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Einleitung

Ultraschlanker Einbaulautsprecher der Ci-T-Serie, Einbautiefe unter 36 mm.

Die Highlights des Ci160TS im Überblick

  • Einbauöffnung

    B 194 mm × H 194 mm

  • Einbautiefe

    36 mm

  • Nennimpedanz

    8 Ω

  • Empfindlichkeit

    87 dB

    2,83 V / 1 m

  • Gehäuse

    B × H × T

    222,8 mm222,8 mm41 mm

    Gewicht 1,05 kg

Technische Daten

  • Bass Port

    Bass Konzept

    Glossar

    Bassreflex und geschlossenes Gehäuse

    Beide Bauarten lösen dieselbe Aufgabe unterschiedlich: Sie verhindern, dass sich der Schall von der Vorder- und der Rückseite der Membran im Bass gegenseitig auslöscht. Das geschlossene Gehäuse sperrt die Rückseite komplett ein, das Bassreflexgehäuse führt sie über eine abgestimmte Öffnung nach außen und lässt sie im Nutzbereich mitspielen.

    Ein Basslautsprecher schiebt Luft nach vorn und gleichzeitig nach hinten. Ohne Gehäuse würden sich beide Hälften ausgleichen und es bliebe fast nichts übrig. Die geschlossene Box sperrt die Rückseite einfach ein. Die Bassreflexbox lässt sie durch ein Rohr wieder heraus, und zwar genau so abgestimmt, dass sie im Tiefton mithilft statt zu stören. Das bringt bei gleicher Größe mehr Pegel — kostet aber Reserve, sobald es noch tiefer wird. Welche Bauart die bessere ist, lässt sich deshalb nicht allgemein sagen.

    Ausführliche Erklärung

    Im geschlossenen Gehäuse wirkt die eingeschlossene Luft wie eine Feder, gegen die die Membran arbeitet. Nach unten hin fällt der Pegel sanft ab, und dieser flache Verlauf ist im Wohnraum ein echter Vorteil: Der Raum selbst hebt zu tiefen Frequenzen hin an, und beides zusammen ergibt oft einen tieferen nutzbaren Bass, als das Datenblatt vermuten lässt. Bezahlt wird das mit Wirkungsgrad — für denselben Pegel braucht eine geschlossene Konstruktion mehr Verstärkerleistung und mehr Membranhub.

    Das Bassreflexgehäuse fügt eine zweite schwingungsfähige Größe hinzu. Die Luftmasse im Rohr bildet zusammen mit dem Gehäusevolumen einen Resonator, der um seine Abstimmfrequenz herum kräftig mitstrahlt. Genau dort bewegt sich die Membran am wenigsten, weil die Öffnung die Arbeit übernimmt — das Prinzip liefert bei gleichem Chassis und gleicher Baugröße mehr Maximalpegel im Tiefton. Unterhalb der Abstimmung kippt das Verhältnis allerdings schlagartig: Der Pegel fällt deutlich steiler ab, und die Membran verliert ihre Führung, sodass sie bei tiefen Signalen unkontrolliert weit ausschlägt. Aktive Konstruktionen — allen voran Subwoofer — fangen das mit einem Hochpassfilter unterhalb der Abstimmung ab; eine passive Reflexbox hat diesen Schutz nicht und verlässt sich darauf, dass im Musikmaterial unterhalb ihrer Abstimmung kaum Energie liegt.

    Die theoretische Grundlage dafür stammt von Neville Thiele und Richard Small, zwei Ingenieuren, die in den 1960er- und 1970er-Jahren in Australien die Kenngrößen entwickelten, mit denen sich Chassis und Gehäuse bis heute berechnen lassen. Seitdem ist die Abstimmung einer Reflexbox keine Bastelei mehr, sondern eine Auslegungsentscheidung mit klaren Zielkonflikten.

    Ein praktischer Punkt geht in Datenblättern gern unter: Die Öffnung bewegt Luft, und wenn sie zu knapp dimensioniert oder zu nah an einer Wand sitzt, entstehen Strömungsgeräusche. Ein rückwärtiges Rohr braucht deshalb Abstand — nicht nur wegen des Basspegels, sondern wegen der Strömung selbst.

