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Einleitung

Subwoofer mit zwei 500-Watt-Class-D-Verstärkern und zwei 228-mm-Treibern in gekoppeltem Gehäuse.

Die Highlights des REFERENCE 8b im Überblick

  • Maximaler SPL

    110 dB

    @1 m (Freifeld/Halbraum, Herstellerangabe)

  • Bass Konzept

    Geschlossen

  • Aktiv / Passiv

    Aktiv

  • Gehäuse

    B × H × T

    365 mm398 mm429 mm

    Gewicht 34 kg

Technische Daten

  • Bass Port

    Bass Konzept

    Glossar

    Bassreflex und geschlossenes Gehäuse

    Beide Bauarten lösen dieselbe Aufgabe unterschiedlich: Sie verhindern, dass sich der Schall von der Vorder- und der Rückseite der Membran im Bass gegenseitig auslöscht. Das geschlossene Gehäuse sperrt die Rückseite komplett ein, das Bassreflexgehäuse führt sie über eine abgestimmte Öffnung nach außen und lässt sie im Nutzbereich mitspielen.

    Ein Basslautsprecher schiebt Luft nach vorn und gleichzeitig nach hinten. Ohne Gehäuse würden sich beide Hälften ausgleichen und es bliebe fast nichts übrig. Die geschlossene Box sperrt die Rückseite einfach ein. Die Bassreflexbox lässt sie durch ein Rohr wieder heraus, und zwar genau so abgestimmt, dass sie im Tiefton mithilft statt zu stören. Das bringt bei gleicher Größe mehr Pegel — kostet aber Reserve, sobald es noch tiefer wird. Welche Bauart die bessere ist, lässt sich deshalb nicht allgemein sagen.

    Ausführliche Erklärung

    Im geschlossenen Gehäuse wirkt die eingeschlossene Luft wie eine Feder, gegen die die Membran arbeitet. Nach unten hin fällt der Pegel sanft ab, und dieser flache Verlauf ist im Wohnraum ein echter Vorteil: Der Raum selbst hebt zu tiefen Frequenzen hin an, und beides zusammen ergibt oft einen tieferen nutzbaren Bass, als das Datenblatt vermuten lässt. Bezahlt wird das mit Wirkungsgrad — für denselben Pegel braucht eine geschlossene Konstruktion mehr Verstärkerleistung und mehr Membranhub.

    Das Bassreflexgehäuse fügt eine zweite schwingungsfähige Größe hinzu. Die Luftmasse im Rohr bildet zusammen mit dem Gehäusevolumen einen Resonator, der um seine Abstimmfrequenz herum kräftig mitstrahlt. Genau dort bewegt sich die Membran am wenigsten, weil die Öffnung die Arbeit übernimmt — das Prinzip liefert bei gleichem Chassis und gleicher Baugröße mehr Maximalpegel im Tiefton. Unterhalb der Abstimmung kippt das Verhältnis allerdings schlagartig: Der Pegel fällt deutlich steiler ab, und die Membran verliert ihre Führung, sodass sie bei tiefen Signalen unkontrolliert weit ausschlägt. Aktive Konstruktionen — allen voran Subwoofer — fangen das mit einem Hochpassfilter unterhalb der Abstimmung ab; eine passive Reflexbox hat diesen Schutz nicht und verlässt sich darauf, dass im Musikmaterial unterhalb ihrer Abstimmung kaum Energie liegt.

    Die theoretische Grundlage dafür stammt von Neville Thiele und Richard Small, zwei Ingenieuren, die in den 1960er- und 1970er-Jahren in Australien die Kenngrößen entwickelten, mit denen sich Chassis und Gehäuse bis heute berechnen lassen. Seitdem ist die Abstimmung einer Reflexbox keine Bastelei mehr, sondern eine Auslegungsentscheidung mit klaren Zielkonflikten.

