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Einleitung

Kompakter, leistungsstarker Aktivsubwoofer mit 250-Watt Verstärker und 12-Zoll-Treiber.

Die Highlights des AE Sub im Überblick

  • Bass Konzept

    Geschlossen

  • Frequenzbereich

    26 – 120 Hz

    ±6dB

  • Aktiv / Passiv

    Aktiv

  • Verstärkerleistung

    250 W

  • Gehäuse

    B × H × T

    360 mm360 mm360 mm

    Gewicht 16,5 kg

AE 100²-er Serie

Technische Daten

  • Bass Port

    Bass Konzept

    Glossar

    Bassreflex und geschlossenes Gehäuse

    Beide Bauarten lösen dieselbe Aufgabe unterschiedlich: Sie verhindern, dass sich der Schall von der Vorder- und der Rückseite der Membran im Bass gegenseitig auslöscht. Das geschlossene Gehäuse sperrt die Rückseite komplett ein, das Bassreflexgehäuse führt sie über eine abgestimmte Öffnung nach außen und lässt sie im Nutzbereich mitspielen.

    Ein Basslautsprecher schiebt Luft nach vorn und gleichzeitig nach hinten. Ohne Gehäuse würden sich beide Hälften ausgleichen und es bliebe fast nichts übrig. Die geschlossene Box sperrt die Rückseite einfach ein. Die Bassreflexbox lässt sie durch ein Rohr wieder heraus, und zwar genau so abgestimmt, dass sie im Tiefton mithilft statt zu stören. Das bringt bei gleicher Größe mehr Pegel — kostet aber Reserve, sobald es noch tiefer wird. Welche Bauart die bessere ist, lässt sich deshalb nicht allgemein sagen.

    Ausführliche Erklärung

    Im geschlossenen Gehäuse wirkt die eingeschlossene Luft wie eine Feder, gegen die die Membran arbeitet. Nach unten hin fällt der Pegel sanft ab, und dieser flache Verlauf ist im Wohnraum ein echter Vorteil: Der Raum selbst hebt zu tiefen Frequenzen hin an, und beides zusammen ergibt oft einen tieferen nutzbaren Bass, als das Datenblatt vermuten lässt. Bezahlt wird das mit Wirkungsgrad — für denselben Pegel braucht eine geschlossene Konstruktion mehr Verstärkerleistung und mehr Membranhub.

    Das Bassreflexgehäuse fügt eine zweite schwingungsfähige Größe hinzu. Die Luftmasse im Rohr bildet zusammen mit dem Gehäusevolumen einen Resonator, der um seine Abstimmfrequenz herum kräftig mitstrahlt. Genau dort bewegt sich die Membran am wenigsten, weil die Öffnung die Arbeit übernimmt — das Prinzip liefert bei gleichem Chassis und gleicher Baugröße mehr Maximalpegel im Tiefton. Unterhalb der Abstimmung kippt das Verhältnis allerdings schlagartig: Der Pegel fällt deutlich steiler ab, und die Membran verliert ihre Führung, sodass sie bei tiefen Signalen unkontrolliert weit ausschlägt. Aktive Konstruktionen — allen voran Subwoofer — fangen das mit einem Hochpassfilter unterhalb der Abstimmung ab; eine passive Reflexbox hat diesen Schutz nicht und verlässt sich darauf, dass im Musikmaterial unterhalb ihrer Abstimmung kaum Energie liegt.

    Die theoretische Grundlage dafür stammt von Neville Thiele und Richard Small, zwei Ingenieuren, die in den 1960er- und 1970er-Jahren in Australien die Kenngrößen entwickelten, mit denen sich Chassis und Gehäuse bis heute berechnen lassen. Seitdem ist die Abstimmung einer Reflexbox keine Bastelei mehr, sondern eine Auslegungsentscheidung mit klaren Zielkonflikten.

    Ein praktischer Punkt geht in Datenblättern gern unter: Die Öffnung bewegt Luft, und wenn sie zu knapp dimensioniert oder zu nah an einer Wand sitzt, entstehen Strömungsgeräusche. Ein rückwärtiges Rohr braucht deshalb Abstand — nicht nur wegen des Basspegels, sondern wegen der Strömung selbst.

    Klar, geschlossene Konstruktionen gelten als die präziseren; der hörbare Unterschied ist trotzdem kleiner als der Ruf. Die zusätzliche Verzögerung im Bereich der Abstimmung ist messbar, wird im Wohnraum aber von dem überlagert, was Raummoden ohnehin an Nachschwingen beitragen. Zwischen einer gut gerechneten Reflexbox und einer mittelmäßigen geschlossenen Box gewinnt die Reflexbox.

