben behandelt der Eintrag Subwoofer.

    Quellen

    Die Messbedingungen folgen IEC 60268-3 und der FTC Amplifier Rule.

    70 W
  • Netzwerk

    WLAN / Wi-Fi
    Ja

    Streaming & Steuerung

    Unterstützte Streaming-Dienste
    • HEOS

      Plattform

      HEOS

      HEOS ist die Multiroom-Plattform von Denon, eingebaut in Geräte von Denon und Marantz. Der Hersteller beschreibt sie als herstellereigenes drahtloses Ökosystem, das in vielen seiner Produkte steckt — von der Denon-Home-Serie bis zu AV-Receivern und HiFi-Geräten. Ein H in der Modellbezeichnung ist meist das Erkennungszeichen.

      Der Unterschied zu den Wettbewerbern liegt weniger in dem, was die Plattform kann, als darin, wie sie ins Haus kommt: Sie wird selten ausgewählt. Sie kommt mit, wenn jemand einen AV-Receiver wegen seiner Kanalzahl oder seiner Einmessung kauft.

      Viele Denon- und Marantz-Geräte haben eine Multiroom-Funktion eingebaut — sie heißt HEOS. Damit kannst Du über eine App Musik in mehrere Räume gleichzeitig schicken oder in jedem Raum etwas anderes hören. Das Besondere daran: Du bekommst sie oft, ohne sie gesucht zu haben, weil sie in Deinem Verstärker schon drin ist. Ob Du sie nutzt, kannst Du später entscheiden — bezahlt hast Du sie mit dem Gerät.

      Was die Plattform zusammenhält

      Die Geräte finden sich im Hausnetz und lassen sich zu Gruppen zusammenschalten. Der Hersteller nennt eine Obergrenze von 64 Zonen und stellt sie in einen Satz mit der Zusicherung, dass Klangtreue und Gleichlauf dabei erhalten bleiben.

      Was die Planung an dieser Stelle ohnehin beachtet: Eine Zone ist der kleinste unabhängig bedienbare Bereich, und ein AV-Receiver bringt seine eigenen Zonen mit, die nichts mit den HEOS-Zonen zu tun haben. Wer beides in einer Zahl zusammenzieht, plant falsch.

      Bestandteile

      Gekauft wird in aller Regel ein Denon- oder Marantz-Gerät mit HEOS darin; ein Gerät, das nur HEOS wäre, gibt es nicht. Das ist der Unterschied, um den es auf dieser Seite geht: Die Plattform ist eine Eigenschaft des Geräts und keine eigene Anschaffung. Dazu kommen die App als Bedienoberfläche und ein Konto beim Hersteller, über das die Musikdienste laufen.

      Die Protokollbeschreibung führt die Anmeldung am Konto ausdrücklich als bedingten Schritt — wenn Zugangsdaten vorliegen. Für Wiedergabe, Lautstärke und Gruppen im Hausnetz ist sie damit nicht verlangt; sie öffnet die Dienste.

      Was sie spricht

      Für Fremdsysteme veröffentlicht der Hersteller die HEOS CLI, eine Protokollbeschreibung von 44 Seiten. Sie arbeitet im Hausnetz: Ein Steuerungssystem findet die Geräte über UPnP SSDP, öffnet danach eine Telnet-Verbindung auf Port 1255 und tauscht Textbefehle gegen JSON-Antworten. Bemerkenswert für die Auslegung einer Anlage ist ein Hinweis der Beschreibung selbst — eine Verbindung zu einem einzigen Gerät genügt, um alle Geräte im Netz zu steuern; mehr Verbindungen empfiehlt der Hersteller ausdrücklich nicht.

      Die zuletzt dokumentierte Fassung ist Version 1.17 vom 11. Oktober 2021. Die Revisionsliste beginnt im Dezember 2014, und die letzte Änderung ergänzte zwei Bezeichnungen für Eingangsquellen. Das ist keine Aussage darüber, ob die Schnittstelle gepflegt wird — es ist die Aussage, wie alt ihre jüngste Dokumentation ist, und für einen Integrator ist das die Zahl, die zählt.

      Cloud oder lokal

      Die Grundfunktionen leben im Hausnetz. Im ganzen Protokolldokument kommt das Wort Internet nicht vor — Auffindung, Steuerung, Gruppierung und Statusabfrage kommen ohne aus. Das Internet brauchen die Musikdienste und die Kontoanmeldung.

      Als Systemvoraussetzung nennt der Hersteller im Handbuch der HEOS Bar ein funktionierendes Netz im Haus — drahtlos oder über Ethernet —, und er hält dort zugleich fest, dass die App auch bei kabelgebundenen Geräten eine WLAN-Verbindung zum Router braucht, um das System zu steuern. Den Internetzugang führt dasselbe Handbuch für die Musikdienste. Voraussetzung für den Betrieb ist damit das Netz im Haus, und das Internet kommt für die Dienste dazu.