    Klar, geschlossene Konstruktionen gelten als die präziseren; der hörbare Unterschied ist trotzdem kleiner als der Ruf. Die zusätzliche Verzögerung im Bereich der Abstimmung ist messbar, wird im Wohnraum aber von dem überlagert, was Raummoden ohnehin an Nachschwingen beitragen. Zwischen einer gut gerechneten Reflexbox und einer mittelmäßigen geschlossenen Box gewinnt die Reflexbox.

    Bei Subwoofern

    Bei Subwoofern spitzt sich dieselbe Abwägung zu, weil dort ausschließlich der Bassbereich zählt. Geschlossene Subwoofer bauen für eine gegebene Abstimmung kleiner, fallen sanft ab und harmonieren dadurch gut mit dem Anstieg, den ein geschlossener Raum ohnehin liefert; sie verlangen aber kräftige Endstufen und viel Hub. Reflex-Subwoofer holen aus demselben Chassis rund um die Abstimmung deutlich mehr Maximalpegel heraus — der gängige Weg, wenn große Pegel im Tiefbass gefordert sind — und brauchen dafür mehr Volumen sowie zwingend einen Subsonic-Filter. Eine Sonderform ist die Passivmembran: Sie ersetzt das Rohr durch eine zweite, nicht angetriebene Membran, folgt aber derselben Logik und ist kein drittes Prinzip.

    Welche Bauform in einem konkreten Projekt passt, hängt an Raumgröße, Zielpegel und Aufstellungsfreiheit — die ausführliche Gegenüberstellung samt Qualitätskriterien steht auf der Wissensseite zu den Subwoofer-Bauformen.

    Häufiges Missverständnis

    „Geschlossen ist trocken, Bassreflex ist schwammig" — diese Erzählung hält sich, weil sie eine echte Beobachtung falsch erklärt. Was viele als schwammig erleben, stammt fast immer aus dem Raum: eine Mode, die lange nachschwingt, oder ein Subwoofer, der in einer Ecke steht. Beides passiert einem geschlossenen Gehäuse an derselben Stelle genauso.

    Genauso schief ist die Gleichsetzung von Öffnung und Tiefgang. Ein Rohr an der Rückseite sagt für sich genommen nichts darüber aus, wie tief eine Box spielt. Entscheidend ist die Abstimmfrequenz, und die ist eine Auslegungsentscheidung — es gibt hoch abgestimmte Reflexboxen, die weniger tief kommen als eine gut gerechnete geschlossene Konstruktion.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Passivmembran: Ersatz für das Rohr innerhalb desselben Prinzips.
    • Downfire und Frontfire: Beschreiben, wohin das Chassis strahlt, nicht wie das Gehäuse arbeitet.
    • Transmissionline und Horn: Eigene Prinzipien mit anderer Auslegungslogik.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer von etwa 30 Quadratmetern, offen zur Küche, Wunsch nach Kinopegel. Zu klären ist, wie viel Tiefbass bei welchem Pegel gebraucht wird — und ob der Raum überhaupt geschlossen genug ist, um von seinem eigenen Anstieg im Tiefton zu profitieren.

    Weil der Raum zur Küche offen ist, fällt dieser Anstieg weitgehend weg; der sanfte Abfall eines geschlossenen Subwoofers wird damit nicht mehr aufgefangen. Das Verfahren der Wahl ist deshalb eine Reflexkonstruktion mit ausreichend tiefer Abstimmung, ergänzt um einen zweiten Subwoofer für die Gleichmäßigkeit über die Sitzplätze. Erst mit dieser Festlegung beginnt die Geräteauswahl — und die Aufstellung entscheidet danach immer noch mehr über das Ergebnis als das Gehäuseprinzip.

    Verknüpfte Inhalte

    Was die Bauform für die Gerätewahl bedeutet, steht bei Subwoofer und auf der Wissensseite zu den Subwoofer-Bauformen. Warum mehr Watt nicht linear mehr Pegel ergeben, klären Wirkungsgrad und Verstärkerleistung.

