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Einleitung

Der The100 Sub Pro Passive · Sealed ist das größte Modell in Ascendos Kino-Baureihe Sub Pro Passive: ein speziell gefertigter 100-Zoll-Tieftöner mit doppelter 21-Zoll-Schwingspule (je 4 Ω), ausgelegt für 20.000 Watt, in einem geschlossenen Gehäuse. Er erreicht 105 dB Kennschalldruckpegel (1 W/1 m). Mit einer Front von 2,36 x 2,36 Metern und 260 kg Gewicht ist er für sehr große, fest installierte Kinosäle gedacht, nicht für den regulären Wohnraum.

Die Highlights des The100 Sub Pro Passive · Sealed im Überblick

  • Bass Konzept

    Geschlossen

  • Verstärkerleistung

    20.000 W

  • Gehäuse

    B × H × T

    2.360 mm2.360 mm775 mm

    nur Korpus · Gewicht 260 kg

Technische Daten

  • Leistungsdaten

    Belastbarkeit (RMS)

    Glossar

    Belastbarkeit (Lautsprecher)

    Die Belastbarkeit beschreibt, wie viel elektrische Leistung ein Lautsprecher aufnehmen kann, ohne beschädigt zu werden. Sie ist eine Grenze, keine Leistungsangabe: Wie laut der Lautsprecher dabei wird, steht in einer ganz anderen Zahl — dem Kennschalldruckpegel.

    Auf vielen Boxen steht eine Wattzahl, und fast alle lesen sie als Maß für Lautstärke. Gemeint ist aber etwas anderes: wie viel Strom der Lautsprecher verträgt, bevor etwas kaputtgeht. Zwei Boxen mit derselben Zahl können unterschiedlich laut spielen, weil sie aus derselben Energie unterschiedlich viel Schall machen. Und zerstört werden Lautsprecher im Alltag selten von einem zu großen Verstärker — meistens von einem zu kleinen, der über seine Grenze getrieben wird.

    Ausführliche Erklärung

    Ein Lautsprecher kann auf zwei ganz verschiedene Arten an seine Grenze kommen. Der thermische Weg betrifft die Schwingspule: Der weitaus größte Teil der zugeführten Leistung wird dort in Wärme umgesetzt, und wenn diese Wärme nicht schnell genug abfließt, verliert der Kleber seine Festigkeit oder der Lackdraht brennt durch. Der mechanische Weg betrifft die Auslenkung: Fährt die Membran über den Bereich hinaus, in dem Antrieb und Aufhängung sie noch führen, schlägt die Schwingspule an oder die Sicke reißt — die äußere Einspannung, die die Membran am Korb hält. Welcher der beiden Fälle zuerst eintritt, hängt an der Frequenz — tiefe Signale bringen viel Hub bei wenig Erwärmung, hohe Signale genau umgekehrt.

    Deshalb gibt es nicht die eine Belastbarkeitszahl, sondern mehrere. Die Nennbelastbarkeit nach IEC 60268-5 wird mit einem genormten Rauschsignal über eine lange Prüfdauer ermittelt und ist der einzige Wert, der sich zwischen Herstellern halbwegs vergleichen lässt. Daneben stehen Kurzzeit- und Spitzenwerte für Signalimpulse von Sekunden oder Bruchteilen davon — und schließlich Angaben wie „Musikleistung" oder „PMPO", hinter denen kein Prüfverfahren steht und die sich deshalb weder vergleichen noch überprüfen lassen.

    Der praktisch wichtigste Zusammenhang ist ein anderer, und er kehrt die verbreitete Sorge um. Musik und Filmton haben einen großen Abstand zwischen mittlerem Pegel und Spitzen; die mittlere Leistung liegt deutlich unter dem, was die lauten Momente kurzzeitig verlangen. Ein reichlich dimensionierter Verstärker liefert diese Spitzen sauber und läuft im Mittel weit unterhalb der Belastbarkeit. Ein zu knapp dimensionierter begrenzt die Spitzen stattdessen — aus den Sinusbögen werden abgeflachte Rechtecke, deren zusätzliche Oberwellenenergie im Hochton landet. Der Hochtöner bekommt dann dauerhaft ein Vielfaches dessen ab, wofür er ausgelegt ist, und stirbt an einer Leistung, die weit unter der Belastbarkeit des Gesamtsystems liegt.

