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Einleitung

Das Paar LSX II LT hat seinen Streamer eingebaut, Treiber und Verstärker entsprechen dem LSX II: je Lautsprecher ein Koaxialtreiber, angetrieben mit 70 W und 30 W. Ins Heimnetz kommt es per WLAN oder Kabel, der Fernseher hängt an HDMI ARC, ein Subwoofer am eigenen Ausgang. Die beiden Lautsprecher verbindet immer ein Kabel. Beigelegt ist ein USB-C-Kabel mit 3 m. Als Zubehör gibt es ein C-Link-Kabel mit 8 m; weiter auseinander dürfen sie nicht stehen.

Die Highlights des LSX II LT im Überblick

  • Streaming

    • AirPlay 2
    • Chromecast/Google Cast
    • Spotify Connect
    • TIDAL
    • Roon Ready
    • Deezer
    • Qobuz
    • Amazon Music HD
  • Gehäuse

    B × H × T

    155 mm240 mm180 mm

Technologien im LSX II LT

Was in den technischen Daten steckt — auf unseren Wissensseiten erklärt und vertieft.

LSX

Technische Daten

  • Gehäusemaße

    Höhe
    240 mm
    Breite
    155 mm
    Tiefe
    180 mm
  • Treiberanzahl

    Anzahl Hochtöner
    1
    Anzahl Tieftöner
    1
  • Leistungsdaten (akustisch)

    Frequenzgang

    Glossar

    Frequenzgang

    Der Frequenzgang beschreibt, mit welchem Pegel ein Gerät jede Frequenz wiedergibt — aufgetragen als Kurve des Schalldruckpegels in Dezibel über der Frequenz in Hertz. Als Zahlenpaar im Datenblatt („40 Hz bis 20 kHz") belegt er erst dann etwas, wenn eine Toleranz und die Messbedingungen dabeistehen.

    Jedes Gerät gibt manche Töne lauter wieder als andere. Der Frequenzgang ist die Kurve, die das sichtbar macht: ganz links die tiefen Töne, ganz rechts die hohen, und die Höhe der Kurve sagt, wie laut sie ankommen. Eine waagerechte Linie hieße, dass jeder Ton gleich behandelt wird — das schafft weder ein Lautsprecher noch ein Zimmer. Im Prospekt steht von der ganzen Kurve meistens nur, wo unten und oben Schluss ist, und ausgerechnet diese Angabe verrät am wenigsten. Zwei Lautsprecher mit derselben Prospektzeile können deutlich verschieden klingen.

    Ausführliche Erklärung

    Was aufgetragen wird

    Auf der waagerechten Achse steht die Frequenz, logarithmisch geteilt, damit jede Oktave gleich breit erscheint; auf der senkrechten der Schalldruckpegel in Dezibel. Die Kurve beantwortet damit eine einzige Frage: Wie viel Pegel kommt bei welcher Frequenz an?

    Genau genommen hat die Übertragung zwei Hälften, den Amplitudengang und den Phasengang. Was Datenblätter und Messprogramme als „Frequenzgang" zeigen, ist fast immer nur die erste — der Betrag, die Lautstärke je Frequenz. Die Zeitseite steckt im Phasengang und wird gesondert dargestellt.

    Bei einem Lautsprecher entsteht diese Kurve aus einer Messung mit Mikrofon, bei einem Verstärker oder Wandler aus einer elektrischen Messung. Der Unterschied ist erheblich: Elektronik liefert heute routinemäßig eine praktisch gerade Linie über den ganzen Hörbereich, Wandler und Räume nie.

    Ohne Toleranz keine Aussage

    Ein „von … bis" ohne Toleranzfenster belegt nichts — auch wenn Datenblätter die Angabe ständig in dieser Form führen. Die vollständige Form lautet „40 Hz bis 20 kHz, ±3 dB": Innerhalb dieser Grenzen weicht die Kurve höchstens 3 dB nach oben oder unten von einem Bezugspegel ab, und dieser Bezugspegel ist der Mittelwert über ein angegebenes Band.

    Die Toleranz ist die eigentliche Information, denn sie lässt sich gegen die Reichweite tauschen. Derselbe Lautsprecher, der bei ±3 dB von 40 Hz bis 20 kHz spielt, deckt bei ±6 dB vielleicht 32 Hz bis 22 kHz ab und bei einem 10-dB-Fenster noch mehr. Wer die untere Grenze im Prospekt niedriger haben will, muss nichts am Gerät ändern — es genügt, das Fenster aufzumachen. Eine Angabe ohne Toleranz lässt sich deshalb mit keiner anderen vergleichen.

    Genau hier liegt der Unterschied zwischen Übertragungsbereich und belegtem Frequenzgang. Den Übertragungsbereich legt IEC 60268-5 fest: Er reicht von der unteren bis zur oberen Frequenz, bei der die Kurve auf der Bezugsachse höchstens 10 dB unter dem gemittelten Pegel liegt; Einbrüche, die schmaler als eine Neuntel-Oktave sind, zählen dabei nicht mit. Das ist ein bewusst weites Fenster für eine Reichweitenangabe — ein Pegelabfall um 10 dB ist rund die halbe empfundene Lautstärke. Als Aussage über Klangbalance taugt der Übertragungsbereich damit nicht, und er soll es auch nicht. Ein belegter Frequenzgang zeigt stattdessen die Kurve selbst, mit Toleranzband und Bedingungen.

    Messbedingungen entscheiden mit

    Eine Frequenzgangkurve ist nur so vergleichbar wie die Angaben, unter denen sie entstanden ist. Vier davon sollten immer dabeistehen:

    • Achse und Winkel. Die Normmessung läuft auf der Bezugsachse, also auf der vom Hersteller definierten Hauptrichtung. Eine Kurve unter 30 Grad seitlich sieht anders aus, und im Wohnraum hört niemand ausschließlich auf Achse.
    • Umgebung und Abstand. Freifeld oder Halbraum, gemessen in 0,5 m oder ganzen Metern und auf 1 m umgerechnet. Eine Messung im normalen Zimmer bildet unterhalb der Schroeder-Frequenz — der Grenze, ab der Raummoden einzeln durchschlagen statt sich zu überlagern — überwiegend den Raum ab und nicht mehr den Lautsprecher.
    • Pegel. Eine bei Zimmerlautstärke aufgenommene Kurve sagt nichts über das Verhalten bei Kinopegel; Antrieb und Schwingspule verhalten sich dort messbar anders.
    • Glättung. Sie fasst benachbarte Messpunkte zusammen. Ein schmaler Einbruch, der mit einer Zwölftel-Oktave deutlich sichtbar dasteht, ist unter Terzglättung kaum noch zu erkennen. Dieselbe Messung ergibt so zwei sehr verschiedene Bilder.

    Die Kette selbst muss dabei genauer sein als das Prüfobjekt: IEC 60268-5 verlangt von Generator, Verstärker und Messverstärker einen Amplitudengang, der über den Messbereich innerhalb von ±0,5 dB bleibt.

    Was die Kurve nicht zeigt

    Drei Eigenschaften bleiben grundsätzlich außerhalb dieser Darstellung, und alle drei entscheiden im Wohnraum mit.

    Die Richtung. Eine Einzelkurve gilt für eine Richtung. Am Hörplatz kommt aber beides an, der Direktschall von der Achse und der Anteil, den Wände und Decke zurückwerfen. Wie ein Lautsprecher seinen Schall auf die Winkel verteilt, zeigt erst eine Kurvenfamilie über viele Winkel — der Rundum-Messdatensatz nach ANSI/CTA-2034, den der kanadische Forscher Floyd Toole am National Research Council seit den 1980er-Jahren etabliert hat.

    Die Pegelfestigkeit. Bei welchem Pegel die Kurve aufgenommen wurde, steht in den Bedingungen; wie weit sie sich bei höherem Pegel verformt, steht nirgends. Erwärmte Schwingspulen liefern weniger Wirkungsgrad, und Verzerrungen steigen an, lange bevor ein Gerät die angegebene Belastbarkeit erreicht.

