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Dolby-Atmos-Setup 2.1.2 — Lautsprecherpositionen

Wie ist ein Dolby-Atmos-Setup 2.1.2 aufgebaut und wo gehören die Lautsprecher hin?

2.1.2 ist der kleinste Aufbau, den Dolby als Atmos-Setup führt, und er kommt mit drei Kisten im Raum aus. Das Setup-Blatt bezeichnet genau drei Dinge: die Sitzposition, „Left & right Dolby Atmos enabled speakers" und den Subwoofer. Weder ein Center noch Surroundlautsprecher kommen darin vor, und für die Höhe gibt es kein eigenes Lautsprecherpaar — die beiden Frontlautsprecher haben den nach oben gerichteten Treiber im selben Gehäuse. Aus zwei Lautsprechern und einem Subwoofer werden so fünf Kanäle.

Das hier ist die kleinste Anlage, die Dolby noch als Atmos zählt: links und rechts vom Fernseher je ein Lautsprecher, dazu eine Kiste für die tiefen Töne. Das Besondere sind die beiden Frontlautsprecher — sie haben oben einen zweiten Lautsprecher eingebaut, der zur Decke strahlt. Von dort kommt der Schall zurück zu Dir, und Du hörst ihn als Ton von oben, obwohl an der Decke gar nichts hängt. Dafür muss die Decke allerdings mitspielen: flach, nicht zu hoch und hart genug, um den Schall zurückzuwerfen.

Die Positionen im Einzelnen

Das Setup-Blatt nummeriert drei Positionen, und mehr sind es tatsächlich nicht. Die Kanalzahl entsteht daraus, dass zwei dieser Positionen je zwei Kanäle bedienen.

PositionDolby-BezeichnungWorauf es bei der Platzierung ankommt
SitzpositionSeating positionDer Bezugspunkt für alles andere. Dolby empfiehlt für seine Setup-Guides ausdrücklich, einen zentralen Sitzplatz zu wählen und die Lautsprecher darauf auszurichten.
Front links und rechtsLeft & right Dolby Atmos enabled speakersEin Gehäuse, zwei Kanäle: der nach vorn spielende Treiber für die Hörebene, der nach oben gerichtete für die Höhe. Sie stehen auf Ohrhöhe im Sitzen, also bei rund 1,2 m, und der obere Treiber zeigt frei zur Decke.
SubwooferSubwooferDie mittlere Ziffer zählt die Subwoofer, die sich am Receiver anschließen lassen. Der Effektkanal der Tonspur bleibt einer, egal wie viele Geräte daran hängen.

Die Höhenkanäle sind an genau diese beiden Frontpositionen gebunden. Die Installationsrichtlinie sagt das für zwei Atmos-fähige Lautsprecher ausdrücklich: Sie gehören an die Stelle des linken und des rechten Frontlautsprechers. Für die Aufstellhöhe nennt sie eine Ober- und eine Untergrenze, die in kleinen Räumen beide schnell greifen — auf oder leicht über Ohrhöhe im Sitzen, dabei nicht höher als die halbe Wandhöhe, und mindestens 0,9 m vom nächsten Kopf entfernt, besser 1,5 m. Sitzt jemand dicht an der Frontwand, ist der letzte Wert die Bedingung, die als Erstes reißt.

Wie der reflektierte Höhenkanal funktioniert und welche Decke er braucht, steht bei den Aufsatzlautsprechern — dort auch die Raumhöhen, für die Dolby die Winkelung dieser Bauform gerechnet hat.

Warum hier keine Gradzahlen stehen

Für größere Aufbauten führt Dolby jede Position mit einem Winkelbereich ab der Mittelachse; das 11.1.8-Blatt nennt für jeden einzelnen Kanal eine Gradangabe. Das 2.1.2-Blatt nennt keine. Die Zielpositionen stehen dort ausschließlich als Zeichnung, einmal von oben und einmal in perspektivischer Ansicht, und der begleitende Text bleibt bei drei allgemeinen Sätzen: auf Ohrhöhe im Sitzen aufstellen, auf einen zentralen Sitzplatz ausrichten, freie Bahn zwischen Hörplatz und Lautsprecher halten.

Was sich belastbar sagen lässt, kommt deshalb aus der übergreifenden Installationsrichtlinie und gilt für die Hörebene allgemein: Die Lautsprecher der Hörebene folgen der Empfehlung ITU-R BS.775-3, sie sollen möglichst gleich weit vom Hörplatz entfernt und auf gleicher Höhe stehen, und wo der gleiche Abstand nicht möglich ist, gleicht die Entfernungseinstellung des Receivers die Laufzeit aus.

