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Basalte Home

Was ist Basalte Home, und was gehört bei dieser Plattform Basalte — und was dem Gebäudebus darunter?

Basalte Home ist die Steuerungsplattform des belgischen Herstellers Basalte. Sie arbeitet auf einem Server im Haus und führt Licht, Beschattung, Klima, Musik und Sicherheit unter eine Bedienung — über die Taster an der Wand oder über die App. Geschaltet und gedimmt wird eine Ebene tiefer, über den Gebäudebus KNX, den der Server direkt anspricht.

In einem Haus mit Gebäudebus liegen im Sicherungskasten Geräte, die Licht, Rollläden und Heizung schalten. Sie tun das zuverlässig, aber stur: Ein Taster gehört zu einer Lampe. Basalte Home legt eine Ebene darüber, die versteht, was ein Raum gerade ist — Abend, Besuch, niemand da — und die Geräte entsprechend zusammen schaltet. Bedient wird das über dieselben Taster wie vorher und über eine App. Die Schaltgeräte im Kasten bleiben dabei, wo sie sind.

Was die Plattform zusammenhält

Ein Gebäudebus verbindet Taster und Schaltgeräte, und er tut das gut. Was er von sich aus nicht kennt, ist der Zusammenhang: Räume, Szenen, Zeitpläne, Anwesenheit, dazu eine Oberfläche, auf der ein Bewohner das alles ohne Fachwissen ändern kann. Diese Ebene bringt Basalte Home mit, und sie ist der Grund, warum eine Bus-Installation überhaupt einen Server bekommt.

Dazu kommt, was der Bus gar nicht abdeckt: Musik in mehreren Zonen, Türstation, Kameras, Fernbedienung von Bild- und Tongeräten. Der Server sammelt diese Dinge ein und legt sie unter dieselbe Oberfläche.

Bestandteile

Gekauft wird ein Server. Zwei Modelle führt der Hersteller: den Core Plus als volle Ausbaustufe und den kleineren Core Mini. Beide bringen die Anbindung an das hauseigene Bedienelement-Netz, einen direkten KNX-Anschluss und die Versorgung über das Netzwerkkabel mit; der Core Plus zusätzlich zwei analoge Audiozonen und eine Infrarot-Steuerung für bis zu sechs Geräte.

Der zweite Bestandteil steht nicht im Basalte-Katalog: die KNX-Installation selbst — Dimmer, Schalt- und Beschattungsaktoren im Verteiler, meist von anderen Herstellern. Und der dritte ist Arbeit statt Ware: Der Bus wird im herstellerübergreifenden Werkzeug ETS in Betrieb genommen, die Plattform darüber in der Basalte-eigenen Software Basalte Studio eingerichtet. Beides macht ein Fachbetrieb, nicht Du.

Was sie spricht

Nach unten spricht der Server KNX, und zwar direkt, ohne Zwischengerät. An dieser Verbindung hängt die ganze Anlage: Was an Licht, Beschattung und Klima passiert, passiert auf dem Bus.

Nach oben und zur Seite nennt der Hersteller fertige Anbindungen — für Musik und Bild unter anderem Spotify, Sonos, Apple TV, Sony und Samsung, für Türstationen und Sicherheit Siedle, 2N, Doorbird, Gira, BPT, Schüco, TCS, IP-Kameras und Fingerabdruckleser von ekey. Das sind benannte Integrationen, die Basalte pflegt. Eine dokumentierte Schnittstelle, mit der fremde Software auf die Plattform zugreift, steht auf den geprüften Seiten nicht.

Für die Planung ist die Richtung wichtiger als die Liste. Weil die Schaltebene KNX ist und nicht Basalte, bleibt sie beim Plattformwechsel bestehen: Aktoren, Leitungen und Adressen leben weiter, ausgetauscht würde die Ebene darüber. Diese Umkehrbarkeit gibt es bei Plattformen mit eigenem Steuerbus nicht.

Cloud oder lokal

Der Server steht im Haus, und die Verbindung zum Bus ist eine Leitung im Verteiler. Für den Betrieb der Anlage wird keine Verbindung nach außen gebraucht.

Zwei Wege führen trotzdem in die Cloud des Herstellers. Der erste ist der Zugriff aus der Ferne über die App. Der zweite ist bemerkenswert und in Bus-Projekten selten: Über eine Tunnel-Funktion lässt sich das KNX-Projekt aus der Ferne programmieren — der Fachbetrieb baut die Verbindung aus seiner Basalte-Software auf, und im Werkzeug ETS erscheint dafür eine Schnittstelle, als säße er im Haus. Für die Betreuung ist das der praktische Unterschied: Eine Änderung am Bus verlangt keinen Anfahrtstermin.

