Zum Inhalt
Tastatur
  • Hilfe anzeigen?
  • Untermenü öffnen↓ / Space
  • Untermenü schließenEsc
  • Studio finden→ Studio

Galerie

Einleitung

Fixe Rahmenleinwand, 80 mm Veloursrahmen.

Technologien in der Standard

Was in den technischen Daten steckt — auf unseren Wissensseiten erklärt und vertieft.

Cinema Screens

Technische Daten

  • Maskierung

    Maskierung

    Glossar

    Verdeckung (Maskierung) im Gehör

    Verdeckung bedeutet, dass ein lauter Schall die Hörschwelle in seiner Umgebung anhebt und einen leiseren dadurch unhörbar macht — obwohl derselbe leise Schall allein deutlich zu hören wäre. Der Effekt wirkt in der Frequenz und in der Zeit, und er entsteht im Gehör und nicht in der Wiedergabekette.

    Im vollen Restaurant hörst Du das Gespräch am Nebentisch nicht mehr, sobald die Gruppe hinter Dir loslacht. Die Stimmen am Nebentisch sind weiterhin da und werden nicht leiser — Dein Gehör kann sie neben dem Lachen nur nicht mehr herausholen. Genau das passiert beim Hören zu Hause ständig: Der Lüfter, die Straße oder eine laute Filmszene decken leise Details zu. Ein besseres Gerät ändert daran nichts, weil das Zudecken in Deinem Ohr stattfindet. Hilfreich ist alles, was den Abstand zwischen dem Leisen und dem Lauten vergrößert.

    Ausführliche Erklärung

    Das Gehör wertet Schall nicht Frequenz für Frequenz aus. Es fasst benachbarte Anteile in Bändern begrenzter Breite zusammen, den Frequenzgruppen oder kritischen Bändern. Alles, was innerhalb einer solchen Gruppe liegt, wird gemeinsam bewertet, und der lauteste Anteil bestimmt, was von den übrigen übrig bleibt. Beschrieben hat diesen Zusammenhang zuerst Harvey Fletcher in den Bell Telephone Laboratories, der die Verdeckung eines Tons 1940 auf ein begrenztes Frequenzband um den Ton herum zurückführte. Eberhard Zwicker hat die Frequenzgruppen später an der TU München vermessen und in einer eigenen Skala geordnet; über den Hörbereich verteilt liegen rund zwei Dutzend davon.

    Aus dieser Bandstruktur folgt die praktische Grundregel: Ob ein leiser Anteil hörbar bleibt, entscheidet sein Abstand zu dem, was gleichzeitig im selben Band liegt. Sein absoluter Pegel sagt darüber für sich genommen wenig.

    Gleichzeitige Verdeckung und ihre Schieflage

    Ein lauter Ton hebt die Schwelle auch in den Nachbarbändern an, und zwar ungleich nach beiden Seiten: nach oben deutlich weiter als nach unten. Ein tiefer Ton verdeckt höhere Anteile also wirksam, während ein hoher Ton einen tiefen kaum antastet. Mit steigendem Pegel des Verdeckers wird die Flanke nach oben zusätzlich flacher, die Verdeckung greift also immer weiter in den Hochton hinein.

    Damit lassen sich Alltagsbeobachtungen erklären, die sonst rätselhaft bleiben. Ein Basslauf, eine Explosion oder das Rumpeln der Lüftungsanlage nimmt vor allem Anteile darüber weg — Zischlaute, Beckenanschläge, Raumhall. Umgekehrt bleibt ein Bassdetail neben einem lauten Hochtonereignis meist erhalten. Und ein Störgeräusch mit viel Tieftonenergie kostet mehr Detail, als sein bewerteter Zahlenwert vermuten lässt; wie diese Bewertung zustande kommt, steht bei der A-Bewertung.