      Lizenz und laufende Kosten

      Die abgerufene Herstellerseite weist für die Plattform weder Lizenz noch Abonnement aus; die App wird als kostenloser Download geführt. Bezahlt werden das Gerät und die Musikdienste.

      Abgrenzung

      Gegen den Netzwerk-Audio-Standard. HEOS gehört einem Anbieter und steckt in dessen Geräten. Ein Standard wie Dante oder AES67 gehört keinem Gerätehersteller; ein Gerät erfüllt ihn oder nicht. Auch die Aufgabe ist eine andere: Die Plattform verteilt gepufferte Zuspielung, ein Netzwerk-Audio-Standard ersetzt Kabelwege in Echtzeit. Die Herleitung steht bei Audio over IP, die Entscheidungshilfe unter welche der beiden Welten ein Projekt braucht.

      Gegen die Zonen des AV-Receivers. Ein Denon-AV-Receiver führt Zone 2 und manchmal Zone 3 als eigene, verstärkte Ausgänge. Das sind andere Zonen als die HEOS-Zonen im Netz. Beide Zahlen stehen auf demselben Datenblatt und meinen Verschiedenes.

      Gegen das Produkt. Der Receiver hat Kanäle, Anschlüsse und einen Preis; diese Angaben führt das AVITECT OS. Die Plattform hat keine davon. Sie überdauert den einzelnen Receiver — mit dem Vorbehalt aus dem Abschnitt zur Festlegung.

      Wo Du Dich festlegst

      Die erste Festlegung ist die geringste, und das ist die ehrliche Auskunft dieser Seite: Wer einen AV-Receiver mit HEOS kauft und die Plattform nie nutzt, hat nichts verloren. Sie kostet nicht extra, und sie verbaut nichts.

      Die zweite gilt, sobald mehrere Räume daran hängen. Dann ist die Gerätewahl auf zwei Marken eingeschränkt, und wie bei jedem herstellergebundenen System entscheidet der Anbieter, welche Geräte im aktuellen Stand bleiben.

      Die dritte ist neu und hat mit Technik nichts zu tun. Im September 2025 ist Sound United an HARMAN gegangen, eine hundertprozentige Tochter von Samsung; HEOS steht in der Markenliste der Übernahme ausdrücklich drin. Sound United soll als eigenständige Geschäftseinheit weitergeführt werden — was daraus für die Plattform folgt, ist offen, und offen heißt hier offen. Für eine Anlage, die zehn Jahre stehen soll, ist die Eigentümerfrage kein Nebenschauplatz; sie ist genau die Frage, für die dieser Abschnitt existiert.

      Verknüpfte Inhalte

      Quellen

      Plattformangaben sind Momentaufnahmen und ändern sich ohne Ankündigung.

      1. Denon, HEOS Buying Guide — Beschreibung der Plattform, Obergrenze von 64 Zonen, Geräte mit HEOS Built-in, das H in der Modellbezeichnung.
      2. HEOS CLI Protocol Specification, Version 1.17 (11.10.2021) — SSDP-Auffindung, Telnet auf Port 1255, ASCII gegen JSON, eine Verbindung für das ganze System, bedingte Kontoanmeldung, Revisionsliste seit Dezember 2014.
      3. HARMAN, HARMAN Completes Sound United Acquisition (23.09.2025) — übernommene Marken einschließlich HEOS, Fortführung als eigenständige Geschäftseinheit, HARMAN als Samsung-Tochter. Unternehmensmitteilung und als deren Darstellung zu lesen.
      4. Denon Support, Maximum amount of HEOS built-in devices — am 23. August 2026 nicht abrufbar (HTTP 403). Die abweichende Zonenzahl aus Suchtreffern ist deshalb nicht übernommen.
      5. Denon, Owner's Manual AVR-X2400H — bis zu 16 Geräte je Gruppe für die Gerätegeneration von 2017.
      6. Denon, HEOS Bar — Network requirements — Netz im Haus als Systemvoraussetzung, WLAN-Verbindung zum Router für die Bedienung per App, Internetzugang für die Musikdienste.

      Die Quellen 1, 2, 5 und 6 sind Herstellerdokumentation, Quelle 3 eine Unternehmensmitteilung. Eine unabhängige Quelle wurde nicht herangezogen.