    Bei Subwoofern

    Bei Subwoofern spitzt sich dieselbe Abwägung zu, weil dort ausschließlich der Bassbereich zählt. Geschlossene Subwoofer bauen für eine gegebene Abstimmung kleiner, fallen sanft ab und harmonieren dadurch gut mit dem Anstieg, den ein geschlossener Raum ohnehin liefert; sie verlangen aber kräftige Endstufen und viel Hub. Reflex-Subwoofer holen aus demselben Chassis rund um die Abstimmung deutlich mehr Maximalpegel heraus — der gängige Weg, wenn große Pegel im Tiefbass gefordert sind — und brauchen dafür mehr Volumen sowie zwingend einen Subsonic-Filter. Eine Sonderform ist die Passivmembran: Sie ersetzt das Rohr durch eine zweite, nicht angetriebene Membran, folgt aber derselben Logik und ist kein drittes Prinzip.

    Welche Bauform in einem konkreten Projekt passt, hängt an Raumgröße, Zielpegel und Aufstellungsfreiheit — die ausführliche Gegenüberstellung samt Qualitätskriterien steht auf der Wissensseite zu den Subwoofer-Bauformen.

    Häufiges Missverständnis

    „Geschlossen ist trocken, Bassreflex ist schwammig" — diese Erzählung hält sich, weil sie eine echte Beobachtung falsch erklärt. Was viele als schwammig erleben, stammt fast immer aus dem Raum: eine Mode, die lange nachschwingt, oder ein Subwoofer, der in einer Ecke steht. Beides passiert einem geschlossenen Gehäuse an derselben Stelle genauso.

    Genauso schief ist die Gleichsetzung von Öffnung und Tiefgang. Ein Rohr an der Rückseite sagt für sich genommen nichts darüber aus, wie tief eine Box spielt. Entscheidend ist die Abstimmfrequenz, und die ist eine Auslegungsentscheidung — es gibt hoch abgestimmte Reflexboxen, die weniger tief kommen als eine gut gerechnete geschlossene Konstruktion.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Passivmembran: Ersatz für das Rohr innerhalb desselben Prinzips.
    • Downfire und Frontfire: Beschreiben, wohin das Chassis strahlt, nicht wie das Gehäuse arbeitet.
    • Transmissionline und Horn: Eigene Prinzipien mit anderer Auslegungslogik.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer von etwa 30 Quadratmetern, offen zur Küche, Wunsch nach Kinopegel. Zu klären ist, wie viel Tiefbass bei welchem Pegel gebraucht wird — und ob der Raum überhaupt geschlossen genug ist, um von seinem eigenen Anstieg im Tiefton zu profitieren.

    Weil der Raum zur Küche offen ist, fällt dieser Anstieg weitgehend weg; der sanfte Abfall eines geschlossenen Subwoofers wird damit nicht mehr aufgefangen. Das Verfahren der Wahl ist deshalb eine Reflexkonstruktion mit ausreichend tiefer Abstimmung, ergänzt um einen zweiten Subwoofer für die Gleichmäßigkeit über die Sitzplätze. Erst mit dieser Festlegung beginnt die Geräteauswahl — und die Aufstellung entscheidet danach immer noch mehr über das Ergebnis als das Gehäuseprinzip.

    Verknüpfte Inhalte

    Was die Bauform für die Gerätewahl bedeutet, steht bei Subwoofer und auf der Wissensseite zu den Subwoofer-Bauformen. Warum mehr Watt nicht linear mehr Pegel ergeben, klären Wirkungsgrad und Verstärkerleistung.

    Quellen

    Die Auslegungsgrundlagen folgen den Arbeiten von Thiele und Small.

    Geschlossen
  • Betrieb (System)

    Aktiv / Passiv

    Glossar

    Aktiv- und Passivlautsprecher

    Ein Passivlautsprecher bekommt fertige Verstärkerleistung an seinen Klemmen und verteilt sie im Gehäuse mit einer passiven Frequenzweiche auf die Chassis. Ein Aktivlautsprecher bekommt ein Kleinsignal, filtert es vor den Endstufen und hat für jeden Weg eine eigene Endstufe eingebaut. Die Grenze verläuft damit an der Buchse: Kommt dort Leistung an oder Line-Pegel.

    Jeder Lautsprecher braucht einen Verstärker — die Frage ist nur, wo der steht. Beim klassischen Aufbau steht er als eigenes Gerät im Regal, und von ihm läuft ein dickes Kabel zur Box. Beim Aktivlautsprecher steckt er schon in der Box, und deshalb braucht jeder Lautsprecher eine Steckdose. Verschwunden ist der Verstärker dabei nicht, er ist nur umgezogen. Für Dich ändert sich vor allem, was Du wo hinlegen musst: einmal Strom zu jedem Lautsprecher, einmal ein Lautsprecherkabel vom Verstärker aus.