    Bei mehrwegigen Lautsprechern verteilt die Frequenzweiche die Energie auf die einzelnen Wege, und die Belastbarkeitsangabe gilt für das System unter der Annahme einer üblichen spektralen Verteilung. Ein Dauerton in der Nähe der Übernahmefrequenz oder ein stark höhenbetontes Signal verschiebt diese Verteilung — das ist der Grund, warum Testtöne und Rückkopplungen Lautsprecher zerstören, die im Musikbetrieb jahrelang unauffällig laufen.

    Häufiges Missverständnis

    „Die Box verträgt 150 Watt, also darf der Verstärker höchstens 150 Watt haben" — diese Rechnung behandelt die Verstärkerleistung als etwas, das dem Lautsprecher aufgezwungen wird. Tatsächlich bestimmt die Stellung des Lautstärkereglers, wie viel Leistung fließt; ein 300-Watt-Verstärker liefert bei Zimmerlautstärke wenige Watt. Gefährlich ist nicht die Reserve, sondern dauerhaftes Aufdrehen über die Belastbarkeit hinaus — dieselbe Rechnung aus der Sicht des Verstärkers steht im Eintrag zur Verstärkerleistung.

    Ebenso hartnäckig ist die Gleichsetzung von Belastbarkeit und Maximalpegel. Wie laut ein Lautsprecher werden kann, ergibt sich erst aus Belastbarkeit und Kennschalldruckpegel zusammen — und begrenzt wird der Pegel in der Praxis oft schon vorher durch den Membranhub oder durch die Kompression, mit der der Wirkungsgrad bei steigender Spulentemperatur nachlässt.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Verstärkerleistung: Was geliefert werden kann, nicht was aufgenommen werden darf. Eigenschaft des Verstärkers.
    • Maximalpegel: Der erreichbare Schalldruck. Er hängt zusätzlich am Kennschalldruckpegel, am Hub und an der Leistungskompression.
    • Impedanz: Die Last, die der Lautsprecher darstellt. Sie entscheidet darüber, wie viel Leistung bei gegebener Spannung überhaupt fließt.

    Typischer Fehler

    Eine Terrassenbeschallung mit sechs kleinen Außenlautsprechern an einem sparsam dimensionierten Verstärker. Die Konzeptfrage wird selten gestellt: Welcher Pegel soll draußen bei Gesprächslautstärke am Tisch ankommen — und über welche Fläche?

    Im Freien fehlt der Raumgewinn, den geschlossene Räume liefern, und der Pegel fällt mit der Entfernung deutlich schneller ab. Wer das unterschätzt, gleicht es am Regler aus, treibt den Verstärker ins Begrenzen und verliert nach zwei Sommern die Hochtöner — nicht, weil die Lautsprecher zu schwach gewesen wären, sondern weil die Auslegung zu knapp war. Das Verfahren der Wahl ist deshalb, den Zielpegel am Hörort zu bestimmen, daraus die nötige Leistung je Lautsprecher abzuleiten und erst dann Geräte auszusuchen. Bei größeren Flächen führt dieser Weg regelmäßig zur 70-Volt-Technik statt zu mehr Watt.

    Verknüpfte Inhalte

    Wie viel Pegel aus einem Watt wird, steht beim Wirkungsgrad; was die Wattangabe auf der Verstärkerseite bedeutet, bei Verstärkerleistung. Warum die Last dabei mitspielt, klärt Impedanz. Die Verteilung der Energie auf die einzelnen Wege behandelt die Frequenzweiche.

    Quellen

    Die Definitionen und Prüfbedingungen folgen IEC 60268-5 und AES2.