    Zeitliche Verdeckung: nach dem Ereignis, kaum davor

    Verdeckung endet nicht mit dem Verdecker. Nach einem lauten Ereignis bleibt die Schwelle noch eine Weile angehoben — über Zehner- bis Hunderter-Millisekunden, mit abklingender Wirkung. Vor dem Ereignis gibt es denselben Effekt ebenfalls, aber er reicht nur wenige Millisekunden weit und fällt schon darin rasch ab.

    Diese Schieflage ist der Grund, warum Fehler vor einem Impuls schwerer wiegen als dieselben Fehler dahinter. Filterentwürfe leben davon: Was ein Filter an Energie nachschwingen lässt, verschwindet häufig in der Nachverdeckung, während dieselbe Energie vor dem Ereignis auffällt. Der Zusammenhang steht ausgeführt bei Vorschwingen.

    Wo die Verdeckung technisch ausgenutzt wird

    Verlustbehaftete Verfahren wie MP3 und AAC rechnen die Verdeckung aus. Ein psychoakustisches Modell schätzt für jeden Zeitabschnitt, wo die Verdeckungsschwelle über der Ruhehörschwelle liegt, und der Coder verteilt seine Bits so, dass das unvermeidliche Quantisierungsrauschen darunter bleibt. Festgeschrieben ist dieses Vorgehen seit dem MPEG-1-Audiostandard ISO/IEC 11172-3. Was daraus für die Wahl zwischen verlustfreier und verlustbehafteter Übertragung folgt, steht bei Verlustfreier Kompression.

    Der wunde Punkt liegt in der Annahme: Das Modell rechnet mit einem typischen Gehör und dem Signal, wie es gerade vorliegt. Ändert sich der Hörzusammenhang — sehr leises Hören, ein sehr stiller Raum, ein Kopfhörer statt des Lautsprechers —, kann Rauschen über die Schwelle steigen, das beim Codieren sicher darunter lag.

    Was daraus für Raum und Planung folgt

    Im Wohnraum kommt der wichtigste Verdecker gar nicht aus der Anlage. Es ist das Dauergeräusch: Lüftung, Projektorlüfter, Kühlschrank, Verkehr. Es liegt meist im Tiefton und im unteren Mittelton und verdeckt wegen der Schieflage nach oben genau den Bereich darüber, in dem die feinen Anteile sitzen. Der Grundgeräuschpegel ist deshalb keine Nebengröße der Raumplanung, sondern die Obergrenze dessen, was von einer Anlage überhaupt ankommt.

    Dasselbe gilt für Sprache: Konsonanten sind die leisesten und kürzesten Anteile und fallen als erste unter die Verdeckungsschwelle — sowohl durch Störgeräusch als auch durch den eigenen Nachhall des Raumes, der ein Wort über die Zeit hinweg verdeckt. Die Folgen dafür stehen bei Sprachverständlichkeit und Nachhallzeit.

    Häufiges Missverständnis

    „Mit einem besseren Gerät kommen die verdeckten Details zurück." Das ist die häufigste Erwartung, und sie zielt an der Ursache vorbei. Ein Wandler, ein Verstärker oder ein Lautsprecher können nur den Pegel des Nutzsignals liefern; das Zudecken passiert danach, im Ohr. Solange der Störschall gleich bleibt und der Hörpegel gleich bleibt, ändert die bessere Kette am Abstand zwischen beiden nichts — und genau dieser Abstand entscheidet. Wirksam sind der Weg über das Grundgeräusch, der Weg über den Nutzpegel und der Weg über den Hörabstand.

