Zum Inhalt
Tastatur
  • Hilfe anzeigen?
  • Untermenü öffnen↓ / Space
  • Untermenü schließenEsc
  • Studio finden→ Studio

Bild 1 von 5

Einleitung

Der Denon Home Subwoofer bekommt sein Signal per WLAN und gibt es über einen 8-Zoll-Tieftöner wieder. Außer dem Stromkabel braucht er keine Leitung, sein Platz richtet sich also nach der nächsten Steckdose. Er arbeitet nur mit der Denon Home Sound Bar und Lautsprechern der Denon-Home-Reihe zusammen, die ihn in der HEOS-App als Bassquelle aufnehmen. Mit der Soundbar und zwei Home-Lautsprechern als Rückkanälen ergibt sich eine 5.1-Anlage.

Die Highlights des Home Sub im Überblick

  • Aktiv / Passiv

    Aktiv

  • Gehäuse

    B × H × T

    330 mm373 mm330 mm

    Gewicht 12,5 kg

Technologien im Home Sub

Was in den technischen Daten steckt — auf unseren Wissensseiten erklärt und vertieft.

Denon Home

Technische Daten

  • Betrieb (System)

    Aktiv / Passiv

    Glossar

    Aktiv- und Passivlautsprecher

    Ein Passivlautsprecher bekommt fertige Verstärkerleistung an seinen Klemmen und verteilt sie im Gehäuse mit einer passiven Frequenzweiche auf die Chassis. Ein Aktivlautsprecher bekommt ein Kleinsignal, filtert es vor den Endstufen und hat für jeden Weg eine eigene Endstufe eingebaut. Die Grenze verläuft damit an der Buchse: Kommt dort Leistung an oder Line-Pegel.

    Jeder Lautsprecher braucht einen Verstärker — die Frage ist nur, wo der steht. Beim klassischen Aufbau steht er als eigenes Gerät im Regal, und von ihm läuft ein dickes Kabel zur Box. Beim Aktivlautsprecher steckt er schon in der Box, und deshalb braucht jeder Lautsprecher eine Steckdose. Verschwunden ist der Verstärker dabei nicht, er ist nur umgezogen. Für Dich ändert sich vor allem, was Du wo hinlegen musst: einmal Strom zu jedem Lautsprecher, einmal ein Lautsprecherkabel vom Verstärker aus.

    Ausführliche Erklärung

    Die Grenze verläuft am Line-Pegel

    Was an der Anschlussbuchse ankommt, entscheidet die Zuordnung. Ein Passivlautsprecher erwartet Lautsprecherleistung: einige Volt bei mehreren Ampere, geliefert von einer Endstufe mit Netzteil und Kühlkörper. Ein Aktivlautsprecher erwartet ein Signal unterhalb dieser Grenze — analoges Line-Signal, ein Digitalsignal oder Musik über das Netzwerk. Welche fünf Aufgaben in einer Anlage insgesamt zu verteilen sind und wie sich Produkte sie aufteilen, ordnet Die Audiokette.

    Die Messnorm für Lautsprecher hat dieselbe Linie gezogen, wenn auch nur von einer Seite: IEC 60268-5 galt in ihrer Ausgabe von 2003 ausdrücklich für Lautsprecher, „die vollständig als passive Elemente behandelt werden", und schloss Modelle mit eingebautem Verstärker aus ihrem Anwendungsbereich aus. Diese Ausgabe ist seit April 2026 zurückgezogen, ohne dass die Normungsorganisation einen Nachfolger nennt — für die Begriffsbildung bleibt die Formulierung trotzdem aufschlussreich, weil sie zeigt, an welcher Stelle die Messtechnik die Grenze gesetzt hat. Eine gleichwertige Festlegung, was ein Aktivlautsprecher ist, hat es auch dort nie gegeben; der Begriff wird über die Fachliteratur und über die Herstellerpraxis bestimmt.

    Daraus folgt unmittelbar die planerische Konsequenz, die das ganze Thema regiert: Ein Aktivlautsprecher braucht an seinem Standort Netzspannung. Nicht in der Nähe, sondern dort, wo er steht oder hängt. Diese Anforderung entscheidet in Neubau und Sanierung mehr über die Machbarkeit als jede Klangfrage.