    20.000 W
    Empfindlichkeit

    Glossar

    Wirkungsgrad und Kennschalldruckpegel

    Der Wirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der elektrischen Leistung ein Lautsprecher in Schall umsetzt. Er liegt bei üblichen HiFi-Lautsprechern im Bereich weniger Prozent — der Rest wird Wärme. In Datenblättern steht stattdessen fast immer der Kennschalldruckpegel: der Schalldruck in einem Meter Abstand bei einer definierten Eingangsspannung, angegeben in Dezibel.

    Lautsprecher sind erstaunlich schlechte Wandler: Von dem, was der Verstärker liefert, wird nur ein winziger Teil zu Musik, fast alles wird Wärme. Wie gut ein Modell darin ist, steht als Dezibel-Zahl im Datenblatt. Ein Lautsprecher mit einer höheren Zahl braucht für dieselbe Lautstärke einen kleineren Verstärker. Das sagt aber nichts darüber, wie gut er klingt — nur, wie viel Kraft er dafür braucht.

    Ausführliche Erklärung

    Die beiden Begriffe messen dasselbe aus verschiedenen Blickwinkeln. Der Wirkungsgrad ist ein physikalisches Verhältnis in Prozent und für den Alltag wenig griffig. Der Kennschalldruckpegel dagegen sagt Dir direkt, wie laut es in einem Meter Abstand wird — und ist damit die Zahl, mit der sich rechnen lässt.

    Rechnen heißt hier vor allem: abschätzen, wie viel Verstärkerleistung ein Lautsprecher braucht. Der Zusammenhang ist unbequem, weil er logarithmisch verläuft. Eine Verdopplung der Leistung bringt drei Dezibel mehr Pegel, und deutlich lauter empfindet das Gehör erst einen Zuwachs von rund zehn Dezibel — dafür wäre die zehnfache Leistung nötig. Ein Lautsprecher mit drei Dezibel mehr Kennschalldruckpegel spart also die Hälfte der Verstärkerleistung ein, und das ist mehr wert, als die kleine Zahl vermuten lässt.

    Der Haken liegt in den Messbedingungen. Die verbreitete Angabe bezieht sich auf 2,83 Volt in einem Meter Abstand. Bei einem Acht-Ohm-Lautsprecher entspricht das genau einem Watt, bei einem Vier-Ohm-Lautsprecher aber zwei Watt — dieselbe Spannung liefert dort die doppelte Leistung, und die Angabe fällt entsprechend etwa drei Dezibel günstiger aus. Wer zwei Modelle mit unterschiedlicher Impedanz über die Datenblattzahl vergleicht, vergleicht deshalb nicht dasselbe. Dazu kommt, dass Hersteller unterschiedlich mitteln, in unterschiedlichen Frequenzbereichen und teilweise im Raum statt reflexionsarm messen.

    Hinter der Zahl steht außerdem ein Zielkonflikt, an dem sich nichts drehen lässt: Wirkungsgrad, Tiefgang und Gehäusevolumen lassen sich nicht gleichzeitig maximieren. Wer bei kleiner Box tief spielen will, zahlt mit Wirkungsgrad; wer hohen Wirkungsgrad und Tiefgang will, braucht Volumen. Genau deshalb sind kompakte Lautsprecher mit beeindruckender Tiefgangangabe fast immer die leistungshungrigen.

    Ein hoher Kennschalldruckpegel ist praktisch, sagt aber nichts über den erreichbaren Maximalpegel aus. Wie laut ein Lautsprecher wirklich werden kann, bestimmen Belastbarkeit, Membranhub und Verzerrungsverhalten, nicht seine Empfindlichkeit bei einem Watt.

    Häufiges Missverständnis

    Verbreitet ist die Lesart „hoher Wirkungsgrad heißt guter Lautsprecher". Der Wirkungsgrad ist eine Auslegungsentscheidung, keine Qualitätsnote. Kino- und Beschallungslautsprecher sind bewusst hoch ausgelegt, weil dort große Pegel und lange Wege gefragt sind; kompakte Wohnraumboxen tauschen Wirkungsgrad gegen Tiefgang bei kleiner Bauform.