    „Was verdeckt ist, wurde vom Codec gelöscht." Verlustbehaftete Verfahren löschen keine Frequenzbereiche pauschal. Sie codieren gröber, wo die Verdeckung Ungenauigkeit zulässt, und legen den Fehler unter die geschätzte Schwelle. Hörbar wird das erst, wenn die Schätzung nicht zum Hörzusammenhang passt oder die Datenrate so knapp ist, dass der Fehler nicht mehr unter die Schwelle passt.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Maskierung der Bildfläche: Dasselbe Wort für etwas ganz anderes — die Abdeckung ungenutzter Leinwandränder im Heimkino. Wo beides nebeneinander vorkommt, hilft „Verdeckung" für das Gehör und „Maskierung" für die Leinwand.
    • Grundgeräuschpegel: Der Störpegel selbst, gemessen in Dezibel. Er ist die Ursache, die Verdeckung ist die Wirkung im Gehör. Siehe Grundgeräuschpegel.
    • Hörschwelle in Ruhe: Die untere Grenze der Wahrnehmung ohne jeden Störschall. Verdeckung hebt diese Grenze vorübergehend an; wie die Wahrnehmung darüber weitergeht, steht bei Phon und Sone und auf Menschliches Hören und Lautheit.
    • Dynamikbegrenzung oder Nachtmodus: Ein Eingriff im Gerät, der laute Stellen absenkt und leise anhebt. Er verändert das Signal; Verdeckung verändert nur, was das Gehör davon aufnimmt. Siehe Dynamikumfang.
    • Schalldämmung und Absorption: Bauliche Maßnahmen gegen den Störschall. Sie setzen an der Ursache an und sind damit der wirksame Hebel gegen Verdeckung — aber selbst kein Wahrnehmungseffekt.

    In der Planung

    Ein Heimkino im Untergeschoss, gute Geräte, und trotzdem die Klage: „In leisen Szenen fehlt die Feinzeichnung, im Konzertfilm verschwindet der Raumeindruck." Der Wunsch, der damit ankommt, lautet fast immer nach einem besseren Verstärker oder einem hochwertigeren Wandler.

    Zu klären ist zuerst der Grundgeräuschpegel: Wie leise ist der Raum, wenn nichts läuft? Ein Projektor im Raum, eine Lüftungsanlage ohne Schalldämpfer und eine Rack-Belüftung ergeben zusammen einen Dauerpegel, der die leisesten Anteile schlicht zudeckt. Solange dieser Pegel unbekannt ist, lässt sich über Geräte nicht sinnvoll entscheiden.

    Das Verfahren folgt daraus in drei Schritten. Erstens das Grundgeräusch messen und senken, wo es entsteht — Projektor und Technik aus dem Raum heraus, Luftgeschwindigkeit herunter, Schalldämpfer in die Kanäle. Zweitens den Nutzpegel und den Hörabstand prüfen: Wer dauerhaft weit unter dem Referenzpegel hört — dem Bezugspegel, auf den Filmton abgemischt wird —, verliert leise Anteile doppelt, weil das Gehör sie bei kleinem Pegel ohnehin schwächer bewertet; der Zusammenhang steht bei der Gehörrichtigen Lautstärke. Drittens erst die Gerätefrage, und dann die richtige: nach Tieftonreserve und Pegelfestigkeit, damit die Kette auch laute Spitzen unbegrenzt wiedergibt und der Abstand zu den leisen Anteilen erhalten bleibt.

    Die Reihenfolge ist kein Formalismus. Ein Raum, dessen Grundgeräusch um zehn Dezibel sinkt, gibt in aller Regel mehr hörbares Detail frei als ein Gerätetausch innerhalb derselben Klasse — und er tut es für jede Quelle gleichzeitig. Wo die Geräte dagegen an ihrer Pegelgrenze arbeiten, ist zuerst dort etwas zu holen.

    Verknüpfte Inhalte

    Die Grundlagen der Wahrnehmung — Kurven gleicher Lautheit, Frequenz- und Pegelabhängigkeit — stehen auf Menschliches Hören und Lautheit und bei Phon und Sone. Die messbare Ursache im Raum ist der Grundgeräuschpegel, die hörbare Folge für Sprache steht bei Sprachverständlichkeit und Nachhallzeit. Die technische Auswertung des Effekts behandelt Verlustfreie Kompression, die zeitliche Seite Vorschwingen und Linearphasigkeit. Wie weit ein System zwischen leise und laut überhaupt reicht, steht bei Dynamikumfang.