    • AirPlay 2

      Technologie

      AirPlay 2

      AirPlay 2 ist der Weg, auf dem ein iPhone, ein iPad oder ein Mac Ton an Geräte im eigenen Drahtlosnetz schickt — an einen Lautsprecher, an einen Fernseher oder an mehrere Ziele gleichzeitig. Eingeführt hat Apple die zweite Ausbaustufe mit iOS 11.4 im Mai 2018, und das gleichzeitige Bespielen mehrerer Geräte ist genau die Neuerung. Für die Planung zählt vor allem eine Eigenschaft: Der Sender schickt den Datenstrom selbst. Er ist damit Teil der Kette und nicht bloß die Fernbedienung — und alles Weitere folgt daraus.

      Wenn Du auf Deinem iPhone das AirPlay-Symbol antippst und einen Lautsprecher auswählst, schickt Dein Telefon die Musik dorthin. Du kannst mehrere Lautsprecher gleichzeitig auswählen, dann spielen sie im Gleichtakt. Das Telefon bleibt dabei die Quelle: Geht es aus dem Haus oder ist der Akku leer, hört die Musik überall auf. Wenn morgens im Bad automatisch Radio laufen soll, braucht es deshalb noch ein Gerät, das dauerhaft zu Hause bleibt.

      Das zugrunde liegende Problem

      Zwischen dem Telefon in Deiner Hand und dem Lautsprecher an der Wand steht immer die Frage, wer den Datenstrom hält. Holt ihn das Gerät im Raum selbst beim Musikdienst, darf das Telefon gehen. Schickt ihn das Telefon, hängt die Wiedergabe an dessen Funkverbindung, dessen Akku und dessen Anwesenheit. Die Antwort entscheidet mehr über den Alltag einer Anlage als jedes Datenblatt, und sie ist an keinem Gerät abzulesen. Die Ordnung aller verbreiteten Wege entlang dieser Frage steht unter Zuspielverfahren ordnen; diese Seite beantwortet sie für AirPlay 2.

      Funktionsweise

      Der Sender schickt, die Geräte spielen ab. Apple beschreibt AirPlay als Wiedergabe vom iPhone, iPad oder Mac auf Geräte im selben Drahtlosnetz. Die Ziele wählst Du im Kontrollzentrum, auf dem Sperrbildschirm oder im laufenden Titel aus; mehrere Ziele gleichzeitig sind seit AirPlay 2 möglich. Ein Stereopaar aus zwei HomePod behandelt das System dabei als ein einziges Ausgabegerät.

      Gruppen entstehen im Moment der Auswahl. Anders als bei einer MultiRoom-Plattform gibt es keine gespeicherte Zonenverwaltung im Verfahren selbst. Du hakst Ziele an und ab, und die Zusammenstellung lebt so lange wie die Wiedergabe. Dauerhafte Räume und Gruppen entstehen erst eine Ebene darüber, in der Home-App — dort ordnest Du die Lautsprecher Räumen zu, und danach versteht Siri Befehle wie „spiel das in der Küche" oder „spiel das überall".

      Die Auffindung läuft über Bonjour. Sender und Ziel finden einander über Apples Namensdienst im lokalen Netz, der auf Multicast aufsetzt. In sauber getrennten Netzen verschwinden AirPlay-Ziele deshalb aus der Liste, obwohl beide Geräte online sind — die Mechanik dahinter steht bei Multicast und IGMP und VLAN und Subnetz.

      Takt und Verzögerung

      Wer den Datenstrom schickt, gibt auch den Takt vor — und daran hängt der am häufigsten diskutierte Punkt des Verfahrens.

      Roon beschreibt für sein eigenes Transportverfahren den Grundsatz, dass das Abspielgerät die Uhr besitzen müsse, und nennt AirPlay ausdrücklich als Gegenbeispiel; als eigenes Ziel gibt Roon eine Synchronität innerhalb einer Millisekunde an und kritisiert an AirPlay namentlich die Verzögerung von rund zwei Sekunden beim Bedienen der Transportbefehle. Das ist die Position eines Herstellers über ein fremdes Verfahren und keine Messung — als Erklärung ist sie trotzdem brauchbar, weil sie zusammenpasst mit dem, was ein quelloffener Nachbau des Verfahrens beobachtet: eine Betriebsart, in der der Ton nach etwa zwei Sekunden einsetzt, und eine zweite, in der er schneller anläuft und beim Empfänger gepuffert wird.

      Für die Praxis heißt das zweierlei. Der Puffer ist der Grund, warum AirPlay über ein durchschnittliches WLAN überhaupt stabil spielt — er fängt Funklöcher ab, die eine Echtzeitübertragung sofort hörbar machen würde. Und dieselbe Verzögerung schließt Anwendungen aus, bei denen Ton und Bild oder Ton und Bedienung eng zusammenliegen müssen: Ein Lautstärkeschritt, der zwei Sekunden später kommt, wird zweimal gedrückt. Die Abgrenzung zur echtzeitfähigen Übertragung im Netz erklärt Multiroom-Plattform oder Audio over IP.

