Lumagen, Inc. ist ein US-amerikanischer Hersteller externer Videoprozessoren mit Sitz in Beaverton im Bundesstaat Oregon. Ein solches Gerät sitzt in der Bildkette zwischen den Zuspielern und dem Bildgeber: Es passt HDR-Material an das an, was Projektor und Leinwand an Licht und Farbe wirklich schaffen, skaliert auf die Ausgabeauflösung und richtet das Bildformat aus. Seit 2002 baut das Haus ausschließlich diese eine Geräteklasse, und es entwickelt und fertigt sie am selben Ort.
Auf einen Blick
- Offizieller Name
- Lumagen, Inc.
- Land
- Vereinigte Staaten
- Hauptsitz
- Beaverton, Oregon, USA
- Gegründet
- 2002
- Marktsegmente
- Heimkino
- Custom Install
- Studio- und Postproduktion
- Produktbereiche
- Externe Videoprozessoren
Herkunft
Über die eigene Geschichte veröffentlicht Lumagen wenig: keinen Gründungsbericht, keine Angaben zu Eigentümern, keine Zahl zur Belegschaft. Was in über zwei Jahrzehnten gleich geblieben ist, lässt sich dagegen belegen — der Ort in Oregon, die eine Geräteklasse und die Entscheidung, alles selbst zu entwickeln und zu bauen. Nach außen vertritt Jim Peterson als President das Unternehmen. Die aktuellen Reihen heißen Radiance Pro und ArtisaN.
Wofür Lumagen steht
Lumagen baut Geräte, die in einer festen Installation alt werden sollen. Die Bildverarbeitung läuft auf frei programmierbarer Logik — auf Bausteinen also, deren Schaltung sich nach dem Einbau noch ändern lässt. Als Ziel gibt der Hersteller an, auf diesem Weg auch Jahre nach der Installation noch Bildverarbeitungsfunktionen nachzurüsten; Software-Updates bleiben nach dem Kauf kostenlos. Für einen Raum, in dem das Gerät hinter einer Wandverkleidung im Technikschrank sitzt, ist das eine andere Rechnung als bei einem Gerät, das man alle paar Jahre austauscht.
Technologische Handschrift
Die Algorithmen kommen aus dem Haus, und sie betreffen alles, was zwischen Eingang und Ausgang mit dem Bild geschieht: die Anpassung von HDR-Material Bild für Bild samt Erkennung von Szenenwechseln, die Skalierung bewegter Inhalte, die automatische Erkennung des Quellformats mitsamt Ansteuerung von Maskierung und anamorphen Aufbauten, die Farbkorrektur über Tabellen sowie die zeitliche Seite — Bild und Ton synchron halten, die Verzögerung für Spielbetrieb klein halten. Die Rechenarbeit liegt dabei auf programmierbarer Logik statt auf einem festverdrahteten Bildchip, und genau daher rührt der lange Nachrüstpfad.
Vom Kinoraum in die Dailies
Lumagen nennt als Einsatzfeld neben dem Heimkino die Filmproduktion: Sichtung von Tagesmustern und Postproduktion, also Räume, in denen Menschen beruflich beurteilen, ob ein Bild richtig aussieht.
Wofür sich Lumagen eignet
Dedizierte Kinoräume mit Projektor
Genau dort entsteht die Aufgabe, für die die Geräte gebaut sind: HDR-Material ist für Leuchtdichten gemastert, die eine Leinwand nie erreicht, und die Anpassung entscheidet über Durchzeichnung in hellen wie in dunklen Bildteilen.
Leinwände im Breitformat mit wechselnden Bildseitenverhältnissen
Die automatische Formaterkennung stellt das Bild um, ohne dass jemand zur Fernbedienung greift, und steuert Maskierung sowie anamorphe Aufbauten mit an.
Projekte, in denen kalibriert wird
Die Korrekturdaten liegen im Prozessor, nicht im Bildgeber. Damit gilt dieselbe Korrektur für Disc-Spieler, Streaming-Box und Konsole, und sie hat auch dann Bestand, wenn Du später einen Zuspieler wechselst.
Installationen, die lange stehen sollen
Nachrüstbare Bildverarbeitung und kostenlose Software-Updates sind für ein eingebautes Gerät ein Planungsargument.
Was Lumagen nicht bietet
Keine Tonseite
Der Videoprozessor reicht Ton durch und hält ihn zeitrichtig zum Bild. Wie der Mehrkanalton entsteht, verstärkt und eingemessen wird, entscheidest Du unabhängig davon.
Keinen Bildgeber
Das Gerät verändert das Signal, nicht die Physik des Projektors — Kontrast, Lichtleistung und Farbraum bleiben die Grenzen des Bildgebers und der Leinwand.
Quellen
Datenstand dieser Seite: 17. August 2026.
- Lumagen — Company (Entwicklung und Fertigung in Beaverton, Oregon, seit 2002; Zielmärkte Heimkino und professionelle Studioumgebungen; Fertigung im eigenen Haus; erklärter Anspruch an Farbtreue und Artefaktarmut)
- Lumagen — Radiance Pro (Funktionsumfang: dynamische Tonwertabbildung für HDR, Skalierung bewegter Inhalte, anamorphe Leinwandunterstützung mit und ohne Vorsatzlinse, programmierbare Ausgabeformate und Maskierung, 3D-LUT-basiertes Farbmanagement, Graustufenkalibrierung, Genlock, Betriebsart mit reduzierter Verzögerung, kostenlose Software-Updates nach dem Kauf)
- Lumagen — ArtisaN (FPGA-Technik als Grundlage dafür, Bildverarbeitungs- und Einrichtungsfunktionen Jahre nach der Installation nachzurüsten; dynamische Tonwertabbildung mit Szenenwechselerkennung; automatische Erkennung des Quellformats; 1D- und 3D-LUT-Kalibrierung; nichtlineare Streckung)
- Lumagen — Pressemitteilung zum Radiance Pro 4140, 28.08.2024 (Jim Peterson als President zitiert; Fertigung in den USA; kostenlose Firmware-Updates; automatische Bildformaterkennung)
- Lumagen — Startseite (Leitsatz „See what the director intended“; Einsatz in Dailies und Postproduktion; Reihen Radiance Pro und ArtisaN)
Alle fünf Quellen stammen vom Hersteller selbst. Unabhängige Angaben zu Größe, Eigentümern und Marktposition des Unternehmens sind nicht öffentlich verfügbar.
