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Einleitung

Das FireBird BASS gehört an die Tieftonklemmen eines Lautsprechers mit Bi-Wiring-Anschluss. AudioQuest gibt es nur für Frequenzen bis 10 kHz frei, als Vollbereichskabel oder am Hochtoneingang ist es nicht vorgesehen. Für den Hochton kombinierst Du es mit dem ZERO-Kabel derselben Linie. Seine massiven Leiter sind teils aus PSS-Silber, teils aus PSC+-Kupfer. Ein Batteriepack am Kabel spannt die Isolierung mit 72 V vor.

Technologien im FireBird BASS

Was in den technischen Daten steckt — auf unseren Wissensseiten erklärt und vertieft.

Technische Daten

  • Leitermaterial

    Leitermaterial
    • PSS (Perfect-Surface Silver)
    • PSC+
    Leiteraufbau
    Massiv (Solid-Core)

    Glossar

    Massivleiter und Litze

    Zwei Kabel mit demselben Querschnitt, demselben Kupfer und derselben Kategorie können sich in einem Punkt unterscheiden, der über die halbe Installation entscheidet — im Aufbau der Ader. Ein Massivleiter besteht aus einem einzigen Draht, eine Litze aus vielen dünnen Einzeldrähten, die miteinander verseilt sind und zusammen denselben Nennquerschnitt ergeben.

    Es gibt zwei Bauarten von Kabeln. In der einen steckt pro Ader ein einzelner Draht, in der anderen ein Bündel aus vielen dünnen. Der einzelne Draht bleibt liegen, wo Du ihn hinlegst, bricht aber, wenn er ständig hin und her gebogen wird. Das Bündel ist beweglich und hält das Umstecken aus. Deshalb steckt in dem, was fest in die Wand geht, der einzelne Draht, und in dem, was zwischen Dose und Gerät baumelt, das Bündel. Das ist keine Preisfrage, sondern eine Frage, ob die Verbindung in fünf Jahren noch steht.

    Ausführliche Erklärung

    Die Normung führt die Bauformen als Leiterklassen. Klasse 1 ist der eindrähtige Leiter, Klasse 2 der mehrdrähtige für feste Verlegung, die Klassen 5 und 6 sind die flexiblen und hochflexiblen Ausführungen mit sehr vielen sehr dünnen Einzeldrähten. Zwischen Klasse 1 und Klasse 6 liegt kein Qualitätsunterschied, sondern ein Zweckunterschied.

    Mechanisch ist die Sache eindeutig. Biegt man einen Draht, wird die Außenseite gedehnt und die Innenseite gestaucht; je dicker der Draht, desto größer diese Dehnung bei gleichem Radius. Ein Massivleiter nimmt das ein paarmal hin und wird dabei härter und spröder — an der immer gleichen Stelle bricht er irgendwann. Eine Litze verteilt dieselbe Bewegung auf viele dünne Drähte, die sich gegeneinander verschieben können. Das ist der ganze Grund, warum Verlegekabel und Patchkabel verschieden aufgebaut sind.

    Elektrisch ist der Unterschied klein und wird regelmäßig überschätzt. Bei gleichem Nennquerschnitt liegt der Widerstand einer Litze etwas höher, weil die verseilten Einzeldrähte einen längeren Weg zurücklegen als die gerade Strecke und weil zwischen ihnen Luft bleibt — der Außendurchmesser einer Litze fällt entsprechend größer aus als der eines Massivleiters gleichen Querschnitts.

    Bei Datenkabeln kommt ein zweiter Effekt dazu, und der ist in den Verkabelungsnormen ausdrücklich eingepreist: Litzen-Patchkabel dämpfen stärker als Verlegekabel derselben Kategorie. Die Normenreihe rechnet deshalb mit Abschlägen auf die zulässige Einfügedämpfung — genannt werden 20 Prozent für 24 AWG und 50 Prozent für 26 AWG, für die heute verbreiteten dünnen Patchkabel mit 28 AWG ein Faktor von 1,95. In der Praxis heißt das nicht „schlechtes Kabel", sondern schlicht, dass die Patchkabel im Längenbudget der Gesamtstrecke teurer bezahlt werden als die feste Strecke dazwischen.

    Die Anschlusstechnik entscheidet mit

    Der teure Teil der Verwechslung sitzt nicht im Kabel, sondern an seinen Enden. Jede Anschlusstechnik ist für eine Leiterart und eine Querschnittsspanne freigegeben, und das steht im Datenblatt des Moduls, nicht im Katalogtext:

    • Schneidklemmen — die Kontakte in Datendosen, Keystone-Modulen und Patchfeldern — schneiden durch die Isolierung und fassen den Leiter zwischen zwei Schneiden. Viele Module sind für beide Leiterarten freigegeben, dann aber mit getrennten Angaben, etwa eindrähtig von AWG 26 bis 22 und flexibel von AWG 27 bis 22. Andere sind es nicht.
    • Federkraft- und Schraubklemmen an Geräten, Verstärkern und Lautsprecherterminals nehmen Litze auf; feindrähtige Leiter werden dafür üblicherweise mit einer Aderendhülse versehen, damit keine Einzeldrähte aus der Klemme wandern.
    • Steckverbinder gibt es je Leiterart. RJ45-Stecker werden getrennt für eindrähtige und für flexible Leiter angeboten, weil die Kontaktschneiden anders greifen müssen.