    Hartnäckig ist auch die Umkehrung: „Mein Verstärker hat genug Watt, dann ist die Empfindlichkeit egal." Das stimmt für den mittleren Pegel und geht bei Spitzen schief. Ein unempfindlicher Lautsprecher zieht bei dynamischen Passagen ein Vielfaches der mittleren Leistung, und genau dort geht einem knappen Verstärker die Reserve aus.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Maximalpegel: Was der Lautsprecher aushält, nicht was er aus einem Watt macht.
    • Verstärkerleistung: Die andere Seite derselben Rechnung.
    • Impedanz: Bestimmt, wie viel Leistung bei gegebener Spannung fließt — und verzerrt genau deshalb den Vergleich zweier Datenblätter.

    Typischer Fehler

    Ein Kunde besitzt einen hochwertigen Röhrenverstärker mit rund zehn Watt pro Kanal und möchte dazu passende Lautsprecher. Die Frage nach dem „besten" Lautsprecher hilft hier nicht weiter — zuerst muss klar sein, welcher Pegel im Raum gebraucht wird und was der Verstärker dafür liefern kann.

    Bei zehn Watt und einem Hörabstand von drei Metern kommt man mit einem Lautsprecher um 86 Dezibel Kennschalldruckpegel bereits an die Grenze, sobald es um Dynamikspitzen geht. Sinnvoll ist deshalb, die Auswahl von vornherein auf empfindlichere Konstruktionen einzugrenzen — und dabei zu akzeptieren, dass diese bei gleicher Baugröße weniger tief spielen. Konkrete Modelle kommen zuletzt ins Gespräch. Der Weg andersherum — erst der Lautsprecher, dann die Frage nach dem Pegel — endet regelmäßig damit, dass der schöne Verstärker ersetzt werden muss.

    Verknüpfte Inhalte

    Wie viel Pegel daraus im Raum wird, steht bei Verstärkerleistung; warum die Ohm-Angabe die Vergleichbarkeit stört, bei Impedanz. Die Dezibel-Rechnung selbst behandelt der Eintrag zu Dezibel.

    Quellen

    Die Messbedingungen folgen IEC 60268-5, die Einordnung der Herstellerangaben Toole.

    105 dB
    Nennimpedanz

    Glossar

    Impedanz

    Die Impedanz beschreibt, welchen Widerstand ein Lautsprecher dem Wechselstrom des Verstärkers entgegensetzt. Anders als ein einfacher Widerstand ist dieser Wert frequenzabhängig: Er schwankt über den Hörbereich erheblich, und die Angabe auf dem Karton — vier, sechs oder acht Ohm — ist nur ein grober Nennwert für diesen Verlauf.

    Die Ohm-Zahl sagt, wie schwer es der Lautsprecher dem Verstärker macht. Eine kleinere Zahl bedeutet mehr Stromfluss und damit mehr Arbeit für das Gerät. Wichtig ist das vor allem, wenn Du günstige Verstärker mit anspruchsvollen Lautsprechern kombinierst oder mehrere Lautsprecher an denselben Anschluss hängst. Bei üblichen Kombinationen aus einem Verstärker und einem Lautsprecherpaar ist die Zahl dagegen selten das Problem, über das man nachdenken muss.

    Ausführliche Erklärung

    Der tatsächliche Verlauf hat wenig mit einer geraden Linie zu tun. Rund um die Resonanz des Basslautsprechers steigt die Impedanz stark an, im Bereich darüber fällt sie oft deutlich unter den Nennwert, und die Frequenzweiche fügt eigene Buckel und Senken hinzu. Ein als „8 Ohm" verkaufter Lautsprecher kann bei einer Frequenz 30 Ohm und bei einer anderen 5 Ohm haben.

    Für den Verstärker zählen zwei Größen: das Minimum dieses Verlaufs und der Phasenwinkel an derselben Stelle. Fällt die Impedanz weit ab und liegt gleichzeitig eine große Phasendrehung an, muss das Gerät hohen Strom bei ungünstigem Timing liefern — die eigentliche Belastungsprobe. Deshalb gibt es Lautsprecher mit acht Ohm Nennimpedanz, die schwerer zu treiben sind als manche mit vier.

