madVR Labs, LLC ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Potomac im Bundesstaat Maryland, das externe Videoprozessoren für Heimkinos baut — die Geräte der Envy-Reihe. Ein solches Gerät hängt zwischen den Zuspielern und dem Projektor und rechnet das Bild um, bevor es auf der Leinwand ankommt. Neben dem Heimkino nennt das Haus das kommerzielle Kino und die Postproduktion als Märkte.
Auf einen Blick
- Offizieller Name
- madVR Labs, LLC
- Land
- Vereinigte Staaten
- Hauptsitz
- Potomac, Maryland, USA
- Gegründet
- 2019
- Marktsegmente
- Heimkino
- Custom Install
- Kino- und Postproduktion
- Produktbereiche
- Externe Videoprozessoren
Herkunft
Vor dem Unternehmen stand die Software. madVR ist ein Wiedergabemodul für den Windows-PC, das Mathias Rauen unter dem Namen Madshi entwickelt hat; es übernimmt in einem Abspielprogramm die Bildausgabe und rechnet Skalierung und Farbe auf der Grafikkarte. Diese Rechenweise half allerdings nur bei Material, das auf genau diesem Rechner lief.
Wofür madVR Labs steht
Die Grundentscheidung des Hauses ist die Rechenbasis. Im Envy arbeitet eine Grafikkarte, wie sie sonst in Spiele-PCs steckt, statt eines festverdrahteten Bildverarbeitungschips. Ein solcher Chip kann genau das, wofür er entworfen wurde, und das sehr sparsam; eine Grafikkarte ist frei programmierbar und rechnet, was die Software ihr aufträgt. Diese Wahl zieht sich durch die gesamte Auslegung — sie kostet Strom, Bauraum und Kühlung und erlaubt dafür Verfahren, die viel Rechenleistung brauchen.
Technologische Handschrift
Entwickelt werden die Algorithmen im Haus, und zwar von demselben Entwickler, der die Software geschrieben hat — die Verfahren für Tonwertabbildung, Skalierung, Bildformaterkennung, nichtlineare Streckung und Bewegungsinterpolation stammen aus dieser Linie, einzelne davon nach Herstellerangabe zum Patent angemeldet. Was madVR Labs nicht selbst baut, ist die Rechenhardware darunter: Grafikkarte und Plattform kommen aus dem PC-Markt. Die Wertschöpfung liegt in der Software, die auf ihnen läuft.
Wenn Bewegung eine Entscheidung wird
Die meisten Funktionen eines Videoprozessors sollen unsichtbar bleiben: Ein Bildformatwechsel darf nicht auffallen, eine Farbkorrektur schon gar nicht. Die Bewegungsinterpolation ist die Ausnahme.
Wofür sich madVR Labs eignet
Projektionsräume mit HDR-Material
Ein Master für 1.000 cd/m² und mehr muss auf eine Leinwand, die einen Bruchteil davon schafft, ohne dass helle Bildteile ausbrennen oder dunkle zulaufen.
Leinwände im Breitformat
Formaterkennung und nichtlineare Streckung sind darauf ausgelegt, dass ein Film sein Seitenverhältnis mitten im Programm wechselt — und dass 16:9-Material auf einer breiten Leinwand nicht als Briefmarke stehen bleibt.
Gemischte Zuspielung
Weil die Aufbereitung im Signalweg sitzt, gilt sie für Streaming-Box, Disc-Spieler und Konsole gleichermaßen. Das ist der Unterschied zur Softwarelösung im Wiedergabe-PC, aus der die Marke kommt.
Anlagen mit viel Material unterhalb der Ausgabeauflösung
Ältere Serien, Fernsehmaterial und Archivfilme sind der Fall, in dem sich der aufwendigere Rechenweg zeigt.
Räume mit belüftetem Technikschrank
Ein Gerät mit Grafikkarte will Luft und Strom; wo beides ohnehin eingeplant ist, fällt es nicht ins Gewicht.
Was madVR Labs nicht bietet
Keine Tonverarbeitung
Der Envy ist ein reines Bildgerät. Mehrkanalton, Raumkorrektur und Verstärkung planst Du an anderer Stelle.
Kein sparsames, passiv gekühltes Gerät
Wer eine lüfterlose Kiste für ein geschlossenes Möbel sucht, ist bei dieser Bauweise nicht richtig.
Keine Bildquelle und keinen Bildgeber
Was Projektor und Leinwand an Kontrast und Licht hergeben, bleibt die Obergrenze.
Quellen
Datenstand dieser Seite: 17. August 2026.
- madVR Labs — About Us (Firmierung madVR Labs, LLC; Sitz Potomac, Maryland; Gründung 2019 als finanziertes Start-up; Richard T. Litofsky als Mitgründer und CEO, Mathias Rauen als Mitgründer und Entwickler von madVR; Zielmärkte High-End-Heimkino, kommerzielles Kino und Postproduktion)
- madVR Labs — Technology (dynamische Tonwertabbildung mit Analyse jedes Einzelbildes, als zum Patent angemeldet bezeichnet; Skalierung über maschinell gelernte Algorithmen; sofortige Erkennung des Bildseitenverhältnisses; nichtlineare Streckung NLS+; Bewegungsinterpolation MotionAI; Kalibrierung über 3D-LUT)
- madVR Labs — Envy-Modelle (Abstufung der Reihe von Core bis Extreme; Grafikkarte als Rechenbasis des Spitzenmodells; Zuschnitt der Einstiegsmodelle auf Medienräume und Wohnräume)
- madVR Labs — Startseite (Envy als externer Videoprozessor für dedizierte Heimkinos; Schwerpunkte HDR, Skalierung auf 4K und 8K, Verwaltung des Bildseitenverhältnisses)
Alle vier Quellen stammen vom Hersteller. Zur Software madVR selbst und zur Marktposition des Unternehmens liegen keine unabhängigen Belege vor.