      Formate und Auflösung

      Apple veröffentlicht keine Spezifikation, welche Abtastraten und Wortbreiten AirPlay überträgt. Die Seite zur verlustfreien Wiedergabe in Apple Music nennt die Stufen — Lossless bis 24 Bit/48 kHz, Hi-Res Lossless bis 24 Bit/192 kHz — und sagt, dass oberhalb von 48 kHz auf den meisten Geräten ein externer USB-Wandler nötig ist und Apple TV 4K Hi-Res Lossless nicht wiedergibt. Über den Übertragungsweg AirPlay steht dort nichts.

      Damit gibt es für die naheliegende Frage („kommt mein Hi-Res-Titel am Lautsprecher an?") keine Herstellerantwort. Der quelloffene Nachbau beobachtet ALAC und AAC bei 44,1 und 48 kHz; das deckt sich mit der Beobachtung, dass höhere Abtastraten einen anderen Weg brauchen, ist aber kein Beleg von Apple.

      Voraussetzungen

      Sender und Ziel müssen im selben WLAN sein — das schreibt Apple ausdrücklich, und es ist die Voraussetzung, an der es in der Praxis am häufigsten scheitert. Getrennte Funknetze für Gäste, ein eigenes Netzsegment für Haustechnik oder ein Repeater, der Multicast nicht weiterreicht, brechen die Auffindung, obwohl beide Geräte online sind. Was das Heimnetz dafür leisten muss, klärt Heimnetzwerk-Grundlagen. Dazu kommt ein aktueller Softwarestand auf beiden Seiten; für automatische Verbindungsvorschläge zum HomePod verlangt Apple außerdem dieselbe iCloud-Anmeldung auf Telefon und Lautsprecher.

      Für alles, was ohne Telefon laufen soll, kommt eine zweite Voraussetzung dazu — ein Home-Hub. Apple dokumentiert dafür HomePod, HomePod mini und Apple TV; ohne ihn gibt es keine Automationen, keinen Fernzugriff und keine geteilte Steuerung.

      Geräteklassen: mit und ohne Home-App

      AirPlay 2 zu können und in der Home-App zu erscheinen, sind zwei verschiedene Eigenschaften — und der Unterschied entscheidet, was in einem Haus automatisierbar ist.

      Geräte in der Home-App. Lautsprecher, die sich der Home-App zuordnen lassen, bekommen einen Raum. Danach versteht Siri Befehle je Raum, und eine Szene kann eine Wiedergabeliste auf HomePod, Apple TV oder einem AirPlay-fähigen Lautsprecher starten. Automationen und Szenen setzen den Home-Hub voraus, laufen also über ein ortsfestes Gerät. Das ist die Antwort auf die Frage, was morgens im Bad passiert, ohne dass jemand ein Telefon in der Hand hat.

      Geräte ohne Anbindung. Ein AirPlay-fähiger Fernseher mancher Hersteller nimmt Ton und Bild entgegen, erscheint aber in der Home-App nicht und lässt sich folglich weder einem Raum zuordnen noch in eine Szene einbauen. Das AirPlay-Logo auf einem Datenblatt sagt also noch nichts darüber, ob sich das Gerät automatisieren lässt.

      Der Sonderfall Apple TV 4K mit Lautsprechern. Apple TV 4K lässt sich dauerhaft auf HomePod oder AirPlay-Lautsprecher ausgeben, wenn beide demselben Raum und Netz zugeordnet sind. Ein HomePod-Stereopaar nimmt dabei Dolby Atmos, Dolby Digital 7.1 und 5.1 entgegen. Bei Fremdlautsprechern zieht Apple eine Grenze, die im Wohnzimmer sofort auffällt: Systemtöne und Spieleton bleiben auf dem Fernseher, während der übrige Ton über die AirPlay-Lautsprecher läuft.

      Abgrenzung

      Gegen Google Cast. Das Gegenstück im Android-Umfeld löst dieselbe Aufgabe mit umgekehrter Rollenverteilung: Dort übergibt das Telefon nur den Auftrag, und das Gerät im Raum holt den Datenstrom selbst beim Dienst. Bei AirPlay 2 schickt der Sender den Ton. Im Alltag entscheidet dieser Unterschied darüber, was passiert, wenn das Telefon geht — die Einzelheiten stehen unter Google Cast.

      Gegen die Connect-Verfahren der Dienste. Spotify Connect, TIDAL Connect und Qobuz Connect gehören zur gerätegehaltenen Familie: Das Gerät baut die Verbindung zum Dienst selbst auf, das Telefon wählt aus. Wer Apple Music hört, hat diesen Weg nicht — Apple bietet kein eigenes Connect-Verfahren an, und deshalb ist AirPlay 2 dort der Regelweg. Welcher Dienst welches Verfahren mitbringt, ordnet der Eintrag Zuspielprotokolle.