    Aktiv, angetrieben, passiv — drei Fälle statt zwei

    Der zweite Teil der Definition wird häufiger übersehen als der erste. Ein Lautsprecher ist aktiv, wenn die Frequenzteilung im Kleinsignal passiert — analog oder im DSP — und danach jeder Weg seine eigene Endstufe bekommt. Ein Zweiwegemodell hat dann zwei Endstufen, ein Dreiwegemodell drei. So steht es auch im Begriffsverzeichnis der Audio Engineering Society: Eine aktive Weiche verlangt eine eigene Endstufe je Frequenzband.

    Hugh Robjohns hat die daraus folgende Dreiteilung in Sound On Sound klar auseinandergelegt. Der passive Lautsprecher enthält Bauteile, die das ankommende Signal auf die Chassis verteilen, und bekommt es von einer externen Endstufe. Der angetriebene — im Englischen powered — ist derselbe Lautsprecher mit einer Endstufe im oder am Gehäuse, die weiterhin über eine passive Weiche auf die Chassis arbeitet. Der aktive hat mehrere Endstufen im Gehäuse, eine je Chassis, direkt mit diesem verbunden, und die Aufteilung passiert am Line-Eingang unmittelbar davor.

    Im Deutschen fehlt das mittlere Wort, und deshalb steht auf beiden Kartons „aktiv". Für den Leser gibt es trotzdem eine greifbare Prüffrage: Bekommt jedes Chassis seine eigene Endstufe, oder teilen sich mehrere eine? Alles, was im nächsten Abschnitt an Vorteilen steht, hängt an der aktiven Trennung und nicht daran, dass der Verstärker im Gehäuse sitzt.

    Was die aktive Trennung technisch bringt

    Die Endstufe sieht das Chassis direkt. Zwischen Ausgang und Schwingspule liegt dann nur noch das Lautsprecherkabel. Wie viel das ausmacht, hat Rod Elliott an einer Weiche zweiter Ordnung durchgerechnet: Was am Chassis vom Dämpfungsfaktor ankommt, sinkt an der Trennfrequenz auf eins, liegt eine Oktave daneben bei rund 2,7 und zwei Oktaven daneben bei knapp 7 — während der Verstärker an seinen eigenen Klemmen Werte im Bereich von 50 bis über 300 liefert. Die Weichenspule steht dazwischen, und ihr Widerstand ist die Ursache.

    Jeder Weg lässt sich einzeln behandeln. Pegel, Verzögerung und Entzerrung stehen je Chassis frei. Was eine passive Weiche mit Bauteilen erkaufen muss — ein Sperrkreis gegen eine Resonanz, ein Widerstand zum Pegelabgleich —, ist im DSP ein Rechenschritt ohne Verlustleistung. Genelec nennt die Empfindlichkeitsunterschiede zwischen Chassis ausdrücklich als das, was sich damit ausgleichen lässt, und führt als zweiten Punkt an, dass jedes Chassis von den Signalen der anderen entkoppelt ist; das senke die Intermodulationsverzerrung.

    Die Endstufen werden je Weg dimensioniert. Ein aktueller Studiomonitor zeigt die Größenordnung: 145 Watt am Tieftöner, 100 Watt am Hochtöner, getrennt bei 1700 Hertz mit 48 Dezibel je Oktave. Eine solche Flanke wäre passiv nur mit erheblichem Bauteilaufwand zu haben, und sie schützt den Hochtöner besser als jede flachere Trennung.

    Der Schutz kann gezielt greifen. Weil die Elektronik weiß, welches Chassis an welchem Ausgang hängt, lässt sich die Begrenzung auf dessen Belastbarkeit legen. Ein passives System kann das nicht — dort sieht die Endstufe nur die Summe.

    Der übergreifende Punkt ist aber ein anderer, und er wiegt in der Praxis am schwersten: Beim Aktivlautsprecher legt der Hersteller Chassis, Weiche und Endstufe gemeinsam fest. Er kennt alle drei und kann sie aufeinander abstimmen — eine Freiheit, die bei getrennten Geräten niemand hat, weil niemand weiß, was der Kunde kombiniert.

    Was die Bauweise kostet

    Zuführung an jeden Platz. Zu jedem Lautsprecher müssen Strom und Signal. In der Nachrüstung scheitern daran regelmäßig Lösungen, die sonst überzeugt hätten — eine Steckdose im Wohnzimmerregal ist schnell gefunden, eine hinter einem Deckenlautsprecher nicht.