    Das Zeitverhalten. Zwei Lautsprecher mit derselben Amplitudenkurve können unterschiedlich nachschwingen. Was nach dem Signal übrig bleibt, zeigen Impulsantwort und Wasserfalldiagramm. Nur unter der Bedingung der Minimalphasigkeit hängen Amplituden- und Phasenverlauf so zusammen, dass einer aus dem anderen folgt — bei Mehrwegelautsprechern und im Raum gilt das eben nicht durchgehend.

    Häufiges Missverständnis

    „Der spielt bis 32 Hz, der andere nur bis 40 Hz — also hat der erste den besseren Bass." Ohne Toleranz und Messbedingung vergleichst Du zwei Zahlen, die auf verschiedene Weise entstanden sind. Der eine Hersteller nennt vielleicht seinen Übertragungsbereich mit dem 10-dB-Fenster der Norm, der andere einen Frequenzgang mit ±3 dB. Die Zahl des Ersten sieht besser aus und belegt weniger. Belastbar wird der Vergleich erst, wenn beide Angaben dasselbe Fenster nennen — und wirklich belastbar erst mit den Kurven.

    Ebenso verbreitet ist der Schluss vom glatten Verlauf auf guten Klang. Eine gerade Kurve auf Achse ist eine notwendige Voraussetzung und keine hinreichende: Ein Lautsprecher, dessen Bündelung sich am Übergang zwischen zwei Chassis sprunghaft ändert, kann auf Achse tadellos messen und im Zimmer trotzdem unruhig klingen, weil der Raumanteil eine ganz andere Klangfarbe hat als der Direktschall.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Frequenz: die Größe auf der waagerechten Achse. Der Frequenzgang ist der Verlauf über dieser Achse.
    • Übertragungsbereich: eine Reichweitenangabe nach IEC 60268-5 mit einem Fenster von 10 dB unter dem Mittelwert. Er beantwortet, wo ein Gerät noch etwas abgibt, und nicht, wie gleichmäßig.
    • Phasengang und Gruppenlaufzeit: die Zeitseite derselben Übertragung. Sie beschreiben, wann eine Frequenz ankommt, während der Amplitudengang sagt, wie laut.
    • Zielkurve: die Sollvorgabe einer Raumkorrektur, auf die hin entzerrt wird. Sie beschreibt einen Wunsch und ist keine Messung.
    • Klirrfaktor: der Anteil neu erzeugter Frequenzen. Ein Gerät kann einen geraden Frequenzgang und hohe Verzerrung zugleich haben.

    In der Planung

    Ein Kunde legt zwei Standlautsprecher nebeneinander und will wissen, welcher tiefer spielt. Modell A steht mit „32 Hz bis 25 kHz" im Prospekt, Modell B mit „45 Hz bis 20 kHz, ±3 dB". Nach den Zahlen wäre die Sache klar.

    Die erste Frage ist trotzdem keine Gerätefrage: Wird im Raum überhaupt ein Lautsprecher gebraucht, der die unterste Oktave abdeckt, oder übernimmt sie ein Subwoofer mit eigener Aufstellung und eigener Ankopplung? In fast allen Wohnräumen bringt die zweite Antwort mehr, weil die tiefsten Töne von den Raummoden dominiert werden und ihre Wiedergabe damit an der Position hängt und kaum am Datenblatt.

    Dann erst das Verfahren. Für beide Modelle lässt sich der Messreport anfragen — Kurvenfamilie über die Winkel, Toleranzband, Messbedingungen. Liegt er für A nicht vor und für B schon, ist das bereits ein Befund. Kommt er, lässt sich prüfen, mit welchem Fenster die 32 Hz von A zustande gekommen sind und wo die Kurve tatsächlich abzufallen beginnt.

    Die Geräteentscheidung fällt damit zuletzt und aus anderen Gründen als den Prospektzahlen: aus dem Abstrahlverhalten, das zur Raumgeometrie passen muss, und aus der Frage, wie sauber sich der Übergang zum Subwoofer legen lässt.

    Verknüpfte Inhalte

    Die Größe auf der waagerechten Achse erklärt der Eintrag zur Frequenz, die Pegelskala der Eintrag zum Dezibel. Wie eine Messung im Raum abläuft und welche Sichten sie liefert, steht bei der Raummessung; ab welcher Frequenz der Raum die Kurve bestimmt, klärt die Schroeder-Frequenz. Die Zeitdarstellung derselben Aufnahme behandeln Impulsantwort und Wasserfalldiagramm. Warum eine Einzelkurve über das Verhalten im Zimmer wenig verrät, führen Bündelungsmaß, Hörfenster und der Rundum-Messdatensatz aus. Wie veröffentlichte Messreports gelesen werden, behandelt die Wissensseite zum Rundum-Messdatensatz und zur Wandlermessung.

    Quellen

    Der Übertragungsbereich mit dem 10-dB-Kriterium, der Mittelung über ein angegebenes Band und der Ausnahme für Einbrüche schmaler als eine Neuntel-Oktave ist in IEC 60268-5 festgelegt und in IEC 60268-21 ein zweites Mal beschrieben; ebenso die Messung auf der Bezugsachse, der Messabstand mit Umrechnung auf 1 m und die Anforderung von ±0,5 dB an die Messkette. Der Rundum-Messdatensatz steht in ANSI/CTA-2034; seine Herkunft und die Verbindung zum Klangeindruck im Raum stammen aus der Standardliteratur zur Lautsprecherwiedergabe.

    ±3dB
    54 – 28.000 Hz
    Maximaler SPL

    Glossar

    Schallleistung und Schalldruck

    Die Schallleistung ist die Energie, die eine Quelle je Sekunde als Schall abgibt — eine Eigenschaft des Geräts, unabhängig davon, wo man steht. Der Schalldruck ist die Druckschwankung, die an einem bestimmten Ort ankommt — eine Eigenschaft dieses Orts.

    Denk an einen Heizkörper. Seine Leistung in Watt ist eine Eigenschaft des Geräts und ändert sich nicht, wenn Du durchs Zimmer gehst. Die Temperatur, die Du spürst, ändert sich sehr wohl — direkt davor ist es warm, in der Ecke kühl. Genauso ist es beim Schall: Was der Lautsprecher abgibt, ist das eine, was bei Dir ankommt, das andere. Und weil beide Angaben in Dezibel stehen, werden sie ständig verwechselt.

    Ausführliche Erklärung

    Beide Größen werden als Pegel angegeben, und beide heißen Dezibel — aber sie beziehen sich auf verschiedene Referenzen und lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen.

    text Schallleistungspegel L_W = 10 · log₁₀(P / P₀) P₀ = 1 pW = 10⁻¹² W Schalldruckpegel L_p = 20 · log₁₀(p / p₀) p₀ = 20 µPa

    Der Unterschied zwischen 10 und 20 ist keine Konvention, sondern folgt aus der Physik. Die Leistung ist proportional zum Quadrat des Schalldrucks. Wer also den Druck halbiert, viertelt die Leistung — und beide Rechnungen ergeben denselben Abschlag von 6 dB, wenn vor dem Logarithmus einmal die 20 und einmal die 10 steht. Genau daher kommt die 6-dB-Regel des Abstandsgesetzes: Die abgegebene Leistung verteilt sich auf eine Kugelfläche, die mit dem Quadrat der Entfernung wächst.

    Im Freifeld hängen beide Größen über die Geometrie zusammen: Aus dem Schallleistungspegel der Quelle, ihrem Bündelungsgrad und dem Abstand folgt der Schalldruckpegel an einem Ort — die Gleichung dazu und durchgerechnete Beispiele stehen auf der Formelseite Schalldruckpegel aus Schallleistungspegel. Für die beiden Begriffe zählt daran vor allem eine Folge: Derselbe Lautsprecher erzeugt bündig in einer Wand rund 3 dB mehr Schalldruck als frei im Raum aufgehängt, und seine Schallleistung ändert sich dabei nicht. Genau dort laufen die beiden Größen auseinander — die Quelle gibt gleich viel ab, der Ort bekommt verschieden viel.