    Ausführliche Erklärung

    Die Grenze verläuft am Line-Pegel

    Was an der Anschlussbuchse ankommt, entscheidet die Zuordnung. Ein Passivlautsprecher erwartet Lautsprecherleistung: einige Volt bei mehreren Ampere, geliefert von einer Endstufe mit Netzteil und Kühlkörper. Ein Aktivlautsprecher erwartet ein Signal unterhalb dieser Grenze — analoges Line-Signal, ein Digitalsignal oder Musik über das Netzwerk. Welche fünf Aufgaben in einer Anlage insgesamt zu verteilen sind und wie sich Produkte sie aufteilen, ordnet Die Audiokette.

    Die Messnorm für Lautsprecher hat dieselbe Linie gezogen, wenn auch nur von einer Seite: IEC 60268-5 galt in ihrer Ausgabe von 2003 ausdrücklich für Lautsprecher, „die vollständig als passive Elemente behandelt werden", und schloss Modelle mit eingebautem Verstärker aus ihrem Anwendungsbereich aus. Diese Ausgabe ist seit April 2026 zurückgezogen, ohne dass die Normungsorganisation einen Nachfolger nennt — für die Begriffsbildung bleibt die Formulierung trotzdem aufschlussreich, weil sie zeigt, an welcher Stelle die Messtechnik die Grenze gesetzt hat. Eine gleichwertige Festlegung, was ein Aktivlautsprecher ist, hat es auch dort nie gegeben; der Begriff wird über die Fachliteratur und über die Herstellerpraxis bestimmt.

    Daraus folgt unmittelbar die planerische Konsequenz, die das ganze Thema regiert: Ein Aktivlautsprecher braucht an seinem Standort Netzspannung. Nicht in der Nähe, sondern dort, wo er steht oder hängt. Diese Anforderung entscheidet in Neubau und Sanierung mehr über die Machbarkeit als jede Klangfrage.

    Aktiv, angetrieben, passiv — drei Fälle statt zwei

    Der zweite Teil der Definition wird häufiger übersehen als der erste. Ein Lautsprecher ist aktiv, wenn die Frequenzteilung im Kleinsignal passiert — analog oder im DSP — und danach jeder Weg seine eigene Endstufe bekommt. Ein Zweiwegemodell hat dann zwei Endstufen, ein Dreiwegemodell drei. So steht es auch im Begriffsverzeichnis der Audio Engineering Society: Eine aktive Weiche verlangt eine eigene Endstufe je Frequenzband.

    Hugh Robjohns hat die daraus folgende Dreiteilung in Sound On Sound klar auseinandergelegt. Der passive Lautsprecher enthält Bauteile, die das ankommende Signal auf die Chassis verteilen, und bekommt es von einer externen Endstufe. Der angetriebene — im Englischen powered — ist derselbe Lautsprecher mit einer Endstufe im oder am Gehäuse, die weiterhin über eine passive Weiche auf die Chassis arbeitet. Der aktive hat mehrere Endstufen im Gehäuse, eine je Chassis, direkt mit diesem verbunden, und die Aufteilung passiert am Line-Eingang unmittelbar davor.

    Im Deutschen fehlt das mittlere Wort, und deshalb steht auf beiden Kartons „aktiv". Für den Leser gibt es trotzdem eine greifbare Prüffrage: Bekommt jedes Chassis seine eigene Endstufe, oder teilen sich mehrere eine? Alles, was im nächsten Abschnitt an Vorteilen steht, hängt an der aktiven Trennung und nicht daran, dass der Verstärker im Gehäuse sitzt.

    Was die aktive Trennung technisch bringt

    Die Endstufe sieht das Chassis direkt. Zwischen Ausgang und Schwingspule liegt dann nur noch das Lautsprecherkabel. Wie viel das ausmacht, hat Rod Elliott an einer Weiche zweiter Ordnung durchgerechnet: Was am Chassis vom Dämpfungsfaktor ankommt, sinkt an der Trennfrequenz auf eins, liegt eine Oktave daneben bei rund 2,7 und zwei Oktaven daneben bei knapp 7 — während der Verstärker an seinen eigenen Klemmen Werte im Bereich von 50 bis über 300 liefert. Die Weichenspule steht dazwischen, und ihr Widerstand ist die Ursache.