      Gegen eine MultiRoom-Plattform. Sonos, HEOS oder BluOS verwalten Konto, Gruppen, Warteschlange und Weckzeit als System und veröffentlichen Systemgrenzen. AirPlay 2 ist ein Übertragungsweg, den Geräte vieler Hersteller einbauen. Man entscheidet sich nicht für AirPlay — man prüft, ob ein Gerät es kann.

      Gegen Bluetooth. Auch dort schickt das Telefon den Ton, aber über eine Funkstrecke mit erneuter Kompression und in Reichweite eines Raumes. AirPlay läuft über das WLAN und damit durchs ganze Haus; für ein Haus ist Bluetooth der falsche Weg, für einen Kopfhörer der richtige.

      Gegen die erste Ausbaustufe. Ältere AirPlay-Geräte nehmen Ton entgegen, gehören aber nicht in einen Verbund mehrerer gleichzeitig bespielter Ziele — das gleichzeitige Abspielen kam erst mit AirPlay 2. Auf Datenblättern steht beides nebeneinander, gemeint ist Verschiedenes.

      Grenzen

      Keine dokumentierte Höchstzahl. Wie viele Geräte gleichzeitig bespielt werden können, veröffentlicht Apple auf keiner der geprüften Seiten. Wo eine Plattform ihre Systemgrenze nennt, steht hier nichts — die Grenze bilden das Funknetz und der Sender, und beide lassen sich nur am konkreten Haus beziffern.

      Der Mac kann weniger als das Telefon. Aus dem Kontrollzentrum eines Mac lässt sich der Ton nur an ein Ziel senden, nicht an mehrere. Wer den Rechner als Hauptquelle plant, plant damit an der Mehrraumfunktion vorbei.

      Der Sender ist der Schwachpunkt. Ein leerer Akku, ein Telefonat, ein schlechter Funkempfang in der Hosentasche oder die Ausfahrt aus der Einfahrt beenden die Wiedergabe im ganzen Haus. Das ist kein Fehler des Verfahrens, das ist seine Bauart.

      AirPlay 2 ersetzt keine Anlagenplanung. Der Weg, auf dem Musik ins Gerät kommt, sagt nichts darüber, welche Zonen ein Haus braucht, wie sie versorgt werden und was ohne Telefon funktionieren soll. Diese Fragen stehen vor der Verfahrenswahl.

      Verknüpfte Inhalte

      Die Frage, wer den Datenstrom hält, und ihre Folgen für die Planung ordnet Zuspielverfahren ordnen über alle verbreiteten Wege. Das Gegenstück mit gerätegehaltenem Datenstrom steht unter Google Cast, welcher Musikdienst welchen Weg mitbringt bei Zuspielprotokolle. Was das Heimnetz dafür leisten muss, klärt Heimnetzwerk-Grundlagen, die Abgrenzung zur echtzeitfähigen Übertragung Multiroom-Plattform oder Audio over IP, und was eine Zone ist, der Eintrag Zone.

      Quellen

      Einführung und Zeitpunkt von AirPlay 2 stammen aus Apples eigener Mitteilung vom 29. Mai 2018, die Netzvoraussetzung, die Auswahl mehrerer Ziele und die Einschränkung am Mac aus der Supportseite zur Tonübertragung. Räume, Sprachbefehle und Szenen sind über die Apple-Seiten zu Siri, zur Home-App und zum Home-Hub belegt, die Ausgabe von Apple TV 4K auf Lautsprecher über das tvOS-Handbuch; die Stufen der verlustfreien Wiedergabe über die Apple-Seite zu Apple Music. Alle Apple-Fundstellen sind am 23. August 2026 am Objekt gelesen. Der Grundsatz zur Taktherrschaft und die namentliche Kritik an AirPlay stehen in der Dokumentation von Roon zum eigenen Transportverfahren — die Position eines Herstellers über ein fremdes Verfahren. Die Betriebsarten und die beobachteten Formate stammen aus der Projektdokumentation eines quelloffenen AirPlay-2-Empfängers, die einleitend feststellt, dass Apple keine Spezifikation veröffentlicht hat; sie sind als Beobachtung eines Nachbaus gekennzeichnet und im Text mit einem Prüfvermerk versehen.

    • Spotify Connect

      Technologie

      Spotify Connect

      Spotify Connect ist Spotifys gerätegehaltener Zuspielweg: Die App auf dem Telefon ist Fernbedienung, das HEOS-, WiiM- oder andere Connect-Gerät lädt den Stream direkt.

      Du tippst in Spotify auf das Lautsprecher-Symbol und wählst Deinen Receiver. Danach musst Du das Telefon nicht mehr neben dem Gerät lassen — die Musik kommt aus dem Netz zum Receiver, das Handy bleibt die Fernbedienung.