    Ein praktischer Punkt geht in Datenblättern gern unter: Die Öffnung bewegt Luft, und wenn sie zu knapp dimensioniert oder zu nah an einer Wand sitzt, entstehen Strömungsgeräusche. Ein rückwärtiges Rohr braucht deshalb Abstand — nicht nur wegen des Basspegels, sondern wegen der Strömung selbst.

    Klar, geschlossene Konstruktionen gelten als die präziseren; der hörbare Unterschied ist trotzdem kleiner als der Ruf. Die zusätzliche Verzögerung im Bereich der Abstimmung ist messbar, wird im Wohnraum aber von dem überlagert, was Raummoden ohnehin an Nachschwingen beitragen. Zwischen einer gut gerechneten Reflexbox und einer mittelmäßigen geschlossenen Box gewinnt die Reflexbox.

    Bei Subwoofern

    Bei Subwoofern spitzt sich dieselbe Abwägung zu, weil dort ausschließlich der Bassbereich zählt. Geschlossene Subwoofer bauen für eine gegebene Abstimmung kleiner, fallen sanft ab und harmonieren dadurch gut mit dem Anstieg, den ein geschlossener Raum ohnehin liefert; sie verlangen aber kräftige Endstufen und viel Hub. Reflex-Subwoofer holen aus demselben Chassis rund um die Abstimmung deutlich mehr Maximalpegel heraus — der gängige Weg, wenn große Pegel im Tiefbass gefordert sind — und brauchen dafür mehr Volumen sowie zwingend einen Subsonic-Filter. Eine Sonderform ist die Passivmembran: Sie ersetzt das Rohr durch eine zweite, nicht angetriebene Membran, folgt aber derselben Logik und ist kein drittes Prinzip.

    Welche Bauform in einem konkreten Projekt passt, hängt an Raumgröße, Zielpegel und Aufstellungsfreiheit — die ausführliche Gegenüberstellung samt Qualitätskriterien steht auf der Wissensseite zu den Subwoofer-Bauformen.

    Häufiges Missverständnis

    „Geschlossen ist trocken, Bassreflex ist schwammig" — diese Erzählung hält sich, weil sie eine echte Beobachtung falsch erklärt. Was viele als schwammig erleben, stammt fast immer aus dem Raum: eine Mode, die lange nachschwingt, oder ein Subwoofer, der in einer Ecke steht. Beides passiert einem geschlossenen Gehäuse an derselben Stelle genauso.

    Genauso schief ist die Gleichsetzung von Öffnung und Tiefgang. Ein Rohr an der Rückseite sagt für sich genommen nichts darüber aus, wie tief eine Box spielt. Entscheidend ist die Abstimmfrequenz, und die ist eine Auslegungsentscheidung — es gibt hoch abgestimmte Reflexboxen, die weniger tief kommen als eine gut gerechnete geschlossene Konstruktion.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Passivmembran: Ersatz für das Rohr innerhalb desselben Prinzips.
    • Downfire und Frontfire: Beschreiben, wohin das Chassis strahlt, nicht wie das Gehäuse arbeitet.
    • Transmissionline und Horn: Eigene Prinzipien mit anderer Auslegungslogik.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer von etwa 30 Quadratmetern, offen zur Küche, Wunsch nach Kinopegel. Zu klären ist, wie viel Tiefbass bei welchem Pegel gebraucht wird — und ob der Raum überhaupt geschlossen genug ist, um von seinem eigenen Anstieg im Tiefton zu profitieren.

    Weil der Raum zur Küche offen ist, fällt dieser Anstieg weitgehend weg; der sanfte Abfall eines geschlossenen Subwoofers wird damit nicht mehr aufgefangen. Das Verfahren der Wahl ist deshalb eine Reflexkonstruktion mit ausreichend tiefer Abstimmung, ergänzt um einen zweiten Subwoofer für die Gleichmäßigkeit über die Sitzplätze. Erst mit dieser Festlegung beginnt die Geräteauswahl — und die Aufstellung entscheidet danach immer noch mehr über das Ergebnis als das Gehäuseprinzip.