    Jeder Weg lässt sich einzeln behandeln. Pegel, Verzögerung und Entzerrung stehen je Chassis frei. Was eine passive Weiche mit Bauteilen erkaufen muss — ein Sperrkreis gegen eine Resonanz, ein Widerstand zum Pegelabgleich —, ist im DSP ein Rechenschritt ohne Verlustleistung. Genelec nennt die Empfindlichkeitsunterschiede zwischen Chassis ausdrücklich als das, was sich damit ausgleichen lässt, und führt als zweiten Punkt an, dass jedes Chassis von den Signalen der anderen entkoppelt ist; das senke die Intermodulationsverzerrung.

    Die Endstufen werden je Weg dimensioniert. Ein aktueller Studiomonitor zeigt die Größenordnung: 145 Watt am Tieftöner, 100 Watt am Hochtöner, getrennt bei 1700 Hertz mit 48 Dezibel je Oktave. Eine solche Flanke wäre passiv nur mit erheblichem Bauteilaufwand zu haben, und sie schützt den Hochtöner besser als jede flachere Trennung.

    Der Schutz kann gezielt greifen. Weil die Elektronik weiß, welches Chassis an welchem Ausgang hängt, lässt sich die Begrenzung auf dessen Belastbarkeit legen. Ein passives System kann das nicht — dort sieht die Endstufe nur die Summe.

    Der übergreifende Punkt ist aber ein anderer, und er wiegt in der Praxis am schwersten: Beim Aktivlautsprecher legt der Hersteller Chassis, Weiche und Endstufe gemeinsam fest. Er kennt alle drei und kann sie aufeinander abstimmen — eine Freiheit, die bei getrennten Geräten niemand hat, weil niemand weiß, was der Kunde kombiniert.

    Was die Bauweise kostet

    Zuführung an jeden Platz. Zu jedem Lautsprecher müssen Strom und Signal. In der Nachrüstung scheitern daran regelmäßig Lösungen, die sonst überzeugt hätten — eine Steckdose im Wohnzimmerregal ist schnell gefunden, eine hinter einem Deckenlautsprecher nicht.

    Die Elektronik altert mit. Netzteil, Endstufe und DSP sind die Bauteile mit der kürzesten Lebensdauer im Gehäuse, und sie sitzen ausgerechnet in dem Glied, das sonst am längsten hält. Fällt die Elektronik nach zwölf Jahren aus, ist ein Chassis-Paar ohne Wert, das noch zwanzig Jahre gekonnt hätte. Bei passiven Lautsprechern trifft derselbe Ausfall nur den Verstärker, und der wird ersetzt.

    Vermischung erzeugt Laufzeitversatz. Arbeitet die Trennung im DSP, braucht die Rechnung Zeit. Derselbe Studiomonitor gibt dafür 2,6 Millisekunden am Analogeingang an und 2,1 Millisekunden am Digitaleingang. Solange alle Wege eines Systems dieselbe Verzögerung haben, ist das folgenlos; in einem gemischten Aufbau — aktive Front, passive Surrounds — laufen die Kanäle auseinander, und der Versatz muss im Prozessor ausgeglichen werden. Was Delay dabei leistet, steht im eigenen Eintrag.

    Vorne fehlt trotzdem ein Gerät. Ein Aktivlautsprecher hat keinen Lautstärkeregler in der Kette und keine Quellenumschaltung. Beides muss davor stehen — ein Vorverstärker, ein Prozessor oder eine Quelle mit geregeltem Ausgang. Vergessen wird das regelmäßig bei der Kalkulation.

    Wo welche Bauweise verbreitet ist

    Im Studio ist der aktive Nahfeldmonitor seit Langem die Regel, und die Gründe passen zur Liste oben: kurze Wege, feste Aufstellung, Netzanschluss ohnehin am Arbeitsplatz, und ein Hersteller, der die Abstimmung vollständig verantwortet. Im Wohnbereich hat sich die Bauweise dort durchgesetzt, wo ohnehin Strom und Netzwerk liegen — beim Kompaktsystem im Regal und beim vernetzten Lautsprecher, der die Quelle gleich mitbringt. Im MultiRoom-Ausbau über viele Zonen und im Kinoraum mit Lautsprechern hinter der Bespannung überwiegen weiterhin passive Lautsprecher mit zentraler Verstärkung, weil die Technik dann an einer Stelle steht und dort gewartet werden kann.

    Der Subwoofer ist der Sonderfall, der die Einteilung ohnehin durchbricht: Er hat fast immer seine eigene Endstufe und sein eigenes Filter im Gehäuse, auch in Anlagen, die sonst durchgehend passiv sind.

    Häufiges Missverständnis

    „Aktiv heißt: mit Stromanschluss." Der Stecker ist ein Hinweis und keine Definition. Entscheidend ist, ob jedes Chassis seine eigene Endstufe hat oder ob eine Endstufe im Gehäuse auf eine passive Weiche arbeitet. Der zweite Fall bringt die Bequemlichkeit mit und die technischen Vorteile nicht.