    In der Praxis wird das an drei Stellen relevant. Erstens bei Mehrkanal-Receivern, die im Menü eine Impedanz-Einstellung anbieten und sich damit selbst begrenzen. Zweitens bei Röhrenverstärkern, deren Ausgangsübertrager auf eine bestimmte Last ausgelegt sind — dort ist die Zuordnung keine Empfehlung, sondern eine Voraussetzung. Und drittens bei parallel angeschlossenen Lautsprechern, etwa in Wohnraum- oder Außenbereichen mit mehreren Paaren an einem Kanal: Zwei parallele Acht-Ohm-Lautsprecher ergeben vier Ohm, vier ergeben zwei — und spätestens dort steigen die meisten Verstärker aus.

    Für die übliche Kombination aus Stereoverstärker und einem Lautsprecherpaar ist die Ohm-Zahl selten das entscheidende Kriterium. Sie wird es, sobald mehrere Lautsprecher zusammenkommen oder der Verstärker knapp dimensioniert ist, und dann sehr schnell.

    Häufiges Missverständnis

    „Vier Ohm ist schlechter als acht Ohm" — das ist eine Verwechslung von Ursache und Wirkung. Eine niedrigere Impedanz zieht bei gleicher Spannung mehr Strom und damit mehr Leistung aus dem Verstärker; ob das ein Problem ist, hängt allein am Verstärker. Kräftige Geräte liefern an vier Ohm annähernd die doppelte Leistung wie an acht und profitieren sogar davon.

    Gern als Rettung angeboten wird die Reihenschaltung. Zwei Lautsprecher in Reihe verdoppeln zwar die Impedanz und entlasten den Verstärker, koppeln aber beide über ihre Impedanzverläufe aneinander: Sobald sich die beiden unterscheiden — anderes Modell, andere Einbausituation —, teilt sich die Spannung frequenzabhängig ungleich auf, und der Frequenzgang beider verändert sich. Als saubere Lösung für mehrere Lautsprecher an einem Kanal taugt das deshalb nicht.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Gleichstromwiderstand: Der mit dem Multimeter messbare Wert der Schwingspule; er liegt unter der Nennimpedanz und sagt über die Last wenig aus.
    • Belastbarkeit: Wie viel Leistung der Lautsprecher thermisch verträgt.
    • Wirkungsgrad: Wie viel Pegel aus dieser Leistung wird.

    Typischer Fehler

    Eine Terrasse soll vier Lautsprecher bekommen, gespeist von einem Stereo-Kanalpaar. Bevor irgendein Verstärker in die engere Wahl kommt, muss geklärt sein, wie die vier Lautsprecher überhaupt angeschlossen werden sollen.

    Zwei Paare parallel an einem Kanal ergeben rechnerisch zwei Ohm — eine Last, an der übliche Geräte abschalten oder überhitzen. Der Ausweg ist deshalb nicht der stärkere Verstärker, sondern ein Aufbau, der das Problem gar nicht erst erzeugt: mehr Verstärkerkanäle, ein Lautsprecher-Umschalter mit Impedanzanpassung oder — bei größeren Außenanlagen der übliche Weg — eine 70-Volt-Installation, bei der die Impedanzfrage konstruktiv entfällt. Das Gerät kommt danach.

    Verknüpfte Inhalte

    Warum die Last die Leistungsangabe verschiebt, steht bei Verstärkerleistung; wie sich beides auf den erreichbaren Pegel auswirkt, beim Wirkungsgrad.

    Quellen

    Nennwert und zulässige Abweichung folgen IEC 60268-5, die Einordnung der Verstärkeranforderung Toole.

    4 Ω
  • Bass Port

    Bass Konzept

    Glossar

    Bassreflex und geschlossenes Gehäuse

    Beide Bauarten lösen dieselbe Aufgabe unterschiedlich: Sie verhindern, dass sich der Schall von der Vorder- und der Rückseite der Membran im Bass gegenseitig auslöscht. Das geschlossene Gehäuse sperrt die Rückseite komplett ein, das Bassreflexgehäuse führt sie über eine abgestimmte Öffnung nach außen und lässt sie im Nutzbereich mitspielen.