    Quellen

    Die Auslegungsgrundlagen folgen den Arbeiten von Thiele und Small.

    Offen (Open Back)
  • Leistungsdaten

    Empfohlene Verstärkerleistung

    Glossar

    Verstärkerleistung

    Die Wattangabe eines Verstärkers beschreibt die elektrische Leistung, die er an eine bestimmte Last abgeben kann — üblicherweise an vier oder acht Ohm, in einem definierten Frequenzbereich und bei einem festgelegten Verzerrungsgrad. Wie laut es damit im Raum wird, steht damit noch nicht fest: Das entscheidet erst das Zusammenspiel mit dem Wirkungsgrad des Lautsprechers, der Impedanz und dem Hörabstand.

    Watt ist die Kraft, die der Verstärker bereitstellt — nicht die Lautstärke, die bei Dir ankommt. Der Zusammenhang ist außerdem unangenehm ungerecht: Doppelt so viel Watt heißt nicht doppelt so laut, sondern nur ein kleines bisschen lauter. Wirklich deutlich lauter wird es erst mit der zehnfachen Leistung. Deshalb bringt der Sprung von 100 auf 200 Watt weniger, als die Zahl verspricht — und die Wahl des Lautsprechers mehr.

    Ausführliche Erklärung

    Der wichtigste Zusammenhang ist der logarithmische. Verdoppelst Du die Leistung, gewinnst Du drei Dezibel; das ist hörbar, aber klein. Damit etwas als „doppelt so laut" empfunden wird, braucht es etwa zehn Dezibel mehr — also die zehnfache Leistung. Aus 100 Watt müssten 1.000 Watt werden. Dieselben zehn Dezibel bekommst Du alternativ über einen Lautsprecher mit zehn Dezibel höherem Kennschalldruckpegel, und dieser Weg ist in aller Regel der günstigere.

    Der zweite Punkt ist die Reserve. Musik und Filmton laufen im Mittel weit unter ihren Spitzen; die lauten Momente verlangen kurzzeitig ein Vielfaches der mittleren Leistung. Genau dafür ist eine großzügige Auslegung da — nicht, um dauerhaft laut zu spielen, sondern um Spitzen unverzerrt durchzulassen. Geht dem Verstärker dabei die Reserve aus, begrenzt er die Signalspitzen; das klingt hart und belastet vor allem Hochtöner. Der verbreitete Rat, ein zu schwacher Verstärker sei gefährlicher für die Lautsprecher als ein zu starker, hat hier seinen Ursprung.

    Der dritte Punkt betrifft die Vergleichbarkeit, und hier ist Vorsicht angebracht. Dauerleistung, Kurzzeit- und Spitzenwerte desselben Geräts liegen weit auseinander, und Angaben ohne Nennung von Impedanz, Frequenzbereich und Klirrgrad sagen wenig. Aussagekräftiger als die absolute Zahl ist, wie sich die Leistung bei halbierter Impedanz verhält: Ein Verstärker, der an vier Ohm annähernd die doppelte Leistung liefert wie an acht, hat ein kräftiges Netzteil — und das ist genau die Eigenschaft, die bei anspruchsvollen Lautsprechern zählt.

    Wie eine belastbare Angabe aussieht, legt die amerikanische Messnorm CTA-490-B fest, die hinter der dortigen Werberegel für Verstärker steht: Sinusleistung an acht Ohm bei einem Kilohertz und höchstens einem Prozent Klirr, mindestens fünf Minuten lang, bei Mehrkanalgeräten mit allen Kanälen zugleich. Die Reserve für Spitzen hat dort zwei genormte Namen: Dynamic Headroom, gemessen mit einem Burst von zwanzig Millisekunden, und Clipping Headroom, gemessen mit Dauersinus bis zur sichtbaren Begrenzung. Seit 2024 gibt es daneben CTA-2054, die den Verstärker mit demselben musikähnlichen Rauschen prüft wie die Lautsprechernormen und das Ergebnis als Pegel in Dezibel angibt, mit dem Zusatz, dass die Spitzen rund zwölf Dezibel darüber liegen. Diese Angabe lässt sich direkt mit dem Datenblatt eines Lautsprechers vergleichen, ohne Watt in Schalldruck umzurechnen.