    Die Elektronik altert mit. Netzteil, Endstufe und DSP sind die Bauteile mit der kürzesten Lebensdauer im Gehäuse, und sie sitzen ausgerechnet in dem Glied, das sonst am längsten hält. Fällt die Elektronik nach zwölf Jahren aus, ist ein Chassis-Paar ohne Wert, das noch zwanzig Jahre gekonnt hätte. Bei passiven Lautsprechern trifft derselbe Ausfall nur den Verstärker, und der wird ersetzt.

    Vermischung erzeugt Laufzeitversatz. Arbeitet die Trennung im DSP, braucht die Rechnung Zeit. Derselbe Studiomonitor gibt dafür 2,6 Millisekunden am Analogeingang an und 2,1 Millisekunden am Digitaleingang. Solange alle Wege eines Systems dieselbe Verzögerung haben, ist das folgenlos; in einem gemischten Aufbau — aktive Front, passive Surrounds — laufen die Kanäle auseinander, und der Versatz muss im Prozessor ausgeglichen werden. Was Delay dabei leistet, steht im eigenen Eintrag.

    Vorne fehlt trotzdem ein Gerät. Ein Aktivlautsprecher hat keinen Lautstärkeregler in der Kette und keine Quellenumschaltung. Beides muss davor stehen — ein Vorverstärker, ein Prozessor oder eine Quelle mit geregeltem Ausgang. Vergessen wird das regelmäßig bei der Kalkulation.

    Wo welche Bauweise verbreitet ist

    Im Studio ist der aktive Nahfeldmonitor seit Langem die Regel, und die Gründe passen zur Liste oben: kurze Wege, feste Aufstellung, Netzanschluss ohnehin am Arbeitsplatz, und ein Hersteller, der die Abstimmung vollständig verantwortet. Im Wohnbereich hat sich die Bauweise dort durchgesetzt, wo ohnehin Strom und Netzwerk liegen — beim Kompaktsystem im Regal und beim vernetzten Lautsprecher, der die Quelle gleich mitbringt. Im MultiRoom-Ausbau über viele Zonen und im Kinoraum mit Lautsprechern hinter der Bespannung überwiegen weiterhin passive Lautsprecher mit zentraler Verstärkung, weil die Technik dann an einer Stelle steht und dort gewartet werden kann.

    Der Subwoofer ist der Sonderfall, der die Einteilung ohnehin durchbricht: Er hat fast immer seine eigene Endstufe und sein eigenes Filter im Gehäuse, auch in Anlagen, die sonst durchgehend passiv sind.

    Häufiges Missverständnis

    „Aktiv heißt: mit Stromanschluss." Der Stecker ist ein Hinweis und keine Definition. Entscheidend ist, ob jedes Chassis seine eigene Endstufe hat oder ob eine Endstufe im Gehäuse auf eine passive Weiche arbeitet. Der zweite Fall bringt die Bequemlichkeit mit und die technischen Vorteile nicht.

    „Aktiv spart den Verstärker und damit Geld." Der Verstärker zieht um, er verschwindet nicht — und aus einem werden zwei oder drei je Lautsprecher. Was aktive Systeme tatsächlich sparen, sind Gehäuse, Kabelwege und Aufstellfläche.

    „Aktivlautsprecher brauchen nichts davor." Sie brauchen eine Quelle mit Lautstärkeregelung. Ein Netzwerkzuspieler mit geregeltem Ausgang oder eine Vorstufe erfüllt das; ein Wandler mit festem Ausgangspegel lässt Dich ohne Lautstärkeregelung zurück.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Lautsprecher mit eingebauter Endstufe: angetrieben, aber passiv getrennt. Die Unterscheidung steht oben und ist die häufigste Verwechslung im Thema.
    • Aktive und passive Frequenzweiche: die Schaltung, nicht die Geräteform. Eine aktive Weiche kann auch außerhalb des Lautsprechers stehen — dann entsteht ein aktiv getrenntes System aus passiven Chassis und externen Endstufen.
    • Class-D-Endstufe: ein Verstärkerprinzip. Es steckt in vielen Aktivlautsprechern, weil es wenig Wärme im geschlossenen Gehäuse erzeugt, hat mit der Frage aktiv gegen passiv aber nichts zu tun.
    • AV-Prozessor, AV-Receiver und Endstufe: die Geräteklassen vor dem Lautsprecher. Ein Aktivlautsprecher ersetzt davon die Endstufe und keine der anderen Aufgaben.
    • Bi-Amping: zwei Endstufen an einem passiven Lautsprecher. Passiv ausgeführt bleibt die Weiche drin — der Lautsprecher wird davon nicht aktiv.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer soll Musik über das Netzwerk bekommen, dazu den Fernsehton. Der Kunde hat ein Paar aktive Lautsprecher gesehen und fragt, ob er sich damit den Verstärker sparen kann.