    Gemessen wird immer der Druck; ein Mikrofon kann nichts anderes. Die Schallleistung wird daraus berechnet, indem man den Druck auf einer gedachten Hüllfläche um die Quelle abtastet und über die Fläche aufsummiert. Die Verfahren dafür stehen in ISO 3745 für den reflexionsarmen Raum und in ISO 3744 für Messungen über einer reflektierenden Ebene. Der Aufwand erklärt, warum Lautsprecherdatenblätter fast nie einen Schallleistungspegel nennen, sondern den Kennschalldruckpegel in einem Meter Abstand — eine Größe, die einfacher zu messen und für die Auslegung praktischer ist.

    Häufiges Missverständnis

    „Der Verstärker hat 200 Watt, der Lautsprecher gibt also 200 Watt Schallleistung ab." Es sind zwei verschiedene Watt. Die eine Angabe ist elektrische Leistung, die andere akustische — und dazwischen liegt der Wirkungsgrad, der bei Lautsprechern klein ist. Der ganz überwiegende Teil der zugeführten Leistung wird zu Wärme in der Schwingspule, nicht zu Schall. Wie klein der Anteil ist und was das für die Auslegung bedeutet, steht beim Wirkungsgrad.

    Der zweite Fehlschluss ist heimtückischer, weil beide Angaben gleich aussehen: „95 dB ist 95 dB." Ein Schallleistungspegel von 95 dB und ein Schalldruckpegel von 95 dB beschreiben völlig verschiedene Sachverhalte, und zwischen ihnen liegen der Messabstand und die Richtwirkung der Quelle. Wer zwei Datenblätter vergleicht, muss zuerst prüfen, welche der beiden Größen angegeben ist — und bei Schalldruck zusätzlich, in welchem Abstand, auf welcher Achse und mit welcher Leistung.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Elektrische Leistung: Was der Verstärker abgibt, in Watt — eine Eingangsgröße des Lautsprechers, keine Ausgangsgröße.
    • Wirkungsgrad und Kennschalldruckpegel: Sie beschreiben, wie viel Schalldruck ein Lautsprecher aus einer bestimmten elektrischen Leistung in einem festen Abstand macht.
    • Lautheit: die empfundene Lautstärke. Sie hängt neben dem Pegel auch von Frequenz und Dauer ab; minus 6 dB ist der halbe Schalldruck, aber bei weitem nicht die halbe Lautstärke.
    • Schallschnelle: die zweite Feldgröße neben dem Druck, die Bewegungsgeschwindigkeit der Luftteilchen.

    In der Planung

    Ein Kunde vergleicht zwei Einbaulautsprecher und liest bei einem 89 dB, beim anderen 92 dB. Der Schluss „der zweite ist lauter" hält nur, wenn beide Angaben denselben Bezug haben — dieselbe Messgröße, denselben Abstand, dieselbe zugeführte Leistung und dasselbe Frequenzband. In der Praxis ist mindestens eine dieser Bedingungen regelmäßig verletzt.

    Für die Planung ist die Unterscheidung mehr als Sorgfalt beim Lesen. Der Pegel am Hörplatz folgt aus drei Dingen: was die Quelle abgibt, wie sie es verteilt und wie weit weg gehört wird. Nur das erste ist eine Geräteeigenschaft. Das zweite entscheidet die Aufstellung — ein bündig montierter Lautsprecher gewinnt Schalldruck, ohne mehr Leistung abzugeben —, das dritte die Raumgeometrie. Wer nur Datenblätter vergleicht, optimiert genau ein Drittel.

    Verknüpfte Inhalte

    Was ein Dezibel überhaupt ist, steht beim Dezibel; wie aus dem Schallleistungspegel der Pegel an einem Ort wird, rechnet die Formelseite Schalldruckpegel aus Schallleistungspegel vor, und wie derselbe Pegel mit der Entfernung abnimmt, die Freifeld-Formelseite. Wie stark eine Quelle bündelt, klärt das Bündelungsmaß, und ab welchem Abstand im Raum nicht mehr der Lautsprecher, sondern der Raum bestimmt, der Hallradius. Den Zusammenhang zwischen elektrischer Leistung und erreichbarem Pegel führen Wirkungsgrad und Verstärkerleistung aus.

    Quellen

    Die Definitionen der beiden Pegel mit ihren Bezugsgrößen und die Hüllflächenverfahren folgen der Normenreihe ISO 3744/3745.

    @1 m (Freifeld/Halbraum, Herstellerangabe)
    102 dB
  • Netzwerk

    WLAN / Wi-Fi
    Ja

    Streaming & Steuerung

    Multiroom-Plattform
    Sonstige
    Unterstützte Streaming-Dienste
    • AirPlay 2

      Technologie

      AirPlay 2

      AirPlay 2 ist der Weg, auf dem ein iPhone, ein iPad oder ein Mac Ton an Geräte im eigenen Drahtlosnetz schickt — an einen Lautsprecher, an einen Fernseher oder an mehrere Ziele gleichzeitig. Eingeführt hat Apple die zweite Ausbaustufe mit iOS 11.4 im Mai 2018, und das gleichzeitige Bespielen mehrerer Geräte ist genau die Neuerung. Für die Planung zählt vor allem eine Eigenschaft: Der Sender schickt den Datenstrom selbst. Er ist damit Teil der Kette und nicht bloß die Fernbedienung — und alles Weitere folgt daraus.

      Wenn Du auf Deinem iPhone das AirPlay-Symbol antippst und einen Lautsprecher auswählst, schickt Dein Telefon die Musik dorthin. Du kannst mehrere Lautsprecher gleichzeitig auswählen, dann spielen sie im Gleichtakt. Das Telefon bleibt dabei die Quelle: Geht es aus dem Haus oder ist der Akku leer, hört die Musik überall auf. Wenn morgens im Bad automatisch Radio laufen soll, braucht es deshalb noch ein Gerät, das dauerhaft zu Hause bleibt.

      Das zugrunde liegende Problem

      Zwischen dem Telefon in Deiner Hand und dem Lautsprecher an der Wand steht immer die Frage, wer den Datenstrom hält. Holt ihn das Gerät im Raum selbst beim Musikdienst, darf das Telefon gehen. Schickt ihn das Telefon, hängt die Wiedergabe an dessen Funkverbindung, dessen Akku und dessen Anwesenheit. Die Antwort entscheidet mehr über den Alltag einer Anlage als jedes Datenblatt, und sie ist an keinem Gerät abzulesen. Die Ordnung aller verbreiteten Wege entlang dieser Frage steht unter Zuspielverfahren ordnen; diese Seite beantwortet sie für AirPlay 2.

      Funktionsweise

      Der Sender schickt, die Geräte spielen ab. Apple beschreibt AirPlay als Wiedergabe vom iPhone, iPad oder Mac auf Geräte im selben Drahtlosnetz. Die Ziele wählst Du im Kontrollzentrum, auf dem Sperrbildschirm oder im laufenden Titel aus; mehrere Ziele gleichzeitig sind seit AirPlay 2 möglich. Ein Stereopaar aus zwei HomePod behandelt das System dabei als ein einziges Ausgabegerät.

      Gruppen entstehen im Moment der Auswahl. Anders als bei einer MultiRoom-Plattform gibt es keine gespeicherte Zonenverwaltung im Verfahren selbst. Du hakst Ziele an und ab, und die Zusammenstellung lebt so lange wie die Wiedergabe. Dauerhafte Räume und Gruppen entstehen erst eine Ebene darüber, in der Home-App — dort ordnest Du die Lautsprecher Räumen zu, und danach versteht Siri Befehle wie „spiel das in der Küche" oder „spiel das überall".