    Bei Subwoofern wird mit Wattzahlen besonders offensiv geworben. Die Einordnung dazu steht im Eintrag zum Subwoofer, weil dort noch Membranfläche, Hub und Gehäuse hinzukommen.

    Häufiges Missverständnis

    „Der Lautsprecher verträgt 150 Watt, also brauche ich einen Verstärker mit 150 Watt" — diese Rechnung führt in die Irre, weil beide Zahlen verschiedene Dinge beschreiben. Die Belastbarkeit sagt, was der Lautsprecher thermisch aushält; die Verstärkerleistung sagt, was geliefert werden kann. Ein deutlich stärkerer Verstärker ist unkritisch, solange nicht dauerhaft über die Belastbarkeit hinaus aufgedreht wird. Eine Ausnahme verdient Erwähnung: Steht am Lautsprecher der Zusatz CTA-426-B neben der Wattzahl, ist die Zahl tatsächlich als empfohlene maximale Verstärkerleistung gemeint — diese Norm hat den Begriff Belastbarkeit bewusst durch eine Verstärkerempfehlung ersetzt.

    Ähnlich beliebt ist „Mehr Watt klingt besser". Oberhalb der Leistung, die für den gewünschten Pegel samt Reserve nötig ist, ändert zusätzliche Leistung am Klang nichts. Was Geräte tatsächlich unterscheidet, sind Verhalten unter Last, Stabilität an schwierigen Impedanzen und die Qualität der Vorstufe — nichts davon steht in der Wattzahl.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Belastbarkeit: Eine Eigenschaft des Lautsprechers, keine des Verstärkers.
    • Kennschalldruckpegel: Bestimmt, wie viel Pegel aus einem Watt wird.
    • Leistungsaufnahme: Was das Gerät aus der Steckdose zieht; wegen des geringen Wirkungsgrades ein Vielfaches der abgegebenen Leistung.

    In der Planung

    Ein Heimkino mit acht Metern Hörabstand zur Leinwand, sieben Kanäle, Wunsch nach Kinopegel bei Filmton. Am Anfang steht die Frage, welcher Spitzenpegel am Hörplatz erreicht werden soll — nicht, wie viele Watt der Receiver auf dem Karton verspricht.

    Aus dem Zielpegel, dem Abstand und dem Kennschalldruckpegel der Lautsprecher ergibt sich die nötige Leistung je Kanal, und zwar einschließlich Reserve für Spitzen. Diese Rechnung macht zugleich die Schwachstelle vieler Mehrkanal-Receiver sichtbar: Die angegebene Leistung gilt oft nur für zwei gleichzeitig ausgesteuerte Kanäle, während im Filmton alle sieben gefordert sind. Ergibt die Rechnung, dass es eng wird, fällt die Entscheidung für separate Endstufen — und erst dann geht es um Marken und Modelle.

    Verknüpfte Inhalte

    Wie viel Pegel ein Lautsprecher aus einem Watt macht, steht beim Wirkungsgrad; warum die Last dabei so wichtig ist, bei Impedanz. Die subwooferspezifische Einordnung der Wattangaben behandelt der Eintrag Subwoofer.

    Quellen

    Die Messbedingungen folgen IEC 60268-3 und der FTC Amplifier Rule.

    10 – 100 W
    Empfindlichkeit

    Glossar

    Wirkungsgrad und Kennschalldruckpegel

    Der Wirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der elektrischen Leistung ein Lautsprecher in Schall umsetzt. Er liegt bei üblichen HiFi-Lautsprechern im Bereich weniger Prozent — der Rest wird Wärme. In Datenblättern steht stattdessen fast immer der Kennschalldruckpegel: der Schalldruck in einem Meter Abstand bei einer definierten Eingangsspannung, angegeben in Dezibel.