    Zuerst eine Frage, die kein Datenblatt beantwortet: Was soll in zehn Jahren noch tauschbar sein? Sind die Lautsprecher die Anschaffung, die bleiben soll, spricht das für passive Modelle an einem Verstärker, weil dann nur das schneller alternde Glied ersetzt wird. Soll das ganze System kompakt und in einem Zug erneuerbar sein, ist die aktive Lösung stimmig.

    Als Nächstes das Verfahren — hier fällt die eigentliche Entscheidung. Zu klären ist, was an jeden Lautsprecherplatz gelegt werden kann: Netzspannung und eine Signalleitung — oder nur ein Lautsprecherkabel aus einer Ecke des Raums. In der Sanierung entscheidet diese Frage allein schon oft die Bauweise. Dazu kommt, wer die Lautstärke regelt und woher die Quellen kommen; der Fernseher verlangt einen Eingang, den ein Aktivlautsprecherpaar allein nicht immer mitbringt.

    Die Modellwahl steht ganz am Ende, und sie führt zur Prüffrage vom Anfang zurück: Hat jedes Chassis seine eigene Endstufe, oder steckt hinter dem Wort „aktiv" ein Verstärker vor einer passiven Weiche?

    Verknüpfte Inhalte

    Wie eine Frequenzweiche arbeitet und was passive von aktiver Teilung unterscheidet, steht bei der Frequenzweiche. Wo die Endstufe in der Gesamtanlage sitzt und welche Aufgaben sonst noch zu verteilen sind, ordnet Die Audiokette; die Geräteklassen davor behandeln AV-Prozessor, AV-Receiver und Endstufe sowie Vorverstärker und Vollverstärker. Was Line-Pegel bedeutet, erklären die Pegelkonventionen. Das Verstärkerprinzip, das die Endstufe ins Gehäuse passen lässt, beschreibt die Class-D-Endstufe; den Zwischenweg mit zwei Endstufen an einem passiven Lautsprecher Bi-Wiring und Bi-Amping. Wie ein vernetzter Zuspieler in eine bestehende Kette kommt, steht bei Netzwerkplayer und Streaming-Bridge. Als Systemfrage im Konzeptteil einer Stereoanlage führt der HiFi-Guide die Entscheidung im Kapitel Passiv oder aktiv? weiter.

    Quellen

    Die normative Abgrenzung des passiven Lautsprechers — vollständig als passives Element behandelt, Modelle mit eingebautem Verstärker ausgeschlossen — stammt aus dem Geltungsbereich von IEC 60268-5. Die Definition der aktiven Weiche mit einer eigenen Endstufe je Frequenzband steht im Fachwörterbuch der Audio Engineering Society. Die Dreiteilung in passiv, angetrieben und aktiv folgt dem Beitrag von Hugh Robjohns in Sound On Sound vom Dezember 2003. Die Zahlen zum Dämpfungsfaktor hinter einer passiven Weiche und die Größenordnung des Leistungsgewinns getrennter Endstufen stammen von Rod Elliott. Die Aussagen zur Entkopplung der Chassis, zum Ausgleich ihrer Empfindlichkeit, zur direkten Verbindung von Endstufe und Schwingspule und zum halbierten Leistungsbedarf sind Herstellerangaben von Genelec. Leistung je Weg, Trennfrequenz, Flankensteilheit und Durchlaufzeit eines DSP-Aktivsystems sind der Spezifikation des Neumann KH 120 II entnommen. Alle Fundstellen wurden am 24. August 2026 am Objekt gelesen; die Normtexte lagen dabei nur als frei einsehbarer Geltungsbereich vor.

    Aktiv
  • Gehäusemaße

    Höhe
    373 mm
    Breite
    330 mm
    Tiefe
    330 mm
    Gewicht
    12,5 kg
  • Netzwerk

    WLAN / Wi-Fi
    Ja

    Streaming & Steuerung

    Multiroom-Plattform
    HEOS

    Plattform

    HEOS

    HEOS ist die Multiroom-Plattform von Denon, eingebaut in Geräte von Denon und Marantz. Der Hersteller beschreibt sie als herstellereigenes drahtloses Ökosystem, das in vielen seiner Produkte steckt — von der Denon-Home-Serie bis zu AV-Receivern und HiFi-Geräten. Ein H in der Modellbezeichnung ist meist das Erkennungszeichen.