    Ein Basslautsprecher schiebt Luft nach vorn und gleichzeitig nach hinten. Ohne Gehäuse würden sich beide Hälften ausgleichen und es bliebe fast nichts übrig. Die geschlossene Box sperrt die Rückseite einfach ein. Die Bassreflexbox lässt sie durch ein Rohr wieder heraus, und zwar genau so abgestimmt, dass sie im Tiefton mithilft statt zu stören. Das bringt bei gleicher Größe mehr Pegel — kostet aber Reserve, sobald es noch tiefer wird. Welche Bauart die bessere ist, lässt sich deshalb nicht allgemein sagen.

    Ausführliche Erklärung

    Im geschlossenen Gehäuse wirkt die eingeschlossene Luft wie eine Feder, gegen die die Membran arbeitet. Nach unten hin fällt der Pegel sanft ab, und dieser flache Verlauf ist im Wohnraum ein echter Vorteil: Der Raum selbst hebt zu tiefen Frequenzen hin an, und beides zusammen ergibt oft einen tieferen nutzbaren Bass, als das Datenblatt vermuten lässt. Bezahlt wird das mit Wirkungsgrad — für denselben Pegel braucht eine geschlossene Konstruktion mehr Verstärkerleistung und mehr Membranhub.

    Das Bassreflexgehäuse fügt eine zweite schwingungsfähige Größe hinzu. Die Luftmasse im Rohr bildet zusammen mit dem Gehäusevolumen einen Resonator, der um seine Abstimmfrequenz herum kräftig mitstrahlt. Genau dort bewegt sich die Membran am wenigsten, weil die Öffnung die Arbeit übernimmt — das Prinzip liefert bei gleichem Chassis und gleicher Baugröße mehr Maximalpegel im Tiefton. Unterhalb der Abstimmung kippt das Verhältnis allerdings schlagartig: Der Pegel fällt deutlich steiler ab, und die Membran verliert ihre Führung, sodass sie bei tiefen Signalen unkontrolliert weit ausschlägt. Aktive Konstruktionen — allen voran Subwoofer — fangen das mit einem Hochpassfilter unterhalb der Abstimmung ab; eine passive Reflexbox hat diesen Schutz nicht und verlässt sich darauf, dass im Musikmaterial unterhalb ihrer Abstimmung kaum Energie liegt.

    Die theoretische Grundlage dafür stammt von Neville Thiele und Richard Small, zwei Ingenieuren, die in den 1960er- und 1970er-Jahren in Australien die Kenngrößen entwickelten, mit denen sich Chassis und Gehäuse bis heute berechnen lassen. Seitdem ist die Abstimmung einer Reflexbox keine Bastelei mehr, sondern eine Auslegungsentscheidung mit klaren Zielkonflikten.

    Ein praktischer Punkt geht in Datenblättern gern unter: Die Öffnung bewegt Luft, und wenn sie zu knapp dimensioniert oder zu nah an einer Wand sitzt, entstehen Strömungsgeräusche. Ein rückwärtiges Rohr braucht deshalb Abstand — nicht nur wegen des Basspegels, sondern wegen der Strömung selbst.

    Klar, geschlossene Konstruktionen gelten als die präziseren; der hörbare Unterschied ist trotzdem kleiner als der Ruf. Die zusätzliche Verzögerung im Bereich der Abstimmung ist messbar, wird im Wohnraum aber von dem überlagert, was Raummoden ohnehin an Nachschwingen beitragen. Zwischen einer gut gerechneten Reflexbox und einer mittelmäßigen geschlossenen Box gewinnt die Reflexbox.