    Quellen

    Die Zurückführung der Verdeckung auf ein begrenztes Frequenzband geht auf Harvey Fletchers Arbeit in den Bell Telephone Laboratories zurück; die Vermessung der Frequenzgruppen und die Größenordnungen der zeitlichen Verdeckung stammen aus der psychoakustischen Standardliteratur von Eberhard Zwicker und Hugo Fastl. Beide Belege waren aus der Laufumgebung nicht im Volltext abrufbar und sind über Nachweiseinträge und Sekundärdarstellungen erfasst; die Seite ist an den betroffenen Stellen markiert. Die Rolle des psychoakustischen Modells in der verlustbehafteten Codierung ist über den MPEG-1-Audiostandard ISO/IEC 11172-3 verankert, dessen Normtext hier nicht eingesehen wurde.

    Keine
  • Rahmen & Spannung

    Rahmenausführung
    Breiter Veloursrahmen
  • Leinwandtyp
    Rahmenleinwand

    Glossar

    Leinwandbauformen

    Die Bauform beschreibt, wie eine Projektionsfläche im Raum untergebracht ist und wie sie plan gehalten wird — fest gespannt im Rahmen, aus einer Kassette an der Decke, aus dem Boden aufsteigend oder als einfache Rollo-Ausführung. Sie ist unabhängig von der Oberfläche und wird getrennt von ihr entschieden.

    Eine Leinwand kann fest an der Wand hängen wie ein großes Bild, aus der Decke herunterfahren oder aus einem Möbel nach oben aufsteigen. Der Unterschied ist mehr als Geschmack: Eine fest gespannte Fläche ist immer glatt, eine hängende Bahn wellt sich leicht — und Wellen sieht man im Bild. Wenn die Fläche verschwinden soll, wenn nicht geschaut wird, braucht der Raum dafür Platz, Strom und eine Öffnung, und das muss vor dem Bau feststehen. Deshalb gehört diese Entscheidung an den Anfang und nicht ans Ende.

    Ausführliche Erklärung

    Zwei Fragen entscheiden über die Bauform, und beide haben wenig mit Optik zu tun. Die erste: Darf die Bildfläche dauerhaft sichtbar bleiben? Die zweite: Wie plan lässt sich die Fläche halten, wenn sie beweglich ist? Aus der ersten folgt, welche Bauformen überhaupt in Frage kommen, aus der zweiten, was sie an Aufwand mitbringen.

    Die feste Rahmenleinwand

    Das Tuch wird umlaufend auf einen Rahmen gespannt und bleibt dort. Nichts fährt, nichts verstellt sich, die Fläche ist dauerhaft plan — deshalb ist der Rahmen für jede anspruchsvolle Projektion der Bezugspunkt, an dem sich die beweglichen Bauformen messen lassen müssen. Der Rahmen selbst ist meist samtschwarz kaschiert, was Streulicht an den Rändern schluckt und die Bildkante schärfer wirken lässt.

    Der Einwand gegen ihn ist ein gestalterischer: Im Wohnraum steht dauerhaft eine große dunkle Fläche an der Wand. Deshalb wird der Rahmen dort gern bündig in eine Nische oder hinter eine Blende gesetzt, was wiederum in die Bauplanung gehört.

    Der zweite Weg aus diesem Einwand ist die rahmenlose Leinwand: Dort läuft das Tuch um die Rahmenkante nach hinten, von vorn ist nur die Bildfläche zu sehen, und die Aufgabe des Samts übernimmt die dunkle, matte Wand ringsum — im Wohnraum ist das der Regelfall.

    Motorleinwand aus der Decke

    Die Fläche hängt aufgerollt in einer Kassette und fährt auf Befehl nach unten. Die Kassette sitzt sichtbar unter der Decke, in einer Abhangdecke verborgen oder in einer Deckenaussparung; verborgen eingebaut verschwindet die Bildfläche im Ruhezustand vollständig.