    Der Fehler, um den es hier eigentlich geht, ist der leise: Ein Kontakt, der die falsche Leiterart fasst, funktioniert oft zunächst. Er fällt später aus — nach Temperaturwechseln, nach einem Zug am Kabel, nach der ersten Wartung. Genau diese Sorte Fehler ist im fertigen Bau am aufwendigsten zu finden.

    Häufiges Missverständnis

    „Litze leitet besser, weil sie mehr Oberfläche hat." Der Satz greift den Skin-Effekt auf und zieht daraus den falschen Schluss. Richtig ist, dass Wechselstrom mit steigender Frequenz nach außen wandert; im Kupfer liegt die Eindringtiefe bei 20 kHz rechnerisch bei rund 0,47 mm, was bei üblichen Lautsprecherquerschnitten am oberen Bandende einen kleinen, aber nicht völlig verschwindenden Effekt ergibt. Falsch ist der zweite Teil: Die Einzeldrähte einer gewöhnlichen Litze sind nicht voneinander isoliert, sondern liegen blank aneinander. Elektrisch verhält sich das Bündel deshalb wie ein Leiter mit dem Durchmesser des Bündels, und die zusätzliche Oberfläche zählt gar nicht mit. Eine Aufteilung, die wirklich wirkt, verlangt lackisolierte Einzeldrähte — HF-Litze, wie sie im Spulenbau von Frequenzweichen vorkommt, und nicht das flexible Lautsprecherkabel aus dem Handel.

    Die zweite Verwechslung läuft andersherum und klingt zunächst plausibel: Ein Patchkabel mit Massivleiter wäre doch stabiler. Es ist steifer, aber nicht stabiler. Bewegte Verbindungen sind genau der Fall, für den der Massivleiter nicht gemacht ist — und ein Kabelbruch in der Ader zeigt sich von außen nicht.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Feindrähtige Leiter: Leiterklassen 5 und 6, also Litze mit sehr vielen sehr dünnen Drähten. Eine Steigerung der Beweglichkeit, keine eigene Kategorie — und Klemmen brauchen dafür häufiger eine Aderendhülse.
    • HF-Litze: Bündel aus lackisolierten Einzeldrähten. Sieht ähnlich aus, verfolgt aber einen ganz anderen Zweck als flexible Verlegung.
    • CCA: kupferbeschichtetes Aluminium ist eine Werkstofffrage und völlig unabhängig davon, ob der Leiter massiv oder verseilt ist.
    • Leiterquerschnitt und AWG: Die Angabe „24 AWG/1" nennt beides — Querschnitt und Aufbau. Was die Zahlen bedeuten, steht bei Leiterquerschnitt und AWG.

    Typischer Fehler

    Ein Technikraum bekommt ein Rack, in dem die Geräte auf Auszügen sitzen, damit man zum Anschließen an die Rückseite kommt. Die Datenleitungen kommen aus dem Haus im Rack an, und der Elektriker schlägt vor, sie direkt auf RJ45-Stecker zu crimpen und in die Geräte zu stecken — ein Arbeitsgang gespart, ein Patchfeld gespart.

    Die Konzeptfrage davor lautet, wo die feste Verkabelung endet und wo beginnt, was bewegt wird. In diesem Raum ist die Antwort eindeutig, denn jeder Auszug bewegt die letzten anderthalb Meter jeder Leitung, und zwar über die ganze Lebensdauer der Anlage. Damit ist auch entschieden, dass das Verlegekabel dort nicht ankommen darf.

    Der Aufbau ergibt sich damit von selbst. Die feste Strecke endet an einem Patchfeld oder an Anschlussmodulen, beide für den eindrähtigen Leiter des Verlegekabels ausgelegt und dort mechanisch entlastet. Ab dieser Schnittstelle übernehmen konfektionierte Patchkabel mit Litze, mit genug Länge für den vollen Auszug und mit einer Führung, die den Bogen über den Mindestbiegeradius hält. Erst danach ist die Gerätefrage dran — und sie ändert an dieser Aufteilung nichts.

    Verknüpfte Inhalte

    Was die Zahlen auf dem Mantel bedeuten und warum die Umrechnung zwischen Quadratmillimetern und AWG nur näherungsweise stimmt, steht bei Leiterquerschnitt und AWG. Warum dieselbe Kategorie in zwei Bauformen kommt und was am Ende gemessen wird, führt der Eintrag zu den Kabelkategorien aus. Wie die Schnittstelle zwischen fester Verkabelung und Geräten im Raum aussieht, behandelt die Seite zum Technikraum.

    Quellen

    Die Leiterklassen und die genormten Nennquerschnitte stehen in IEC 60228. Die gesonderte Bewertung von Litzen-Patchkabeln im Kanal gehört zur Verkabelungsnormung (ANSI/TIA-568.2-D); die genannten Abschläge sind hier über Herstellerdarstellungen belegt, die sich auf diese Norm berufen. Die Eindringtiefe bei 20 kHz ist aus der Standardbeziehung für den Skin-Effekt gerechnet.

Anschlussform

  • Anschlussform unvollständig

    Quelle

    —

    Ziel

    —

Angaben zur Produktsicherheit

Herstellerinformation

Firma
The Quest Group (AudioQuest)
Postanschrift
2621 White Rd92614 Irvine, CA

Verantwortliche Person in der EU

Firma
The Quest Group BV
Postanschrift
Hoge Bergen 104704 RH Roosendaal

Sicherheitsrelevante Dokumente findest Du im Bereich Downloads. Zu den Downloads

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