      Connect braucht dasselbe WLAN (bzw. erreichbares Netz) für App und Gerät und ein Spotify-Konto. Die erreichbare Qualität hängt vom Abo und vom Gerät ab.

    • TIDAL

      Dienst

      TIDAL

      TIDAL ist das Musikabo, das seine höchste Stufe „Max" nennt: HiRes FLAC bis 24 Bit/192 kHz. Der Name auf einem Datenblatt verspricht davon nichts — er sagt, dass ein TIDAL-Konto im Gerät Platz hat. Ob die hohe Auflösung ankommt, entscheidet der Weg ins Gerät.

      TIDAL ist ein Musikabo wie Spotify, mit einem Unterschied: Viele HiFi-Geräte haben TIDAL fest eingebaut und können damit höhere Auflösungen als CD-Qualität abspielen. Ob Du die wirklich hörst, hängt von Deinem Abo, vom Gerät und davon ab, wie die Musik ins Gerät kommt.

      Was auf dem Datenblatt steht

      Steht „TIDAL" auf dem Datenblatt, nimmt das Gerät ein TIDAL-Konto auf und lädt den Katalog aus dem Netz. Steht daneben „TIDAL Connect", hat das Gerät zusätzlich den eigenen Zuspielweg des Dienstes. Der Eintrag „TIDAL" allein sagt über die Auflösung nichts.

      Manche Geräte werben weiterhin mit MQA-Dekodierung. Bei TIDAL ist das Format seit dem 2024-07-24 Geschichte; die Dekodierung im Gerät hat für diesen Katalog keine Aufgabe mehr. Was MQA war, erklärt der Glossareintrag.

      Wie der Katalog ins Gerät kommt

      Drei Wege, mit verschiedenem Ergebnis:

      • TIDAL Connect. Das Gerät bezieht den Strom direkt bei TIDAL, das Telefon bleibt Fernbedienung. Für HiRes FLAC nennt TIDAL zwei Bedingungen: einen Wandler im Gerät, der 24 Bit/192 kHz verarbeitet, und eine Kabel- oder WLAN-Verbindung.
      • Plattform-App. TIDAL als Konto in der App eines Multiroom-Systems oder in Roon. Welche Stufe durchkommt, entscheidet die Plattform.
      • AirPlay 2, Google Cast, Bluetooth. Das Telefon spielt und reicht weiter; Bluetooth kodiert den Strom dabei ein zweites Mal.

      Qualitätsstufen

      Drei Stufen: „Niedrig" bis 320 kbit/s, „Hoch" als FLAC in CD-Auflösung, „Max" als HiRes FLAC bis 24 Bit/192 kHz — wobei Max liefert, was der Katalog je Titel hergibt: HiRes FLAC, sonst FLAC, sonst AAC. Dolby Atmos Music ist im Katalog; Sony 360 Reality Audio wurde zusammen mit MQA am 2024-07-24 entfernt. TIDAL nennt über 180 Millionen Titel, ohne zu sagen, was gezählt wird. Das Familienabo gibt jedem der bis zu sechs Mitglieder ein eigenes Konto. Neben Individual und Family führt TIDAL einen DJ-Tarif, der ein Individual-Konto mit der DJ-Software verbindet; zu Individual und DJ gibt es je einen Studententarif. An den Stufen ändert die Tarifwahl nichts, Dolby Atmos liegt in Individual wie in Family.

      Abgrenzung

      Gegen TIDAL Connect. Der Katalog ist der Dienst, Connect der Zuspielweg; wie er arbeitet, steht bei den Zuspielprotokollen.

      Gegen Roon. Roon ist kein Dienst: Die Bibliothekssoftware führt TIDAL neben der eigenen Sammlung und reicht durch, was der Dienst liefert. Roon Ready ist wiederum das Siegel am Gerät, nicht der Katalog.

      Gegen das Register. Ob TIDAL oder Qobuz zu Deiner Anlage passt, klärt das Dienste-Register mit Preisen und Stufen aller sieben Anbieter.

      Verknüpfte Inhalte

      • Zuspielprotokolle — TIDAL Connect neben den anderen Wegen ins Gerät.
      • MQA — das Format, mit dem Geräte noch werben und das TIDAL nicht mehr liefert.
      • Hi-Res Audio — was „bis 24 Bit/192 kHz" in der Kette voraussetzt.
      • Roon — die Bibliothekssoftware, die TIDAL einbindet.
      • Qobuz — der Dienst, gegen den TIDAL in der Beratung meist steht.
      • Musikstreaming-Dienste im Vergleich — Preise und Stufen aller Anbieter.