    Lautsprecher sind erstaunlich schlechte Wandler: Von dem, was der Verstärker liefert, wird nur ein winziger Teil zu Musik, fast alles wird Wärme. Wie gut ein Modell darin ist, steht als Dezibel-Zahl im Datenblatt. Ein Lautsprecher mit einer höheren Zahl braucht für dieselbe Lautstärke einen kleineren Verstärker. Das sagt aber nichts darüber, wie gut er klingt — nur, wie viel Kraft er dafür braucht.

    Ausführliche Erklärung

    Die beiden Begriffe messen dasselbe aus verschiedenen Blickwinkeln. Der Wirkungsgrad ist ein physikalisches Verhältnis in Prozent und für den Alltag wenig griffig. Der Kennschalldruckpegel dagegen sagt Dir direkt, wie laut es in einem Meter Abstand wird — und ist damit die Zahl, mit der sich rechnen lässt.

    Rechnen heißt hier vor allem: abschätzen, wie viel Verstärkerleistung ein Lautsprecher braucht. Der Zusammenhang ist unbequem, weil er logarithmisch verläuft. Eine Verdopplung der Leistung bringt drei Dezibel mehr Pegel, und deutlich lauter empfindet das Gehör erst einen Zuwachs von rund zehn Dezibel — dafür wäre die zehnfache Leistung nötig. Ein Lautsprecher mit drei Dezibel mehr Kennschalldruckpegel spart also die Hälfte der Verstärkerleistung ein, und das ist mehr wert, als die kleine Zahl vermuten lässt.

    Der Haken liegt in den Messbedingungen. Die verbreitete Angabe bezieht sich auf 2,83 Volt in einem Meter Abstand. Bei einem Acht-Ohm-Lautsprecher entspricht das genau einem Watt, bei einem Vier-Ohm-Lautsprecher aber zwei Watt — dieselbe Spannung liefert dort die doppelte Leistung, und die Angabe fällt entsprechend etwa drei Dezibel günstiger aus. Wer zwei Modelle mit unterschiedlicher Impedanz über die Datenblattzahl vergleicht, vergleicht deshalb nicht dasselbe. Dazu kommt, dass Hersteller unterschiedlich mitteln, in unterschiedlichen Frequenzbereichen und teilweise im Raum statt reflexionsarm messen.

    Hinter der Zahl steht außerdem ein Zielkonflikt, an dem sich nichts drehen lässt: Wirkungsgrad, Tiefgang und Gehäusevolumen lassen sich nicht gleichzeitig maximieren. Wer bei kleiner Box tief spielen will, zahlt mit Wirkungsgrad; wer hohen Wirkungsgrad und Tiefgang will, braucht Volumen. Genau deshalb sind kompakte Lautsprecher mit beeindruckender Tiefgangangabe fast immer die leistungshungrigen.

    Ein hoher Kennschalldruckpegel ist praktisch, sagt aber nichts über den erreichbaren Maximalpegel aus. Wie laut ein Lautsprecher wirklich werden kann, bestimmen Belastbarkeit, Membranhub und Verzerrungsverhalten, nicht seine Empfindlichkeit bei einem Watt.

    Häufiges Missverständnis

    Verbreitet ist die Lesart „hoher Wirkungsgrad heißt guter Lautsprecher". Der Wirkungsgrad ist eine Auslegungsentscheidung, keine Qualitätsnote. Kino- und Beschallungslautsprecher sind bewusst hoch ausgelegt, weil dort große Pegel und lange Wege gefragt sind; kompakte Wohnraumboxen tauschen Wirkungsgrad gegen Tiefgang bei kleiner Bauform.

    Hartnäckig ist auch die Umkehrung: „Mein Verstärker hat genug Watt, dann ist die Empfindlichkeit egal." Das stimmt für den mittleren Pegel und geht bei Spitzen schief. Ein unempfindlicher Lautsprecher zieht bei dynamischen Passagen ein Vielfaches der mittleren Leistung, und genau dort geht einem knappen Verstärker die Reserve aus.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Maximalpegel: Was der Lautsprecher aushält, nicht was er aus einem Watt macht.
    • Verstärkerleistung: Die andere Seite derselben Rechnung.
    • Impedanz: Bestimmt, wie viel Leistung bei gegebener Spannung fließt — und verzerrt genau deshalb den Vergleich zweier Datenblätter.