    Der Unterschied zu den Wettbewerbern liegt weniger in dem, was die Plattform kann, als darin, wie sie ins Haus kommt: Sie wird selten ausgewählt. Sie kommt mit, wenn jemand einen AV-Receiver wegen seiner Kanalzahl oder seiner Einmessung kauft.

    Viele Denon- und Marantz-Geräte haben eine Multiroom-Funktion eingebaut — sie heißt HEOS. Damit kannst Du über eine App Musik in mehrere Räume gleichzeitig schicken oder in jedem Raum etwas anderes hören. Das Besondere daran: Du bekommst sie oft, ohne sie gesucht zu haben, weil sie in Deinem Verstärker schon drin ist. Ob Du sie nutzt, kannst Du später entscheiden — bezahlt hast Du sie mit dem Gerät.

    Was die Plattform zusammenhält

    Die Geräte finden sich im Hausnetz und lassen sich zu Gruppen zusammenschalten. Der Hersteller nennt eine Obergrenze von 64 Zonen und stellt sie in einen Satz mit der Zusicherung, dass Klangtreue und Gleichlauf dabei erhalten bleiben.

    Was die Planung an dieser Stelle ohnehin beachtet: Eine Zone ist der kleinste unabhängig bedienbare Bereich, und ein AV-Receiver bringt seine eigenen Zonen mit, die nichts mit den HEOS-Zonen zu tun haben. Wer beides in einer Zahl zusammenzieht, plant falsch.

    Bestandteile

    Gekauft wird in aller Regel ein Denon- oder Marantz-Gerät mit HEOS darin; ein Gerät, das nur HEOS wäre, gibt es nicht. Das ist der Unterschied, um den es auf dieser Seite geht: Die Plattform ist eine Eigenschaft des Geräts und keine eigene Anschaffung. Dazu kommen die App als Bedienoberfläche und ein Konto beim Hersteller, über das die Musikdienste laufen.

    Die Protokollbeschreibung führt die Anmeldung am Konto ausdrücklich als bedingten Schritt — wenn Zugangsdaten vorliegen. Für Wiedergabe, Lautstärke und Gruppen im Hausnetz ist sie damit nicht verlangt; sie öffnet die Dienste.

    Was sie spricht

    Für Fremdsysteme veröffentlicht der Hersteller die HEOS CLI, eine Protokollbeschreibung von 44 Seiten. Sie arbeitet im Hausnetz: Ein Steuerungssystem findet die Geräte über UPnP SSDP, öffnet danach eine Telnet-Verbindung auf Port 1255 und tauscht Textbefehle gegen JSON-Antworten. Bemerkenswert für die Auslegung einer Anlage ist ein Hinweis der Beschreibung selbst — eine Verbindung zu einem einzigen Gerät genügt, um alle Geräte im Netz zu steuern; mehr Verbindungen empfiehlt der Hersteller ausdrücklich nicht.

    Die zuletzt dokumentierte Fassung ist Version 1.17 vom 11. Oktober 2021. Die Revisionsliste beginnt im Dezember 2014, und die letzte Änderung ergänzte zwei Bezeichnungen für Eingangsquellen. Das ist keine Aussage darüber, ob die Schnittstelle gepflegt wird — es ist die Aussage, wie alt ihre jüngste Dokumentation ist, und für einen Integrator ist das die Zahl, die zählt.

    Cloud oder lokal

    Die Grundfunktionen leben im Hausnetz. Im ganzen Protokolldokument kommt das Wort Internet nicht vor — Auffindung, Steuerung, Gruppierung und Statusabfrage kommen ohne aus. Das Internet brauchen die Musikdienste und die Kontoanmeldung.

    Als Systemvoraussetzung nennt der Hersteller im Handbuch der HEOS Bar ein funktionierendes Netz im Haus — drahtlos oder über Ethernet —, und er hält dort zugleich fest, dass die App auch bei kabelgebundenen Geräten eine WLAN-Verbindung zum Router braucht, um das System zu steuern. Den Internetzugang führt dasselbe Handbuch für die Musikdienste. Voraussetzung für den Betrieb ist damit das Netz im Haus, und das Internet kommt für die Dienste dazu.

    Lizenz und laufende Kosten

    Die abgerufene Herstellerseite weist für die Plattform weder Lizenz noch Abonnement aus; die App wird als kostenloser Download geführt. Bezahlt werden das Gerät und die Musikdienste.