    Der wunde Punkt ist die Planlage. Eine frei hängende Bahn mit Gewichtsleiste am unteren Ende wird nie so glatt wie ein gespanntes Tuch: Sie bekommt leichte Längswellen, und die Ränder ziehen sich ein. Für ein gemütliches Wohnzimmerbild reicht das; je größer die Fläche und je flacher das Licht auftrifft, desto sichtbarer wird es. Die Antwort darauf ist die seitliche Spannung — Bänder, Federn oder Seile ziehen die Bahn zu beiden Seiten und halten sie in der Ebene. Daran hängt der Preisunterschied zwischen einer einfachen Motorleinwand und einer für ein Mehrfaches davon, und im Zweifel ist genau hier gespart worden.

    Bodenleinwand

    Hier steht die Kassette am Boden oder in ihm, und die Fläche fährt nach oben aus. Der Grund dafür ist fast immer baulich: Es gibt keine Deckenbefestigung, keine Abhangdecke, oder die Bildfläche soll vor einer Glasfront erscheinen, an der oben nichts angebracht werden kann. Bodenleinwände sind konstruktiv aufwendiger, weil die Bahn gegen die Schwerkraft geführt und dabei gespannt werden muss; sie kommen deshalb in aller Regel mit seitlicher Führung.

    Rollo und Zugleinwand

    Die einfachste Form: eine Bahn in einem Gehäuse, von Hand gezogen oder mit Federzug. Sie hat ihren Platz dort, wo gelegentlich projiziert wird und die Bildqualität nicht die Hauptrolle spielt — im Besprechungsraum, im Ferienhaus, als Übergangslösung. Für ein geplantes Heimkino bleibt sie ein Provisorium.

    Spannung und Endlage

    Zwei Eigenschaften entscheiden über jede bewegliche Ausführung, und beide stehen selten im Prospekt. Die erste ist die seitliche Spannung, weil ohne sie die Fläche nicht plan wird. Die zweite ist die Wiederholgenauigkeit der unteren Endlage: Das Bild steht auf der Fläche immer an derselben Stelle, also muss die Fläche immer an dieselbe Stelle fahren. Ein Endschalter mit mechanischem Anschlag hält das über Jahre, eine rein zeitgesteuerte Abschaltung wandert mit Temperatur und Alter des Tuchs. Wandert die Endlage um zwei Zentimeter, sitzt der schwarze Rand nicht mehr um das Bild, und genau das fällt bei jedem Filmstart auf.

    Was das Gebäude beisteuern muss

    Bewegliche Bauformen sind Gewerke und keine Lieferungen. Gebraucht werden ein Platz für die Kassette samt Revisionszugang, eine Steckdose in Kassettennähe, eine Steuerleitung oder eine Funkanbindung, und eine Öffnung, deren Maße vor dem Innenausbau feststehen. Beim Einbau in eine Abhangdecke kommt die Abhanghöhe dazu, beim Einbau in den Boden die Aussparung im Aufbau — beides ist nach dem Estrich nicht mehr verhandelbar.

    Zwei Punkte werden dabei regelmäßig übersehen. Der Motor macht ein Geräusch, und wenn die Leinwand während eines Films fährt, hört man ihn; die Steuerung fährt deshalb besser vor dem Start als beim Umschalten. Und die Fläche braucht eine Freigabe im Bewegungsraum: Ein Vorhang, eine Lampe oder eine Deckenleiste im Weg beschädigt auf Dauer die Bahn.

    Häufiges Missverständnis

    „Die Leinwand nehmen wir am Schluss" ist der verbreitetste Satz zu diesem Thema, und er kostet regelmäßig Geld. Bauform und Bildgröße legen fest, wo das Gerät stehen muss, wie hoch die Kassette hängt und welche Öffnungen der Innenausbau braucht. Wer sie ans Ende stellt, entscheidet sie in Wahrheit vorher — nur eben unbewusst, über Deckenaufbau und Möbelplanung.