      Die Auffindung läuft über Bonjour. Sender und Ziel finden einander über Apples Namensdienst im lokalen Netz, der auf Multicast aufsetzt. In sauber getrennten Netzen verschwinden AirPlay-Ziele deshalb aus der Liste, obwohl beide Geräte online sind — die Mechanik dahinter steht bei Multicast und IGMP und VLAN und Subnetz.

      Takt und Verzögerung

      Wer den Datenstrom schickt, gibt auch den Takt vor — und daran hängt der am häufigsten diskutierte Punkt des Verfahrens.

      Roon beschreibt für sein eigenes Transportverfahren den Grundsatz, dass das Abspielgerät die Uhr besitzen müsse, und nennt AirPlay ausdrücklich als Gegenbeispiel; als eigenes Ziel gibt Roon eine Synchronität innerhalb einer Millisekunde an und kritisiert an AirPlay namentlich die Verzögerung von rund zwei Sekunden beim Bedienen der Transportbefehle. Das ist die Position eines Herstellers über ein fremdes Verfahren und keine Messung — als Erklärung ist sie trotzdem brauchbar, weil sie zusammenpasst mit dem, was ein quelloffener Nachbau des Verfahrens beobachtet: eine Betriebsart, in der der Ton nach etwa zwei Sekunden einsetzt, und eine zweite, in der er schneller anläuft und beim Empfänger gepuffert wird.

      Für die Praxis heißt das zweierlei. Der Puffer ist der Grund, warum AirPlay über ein durchschnittliches WLAN überhaupt stabil spielt — er fängt Funklöcher ab, die eine Echtzeitübertragung sofort hörbar machen würde. Und dieselbe Verzögerung schließt Anwendungen aus, bei denen Ton und Bild oder Ton und Bedienung eng zusammenliegen müssen: Ein Lautstärkeschritt, der zwei Sekunden später kommt, wird zweimal gedrückt. Die Abgrenzung zur echtzeitfähigen Übertragung im Netz erklärt Multiroom-Plattform oder Audio over IP.

      Formate und Auflösung

      Apple veröffentlicht keine Spezifikation, welche Abtastraten und Wortbreiten AirPlay überträgt. Die Seite zur verlustfreien Wiedergabe in Apple Music nennt die Stufen — Lossless bis 24 Bit/48 kHz, Hi-Res Lossless bis 24 Bit/192 kHz — und sagt, dass oberhalb von 48 kHz auf den meisten Geräten ein externer USB-Wandler nötig ist und Apple TV 4K Hi-Res Lossless nicht wiedergibt. Über den Übertragungsweg AirPlay steht dort nichts.

      Damit gibt es für die naheliegende Frage („kommt mein Hi-Res-Titel am Lautsprecher an?") keine Herstellerantwort. Der quelloffene Nachbau beobachtet ALAC und AAC bei 44,1 und 48 kHz; das deckt sich mit der Beobachtung, dass höhere Abtastraten einen anderen Weg brauchen, ist aber kein Beleg von Apple.

      Voraussetzungen

      Sender und Ziel müssen im selben WLAN sein — das schreibt Apple ausdrücklich, und es ist die Voraussetzung, an der es in der Praxis am häufigsten scheitert. Getrennte Funknetze für Gäste, ein eigenes Netzsegment für Haustechnik oder ein Repeater, der Multicast nicht weiterreicht, brechen die Auffindung, obwohl beide Geräte online sind. Was das Heimnetz dafür leisten muss, klärt Heimnetzwerk-Grundlagen. Dazu kommt ein aktueller Softwarestand auf beiden Seiten; für automatische Verbindungsvorschläge zum HomePod verlangt Apple außerdem dieselbe iCloud-Anmeldung auf Telefon und Lautsprecher.

      Für alles, was ohne Telefon laufen soll, kommt eine zweite Voraussetzung dazu — ein Home-Hub. Apple dokumentiert dafür HomePod, HomePod mini und Apple TV; ohne ihn gibt es keine Automationen, keinen Fernzugriff und keine geteilte Steuerung.

      Geräteklassen: mit und ohne Home-App

      AirPlay 2 zu können und in der Home-App zu erscheinen, sind zwei verschiedene Eigenschaften — und der Unterschied entscheidet, was in einem Haus automatisierbar ist.

      Geräte in der Home-App. Lautsprecher, die sich der Home-App zuordnen lassen, bekommen einen Raum. Danach versteht Siri Befehle je Raum, und eine Szene kann eine Wiedergabeliste auf HomePod, Apple TV oder einem AirPlay-fähigen Lautsprecher starten. Automationen und Szenen setzen den Home-Hub voraus, laufen also über ein ortsfestes Gerät. Das ist die Antwort auf die Frage, was morgens im Bad passiert, ohne dass jemand ein Telefon in der Hand hat.

      Geräte ohne Anbindung. Ein AirPlay-fähiger Fernseher mancher Hersteller nimmt Ton und Bild entgegen, erscheint aber in der Home-App nicht und lässt sich folglich weder einem Raum zuordnen noch in eine Szene einbauen. Das AirPlay-Logo auf einem Datenblatt sagt also noch nichts darüber, ob sich das Gerät automatisieren lässt.

      Der Sonderfall Apple TV 4K mit Lautsprechern. Apple TV 4K lässt sich dauerhaft auf HomePod oder AirPlay-Lautsprecher ausgeben, wenn beide demselben Raum und Netz zugeordnet sind. Ein HomePod-Stereopaar nimmt dabei Dolby Atmos, Dolby Digital 7.1 und 5.1 entgegen. Bei Fremdlautsprechern zieht Apple eine Grenze, die im Wohnzimmer sofort auffällt: Systemtöne und Spieleton bleiben auf dem Fernseher, während der übrige Ton über die AirPlay-Lautsprecher läuft.

      Abgrenzung

      Gegen Google Cast. Das Gegenstück im Android-Umfeld löst dieselbe Aufgabe mit umgekehrter Rollenverteilung: Dort übergibt das Telefon nur den Auftrag, und das Gerät im Raum holt den Datenstrom selbst beim Dienst. Bei AirPlay 2 schickt der Sender den Ton. Im Alltag entscheidet dieser Unterschied darüber, was passiert, wenn das Telefon geht — die Einzelheiten stehen unter Google Cast.

      Gegen die Connect-Verfahren der Dienste. Spotify Connect, TIDAL Connect und Qobuz Connect gehören zur gerätegehaltenen Familie: Das Gerät baut die Verbindung zum Dienst selbst auf, das Telefon wählt aus. Wer Apple Music hört, hat diesen Weg nicht — Apple bietet kein eigenes Connect-Verfahren an, und deshalb ist AirPlay 2 dort der Regelweg. Welcher Dienst welches Verfahren mitbringt, ordnet der Eintrag Zuspielprotokolle.

      Gegen eine MultiRoom-Plattform. Sonos, HEOS oder BluOS verwalten Konto, Gruppen, Warteschlange und Weckzeit als System und veröffentlichen Systemgrenzen. AirPlay 2 ist ein Übertragungsweg, den Geräte vieler Hersteller einbauen. Man entscheidet sich nicht für AirPlay — man prüft, ob ein Gerät es kann.

      Gegen Bluetooth. Auch dort schickt das Telefon den Ton, aber über eine Funkstrecke mit erneuter Kompression und in Reichweite eines Raumes. AirPlay läuft über das WLAN und damit durchs ganze Haus; für ein Haus ist Bluetooth der falsche Weg, für einen Kopfhörer der richtige.

      Gegen die erste Ausbaustufe. Ältere AirPlay-Geräte nehmen Ton entgegen, gehören aber nicht in einen Verbund mehrerer gleichzeitig bespielter Ziele — das gleichzeitige Abspielen kam erst mit AirPlay 2. Auf Datenblättern steht beides nebeneinander, gemeint ist Verschiedenes.