    Verknüpfte Inhalte

    Was die Bauform für die Gerätewahl bedeutet, steht bei Subwoofer und auf der Wissensseite zu den Subwoofer-Bauformen. Warum mehr Watt nicht linear mehr Pegel ergeben, klären Wirkungsgrad und Verstärkerleistung.

    Quellen

    Die Auslegungsgrundlagen folgen den Arbeiten von Thiele und Small.

    Geschlossen
  • Betrieb (System)

    Aktiv / Passiv

    Glossar

    Aktiv- und Passivlautsprecher

    Ein Passivlautsprecher bekommt fertige Verstärkerleistung an seinen Klemmen und verteilt sie im Gehäuse mit einer passiven Frequenzweiche auf die Chassis. Ein Aktivlautsprecher bekommt ein Kleinsignal, filtert es vor den Endstufen und hat für jeden Weg eine eigene Endstufe eingebaut. Die Grenze verläuft damit an der Buchse: Kommt dort Leistung an oder Line-Pegel.

    Jeder Lautsprecher braucht einen Verstärker — die Frage ist nur, wo der steht. Beim klassischen Aufbau steht er als eigenes Gerät im Regal, und von ihm läuft ein dickes Kabel zur Box. Beim Aktivlautsprecher steckt er schon in der Box, und deshalb braucht jeder Lautsprecher eine Steckdose. Verschwunden ist der Verstärker dabei nicht, er ist nur umgezogen. Für Dich ändert sich vor allem, was Du wo hinlegen musst: einmal Strom zu jedem Lautsprecher, einmal ein Lautsprecherkabel vom Verstärker aus.

    Ausführliche Erklärung

    Die Grenze verläuft am Line-Pegel

    Was an der Anschlussbuchse ankommt, entscheidet die Zuordnung. Ein Passivlautsprecher erwartet Lautsprecherleistung: einige Volt bei mehreren Ampere, geliefert von einer Endstufe mit Netzteil und Kühlkörper. Ein Aktivlautsprecher erwartet ein Signal unterhalb dieser Grenze — analoges Line-Signal, ein Digitalsignal oder Musik über das Netzwerk. Welche fünf Aufgaben in einer Anlage insgesamt zu verteilen sind und wie sich Produkte sie aufteilen, ordnet Die Audiokette.

    Die Messnorm für Lautsprecher hat dieselbe Linie gezogen, wenn auch nur von einer Seite: IEC 60268-5 galt in ihrer Ausgabe von 2003 ausdrücklich für Lautsprecher, „die vollständig als passive Elemente behandelt werden", und schloss Modelle mit eingebautem Verstärker aus ihrem Anwendungsbereich aus. Diese Ausgabe ist seit April 2026 zurückgezogen, ohne dass die Normungsorganisation einen Nachfolger nennt — für die Begriffsbildung bleibt die Formulierung trotzdem aufschlussreich, weil sie zeigt, an welcher Stelle die Messtechnik die Grenze gesetzt hat. Eine gleichwertige Festlegung, was ein Aktivlautsprecher ist, hat es auch dort nie gegeben; der Begriff wird über die Fachliteratur und über die Herstellerpraxis bestimmt.

    Daraus folgt unmittelbar die planerische Konsequenz, die das ganze Thema regiert: Ein Aktivlautsprecher braucht an seinem Standort Netzspannung. Nicht in der Nähe, sondern dort, wo er steht oder hängt. Diese Anforderung entscheidet in Neubau und Sanierung mehr über die Machbarkeit als jede Klangfrage.

    Aktiv, angetrieben, passiv — drei Fälle statt zwei

    Der zweite Teil der Definition wird häufiger übersehen als der erste. Ein Lautsprecher ist aktiv, wenn die Frequenzteilung im Kleinsignal passiert — analog oder im DSP — und danach jeder Weg seine eigene Endstufe bekommt. Ein Zweiwegemodell hat dann zwei Endstufen, ein Dreiwegemodell drei. So steht es auch im Begriffsverzeichnis der Audio Engineering Society: Eine aktive Weiche verlangt eine eigene Endstufe je Frequenzband.