    Typischer Fehler

    Ein Kunde besitzt einen hochwertigen Röhrenverstärker mit rund zehn Watt pro Kanal und möchte dazu passende Lautsprecher. Die Frage nach dem „besten" Lautsprecher hilft hier nicht weiter — zuerst muss klar sein, welcher Pegel im Raum gebraucht wird und was der Verstärker dafür liefern kann.

    Bei zehn Watt und einem Hörabstand von drei Metern kommt man mit einem Lautsprecher um 86 Dezibel Kennschalldruckpegel bereits an die Grenze, sobald es um Dynamikspitzen geht. Sinnvoll ist deshalb, die Auswahl von vornherein auf empfindlichere Konstruktionen einzugrenzen — und dabei zu akzeptieren, dass diese bei gleicher Baugröße weniger tief spielen. Konkrete Modelle kommen zuletzt ins Gespräch. Der Weg andersherum — erst der Lautsprecher, dann die Frage nach dem Pegel — endet regelmäßig damit, dass der schöne Verstärker ersetzt werden muss.

    Verknüpfte Inhalte

    Wie viel Pegel daraus im Raum wird, steht bei Verstärkerleistung; warum die Ohm-Angabe die Vergleichbarkeit stört, bei Impedanz. Die Dezibel-Rechnung selbst behandelt der Eintrag zu Dezibel.

    Quellen

    Die Messbedingungen folgen IEC 60268-5, die Einordnung der Herstellerangaben Toole.

    2,83 V / 1 m
    87 dB
    Nennimpedanz

    Glossar

    Impedanz

    Die Impedanz beschreibt, welchen Widerstand ein Lautsprecher dem Wechselstrom des Verstärkers entgegensetzt. Anders als ein einfacher Widerstand ist dieser Wert frequenzabhängig: Er schwankt über den Hörbereich erheblich, und die Angabe auf dem Karton — vier, sechs oder acht Ohm — ist nur ein grober Nennwert für diesen Verlauf.

    Die Ohm-Zahl sagt, wie schwer es der Lautsprecher dem Verstärker macht. Eine kleinere Zahl bedeutet mehr Stromfluss und damit mehr Arbeit für das Gerät. Wichtig ist das vor allem, wenn Du günstige Verstärker mit anspruchsvollen Lautsprechern kombinierst oder mehrere Lautsprecher an denselben Anschluss hängst. Bei üblichen Kombinationen aus einem Verstärker und einem Lautsprecherpaar ist die Zahl dagegen selten das Problem, über das man nachdenken muss.

    Ausführliche Erklärung

    Der tatsächliche Verlauf hat wenig mit einer geraden Linie zu tun. Rund um die Resonanz des Basslautsprechers steigt die Impedanz stark an, im Bereich darüber fällt sie oft deutlich unter den Nennwert, und die Frequenzweiche fügt eigene Buckel und Senken hinzu. Ein als „8 Ohm" verkaufter Lautsprecher kann bei einer Frequenz 30 Ohm und bei einer anderen 5 Ohm haben.

    Für den Verstärker zählen zwei Größen: das Minimum dieses Verlaufs und der Phasenwinkel an derselben Stelle. Fällt die Impedanz weit ab und liegt gleichzeitig eine große Phasendrehung an, muss das Gerät hohen Strom bei ungünstigem Timing liefern — die eigentliche Belastungsprobe. Deshalb gibt es Lautsprecher mit acht Ohm Nennimpedanz, die schwerer zu treiben sind als manche mit vier.