Ausbau und Rückbau

2.1.2 ist der Einstieg der Reihe, und darunter beginnt der Bereich ohne Höhe. Zwei Wege führen weiter, und sie unterscheiden sich in dem, was sie zuerst nachrüsten.

Der eine ergänzt den Ring um den Hörplatz: Mit einem hinzugefügten Surround-Paar entsteht 4.1.2, das ebenfalls ohne Center auskommt und seine Höhe weiterhin aus den Frontlautsprechern bezieht. Der andere setzt zuerst am Center an und führt über 5.1.2 — dort kommen Center und Surrounds zusammen dazu, und für die Höhe steht neben der Aufsatzbauform auch der Deckeneinbau zur Wahl.

Welcher der beiden Schritte zuerst kommt, hängt daran, was im Raum schwerer wiegt: die Dialogverankerung an der Bildmitte oder die Umhüllung. Über den Center läuft der größte Teil der Dialoge, und ohne ihn entsteht die Bildmitte als Phantomschallquelle zwischen den Frontlautsprechern — sie steht nur für den, der mittig sitzt. Sitzt regelmäßig jemand außen, hat der Center Vorrang. Ein gemeinsamer Sofaplatz in der Mitte verschiebt die Reihenfolge dagegen zugunsten der Surrounds.

Ein Detail nimmt einem die Entscheidung nicht ab, macht sie aber billiger: Atmos ergänzt seine Lautsprecher — Center und Center-Surround ausgenommen — nur paarweise. Ein einzelner nachgerüsteter Surroundlautsprecher bringt den Aufbau keinen halben Schritt weiter; er bringt ihn gar nicht weiter.

Grenzen und Sonderfälle

Der Aufbau setzt zwei Dinge voraus, die er selbst nicht herstellt. Das erste ist die Decke: Der Höhenkanal entsteht hier ausschließlich über ihre Reflexion, und wo sie schräg, gewölbt oder mit Akustikplatten belegt ist, entsteht er nicht. Das zweite ist der Sitzplatz. Ohne Center und ohne Surrounds bleibt vom Ring nur ein Stereopaar, und ein Stereopaar zeichnet seine Mitte für einen Platz. Je weiter jemand davon abweicht, desto mehr wandert die Stimme zum näheren Lautsprecher.

Die kleine Kanalzahl ist dagegen kein Ausschlussgrund. Bei objektbasiertem Ton läuft dieselbe Tonspur auf jedem Layout, weil der Renderer die Objekte auf die vorhandenen Lautsprecher verteilt — 2.1.2 löst sie nur gröber auf als ein großer Aufbau. Wie das im Einzelnen arbeitet, steht beim objektbasierten Ton; ob die Tonspur den Atmos-Datenstrom überhaupt liefert, entscheidet das Trägerformat.

Für welchen Raum dieser Aufbau die richtige Wahl ist, beantwortet er selbst nicht. Diese Seite beschreibt die Geometrie, die Dolby für 2.1.2 vorgibt; die Layoutwahl gehört in die Entscheidungskapitel des Heimkino-Guides.

Verknüpfte Inhalte

Alle Aufbauten der Reihe nebeneinander, mit den sechs Basislayouts ohne Höhe, stehen in der Übersicht der Atmos-Setups. Was die drei Ziffern zählen und warum die mittlere nicht die Zahl der Subwoofer im Raum meint, erklärt die Kanal-Notation. Die Bauform, aus der hier die Höhe kommt, sind die Aufsatzlautsprecher. Der nächste größere Aufbau ohne Center ist 4.1.2, der nächste mit Center 5.1.2.

Quellen

Die drei bezeichneten Positionen sind wörtlich dem Dolby-Setup-Blatt zum 2.1.2-Aufbau entnommen, das für diese Seite im Volltext gelesen wurde. Dasselbe Blatt belegt, dass es keine Winkelangaben enthält. Die Aufstellhinweise zu Ohrhöhe, zentralem Sitzplatz und freier Bahn stehen auf der zugehörigen Dolby-Guide-Seite. Die Regeln für Atmos-fähige Aufsatzlautsprecher — Frontposition bei zwei Stück, Aufstellhöhe, Mindestabstand zum Hörplatz, Treiber zur Decke — sowie der Bezug der Hörebene auf ITU-R BS.775-3, die Ohrhöhe von 1,2 m und die Paarregel stammen aus den Dolby Atmos Home Theater Installation Guidelines in der Fassung r3.1 vom Dezember 2018.

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