    Hugh Robjohns hat die daraus folgende Dreiteilung in Sound On Sound klar auseinandergelegt. Der passive Lautsprecher enthält Bauteile, die das ankommende Signal auf die Chassis verteilen, und bekommt es von einer externen Endstufe. Der angetriebene — im Englischen powered — ist derselbe Lautsprecher mit einer Endstufe im oder am Gehäuse, die weiterhin über eine passive Weiche auf die Chassis arbeitet. Der aktive hat mehrere Endstufen im Gehäuse, eine je Chassis, direkt mit diesem verbunden, und die Aufteilung passiert am Line-Eingang unmittelbar davor.

    Im Deutschen fehlt das mittlere Wort, und deshalb steht auf beiden Kartons „aktiv". Für den Leser gibt es trotzdem eine greifbare Prüffrage: Bekommt jedes Chassis seine eigene Endstufe, oder teilen sich mehrere eine? Alles, was im nächsten Abschnitt an Vorteilen steht, hängt an der aktiven Trennung und nicht daran, dass der Verstärker im Gehäuse sitzt.

    Was die aktive Trennung technisch bringt

    Die Endstufe sieht das Chassis direkt. Zwischen Ausgang und Schwingspule liegt dann nur noch das Lautsprecherkabel. Wie viel das ausmacht, hat Rod Elliott an einer Weiche zweiter Ordnung durchgerechnet: Was am Chassis vom Dämpfungsfaktor ankommt, sinkt an der Trennfrequenz auf eins, liegt eine Oktave daneben bei rund 2,7 und zwei Oktaven daneben bei knapp 7 — während der Verstärker an seinen eigenen Klemmen Werte im Bereich von 50 bis über 300 liefert. Die Weichenspule steht dazwischen, und ihr Widerstand ist die Ursache.

    Jeder Weg lässt sich einzeln behandeln. Pegel, Verzögerung und Entzerrung stehen je Chassis frei. Was eine passive Weiche mit Bauteilen erkaufen muss — ein Sperrkreis gegen eine Resonanz, ein Widerstand zum Pegelabgleich —, ist im DSP ein Rechenschritt ohne Verlustleistung. Genelec nennt die Empfindlichkeitsunterschiede zwischen Chassis ausdrücklich als das, was sich damit ausgleichen lässt, und führt als zweiten Punkt an, dass jedes Chassis von den Signalen der anderen entkoppelt ist; das senke die Intermodulationsverzerrung.

    Die Endstufen werden je Weg dimensioniert. Ein aktueller Studiomonitor zeigt die Größenordnung: 145 Watt am Tieftöner, 100 Watt am Hochtöner, getrennt bei 1700 Hertz mit 48 Dezibel je Oktave. Eine solche Flanke wäre passiv nur mit erheblichem Bauteilaufwand zu haben, und sie schützt den Hochtöner besser als jede flachere Trennung.

    Der Schutz kann gezielt greifen. Weil die Elektronik weiß, welches Chassis an welchem Ausgang hängt, lässt sich die Begrenzung auf dessen Belastbarkeit legen. Ein passives System kann das nicht — dort sieht die Endstufe nur die Summe.

    Der übergreifende Punkt ist aber ein anderer, und er wiegt in der Praxis am schwersten: Beim Aktivlautsprecher legt der Hersteller Chassis, Weiche und Endstufe gemeinsam fest. Er kennt alle drei und kann sie aufeinander abstimmen — eine Freiheit, die bei getrennten Geräten niemand hat, weil niemand weiß, was der Kunde kombiniert.

    Was die Bauweise kostet

    Zuführung an jeden Platz. Zu jedem Lautsprecher müssen Strom und Signal. In der Nachrüstung scheitern daran regelmäßig Lösungen, die sonst überzeugt hätten — eine Steckdose im Wohnzimmerregal ist schnell gefunden, eine hinter einem Deckenlautsprecher nicht.