    Bei Subwoofern

    Bei Subwoofern spitzt sich dieselbe Abwägung zu, weil dort ausschließlich der Bassbereich zählt. Geschlossene Subwoofer bauen für eine gegebene Abstimmung kleiner, fallen sanft ab und harmonieren dadurch gut mit dem Anstieg, den ein geschlossener Raum ohnehin liefert; sie verlangen aber kräftige Endstufen und viel Hub. Reflex-Subwoofer holen aus demselben Chassis rund um die Abstimmung deutlich mehr Maximalpegel heraus — der gängige Weg, wenn große Pegel im Tiefbass gefordert sind — und brauchen dafür mehr Volumen sowie zwingend einen Subsonic-Filter. Eine Sonderform ist die Passivmembran: Sie ersetzt das Rohr durch eine zweite, nicht angetriebene Membran, folgt aber derselben Logik und ist kein drittes Prinzip.

    Welche Bauform in einem konkreten Projekt passt, hängt an Raumgröße, Zielpegel und Aufstellungsfreiheit — die ausführliche Gegenüberstellung samt Qualitätskriterien steht auf der Wissensseite zu den Subwoofer-Bauformen.

    Häufiges Missverständnis

    „Geschlossen ist trocken, Bassreflex ist schwammig" — diese Erzählung hält sich, weil sie eine echte Beobachtung falsch erklärt. Was viele als schwammig erleben, stammt fast immer aus dem Raum: eine Mode, die lange nachschwingt, oder ein Subwoofer, der in einer Ecke steht. Beides passiert einem geschlossenen Gehäuse an derselben Stelle genauso.

    Genauso schief ist die Gleichsetzung von Öffnung und Tiefgang. Ein Rohr an der Rückseite sagt für sich genommen nichts darüber aus, wie tief eine Box spielt. Entscheidend ist die Abstimmfrequenz, und die ist eine Auslegungsentscheidung — es gibt hoch abgestimmte Reflexboxen, die weniger tief kommen als eine gut gerechnete geschlossene Konstruktion.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Passivmembran: Ersatz für das Rohr innerhalb desselben Prinzips.
    • Downfire und Frontfire: Beschreiben, wohin das Chassis strahlt, nicht wie das Gehäuse arbeitet.
    • Transmissionline und Horn: Eigene Prinzipien mit anderer Auslegungslogik.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer von etwa 30 Quadratmetern, offen zur Küche, Wunsch nach Kinopegel. Zu klären ist, wie viel Tiefbass bei welchem Pegel gebraucht wird — und ob der Raum überhaupt geschlossen genug ist, um von seinem eigenen Anstieg im Tiefton zu profitieren.

    Weil der Raum zur Küche offen ist, fällt dieser Anstieg weitgehend weg; der sanfte Abfall eines geschlossenen Subwoofers wird damit nicht mehr aufgefangen. Das Verfahren der Wahl ist deshalb eine Reflexkonstruktion mit ausreichend tiefer Abstimmung, ergänzt um einen zweiten Subwoofer für die Gleichmäßigkeit über die Sitzplätze. Erst mit dieser Festlegung beginnt die Geräteauswahl — und die Aufstellung entscheidet danach immer noch mehr über das Ergebnis als das Gehäuseprinzip.

    Verknüpfte Inhalte

    Was die Bauform für die Gerätewahl bedeutet, steht bei Subwoofer und auf der Wissensseite zu den Subwoofer-Bauformen. Warum mehr Watt nicht linear mehr Pegel ergeben, klären Wirkungsgrad und Verstärkerleistung.

    Quellen

    Die Auslegungsgrundlagen folgen den Arbeiten von Thiele und Small.

    Geschlossen
  • Tieftöner

    Anzahl Tieftöner
    1
  • Gehäusemaße

    nur Korpus
    Höhe
    2.360 mm
    Breite
    2.360 mm
    Tiefe
    775 mm
    Gewicht
    260 kg

Anschlüsse

Detailansicht der Anschlussklemmen des Ascendo The100 Sub Pro Passive Subwoofers.

Detailansicht der Anschlussklemmen des Ascendo The100 Sub Pro Passive Subwoofers.

Detailansicht der Anschlussklemmen des Ascendo The100 Sub Pro Passive Subwoofers.
    • Terminal

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