      Grenzen

      Keine dokumentierte Höchstzahl. Wie viele Geräte gleichzeitig bespielt werden können, veröffentlicht Apple auf keiner der geprüften Seiten. Wo eine Plattform ihre Systemgrenze nennt, steht hier nichts — die Grenze bilden das Funknetz und der Sender, und beide lassen sich nur am konkreten Haus beziffern.

      Der Mac kann weniger als das Telefon. Aus dem Kontrollzentrum eines Mac lässt sich der Ton nur an ein Ziel senden, nicht an mehrere. Wer den Rechner als Hauptquelle plant, plant damit an der Mehrraumfunktion vorbei.

      Der Sender ist der Schwachpunkt. Ein leerer Akku, ein Telefonat, ein schlechter Funkempfang in der Hosentasche oder die Ausfahrt aus der Einfahrt beenden die Wiedergabe im ganzen Haus. Das ist kein Fehler des Verfahrens, das ist seine Bauart.

      AirPlay 2 ersetzt keine Anlagenplanung. Der Weg, auf dem Musik ins Gerät kommt, sagt nichts darüber, welche Zonen ein Haus braucht, wie sie versorgt werden und was ohne Telefon funktionieren soll. Diese Fragen stehen vor der Verfahrenswahl.

      Verknüpfte Inhalte

      Die Frage, wer den Datenstrom hält, und ihre Folgen für die Planung ordnet Zuspielverfahren ordnen über alle verbreiteten Wege. Das Gegenstück mit gerätegehaltenem Datenstrom steht unter Google Cast, welcher Musikdienst welchen Weg mitbringt bei Zuspielprotokolle. Was das Heimnetz dafür leisten muss, klärt Heimnetzwerk-Grundlagen, die Abgrenzung zur echtzeitfähigen Übertragung Multiroom-Plattform oder Audio over IP, und was eine Zone ist, der Eintrag Zone.

      Quellen

      Einführung und Zeitpunkt von AirPlay 2 stammen aus Apples eigener Mitteilung vom 29. Mai 2018, die Netzvoraussetzung, die Auswahl mehrerer Ziele und die Einschränkung am Mac aus der Supportseite zur Tonübertragung. Räume, Sprachbefehle und Szenen sind über die Apple-Seiten zu Siri, zur Home-App und zum Home-Hub belegt, die Ausgabe von Apple TV 4K auf Lautsprecher über das tvOS-Handbuch; die Stufen der verlustfreien Wiedergabe über die Apple-Seite zu Apple Music. Alle Apple-Fundstellen sind am 23. August 2026 am Objekt gelesen. Der Grundsatz zur Taktherrschaft und die namentliche Kritik an AirPlay stehen in der Dokumentation von Roon zum eigenen Transportverfahren — die Position eines Herstellers über ein fremdes Verfahren. Die Betriebsarten und die beobachteten Formate stammen aus der Projektdokumentation eines quelloffenen AirPlay-2-Empfängers, die einleitend feststellt, dass Apple keine Spezifikation veröffentlicht hat; sie sind als Beobachtung eines Nachbaus gekennzeichnet und im Text mit einem Prüfvermerk versehen.

    • Chromecast/Google Cast

      Technologie

      Google Cast

      Google Cast ist der Weg hinter dem Cast-Symbol: Du tippst es in einer App an, wählst ein Gerät, und dort läuft der Inhalt. Technisch übergibt Dein Telefon dabei nur den Auftrag — welcher Dienst, welcher Titel, welche Stelle. Den Datenstrom selbst holt das Gerät im Raum direkt beim Dienst. Das Telefon eröffnet und steuert die Sitzung, es liefert den Ton aber nicht. Für die Planung ist das die eine Eigenschaft, an der alles Weitere hängt.

      Wenn Du Musik oder ein Video „castest", schickt Dein Handy die Musik nicht selbst an den Lautsprecher. Es sagt ihm nur, was er spielen soll — so, als würdest Du jemandem einen Zettel mit dem Titel geben, und er legt die Platte selbst auf. Der Lautsprecher holt sich die Musik dann direkt aus dem Internet. Dein Handy bleibt die Fernbedienung: Du kannst pausieren, weiterschalten und lauter machen. Das Cast-Symbol kennst Du aus vielen Apps — das kleine Rechteck mit den Funkwellen in der Ecke.

      Das zugrunde liegende Problem

      Ein Telefon ist ein schlechter Dauerzuspieler. Es verlässt das Haus, sein Akku leert sich, sein WLAN-Empfang schwankt mit der Hosentasche — und wenn es den Ton selbst liefert, hängt die Musik im ganzen Haus an genau diesen Zufällen. Zuspielverfahren unterscheiden sich deshalb in einer einzigen Kernfrage: Hält der Sender den Datenstrom, oder holt ihn das Gerät im Raum? Die Ordnung aller verbreiteten Wege entlang dieser Frage steht unter Zuspielverfahren ordnen; diese Seite beantwortet sie für Cast.

      Funktionsweise

      Zwei Rollen, klar getrennt. Die Entwicklerdokumentation beschreibt Cast über zwei Rollen. Der Sender — eine App auf Android, iOS oder im Chrome-Browser — ist „an app that plays the role of controller for the Cast session": Er eröffnet die Sitzung und nimmt die Bedienung entgegen. Der Receiver ist „an app running on a Cast-enabled device that is responsible for responding to Sender commands and for conveying streaming content from an online streaming service to the Cast-enabled device" — er reagiert auf die Kommandos des Senders und führt den Datenstrom vom Streamingdienst zum Gerät heran. Das Heranführen ist Sache des Empfängers, nicht des Telefons.

      Damit ist Cast ein gerätegehaltener Weg. Das Gerät im Raum hält die Verbindung zum Dienst; das Telefon wählt aus und regelt. Darin gleicht Cast den Connect-Verfahren der Musikdienste und unterscheidet sich von AirPlay 2, bei dem der Sender den Ton selbst schickt. Welcher Dienst welchen Weg mitbringt und was dabei an Auflösung ankommt, ordnet der Eintrag Zuspielprotokolle — dort steht Cast unter dem Namen, den es auf Datenblättern von Lautsprechern und Verstärkern hat: Chromecast built-in.

      Empfänger sind viele Geräteklassen. Die Dokumentation nennt Chromecast-Geräte, Cast-fähige Fernseher, Smart Displays und Android-TV-Geräte; dazu kommen Lautsprecher und Verstärker mit Chromecast built-in. Cast überträgt neben Musik auch Video — der Chrome-Browser als Sender macht es zum kurzen Weg vom Rechner auf den Fernseher oder Beamer.

      Gruppen entstehen in der App. Mehrere Lautsprecher lassen sich zu einer Gruppe zusammenfassen, die synchron spielt. Angelegt werden Gruppen ausschließlich in der Google-Home-App auf Telefon oder Tablet; gruppieren lassen sich Google- und Nest-Lautsprecher, Nest-Displays und das Pixel Tablet im Ladedock. Für unterbrechungsfreie Gruppen setzt Google den Firmwarestand 3.73 voraus. Eine Höchstzahl von Geräten je Gruppe nennt die Supportdokumentation nicht — dieser Negativbefund steht unten bei den Grenzen.

      Der Streit um die Gruppenlautstärke

      Wie wenig eine Bedienfunktion dem Käufer des Geräts gehört, hat Cast selbst vorgeführt — der Vorgang ist abgeschlossen und gehört trotzdem in jede Planung, die auf Gruppenfunktionen baut.