    In der Praxis wird das an drei Stellen relevant. Erstens bei Mehrkanal-Receivern, die im Menü eine Impedanz-Einstellung anbieten und sich damit selbst begrenzen. Zweitens bei Röhrenverstärkern, deren Ausgangsübertrager auf eine bestimmte Last ausgelegt sind — dort ist die Zuordnung keine Empfehlung, sondern eine Voraussetzung. Und drittens bei parallel angeschlossenen Lautsprechern, etwa in Wohnraum- oder Außenbereichen mit mehreren Paaren an einem Kanal: Zwei parallele Acht-Ohm-Lautsprecher ergeben vier Ohm, vier ergeben zwei — und spätestens dort steigen die meisten Verstärker aus.

    Für die übliche Kombination aus Stereoverstärker und einem Lautsprecherpaar ist die Ohm-Zahl selten das entscheidende Kriterium. Sie wird es, sobald mehrere Lautsprecher zusammenkommen oder der Verstärker knapp dimensioniert ist, und dann sehr schnell.

    Häufiges Missverständnis

    „Vier Ohm ist schlechter als acht Ohm" — das ist eine Verwechslung von Ursache und Wirkung. Eine niedrigere Impedanz zieht bei gleicher Spannung mehr Strom und damit mehr Leistung aus dem Verstärker; ob das ein Problem ist, hängt allein am Verstärker. Kräftige Geräte liefern an vier Ohm annähernd die doppelte Leistung wie an acht und profitieren sogar davon.

    Gern als Rettung angeboten wird die Reihenschaltung. Zwei Lautsprecher in Reihe verdoppeln zwar die Impedanz und entlasten den Verstärker, koppeln aber beide über ihre Impedanzverläufe aneinander: Sobald sich die beiden unterscheiden — anderes Modell, andere Einbausituation —, teilt sich die Spannung frequenzabhängig ungleich auf, und der Frequenzgang beider verändert sich. Als saubere Lösung für mehrere Lautsprecher an einem Kanal taugt das deshalb nicht.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Gleichstromwiderstand: Der mit dem Multimeter messbare Wert der Schwingspule; er liegt unter der Nennimpedanz und sagt über die Last wenig aus.
    • Belastbarkeit: Wie viel Leistung der Lautsprecher thermisch verträgt.
    • Wirkungsgrad: Wie viel Pegel aus dieser Leistung wird.

    Typischer Fehler

    Eine Terrasse soll vier Lautsprecher bekommen, gespeist von einem Stereo-Kanalpaar. Bevor irgendein Verstärker in die engere Wahl kommt, muss geklärt sein, wie die vier Lautsprecher überhaupt angeschlossen werden sollen.

    Zwei Paare parallel an einem Kanal ergeben rechnerisch zwei Ohm — eine Last, an der übliche Geräte abschalten oder überhitzen. Der Ausweg ist deshalb nicht der stärkere Verstärker, sondern ein Aufbau, der das Problem gar nicht erst erzeugt: mehr Verstärkerkanäle, ein Lautsprecher-Umschalter mit Impedanzanpassung oder — bei größeren Außenanlagen der übliche Weg — eine 70-Volt-Installation, bei der die Impedanzfrage konstruktiv entfällt. Das Gerät kommt danach.

    Verknüpfte Inhalte

    Warum die Last die Leistungsangabe verschiebt, steht bei Verstärkerleistung; wie sich beides auf den erreichbaren Pegel auswirkt, beim Wirkungsgrad.

    Quellen

    Nennwert und zulässige Abweichung folgen IEC 60268-5, die Einordnung der Verstärkeranforderung Toole.

    8 Ω
  • Treiberanzahl

    Anzahl Hochtöner
    1
    Anzahl Tieftöner
    1
  • Gehäusemaße

    Höhe
    222,8 mm
    Breite
    222,8 mm
    Tiefe
    41 mm
    Gewicht
    1,05 kg
  • Einbaumaße

    Einbauöffnung Breite
    194 mm
    Einbauöffnung Höhe
    194 mm
    Einbautiefe
    36 mm

Anschlüsse

Rückansicht des KEF Ci160TS Lautsprechers mit Anschlüssen und internen Komponenten.

Rückansicht des KEF Ci160TS Lautsprechers mit Anschlüssen und internen Komponenten.

    • Terminal

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Telefon
+65 (0) 6395 0850

Verantwortliche Person in der EU

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GP Acoustics GmbH
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