    „Aktiv spart den Verstärker und damit Geld." Der Verstärker zieht um, er verschwindet nicht — und aus einem werden zwei oder drei je Lautsprecher. Was aktive Systeme tatsächlich sparen, sind Gehäuse, Kabelwege und Aufstellfläche.

    „Aktivlautsprecher brauchen nichts davor." Sie brauchen eine Quelle mit Lautstärkeregelung. Ein Netzwerkzuspieler mit geregeltem Ausgang oder eine Vorstufe erfüllt das; ein Wandler mit festem Ausgangspegel lässt Dich ohne Lautstärkeregelung zurück.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Lautsprecher mit eingebauter Endstufe: angetrieben, aber passiv getrennt. Die Unterscheidung steht oben und ist die häufigste Verwechslung im Thema.
    • Aktive und passive Frequenzweiche: die Schaltung, nicht die Geräteform. Eine aktive Weiche kann auch außerhalb des Lautsprechers stehen — dann entsteht ein aktiv getrenntes System aus passiven Chassis und externen Endstufen.
    • Class-D-Endstufe: ein Verstärkerprinzip. Es steckt in vielen Aktivlautsprechern, weil es wenig Wärme im geschlossenen Gehäuse erzeugt, hat mit der Frage aktiv gegen passiv aber nichts zu tun.
    • AV-Prozessor, AV-Receiver und Endstufe: die Geräteklassen vor dem Lautsprecher. Ein Aktivlautsprecher ersetzt davon die Endstufe und keine der anderen Aufgaben.
    • Bi-Amping: zwei Endstufen an einem passiven Lautsprecher. Passiv ausgeführt bleibt die Weiche drin — der Lautsprecher wird davon nicht aktiv.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer soll Musik über das Netzwerk bekommen, dazu den Fernsehton. Der Kunde hat ein Paar aktive Lautsprecher gesehen und fragt, ob er sich damit den Verstärker sparen kann.

    Zuerst eine Frage, die kein Datenblatt beantwortet: Was soll in zehn Jahren noch tauschbar sein? Sind die Lautsprecher die Anschaffung, die bleiben soll, spricht das für passive Modelle an einem Verstärker, weil dann nur das schneller alternde Glied ersetzt wird. Soll das ganze System kompakt und in einem Zug erneuerbar sein, ist die aktive Lösung stimmig.

    Als Nächstes das Verfahren — hier fällt die eigentliche Entscheidung. Zu klären ist, was an jeden Lautsprecherplatz gelegt werden kann: Netzspannung und eine Signalleitung — oder nur ein Lautsprecherkabel aus einer Ecke des Raums. In der Sanierung entscheidet diese Frage allein schon oft die Bauweise. Dazu kommt, wer die Lautstärke regelt und woher die Quellen kommen; der Fernseher verlangt einen Eingang, den ein Aktivlautsprecherpaar allein nicht immer mitbringt.

    Die Modellwahl steht ganz am Ende, und sie führt zur Prüffrage vom Anfang zurück: Hat jedes Chassis seine eigene Endstufe, oder steckt hinter dem Wort „aktiv" ein Verstärker vor einer passiven Weiche?

    Verknüpfte Inhalte

    Wie eine Frequenzweiche arbeitet und was passive von aktiver Teilung unterscheidet, steht bei der Frequenzweiche. Wo die Endstufe in der Gesamtanlage sitzt und welche Aufgaben sonst noch zu verteilen sind, ordnet Die Audiokette; die Geräteklassen davor behandeln AV-Prozessor, AV-Receiver und Endstufe sowie Vorverstärker und Vollverstärker. Was Line-Pegel bedeutet, erklären die Pegelkonventionen. Das Verstärkerprinzip, das die Endstufe ins Gehäuse passen lässt, beschreibt die Class-D-Endstufe; den Zwischenweg mit zwei Endstufen an einem passiven Lautsprecher Bi-Wiring und Bi-Amping. Wie ein vernetzter Zuspieler in eine bestehende Kette kommt, steht bei Netzwerkplayer und Streaming-Bridge. Als Systemfrage im Konzeptteil einer Stereoanlage führt der HiFi-Guide die Entscheidung im Kapitel Passiv oder aktiv? weiter.

