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Loxone ist ein österreichischer Hersteller für Gebäudeautomation mit Sitz in Kollerschlag im oberen Mühlviertel, nahe der deutschen Grenze. Der Katalog reicht von der Steuerzentrale über Leuchten, Beschattungs- und Heizungssteuerung bis zu Multiroom-Audio, Zutritt und Energiemanagement. Auffällig ist weniger, was darin steht, als was nicht fehlt: Loxone will die Gewerke eines Hauses selbst liefern, statt sie zusammenzuführen.

Auf einen Blick

Offizieller Name
LOXONE Electronics GmbH
Land
Österreich
Hauptsitz
Kollerschlag, Oberösterreich, Österreich
Gegründet
2009
Marktsegmente
  • Wohnbau
Produktbereiche
  • Steuerzentralen
  • Beleuchtung und Leuchten
  • Beschattungssteuerung
  • Heizungs- und Klimasteuerung
  • Multiroom-Audio
  • Sicherheits- und Zutrittstechnik
  • Energiemanagement

Herkunft

Gegründet haben das Unternehmen 2009 Thomas Moser und Martin Öller; beide führen es bis heute. Am Anfang stand eine Zentrale, die ein Haus ohne den Umweg über einen Server im Internet steuert — die Verarbeitung läuft bis heute im Gebäude selbst. Aus dem einen Gerät ist eine Gruppe mit über 1.200 Beschäftigten geworden, die neben der Kernentwicklung und den Landesgesellschaften mehrere eigene Unternehmen als Kompetenzzentren führt. Geblieben ist der Sitz im oberen Mühlviertel, wo die Anschrift des Hauses heute „Smart Home 1" lautet.

Wofür Loxone steht

Die Grundannahme des Hauses ist, dass eine Anlage an ihren Übergängen scheitert. Wenn Bewegungsmelder, Dimmer, Raumthermostat, Lautsprecher und Türsteuerung von einem Hersteller stammen, gibt es diese Übergänge nicht mehr — und mit ihnen keine Frage, wessen Gerät gerade nicht antwortet. Loxone entwickelt deshalb breit statt tief in einer Gerätegattung.

Technologische Handschrift

Die Liste dessen, was aus dem eigenen Haus kommt, ist ungewöhnlich lang: Steuerzentrale und Erweiterungen, die beiden Übertragungswege für Draht und Funk, die Konfigurationssoftware mit ihren Funktionsbausteinen, der Audioserver für Multiroom, dazu Leuchten, Taster und Sensorik. Über die Kernentwicklung hinaus führt die Gruppe mehrere eigene Unternehmen als Kompetenzzentren. Anbindungen an Gebäudestandards und Fremdgeräte gibt es, sie stehen aber nicht im Zentrum des Konzepts.

Technologien und Materialien

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Warum Loxone lieber selbst baut, als einzubinden

Zwei Wege führen zu einem gesteuerten Haus. Der eine sammelt die besten Geräte und verbindet sie; der andere nimmt Abstriche beim einzelnen Gerät in Kauf und gewinnt dafür ein System, in dem alles zueinander passt. Loxone geht konsequent den zweiten.

Wofür sich Loxone eignet

  • Neubau und Kernsanierung

    Der größte Nutzen entsteht, wenn die Elektroplanung noch offen ist und die eigene Busverkabelung von Anfang an mitgeplant wird.

  • Projekte, die viele Gewerke automatisieren sollen

    Licht, Beschattung, Heizung, Lüftung, Zutritt und Energie in einer Logik — das ist der Kernfall.

  • Bauherren, die keine Cloud wollen

    Die Verarbeitung läuft im Gebäude; eine Verbindung nach außen wird für Fernzugriff gebraucht, nicht für den Betrieb.

  • Anlagen mit weitreichender Automatisierung

    Wo Regeln über Uhrzeit, Wetter, Anwesenheit und Verbrauch zusammenspielen sollen, reicht der Baukasten weiter als eine reine Szenensteuerung.

  • Hintergrundbeschallung über viele Zonen

    Multiroom-Audio ist Teil desselben Systems und braucht keine zweite Bedienwelt.

Was Loxone nicht bietet

  • Keine große Auswahl fremder Geräte in den Kerngewerken

    Wer eine bestimmte Leuchten- oder Thermostatserie eines anderen Herstellers setzen will, plant sie an dem System vorbei — mit dem Aufwand, den jede Sonderlösung mit sich bringt.

  • Keine Heimkinotechnik

    Bildverteilung, Projektion, Mehrkanalton und Einmessung planst Du getrennt; die Haussteuerung bedient den Kinoraum, sie baut ihn nicht.

  • Keine Anlage ohne Planung

    Der Hersteller stellt die Auslegung durch einen Partnerbetrieb ausdrücklich voran — die Verkabelung entscheidet, was später möglich ist, und lässt sich schlecht nachholen.

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Quellen

Datenstand dieser Seite: 7. August 2026. Firmierung, Sitz und Firmenbuchnummer stammen aus dem Impressum des Herstellers.

  1. Loxone — Impressum (Firmierung LOXONE Electronics GmbH, Sitz Smart Home 1, 4154 Kollerschlag/Österreich, Firmenbuchnummer FN 326074 x, Landesgericht Linz, UID ATU64900138)
  2. Loxone — LOXONE Group (Gründung 2009, Thomas Moser und Martin Öller als Gründer und Geschäftsführung, über 1.200 Beschäftigte mit Stand Januar 2024, Gliederung in Kernentwicklung, Marktorganisationen und Kompetenzzentren; Tochtergesellschaften LOXONE Smart Engineering, Baudisch Electronic, LOXONE Multimedia, EWORX, LOXONE Lighthouse und Quadral)
  3. Loxone — Smart Home (ein System statt Einzellösungen mehrerer Hersteller; abgedeckte Gewerke Licht, Beschattung, Heizung und Klima, Multiroom-Audio, Sicherheit, Zutritt und Energie; Verarbeitung aller Daten lokal auf dem Miniserver im Gebäude; Planung über Loxone-Partner)
  4. Loxone Dokumentation — Tree (eigene Verkabelung mit Daten- und 24-V-Versorgungsadern in einer Leitung, bis 50 Geräte je Schnittstelle beziehungsweise je Zweig, bis 500 m Leitungslänge, sternförmige Verlegung je Raum empfohlen)
  5. Loxone Dokumentation — Air (Funkanbindung von bis zu 128 Geräten im 868-MHz-Band in Europa, vermaschtes Netz mit dauerhaft versorgten Geräten als Weiterleitungsstellen, keine Rundsendung an mehrere Geräte gleichzeitig)
  6. Loxone Dokumentation — Loxone Config (Konfigurationssoftware für Windows, Bezug über den Downloadbereich des Herstellers)

Alle sechs Quellen stammen vom Hersteller und sind als dessen Angaben zu lesen. Die Selbstbeschreibung als Marktführer im Segment ist eine Herstellerangabe ohne unabhängigen Beleg und steht deshalb nicht auf dieser Seite.

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