      Im Januar 2022 entschied die US-Handelsbehörde ITC im Verfahren zwischen Sonos und Google, dass Google fünf Sonos-Patente verletzt, und verhängte ein Importverbot mit 60 Tagen Vorlauf. Google entfernte daraufhin den zentralen Gruppen-Lautstärkeregler von Google- und Nest-Lautsprechern — jeder Lautsprecher musste wieder einzeln geregelt werden — und strich die automatische Lautstärkeanpassung per Sprachassistent. Im Oktober 2023 kam die Wende: Ein kalifornisches Gericht hob das Geschworenenurteil über 32,5 Millionen Dollar auf und erklärte die Sonos-Patente für ungültig und nicht durchsetzbar. Google kündigte an, Gruppenbildung, Gruppenlautstärke und die Bedienung über die Lautstärketasten des Telefons zurückzubringen, nannte dafür aber keinen Termin.

      Beide Richtungen des Vorgangs sind über Fachpresse belegt, dort bei mehreren Redaktionen übereinstimmend. Die Lehre daraus ist keine juristische: Eine Funktion, die per Software kommt, kann per Software gehen — zwei Jahre lang fehlte hier eine zentrale Bedienung, die beim Kauf selbstverständlich schien. Wer eine Gruppenregelung über Zonen hinweg braucht, prüft sie am eigenen Aufbau, statt sie vorauszusetzen.

      Voraussetzungen

      Cast setzt voraus, dass Sender und Empfänger sich im Heimnetz sehen. Getrennte Funknetze, Gastnetze und Repeater brechen genau das — die Anforderungen an das Netz stehen unter Heimnetzwerk-Grundlagen. Weil das Gerät den Datenstrom selbst holt, braucht es außerdem eine eigene Internetverbindung; ein Empfänger in einem abgeschotteten Netzsegment kann zwar Kommandos empfangen, aber keinen Dienst erreichen. Und die Wiedergabe eines Dienstes über Cast setzt voraus, dass dessen App das Cast-Symbol führt — der Weg gehört zur App, das Konto zum Dienst.

      Abgrenzung

      Gegen AirPlay 2. Das Gegenstück im Apple-Umfeld löst dieselbe Aufgabe mit umgekehrter Rollenverteilung: Dort schickt der Sender den Ton selbst, und die Wiedergabe endet mit ihm. Cast übergibt den Auftrag und lässt das Gerät holen. Im Alltag entscheidet dieser Unterschied darüber, was passiert, wenn das Telefon geht.

      Gegen die Connect-Verfahren der Dienste. Spotify Connect, TIDAL Connect und Qobuz Connect arbeiten nach demselben Grundgedanken — Auftrag vom Telefon, Datenstrom vom Gerät. Der Unterschied liegt im Besitzer: Ein Connect-Verfahren gehört zu genau einem Dienst, Cast ist ein Weg für viele Apps auf einmal, einschließlich Video.

      Gegen eine MultiRoom-Plattform. Sonos, HEOS oder BluOS verwalten das Konto des Musikdiensts in der eigenen App und besitzen Gruppen, Warteschlange und Weckfunktion als System. Cast ist kein System dieser Art: Es ist ein Übertragungsweg, den Geräte vieler Hersteller einbauen. Man entscheidet sich nicht für Cast — man prüft, ob ein Gerät es kann.

      Gegen den Gerätenamen Chromecast. Chromecast war Googles eigenes Empfängergerät, Chromecast built-in ist das Etikett für eingebaute Empfänger in Geräten anderer Hersteller, Google Cast heißt das Verfahren dahinter. Auf Datenblättern stehen alle drei Namen, gemeint ist dieselbe Technik.

      Grenzen

      Keine dokumentierte Gruppengröße. Die Supportdokumentation nennt keine Höchstzahl von Geräten je Gruppe. Das ist ein Negativbefund mit Folge: Wo eine Plattform wie Sonos ihre Systemgrenze veröffentlicht, lässt sich eine Cast-Gruppe nur am konkreten Haus erproben — die Grenze ist das Netz, und das Netz ist überall anders.

      Die Funktionen gehören Google. Was eine Gruppe kann, welche Geräte sich gruppieren lassen und wie die Lautstärke bedient wird, entscheidet der Anbieter per Software — der Patentstreit oben ist der belegte Fall. Das gilt für jeden gerätegehaltenen Weg mit zentralem Anbieter, bei Cast ist es vorgeführt.

      Cast ersetzt keine Anlagenplanung. Ein Weg, über den Musik ins Gerät kommt, sagt nichts darüber, welche Zonen ein Haus braucht, wie sie versorgt werden und was ohne Telefon funktionieren soll. Diese Fragen stehen vor der Verfahrenswahl; die Ordnungsseite der Zuspielverfahren führt sie durch.

      Verknüpfte Inhalte

      Die Frage, wer den Datenstrom hält, und ihre drei Alltagsfolgen ordnet Zuspielverfahren ordnen über alle verbreiteten Wege. Welcher Musikdienst welchen Weg mitbringt und was an Auflösung ankommt, steht bei Zuspielprotokolle. Das Gegenstück mit sendergehaltenem Datenstrom bekommt eine eigene Seite zu AirPlay 2. Was das Heimnetz für all das leisten muss, klärt Heimnetzwerk-Grundlagen, die Abgrenzung zur Echtzeitübertragung Multiroom-Plattform oder Audio over IP, und was eine Zone ist, der Eintrag Zone.

      Quellen

      Die Rollenverteilung zwischen Sender und Receiver samt der zitierten Wortlaute stammt aus der Entwicklerdokumentation zu Google Cast, die Angaben zu Lautsprechergruppen — Gerätetypen, Firmwarestand 3.73, Anlage nur in der Mobil-App, keine genannte Höchstzahl — aus der Supportdokumentation von Google; beide sind am 23. August 2026 am Objekt gelesen. Der Rückbau der Gruppenlautstärke nach dem ITC-Entscheid vom Januar 2022 und die angekündigte Rückkehr nach dem Urteil vom Oktober 2023 sind über Fachpresse belegt, beide Berichte am Objekt gelesen; der Hersteller selbst dokumentiert den Vorgang nicht. Zur offenen Frage, ob eine Sitzung das Verschwinden des Senders übersteht, schweigen alle vier Quellen — die Stelle ist im Text als ungeklärt markiert.

    • Spotify Connect

      Technologie

      Spotify Connect

      Spotify Connect ist Spotifys gerätegehaltener Zuspielweg: Die App auf dem Telefon ist Fernbedienung, das HEOS-, WiiM- oder andere Connect-Gerät lädt den Stream direkt.

      Du tippst in Spotify auf das Lautsprecher-Symbol und wählst Deinen Receiver. Danach musst Du das Telefon nicht mehr neben dem Gerät lassen — die Musik kommt aus dem Netz zum Receiver, das Handy bleibt die Fernbedienung.

      Connect braucht dasselbe WLAN (bzw. erreichbares Netz) für App und Gerät und ein Spotify-Konto. Die erreichbare Qualität hängt vom Abo und vom Gerät ab.

    • TIDAL

      Dienst

      TIDAL

      TIDAL ist das Musikabo, das seine höchste Stufe „Max" nennt: HiRes FLAC bis 24 Bit/192 kHz. Der Name auf einem Datenblatt verspricht davon nichts — er sagt, dass ein TIDAL-Konto im Gerät Platz hat. Ob die hohe Auflösung ankommt, entscheidet der Weg ins Gerät.

      TIDAL ist ein Musikabo wie Spotify, mit einem Unterschied: Viele HiFi-Geräte haben TIDAL fest eingebaut und können damit höhere Auflösungen als CD-Qualität abspielen. Ob Du die wirklich hörst, hängt von Deinem Abo, vom Gerät und davon ab, wie die Musik ins Gerät kommt.

      Was auf dem Datenblatt steht

      Steht „TIDAL" auf dem Datenblatt, nimmt das Gerät ein TIDAL-Konto auf und lädt den Katalog aus dem Netz. Steht daneben „TIDAL Connect", hat das Gerät zusätzlich den eigenen Zuspielweg des Dienstes. Der Eintrag „TIDAL" allein sagt über die Auflösung nichts.