    Quellen

    Die normative Abgrenzung des passiven Lautsprechers — vollständig als passives Element behandelt, Modelle mit eingebautem Verstärker ausgeschlossen — stammt aus dem Geltungsbereich von IEC 60268-5. Die Definition der aktiven Weiche mit einer eigenen Endstufe je Frequenzband steht im Fachwörterbuch der Audio Engineering Society. Die Dreiteilung in passiv, angetrieben und aktiv folgt dem Beitrag von Hugh Robjohns in Sound On Sound vom Dezember 2003. Die Zahlen zum Dämpfungsfaktor hinter einer passiven Weiche und die Größenordnung des Leistungsgewinns getrennter Endstufen stammen von Rod Elliott. Die Aussagen zur Entkopplung der Chassis, zum Ausgleich ihrer Empfindlichkeit, zur direkten Verbindung von Endstufe und Schwingspule und zum halbierten Leistungsbedarf sind Herstellerangaben von Genelec. Leistung je Weg, Trennfrequenz, Flankensteilheit und Durchlaufzeit eines DSP-Aktivsystems sind der Spezifikation des Neumann KH 120 II entnommen. Alle Fundstellen wurden am 24. August 2026 am Objekt gelesen; die Normtexte lagen dabei nur als frei einsehbarer Geltungsbereich vor.

    Aktiv

    Leistungsdaten (akustisch)

    Frequenzgang

    Glossar

    Frequenzgang

    Der Frequenzgang beschreibt, mit welchem Pegel ein Gerät jede Frequenz wiedergibt — aufgetragen als Kurve des Schalldruckpegels in Dezibel über der Frequenz in Hertz. Als Zahlenpaar im Datenblatt („40 Hz bis 20 kHz") belegt er erst dann etwas, wenn eine Toleranz und die Messbedingungen dabeistehen.

    Jedes Gerät gibt manche Töne lauter wieder als andere. Der Frequenzgang ist die Kurve, die das sichtbar macht: ganz links die tiefen Töne, ganz rechts die hohen, und die Höhe der Kurve sagt, wie laut sie ankommen. Eine waagerechte Linie hieße, dass jeder Ton gleich behandelt wird — das schafft weder ein Lautsprecher noch ein Zimmer. Im Prospekt steht von der ganzen Kurve meistens nur, wo unten und oben Schluss ist, und ausgerechnet diese Angabe verrät am wenigsten. Zwei Lautsprecher mit derselben Prospektzeile können deutlich verschieden klingen.

    Ausführliche Erklärung

    Was aufgetragen wird

    Auf der waagerechten Achse steht die Frequenz, logarithmisch geteilt, damit jede Oktave gleich breit erscheint; auf der senkrechten der Schalldruckpegel in Dezibel. Die Kurve beantwortet damit eine einzige Frage: Wie viel Pegel kommt bei welcher Frequenz an?

    Genau genommen hat die Übertragung zwei Hälften, den Amplitudengang und den Phasengang. Was Datenblätter und Messprogramme als „Frequenzgang" zeigen, ist fast immer nur die erste — der Betrag, die Lautstärke je Frequenz. Die Zeitseite steckt im Phasengang und wird gesondert dargestellt.

    Bei einem Lautsprecher entsteht diese Kurve aus einer Messung mit Mikrofon, bei einem Verstärker oder Wandler aus einer elektrischen Messung. Der Unterschied ist erheblich: Elektronik liefert heute routinemäßig eine praktisch gerade Linie über den ganzen Hörbereich, Wandler und Räume nie.

    Ohne Toleranz keine Aussage

    Ein „von … bis" ohne Toleranzfenster belegt nichts — auch wenn Datenblätter die Angabe ständig in dieser Form führen. Die vollständige Form lautet „40 Hz bis 20 kHz, ±3 dB": Innerhalb dieser Grenzen weicht die Kurve höchstens 3 dB nach oben oder unten von einem Bezugspegel ab, und dieser Bezugspegel ist der Mittelwert über ein angegebenes Band.

    Die Toleranz ist die eigentliche Information, denn sie lässt sich gegen die Reichweite tauschen. Derselbe Lautsprecher, der bei ±3 dB von 40 Hz bis 20 kHz spielt, deckt bei ±6 dB vielleicht 32 Hz bis 22 kHz ab und bei einem 10-dB-Fenster noch mehr. Wer die untere Grenze im Prospekt niedriger haben will, muss nichts am Gerät ändern — es genügt, das Fenster aufzumachen. Eine Angabe ohne Toleranz lässt sich deshalb mit keiner anderen vergleichen.

    Genau hier liegt der Unterschied zwischen Übertragungsbereich und belegtem Frequenzgang. Den Übertragungsbereich legt IEC 60268-5 fest: Er reicht von der unteren bis zur oberen Frequenz, bei der die Kurve auf der Bezugsachse höchstens 10 dB unter dem gemittelten Pegel liegt; Einbrüche, die schmaler als eine Neuntel-Oktave sind, zählen dabei nicht mit. Das ist ein bewusst weites Fenster für eine Reichweitenangabe — ein Pegelabfall um 10 dB ist rund die halbe empfundene Lautstärke. Als Aussage über Klangbalance taugt der Übertragungsbereich damit nicht, und er soll es auch nicht. Ein belegter Frequenzgang zeigt stattdessen die Kurve selbst, mit Toleranzband und Bedingungen.