    Ebenso hartnäckig ist die Gleichsetzung von Motorleinwand und Komfort. Der Motor ist der einfache Teil; entschieden wird über Planlage, Endlage und Einbau. Eine gute feste Fläche schlägt eine mittelmäßige bewegliche im Bild jedes Mal — wer den Motor kauft und an der Spannung spart, hat Komfort gegen Bildqualität getauscht, ohne es zu merken.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Leinwandoberfläche: Gain, Winkelselektivität und Schalldurchlässigkeit sind Eigenschaften des Tuchs. Sie werden getrennt entschieden — mit einer Ausnahme, die aus der Bauform folgt: Was starr sein muss, gibt es nicht als Rollware.
    • Maskierung: Bewegliche schwarze Blenden, die das sichtbare Bildfeld an ein anderes Seitenverhältnis anpassen. Sie sitzt auf oder vor der Fläche und ist eine eigene Mechanik.
    • Media Wall und Akustik-Vorwand: Bauliche Konstruktionen vor der Frontwand, in denen Lautsprecher und Technik verschwinden. Die Bildfläche ist Teil davon, aber die Konstruktion bestimmt sie nicht.
    • Bildgröße: Wie groß das Bild wird, folgt aus Sitzabstand, Sichtwinkel und Aufstellung. Die Bauform sagt nur, wie die Fläche dieser Größe in den Raum kommt.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer mit Betondecke ohne Abhangdecke, Bildbreite rund 2,60 Meter, und der ausdrückliche Wunsch, dass im Alltag keine Bildfläche zu sehen ist. Zuerst die Konzeptfrage: Was soll der Raum können, wenn niemand schaut? Die Verfahrenswahl folgt danach — und sie ist hier eng, weil die Decke keine Kassette aufnimmt, ohne dass abgehängt wird.

    Damit stehen zwei Wege offen. Entweder wird über der Fensterfront ein Deckensegment abgehängt, das die Kassette aufnimmt; dann ist die Motorleinwand mit seitlicher Spannung die saubere Lösung, und der Innenausbau bekommt Öffnungsmaß, Revisionszugang und Steckdose in die Planung geschrieben. Oder die Fläche steigt aus einem Möbel unter dem Bildort auf; dann fällt der Deckeneingriff weg, und dafür wird das Möbel zum Teil der Bildgeometrie, mit fester Position und tragfähiger Aufstellfläche. Zwischen beiden entscheidet nicht die Leinwand, sondern das, was am Bau noch möglich ist. Die Gerätewahl kommt danach — sie hängt an Bildbreite und Aufstellort, und beide sind mit dieser Entscheidung bereits festgelegt.

    Verknüpfte Inhalte

    Welche Oberfläche zur Nutzung passt, führen die ALR-Leinwand, die akustisch transparente Leinwand und die Fresnel-Leinwand aus; wie hell eine Fläche das Licht zurückgibt, der Leinwand-Gain. Warum die Ultrakurzdistanz besonders harte Anforderungen an Planlage und Endlage stellt, steht beim Laser TV. Wie sich das Bildfeld an andere Seitenverhältnisse anpassen lässt, klärt die anamorphe Projektion; womit sich Leinwand und Maskierung an die Anlage koppeln lassen, der Eintrag zum 12-Volt-Trigger.

    Quellen

    Die Angaben zu Spannsystemen, Endlagen und Einbauvorgaben folgen Herstellerunterlagen; die Auswahl der behandelten Punkte geht auf die AVITECT-Sichtung zurück, in der Boden- und Motorleinwand als fehlende Planungssubstanz benannt wurden.

Angaben zur Produktsicherheit

Herstellerinformation

Firma
ARLED Cinema
Postanschrift
Rudolf-Diesel-Straße 2123617 Stockelsdorf
Telefon
+49 451 98 95 0-0

Sicherheitsrelevante Dokumente findest Du im Bereich Downloads. Zu den Downloads

Nimm Kontakt auf

Erzähl uns von Dir, Deinen Träumen, Ideen, Erwartungen oder Bedenken.

Tastaturkürzel