    Abgrenzung

    Gegen den Netzwerk-Audio-Standard. HEOS gehört einem Anbieter und steckt in dessen Geräten. Ein Standard wie Dante oder AES67 gehört keinem Gerätehersteller; ein Gerät erfüllt ihn oder nicht. Auch die Aufgabe ist eine andere: Die Plattform verteilt gepufferte Zuspielung, ein Netzwerk-Audio-Standard ersetzt Kabelwege in Echtzeit. Die Herleitung steht bei Audio over IP, die Entscheidungshilfe unter welche der beiden Welten ein Projekt braucht.

    Gegen die Zonen des AV-Receivers. Ein Denon-AV-Receiver führt Zone 2 und manchmal Zone 3 als eigene, verstärkte Ausgänge. Das sind andere Zonen als die HEOS-Zonen im Netz. Beide Zahlen stehen auf demselben Datenblatt und meinen Verschiedenes.

    Gegen das Produkt. Der Receiver hat Kanäle, Anschlüsse und einen Preis; diese Angaben führt das AVITECT OS. Die Plattform hat keine davon. Sie überdauert den einzelnen Receiver — mit dem Vorbehalt aus dem Abschnitt zur Festlegung.

    Wo Du Dich festlegst

    Die erste Festlegung ist die geringste, und das ist die ehrliche Auskunft dieser Seite: Wer einen AV-Receiver mit HEOS kauft und die Plattform nie nutzt, hat nichts verloren. Sie kostet nicht extra, und sie verbaut nichts.

    Die zweite gilt, sobald mehrere Räume daran hängen. Dann ist die Gerätewahl auf zwei Marken eingeschränkt, und wie bei jedem herstellergebundenen System entscheidet der Anbieter, welche Geräte im aktuellen Stand bleiben.

    Die dritte ist neu und hat mit Technik nichts zu tun. Im September 2025 ist Sound United an HARMAN gegangen, eine hundertprozentige Tochter von Samsung; HEOS steht in der Markenliste der Übernahme ausdrücklich drin. Sound United soll als eigenständige Geschäftseinheit weitergeführt werden — was daraus für die Plattform folgt, ist offen, und offen heißt hier offen. Für eine Anlage, die zehn Jahre stehen soll, ist die Eigentümerfrage kein Nebenschauplatz; sie ist genau die Frage, für die dieser Abschnitt existiert.

    Verknüpfte Inhalte

    Quellen

    Plattformangaben sind Momentaufnahmen und ändern sich ohne Ankündigung.

    1. Denon, HEOS Buying Guide — Beschreibung der Plattform, Obergrenze von 64 Zonen, Geräte mit HEOS Built-in, das H in der Modellbezeichnung.
    2. HEOS CLI Protocol Specification, Version 1.17 (11.10.2021) — SSDP-Auffindung, Telnet auf Port 1255, ASCII gegen JSON, eine Verbindung für das ganze System, bedingte Kontoanmeldung, Revisionsliste seit Dezember 2014.
    3. HARMAN, HARMAN Completes Sound United Acquisition (23.09.2025) — übernommene Marken einschließlich HEOS, Fortführung als eigenständige Geschäftseinheit, HARMAN als Samsung-Tochter. Unternehmensmitteilung und als deren Darstellung zu lesen.
    4. Denon Support, Maximum amount of HEOS built-in devices — am 23. August 2026 nicht abrufbar (HTTP 403). Die abweichende Zonenzahl aus Suchtreffern ist deshalb nicht übernommen.
    5. Denon, Owner's Manual AVR-X2400H — bis zu 16 Geräte je Gruppe für die Gerätegeneration von 2017.
    6. Denon, HEOS Bar — Network requirements — Netz im Haus als Systemvoraussetzung, WLAN-Verbindung zum Router für die Bedienung per App, Internetzugang für die Musikdienste.

    Die Quellen 1, 2, 5 und 6 sind Herstellerdokumentation, Quelle 3 eine Unternehmensmitteilung. Eine unabhängige Quelle wurde nicht herangezogen.

Downloads

Angaben zur Produktsicherheit

Herstellerinformation

Firma
Masimo Consumer BV
Postanschrift
Oude Stadsgracht 15611 DD Eindhoven

Sicherheitsrelevante Dokumente findest Du im Bereich Downloads. Zu den Downloads

Nimm Kontakt auf

Erzähl uns von Dir, Deinen Träumen, Ideen, Erwartungen oder Bedenken.

Tastaturkürzel