    Messbedingungen entscheiden mit

    Eine Frequenzgangkurve ist nur so vergleichbar wie die Angaben, unter denen sie entstanden ist. Vier davon sollten immer dabeistehen:

    • Achse und Winkel. Die Normmessung läuft auf der Bezugsachse, also auf der vom Hersteller definierten Hauptrichtung. Eine Kurve unter 30 Grad seitlich sieht anders aus, und im Wohnraum hört niemand ausschließlich auf Achse.
    • Umgebung und Abstand. Freifeld oder Halbraum, gemessen in 0,5 m oder ganzen Metern und auf 1 m umgerechnet. Eine Messung im normalen Zimmer bildet unterhalb der Schroeder-Frequenz — der Grenze, ab der Raummoden einzeln durchschlagen statt sich zu überlagern — überwiegend den Raum ab und nicht mehr den Lautsprecher.
    • Pegel. Eine bei Zimmerlautstärke aufgenommene Kurve sagt nichts über das Verhalten bei Kinopegel; Antrieb und Schwingspule verhalten sich dort messbar anders.
    • Glättung. Sie fasst benachbarte Messpunkte zusammen. Ein schmaler Einbruch, der mit einer Zwölftel-Oktave deutlich sichtbar dasteht, ist unter Terzglättung kaum noch zu erkennen. Dieselbe Messung ergibt so zwei sehr verschiedene Bilder.

    Die Kette selbst muss dabei genauer sein als das Prüfobjekt: IEC 60268-5 verlangt von Generator, Verstärker und Messverstärker einen Amplitudengang, der über den Messbereich innerhalb von ±0,5 dB bleibt.

    Was die Kurve nicht zeigt

    Drei Eigenschaften bleiben grundsätzlich außerhalb dieser Darstellung, und alle drei entscheiden im Wohnraum mit.

    Die Richtung. Eine Einzelkurve gilt für eine Richtung. Am Hörplatz kommt aber beides an, der Direktschall von der Achse und der Anteil, den Wände und Decke zurückwerfen. Wie ein Lautsprecher seinen Schall auf die Winkel verteilt, zeigt erst eine Kurvenfamilie über viele Winkel — der Rundum-Messdatensatz nach ANSI/CTA-2034, den der kanadische Forscher Floyd Toole am National Research Council seit den 1980er-Jahren etabliert hat.

    Die Pegelfestigkeit. Bei welchem Pegel die Kurve aufgenommen wurde, steht in den Bedingungen; wie weit sie sich bei höherem Pegel verformt, steht nirgends. Erwärmte Schwingspulen liefern weniger Wirkungsgrad, und Verzerrungen steigen an, lange bevor ein Gerät die angegebene Belastbarkeit erreicht.

    Das Zeitverhalten. Zwei Lautsprecher mit derselben Amplitudenkurve können unterschiedlich nachschwingen. Was nach dem Signal übrig bleibt, zeigen Impulsantwort und Wasserfalldiagramm. Nur unter der Bedingung der Minimalphasigkeit hängen Amplituden- und Phasenverlauf so zusammen, dass einer aus dem anderen folgt — bei Mehrwegelautsprechern und im Raum gilt das eben nicht durchgehend.

    Häufiges Missverständnis

    „Der spielt bis 32 Hz, der andere nur bis 40 Hz — also hat der erste den besseren Bass." Ohne Toleranz und Messbedingung vergleichst Du zwei Zahlen, die auf verschiedene Weise entstanden sind. Der eine Hersteller nennt vielleicht seinen Übertragungsbereich mit dem 10-dB-Fenster der Norm, der andere einen Frequenzgang mit ±3 dB. Die Zahl des Ersten sieht besser aus und belegt weniger. Belastbar wird der Vergleich erst, wenn beide Angaben dasselbe Fenster nennen — und wirklich belastbar erst mit den Kurven.