      Quellen

      Stufen, Katalogzahl, Dolby Atmos und die Wandler-Bedingung für HiRes FLAC stammen von TIDALs Qualitätsseite, am 2026-09-08 im Browser gelesen, weil TIDAL Direktabrufe sperrt. Die Tarifnamen stehen auf der Abo-Seite, die am selben Tag von Hand geprüft wurde. Die MQA-Entfernung ist über Fachpresse belegt. Die Firmierung des Anbieters ist auf keiner gelesenen Seite genannt.

    • TuneIn

      Dienst

      TuneIn

      TuneIn ist ein Verzeichnis für Internetradio und Podcasts: über 120.000 Sender aus aller Welt, betrieben von TuneIn, Inc. in San Francisco. Auf einem Datenblatt heißt der Name, dass das Gerät Sender über TuneIn suchen und abspielen kann — ohne Abo und ohne eigene Radiohardware.

      TuneIn ist die Radiotaste im Netz: Sender aus der ganzen Welt, sortiert nach Ort und Genre, bedient über die App Deines Receivers. Anders als bei Spotify oder TIDAL gehört TuneIn keine Musik; es zeigt nur, wo die Sender im Netz stehen.

      Was auf dem Datenblatt steht

      Ein Netzwerkgerät mit „TuneIn" auf dem Datenblatt greift auf das Senderverzeichnis zu und spielt den gewählten Strom ab — bedient aus derselben App, in der auch die Musikabos liegen. Ein Konto ist dafür nicht nötig; wer eines anlegt, findet seine Favoriten auf jedem Gerät wieder.

      Wie der Katalog ins Gerät kommt

      Das Gerät holt den Sender-Strom selbst aus dem Netz, TuneIn liefert nur die Adresse. Ein eigenes Connect-Protokoll gibt es nicht; das Telefon ist höchstens die Fernbedienung der Plattform-App.

      Qualitätsstufen

      TuneIn legt keine Stufe fest. Was ankommt, bestimmt der Sender: Bitrate und Format des Sender-Stroms, in der Regel MP3 oder AAC in Bitraten, die weit unter einem verlustfreien Musikabo liegen. Wer Radio in hoher Qualität will, prüft den Sender, nicht TuneIn.

      Ein Zusatzabo gibt es, TuneIn Premium, aber es ändert nichts an der Tonqualität: Es nimmt Werbung aus Nachrichtensendern, ergänzt Hörbücher und nordamerikanischen Live-Sport und reduziert Werbung auf allen Sendern. Zugeschnitten ist das auf den US-Markt.

      Abgrenzung

      Gegen ein Musikabo. Deezer, TIDAL oder Qobuz betreiben einen eigenen Katalog mit festen Qualitätsstufen. TuneIn betreibt keinen Katalog, es verweist auf Sender.

      Gegen Internetradio im Gerät. Manche Hersteller bauen ein anderes Senderverzeichnis ein. Welches, steht auf dem Datenblatt; die Bedienung ist die gleiche.

      Gegen die Plattform. Die Plattform-App ist der Ort, an dem Du den Sender wählst; welche Plattform TuneIn führt, steht auf deren Seite, etwa zu HEOS.

      Gegen das Register. Das Dienste-Register vergleicht Musikabos; TuneIn steht dort nicht, weil es keines ist.

      Verknüpfte Inhalte

      Quellen

      Anbieter, Sitz und Senderzahl stammen von TuneIns Unternehmensseite, der Umfang von TuneIn Premium von dessen US-Angebotsseite, beide am 2026-09-08 gelesen. Die Hilfeseiten des Anbieters waren am Prüftag nicht erreichbar; Geräteanbindung und Sender-Bitraten sind deshalb nicht belegt.

    • Amazon Music HD

      Dienst

      Amazon Music HD

      „Amazon Music HD" steht auf Datenblättern für die verlustfreien Stufen von Amazon Music Unlimited. Der Eintrag verspricht, dass ein Amazon-Konto im Gerät Platz hat und die verlustfreien Titel dort ankommen können. Ob HD oder Ultra HD am Ende ankommt, entscheiden Abo, Gerät und Zuspielweg gemeinsam.

      Amazon Music ist Amazons Musikabo. „HD" heißt, dass die Musik ohne Verluste ankommt, „Ultra HD" in noch höherer Auflösung als CD. Steht der Name auf Deinem Receiver, kannst Du Dich dort mit Deinem Amazon-Konto anmelden. Ob Du die hohe Auflösung wirklich hörst, hängt davon ab, wie die Musik ins Gerät kommt.

      Was auf dem Datenblatt steht

      Der Name stammt aus der Zeit, als HD und Ultra HD ein eigener Aufpreis-Tarif waren. Heute sind beide Stufen in Amazon Music Unlimited enthalten; auf Datenblättern lebt die alte Bezeichnung weiter. Sie heißt: Das Gerät kann ein Amazon-Konto hinterlegen und verlustfreie Titel abrufen, meist über die Multiroom-Software, die der Hersteller mitliefert.