Lizenz und laufende Kosten

Zu Lizenzstufen, Abonnements oder laufenden Kosten für Server, App und Fernzugriff steht auf den geprüften Herstellerseiten nichts. Der Server ist ein gekauftes Gerät, die Bedienelemente sind es ebenfalls.

Abgrenzung

Gegen die Marke. Unter Basalte läuft der ganze Katalog — Taster, Thermostate, Türkommunikation, Lautsprecher, Halterungen. Basalte Home meint enger die Umgebung, in der diese Geräte und die des Gebäudebusses zusammenarbeiten.

Gegen den Standard. KNX ist eine veröffentlichte Vereinbarung; ein Aktor kann sie oder er kann sie nicht, und Du prüfst das beim Kauf. Für Basalte Home entscheidest Du Dich dagegen ausdrücklich, mit Server, Oberfläche und der Software des Fachbetriebs. Beide Entscheidungen sind unabhängig voneinander, und sie halten verschieden lange.

Gegen die Plattform mit eigenem Bus. Das Loxone-System kommt von der anderen Seite: Dort gehört die Schaltebene dem Hersteller, und fremde Standards kommen über Erweiterungen dazu. Hier gehört die Schaltebene dem Standard, und der Hersteller besetzt die Ebene darüber. Die Folge ist eine andere Reihenfolge in der Planung — bei Basalte steht die Bus-Auslegung zuerst, die Plattformwahl danach.

Gegen das Produkt. Der Core Plus ist Hardware, und Hardware ist im AVITECT OS geführt. Basalte Home sind die Räume, Szenen und Anbindungen darauf.

Wo Du Dich festlegst

Erstens die Bus-Installation. Sie entsteht mit der Elektroplanung, und die Anzahl der Kreise, die im Verteiler ankommen, entscheidet über alles, was später getrennt schaltbar ist. Das gilt unabhängig von der Plattform — und es ist der Teil, der bleibt.

Zweitens die Bedienstellen. Wo ein Taster sitzt und wie viele Felder er hat, steht in der Wand fest; die Belegung ist Software, die Position nicht.

Drittens die Zweiteilung der Betreuung. Über der Anlage liegen zwei Projekte: das Bus-Projekt im herstellerübergreifenden Werkzeug und die Einrichtung der Plattform in der Software von Basalte. Wer beides pflegt, ist die Frage, die über zehn Jahre zählt — und die Antwort darauf ist selten dieselbe Person, die das Haus verkauft hat.

Verknüpfte Inhalte

Hersteller der Plattform ist Basalte.

Wann eine Anlage überhaupt eine Steuerung braucht, klärt Steuerungssystem. Der Gebäudebus unter dieser Plattform hat einen eigenen Eintrag: KNX. Wie Musik über das Netzwerk in mehrere Räume kommt, erklärt Audio over IP, und was eine Zone ist, steht im Glossar.

Plattformen derselben Aufgabe sind das Loxone-System, Crestron Home und Control4 OS.

Quellen

Datenstand aller Angaben: 2026-09-01. Cloud- und Lizenzangaben sind Momentaufnahmen und ändern sich bei Plattformen ohne Ankündigung.

  1. Basalte, Basalte Home — Aufgabe der Plattform, abgedeckte Gewerke, Bedienung über Bedienelemente oder App.
  2. Basalte, Core Servers — Core Plus und Core Mini, direkter KNX-Anschluss, Versorgung über das Netzwerkkabel, Audiozonen und Infrarot-Steuerung, genannte Anbindungen an Geräte Dritter.
  3. Basalte, Basalte now enables remote KNX programming — Tunnel-Funktion, verschlüsselte Cloud, Schnittstelle im Werkzeug ETS.
  4. Basalte, Hello Core Plus, our new latest and greatest! — Ausstattung des Core Plus gegenüber dem Vorgänger.
  5. Basalte, Products — Produktkategorien und Einordnung der Server.

Alle fünf Quellen stammen vom Hersteller; die Quellen 3 und 4 sind Beiträge aus der Herstellerkommunikation und entsprechend zu lesen. Zu Lizenzbedingungen, Preisen und Versionsständen der Plattform veröffentlicht Basalte auf den geprüften Seiten nichts.

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