    Ebenso verbreitet ist der Schluss vom glatten Verlauf auf guten Klang. Eine gerade Kurve auf Achse ist eine notwendige Voraussetzung und keine hinreichende: Ein Lautsprecher, dessen Bündelung sich am Übergang zwischen zwei Chassis sprunghaft ändert, kann auf Achse tadellos messen und im Zimmer trotzdem unruhig klingen, weil der Raumanteil eine ganz andere Klangfarbe hat als der Direktschall.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Frequenz: die Größe auf der waagerechten Achse. Der Frequenzgang ist der Verlauf über dieser Achse.
    • Übertragungsbereich: eine Reichweitenangabe nach IEC 60268-5 mit einem Fenster von 10 dB unter dem Mittelwert. Er beantwortet, wo ein Gerät noch etwas abgibt, und nicht, wie gleichmäßig.
    • Phasengang und Gruppenlaufzeit: die Zeitseite derselben Übertragung. Sie beschreiben, wann eine Frequenz ankommt, während der Amplitudengang sagt, wie laut.
    • Zielkurve: die Sollvorgabe einer Raumkorrektur, auf die hin entzerrt wird. Sie beschreibt einen Wunsch und ist keine Messung.
    • Klirrfaktor: der Anteil neu erzeugter Frequenzen. Ein Gerät kann einen geraden Frequenzgang und hohe Verzerrung zugleich haben.

    In der Planung

    Ein Kunde legt zwei Standlautsprecher nebeneinander und will wissen, welcher tiefer spielt. Modell A steht mit „32 Hz bis 25 kHz" im Prospekt, Modell B mit „45 Hz bis 20 kHz, ±3 dB". Nach den Zahlen wäre die Sache klar.

    Die erste Frage ist trotzdem keine Gerätefrage: Wird im Raum überhaupt ein Lautsprecher gebraucht, der die unterste Oktave abdeckt, oder übernimmt sie ein Subwoofer mit eigener Aufstellung und eigener Ankopplung? In fast allen Wohnräumen bringt die zweite Antwort mehr, weil die tiefsten Töne von den Raummoden dominiert werden und ihre Wiedergabe damit an der Position hängt und kaum am Datenblatt.

    Dann erst das Verfahren. Für beide Modelle lässt sich der Messreport anfragen — Kurvenfamilie über die Winkel, Toleranzband, Messbedingungen. Liegt er für A nicht vor und für B schon, ist das bereits ein Befund. Kommt er, lässt sich prüfen, mit welchem Fenster die 32 Hz von A zustande gekommen sind und wo die Kurve tatsächlich abzufallen beginnt.

    Die Geräteentscheidung fällt damit zuletzt und aus anderen Gründen als den Prospektzahlen: aus dem Abstrahlverhalten, das zur Raumgeometrie passen muss, und aus der Frage, wie sauber sich der Übergang zum Subwoofer legen lässt.

    Verknüpfte Inhalte

    Die Größe auf der waagerechten Achse erklärt der Eintrag zur Frequenz, die Pegelskala der Eintrag zum Dezibel. Wie eine Messung im Raum abläuft und welche Sichten sie liefert, steht bei der Raummessung; ab welcher Frequenz der Raum die Kurve bestimmt, klärt die Schroeder-Frequenz. Die Zeitdarstellung derselben Aufnahme behandeln Impulsantwort und Wasserfalldiagramm. Warum eine Einzelkurve über das Verhalten im Zimmer wenig verrät, führen Bündelungsmaß, Hörfenster und der Rundum-Messdatensatz aus. Wie veröffentlichte Messreports gelesen werden, behandelt die Wissensseite zum Rundum-Messdatensatz und zur Wandlermessung.

    Quellen

    Der Übertragungsbereich mit dem 10-dB-Kriterium, der Mittelung über ein angegebenes Band und der Ausnahme für Einbrüche schmaler als eine Neuntel-Oktave ist in IEC 60268-5 festgelegt und in IEC 60268-21 ein zweites Mal beschrieben; ebenso die Messung auf der Bezugsachse, der Messabstand mit Umrechnung auf 1 m und die Anforderung von ±0,5 dB an die Messkette. Der Rundum-Messdatensatz steht in ANSI/CTA-2034; seine Herkunft und die Verbindung zum Klangeindruck im Raum stammen aus der Standardliteratur zur Lautsprecherwiedergabe.

    ±6dB
    26 – 120 Hz
  • Tieftöner

    Anzahl Tieftöner
    1
  • Gehäusemaße

    Höhe
    360 mm
    Breite
    360 mm
    Tiefe
    360 mm
    Gewicht
    16,5 kg

Anschlüsse

AE Sub — Anschlüsse

AE Sub — Anschlüsse

AE Sub — Anschlüsse
      • Line In

      • LFE In

      • High Level In L

      • High Level In R

    • Netzeingang

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Angaben zur Produktsicherheit

Herstellerinformation

Firma
Acoustic Energy Loudspeakers
Postanschrift
Keulsepoort 2, Unit #4695911 BZ Venlo

Verantwortliche Person in der EU

Firma
M.A.D. Anja Hobbs
Postanschrift
Hardenberger Str. 7142549 Velbert
Telefon
+49 (0) 2051 4177600

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