      Wie der Katalog ins Gerät kommt

      Amazon hat keinen eigenen Connect-Weg. Der Katalog kommt als Konto in der Plattform-App ins Gerät, über Google Cast oder über Alexa. Über Bluetooth geht die verlustfreie Stufe unterwegs verloren. Amazon nennt als Mindestvoraussetzung ein Gerät, das 16 Bit/44,1 kHz verarbeitet; für Ultra HD oberhalb von 48 kHz braucht die Kette entsprechend einen Wandler, der die Abtastrate verarbeitet. Am iOS-Gerät endet der Adapter von Apple als D/A-Wandler bei 48 kHz; die volle Ultra-HD-Abtastrate verlangt dort einen externen Wandler.

      Qualitätsstufen

      HD ist verlustfrei in CD-Auflösung — 16 Bit bei 44,1 kHz, im Mittel 850 kbit/s —, Ultra HD arbeitet mit 24 Bit und Abtastraten von 44,1 bis 192 kHz und kommt im Mittel auf 3.730 kbit/s. Für die Leitung und für das mobile Datenvolumen heißt das rund 5,5 MB je Minute in HD und rund 12 MB je Minute in Ultra HD. Nach Amazons Zählung liegen über 100 Millionen Titel in HD vor und über sieben Millionen in Ultra HD. Im Raumklang ist Amazon Music unter den sieben Diensten des Registers der einzige, der neben Dolby Atmos Music auch Sony 360 Reality Audio führt. Der Einzelplan spielt nach Amazons Presseseite auf einem Gerät gleichzeitig, der Familienplan auf sechs.

      Abgrenzung

      Gegen den Zuspielweg. Amazon Music ist der Katalog; transportiert wird er von der Plattform-App, von Google Cast oder von Alexa. Mit Spotify Connect hat der Dienst nichts zu tun.

      Gegen die Plattform. Liegt das Amazon-Konto in der App einer Multiroom-Plattform, entscheidet diese Plattform, was davon ankommt; ihre Seite sagt, worauf Du Dich mit ihr festlegst.

      Gegen das Register. Wie Amazon Music sich gegen die anderen Hi-Res-Dienste schlägt, zeigt das Dienste-Register mit Preisen und Stufen aller Anbieter.

      Verknüpfte Inhalte

      Quellen

      Raumklang und Gerätezahl je Plan stammen von Amazons deutscher Presseseite, die kein Datum nennt, gelesen am 2026-09-07; ihr Preisstand ist mit der Handprüfung der Landingpage am 2026-09-08 überholt. Die Stufen HD und Ultra HD samt Titelzahlen stammen von der US-Seite von Amazon Music, die Direktabrufe abweist und am 2026-09-08 im Browser gelesen wurde. Bitraten, Datenmengen je Minute und die Wandlergrenze des iOS-Adapters stehen in der deutschen Anbieter-FAQ, am 2026-09-08 von Hand geprüft. Alle Katalogzahlen sind Herstellerangaben ohne Zählweise.

    • Roon Ready

      Zertifizierung

      Roon Ready und Roon Tested

      Roon Ready ist die Geräte-Zertifizierung in Roons Ausgabe-Welt: Der Receiver oder DAC meldet sich als Zone am Roon Core und spielt, was Roon anliefert.

      Roon ist die Bibliotheks- und Bedienzentrale auf einem Rechner oder Music-Server im Haus. „Roon Ready“ am Verstärker heißt: Dieses Gerät darf sich als Wiedergabeziel anmelden. Den Server brauchst Du trotzdem — Ready allein streamt nichts.

      Roon Ready ist nicht dasselbe wie USB-, AirPlay- oder Chromecast-Ausgabe an Roon; es ist der native, zertifizierte RAAT-Weg.

      Roon Tested ist das zweite Programm desselben Anbieters und wird im Handel regelmäßig mit Roon Ready verwechselt: Ein Roon-Tested-Gerät wurde von Roon Labs geprüft, spricht aber einen anderen Weg als RAAT — etwa USB oder AirPlay. Was genau geprüft wird und was die Aufnahme kostet, belegt diese Erstfassung noch nicht.

    Bluetooth
    Ja
  • Gehäusemaße

    Höhe
    130 mm
    Breite
    442 mm
    Tiefe
    432 mm
    Gewicht
    16,7 kg

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Herstellerinformation

Firma
Masimo Consumer B.V. (Marantz)
Postanschrift
Oude Stadsgracht 15611 DD Eindhoven
Telefon
+49 (0) 2157 1373705

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