      Manche Geräte werben weiterhin mit MQA-Dekodierung. Bei TIDAL ist das Format seit dem 2024-07-24 Geschichte; die Dekodierung im Gerät hat für diesen Katalog keine Aufgabe mehr. Was MQA war, erklärt der Glossareintrag.

      Wie der Katalog ins Gerät kommt

      Drei Wege, mit verschiedenem Ergebnis:

      • TIDAL Connect. Das Gerät bezieht den Strom direkt bei TIDAL, das Telefon bleibt Fernbedienung. Für HiRes FLAC nennt TIDAL zwei Bedingungen: einen Wandler im Gerät, der 24 Bit/192 kHz verarbeitet, und eine Kabel- oder WLAN-Verbindung.
      • Plattform-App. TIDAL als Konto in der App eines Multiroom-Systems oder in Roon. Welche Stufe durchkommt, entscheidet die Plattform.
      • AirPlay 2, Google Cast, Bluetooth. Das Telefon spielt und reicht weiter; Bluetooth kodiert den Strom dabei ein zweites Mal.

      Qualitätsstufen

      Drei Stufen: „Niedrig" bis 320 kbit/s, „Hoch" als FLAC in CD-Auflösung, „Max" als HiRes FLAC bis 24 Bit/192 kHz — wobei Max liefert, was der Katalog je Titel hergibt: HiRes FLAC, sonst FLAC, sonst AAC. Dolby Atmos Music ist im Katalog; Sony 360 Reality Audio wurde zusammen mit MQA am 2024-07-24 entfernt. TIDAL nennt über 180 Millionen Titel, ohne zu sagen, was gezählt wird. Das Familienabo gibt jedem der bis zu sechs Mitglieder ein eigenes Konto. Neben Individual und Family führt TIDAL einen DJ-Tarif, der ein Individual-Konto mit der DJ-Software verbindet; zu Individual und DJ gibt es je einen Studententarif. An den Stufen ändert die Tarifwahl nichts, Dolby Atmos liegt in Individual wie in Family.

      Abgrenzung

      Gegen TIDAL Connect. Der Katalog ist der Dienst, Connect der Zuspielweg; wie er arbeitet, steht bei den Zuspielprotokollen.

      Gegen Roon. Roon ist kein Dienst: Die Bibliothekssoftware führt TIDAL neben der eigenen Sammlung und reicht durch, was der Dienst liefert. Roon Ready ist wiederum das Siegel am Gerät, nicht der Katalog.

      Gegen das Register. Ob TIDAL oder Qobuz zu Deiner Anlage passt, klärt das Dienste-Register mit Preisen und Stufen aller sieben Anbieter.

      Verknüpfte Inhalte

      • Zuspielprotokolle — TIDAL Connect neben den anderen Wegen ins Gerät.
      • MQA — das Format, mit dem Geräte noch werben und das TIDAL nicht mehr liefert.
      • Hi-Res Audio — was „bis 24 Bit/192 kHz" in der Kette voraussetzt.
      • Roon — die Bibliothekssoftware, die TIDAL einbindet.
      • Qobuz — der Dienst, gegen den TIDAL in der Beratung meist steht.
      • Musikstreaming-Dienste im Vergleich — Preise und Stufen aller Anbieter.

      Quellen

      Stufen, Katalogzahl, Dolby Atmos und die Wandler-Bedingung für HiRes FLAC stammen von TIDALs Qualitätsseite, am 2026-09-08 im Browser gelesen, weil TIDAL Direktabrufe sperrt. Die Tarifnamen stehen auf der Abo-Seite, die am selben Tag von Hand geprüft wurde. Die MQA-Entfernung ist über Fachpresse belegt. Die Firmierung des Anbieters ist auf keiner gelesenen Seite genannt.

    • Roon Ready

      Zertifizierung

      Roon Ready und Roon Tested

      Roon Ready ist die Geräte-Zertifizierung in Roons Ausgabe-Welt: Der Receiver oder DAC meldet sich als Zone am Roon Core und spielt, was Roon anliefert.

      Roon ist die Bibliotheks- und Bedienzentrale auf einem Rechner oder Music-Server im Haus. „Roon Ready“ am Verstärker heißt: Dieses Gerät darf sich als Wiedergabeziel anmelden. Den Server brauchst Du trotzdem — Ready allein streamt nichts.

      Roon Ready ist nicht dasselbe wie USB-, AirPlay- oder Chromecast-Ausgabe an Roon; es ist der native, zertifizierte RAAT-Weg.

      Roon Tested ist das zweite Programm desselben Anbieters und wird im Handel regelmäßig mit Roon Ready verwechselt: Ein Roon-Tested-Gerät wurde von Roon Labs geprüft, spricht aber einen anderen Weg als RAAT — etwa USB oder AirPlay. Was genau geprüft wird und was die Aufnahme kostet, belegt diese Erstfassung noch nicht.

    • Deezer

      Dienst

      Deezer

      Deezer ist das Musikabo aus Paris, dessen höchste Stufe FLAC in CD-Auflösung ist. Auf einem Datenblatt steht der Name für ein Konto, das im Gerät Platz findet — über welchen Weg die Musik dann kommt, entscheidet das Gerät, nicht der Dienst.

      Deezer ist ein Musikabo wie Spotify. Steht es auf Deinem Receiver, kannst Du Dich dort mit Deinem Deezer-Konto anmelden, meist in der App des Herstellers, und Musik direkt am Gerät starten. Das Telefon muss dafür nicht in der Nähe bleiben.

      Was auf dem Datenblatt steht

      Ein AV-Receiver oder Netzwerkspieler mit „Deezer" auf dem Datenblatt meldet sich mit einem Deezer-Konto an und spielt aus dem Katalog, in der Regel über die App, die der Hersteller für sein Multiroom-System liefert. Der Eintrag sagt nichts darüber, ob Deezer auch über AirPlay 2 oder Google Cast ankommt — das steht beim jeweiligen Zuspielweg.

      Wie der Katalog ins Gerät kommt

      Deezer hat kein eigenes Connect-Protokoll. Entweder liegt das Konto in der App einer Multiroom-Plattform, die den Katalog selbst abruft, oder das Telefon spielt und gibt über AirPlay 2 oder Google Cast weiter. Bluetooth ist der dritte Weg, und er kodiert den Strom ein zweites Mal — aus CD-Auflösung wird dann wieder ein verlustbehaftetes Signal.

      Qualitätsstufen

      Die höchste Stufe ist verlustfreies FLAC in CD-Auflösung, 16 Bit/44,1 kHz mit 1.411 kbit/s. Sie ist in allen Premium-Tarifen enthalten; einen eigenen HiFi-Tarif mit Aufpreis führt Deezer nicht mehr, der Name „Deezer HiFi" aus dieser Zeit begegnet Dir aber noch auf Datenblättern. Eine Stufe oberhalb der CD bietet Deezer nicht, Raumklang ebenfalls nicht — die Hilfeseite zur Audioqualität nennt weder Dolby Atmos noch Sony 360 Reality Audio. Beim Einzel-, Duo- und Studentenabo läuft Wiedergabe auf einem Gerät zur Zeit; das Familienabo erlaubt nach Anbieterangabe Wiedergabe auf bis zu sechs Geräten zugleich, was in einem Multiroom-Haus über die zweite Zone entscheidet.

      Abgrenzung

      Gegen den Zuspielweg. Deezer ist der Katalog; den Transport ins Gerät erledigen Plattform-App, AirPlay 2 oder Google Cast.

      Gegen die Plattform. Die Plattform-App ist der Ort, an dem das Deezer-Konto liegt; worauf Du Dich mit einer Plattform festlegst, steht auf deren Seite, etwa zu HEOS.

      Gegen das Register. Ob CD-Auflösung für Deine Anlage genügt oder ein Dienst mit Hi-Res-Stufe dazugehört, zeigt das Dienste-Register mit allen sieben Anbietern nebeneinander.

      Verknüpfte Inhalte

      Quellen

      Angebotsseite, Qualitätsstufen und Gerätezahl je Konto sind am 2026-09-07 an den Deezer-Seiten gelesen. Die Katalogzahl ist eine Herstellerangabe ohne Zählweise und taugt nicht als Vergleichsgröße.

    • Qobuz

      Dienst

      Qobuz

      Qobuz ist das Musikabo, bei dem Hi-Res bis 24 Bit/192 kHz schon die Standardstufe ist. Wer den Namen auf einem Datenblatt liest, weiß damit erst, dass ein Qobuz-Konto im Gerät Platz hat; die Auflösung, die ankommt, entscheidet der Weg ins Gerät.

      Qobuz ist ein Musikabo, das besonders hohe Auflösungen und redaktionell ausgewählte Alben in den Vordergrund stellt. Wenn Dein Receiver „Qobuz" listet, kannst Du dort mit Deinem Konto Musik starten, ohne Umweg über Computer oder Telefon.

      Was auf dem Datenblatt steht

      Mit „Qobuz" auf dem Datenblatt nimmt das Gerät ein Qobuz-Konto auf, meist in der Multiroom- oder Hersteller-App, und spielt daraus. Steht daneben „Qobuz Connect", hat das Gerät den eigenen Zuspielweg des Dienstes, den es seit 2025 gibt; die Partnerliste des Anbieters zählt mit Stand April 2026 über hundert Marken, darunter Denon, Marantz, HEOS, Bluesound/BluOS und WiiM. Sonos, Yamaha und Roon stehen nicht darin.

      Wie der Katalog ins Gerät kommt

      • Qobuz Connect. Die App wählt das Gerät, das Gerät bezieht den Strom direkt bei Qobuz — nach dem früheren AVITECT-Beitrag bis 24 Bit/192 kHz, also ohne Verlust gegenüber dem Abo.
      • Plattform-App oder Roon. Qobuz als Konto in der App eines Multiroom-Systems oder in Roon; die Stufe, die durchkommt, legt die Plattform fest.
      • AirPlay 2, Google Cast, Bluetooth. Das Telefon spielt selbst und gibt weiter; über Bluetooth verliert der Strom dabei ein zweites Mal.

      Qualitätsstufen

      FLAC bis 24 Bit/192 kHz ist bei Qobuz die Standardstufe des Abos, kein Aufpreis-Tarif. Raumklang gibt es im Katalog nicht — weder Dolby Atmos Music noch Sony 360 Reality Audio. Dazu kommt der Download-Shop, dessen Rabatte im Sublime-Tarif enthalten sind. Zwei Geräte zugleich mit denselben Zugangsdaten lässt Qobuz nicht zu; Duo und Family lösen das mit eigenen Konten je Person.

      Abgrenzung

      Gegen Qobuz Connect. Der Katalog ist das Abo, Connect der Weg; wie Connect-Protokolle arbeiten, erklären die Zuspielprotokolle.

      Gegen Roon. Roon verkauft keinen Katalog; die Software führt Qobuz und die eigene Sammlung in einer Bibliothek zusammen und gibt weiter, was der Dienst liefert.

      Gegen das Register. Ob Qobuz oder TIDAL, Solo oder Family — das Dienste-Register stellt Preise, Stufen und Wege der sieben Anbieter nebeneinander.

      Verknüpfte Inhalte

      Quellen

      Angebotsseite, Connect-Partnerliste und Gerätezahl je Konto sind am 2026-09-07 am Objekt gelesen. Die Katalogzahl ist eine Herstellerangabe ohne Zählweise.

    • Amazon Music HD

      Dienst

      Amazon Music HD

      „Amazon Music HD" steht auf Datenblättern für die verlustfreien Stufen von Amazon Music Unlimited. Der Eintrag verspricht, dass ein Amazon-Konto im Gerät Platz hat und die verlustfreien Titel dort ankommen können. Ob HD oder Ultra HD am Ende ankommt, entscheiden Abo, Gerät und Zuspielweg gemeinsam.

      Amazon Music ist Amazons Musikabo. „HD" heißt, dass die Musik ohne Verluste ankommt, „Ultra HD" in noch höherer Auflösung als CD. Steht der Name auf Deinem Receiver, kannst Du Dich dort mit Deinem Amazon-Konto anmelden. Ob Du die hohe Auflösung wirklich hörst, hängt davon ab, wie die Musik ins Gerät kommt.

      Was auf dem Datenblatt steht

      Der Name stammt aus der Zeit, als HD und Ultra HD ein eigener Aufpreis-Tarif waren. Heute sind beide Stufen in Amazon Music Unlimited enthalten; auf Datenblättern lebt die alte Bezeichnung weiter. Sie heißt: Das Gerät kann ein Amazon-Konto hinterlegen und verlustfreie Titel abrufen, meist über die Multiroom-Software, die der Hersteller mitliefert.

      Wie der Katalog ins Gerät kommt

      Amazon hat keinen eigenen Connect-Weg. Der Katalog kommt als Konto in der Plattform-App ins Gerät, über Google Cast oder über Alexa. Über Bluetooth geht die verlustfreie Stufe unterwegs verloren. Amazon nennt als Mindestvoraussetzung ein Gerät, das 16 Bit/44,1 kHz verarbeitet; für Ultra HD oberhalb von 48 kHz braucht die Kette entsprechend einen Wandler, der die Abtastrate verarbeitet. Am iOS-Gerät endet der Adapter von Apple als D/A-Wandler bei 48 kHz; die volle Ultra-HD-Abtastrate verlangt dort einen externen Wandler.

      Qualitätsstufen

      HD ist verlustfrei in CD-Auflösung — 16 Bit bei 44,1 kHz, im Mittel 850 kbit/s —, Ultra HD arbeitet mit 24 Bit und Abtastraten von 44,1 bis 192 kHz und kommt im Mittel auf 3.730 kbit/s. Für die Leitung und für das mobile Datenvolumen heißt das rund 5,5 MB je Minute in HD und rund 12 MB je Minute in Ultra HD. Nach Amazons Zählung liegen über 100 Millionen Titel in HD vor und über sieben Millionen in Ultra HD. Im Raumklang ist Amazon Music unter den sieben Diensten des Registers der einzige, der neben Dolby Atmos Music auch Sony 360 Reality Audio führt. Der Einzelplan spielt nach Amazons Presseseite auf einem Gerät gleichzeitig, der Familienplan auf sechs.

      Abgrenzung

      Gegen den Zuspielweg. Amazon Music ist der Katalog; transportiert wird er von der Plattform-App, von Google Cast oder von Alexa. Mit Spotify Connect hat der Dienst nichts zu tun.

      Gegen die Plattform. Liegt das Amazon-Konto in der App einer Multiroom-Plattform, entscheidet diese Plattform, was davon ankommt; ihre Seite sagt, worauf Du Dich mit ihr festlegst.

      Gegen das Register. Wie Amazon Music sich gegen die anderen Hi-Res-Dienste schlägt, zeigt das Dienste-Register mit Preisen und Stufen aller Anbieter.

      Verknüpfte Inhalte

      Quellen

      Raumklang und Gerätezahl je Plan stammen von Amazons deutscher Presseseite, die kein Datum nennt, gelesen am 2026-09-07; ihr Preisstand ist mit der Handprüfung der Landingpage am 2026-09-08 überholt. Die Stufen HD und Ultra HD samt Titelzahlen stammen von der US-Seite von Amazon Music, die Direktabrufe abweist und am 2026-09-08 im Browser gelesen wurde. Bitraten, Datenmengen je Minute und die Wandlergrenze des iOS-Adapters stehen in der deutschen Anbieter-FAQ, am 2026-09-08 von Hand geprüft. Alle Katalogzahlen sind Herstellerangaben ohne Zählweise.

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