    Die Elektronik altert mit. Netzteil, Endstufe und DSP sind die Bauteile mit der kürzesten Lebensdauer im Gehäuse, und sie sitzen ausgerechnet in dem Glied, das sonst am längsten hält. Fällt die Elektronik nach zwölf Jahren aus, ist ein Chassis-Paar ohne Wert, das noch zwanzig Jahre gekonnt hätte. Bei passiven Lautsprechern trifft derselbe Ausfall nur den Verstärker, und der wird ersetzt.

    Vermischung erzeugt Laufzeitversatz. Arbeitet die Trennung im DSP, braucht die Rechnung Zeit. Derselbe Studiomonitor gibt dafür 2,6 Millisekunden am Analogeingang an und 2,1 Millisekunden am Digitaleingang. Solange alle Wege eines Systems dieselbe Verzögerung haben, ist das folgenlos; in einem gemischten Aufbau — aktive Front, passive Surrounds — laufen die Kanäle auseinander, und der Versatz muss im Prozessor ausgeglichen werden. Was Delay dabei leistet, steht im eigenen Eintrag.

    Vorne fehlt trotzdem ein Gerät. Ein Aktivlautsprecher hat keinen Lautstärkeregler in der Kette und keine Quellenumschaltung. Beides muss davor stehen — ein Vorverstärker, ein Prozessor oder eine Quelle mit geregeltem Ausgang. Vergessen wird das regelmäßig bei der Kalkulation.

    Wo welche Bauweise verbreitet ist

    Im Studio ist der aktive Nahfeldmonitor seit Langem die Regel, und die Gründe passen zur Liste oben: kurze Wege, feste Aufstellung, Netzanschluss ohnehin am Arbeitsplatz, und ein Hersteller, der die Abstimmung vollständig verantwortet. Im Wohnbereich hat sich die Bauweise dort durchgesetzt, wo ohnehin Strom und Netzwerk liegen — beim Kompaktsystem im Regal und beim vernetzten Lautsprecher, der die Quelle gleich mitbringt. Im MultiRoom-Ausbau über viele Zonen und im Kinoraum mit Lautsprechern hinter der Bespannung überwiegen weiterhin passive Lautsprecher mit zentraler Verstärkung, weil die Technik dann an einer Stelle steht und dort gewartet werden kann.

    Der Subwoofer ist der Sonderfall, der die Einteilung ohnehin durchbricht: Er hat fast immer seine eigene Endstufe und sein eigenes Filter im Gehäuse, auch in Anlagen, die sonst durchgehend passiv sind.

    Häufiges Missverständnis

    „Aktiv heißt: mit Stromanschluss." Der Stecker ist ein Hinweis und keine Definition. Entscheidend ist, ob jedes Chassis seine eigene Endstufe hat oder ob eine Endstufe im Gehäuse auf eine passive Weiche arbeitet. Der zweite Fall bringt die Bequemlichkeit mit und die technischen Vorteile nicht.

    „Aktiv spart den Verstärker und damit Geld." Der Verstärker zieht um, er verschwindet nicht — und aus einem werden zwei oder drei je Lautsprecher. Was aktive Systeme tatsächlich sparen, sind Gehäuse, Kabelwege und Aufstellfläche.

    „Aktivlautsprecher brauchen nichts davor." Sie brauchen eine Quelle mit Lautstärkeregelung. Ein Netzwerkzuspieler mit geregeltem Ausgang oder eine Vorstufe erfüllt das; ein Wandler mit festem Ausgangspegel lässt Dich ohne Lautstärkeregelung zurück.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Lautsprecher mit eingebauter Endstufe: angetrieben, aber passiv getrennt. Die Unterscheidung steht oben und ist die häufigste Verwechslung im Thema.
    • Aktive und passive Frequenzweiche: die Schaltung, nicht die Geräteform. Eine aktive Weiche kann auch außerhalb des Lautsprechers stehen — dann entsteht ein aktiv getrenntes System aus passiven Chassis und externen Endstufen.
    • Class-D-Endstufe: ein Verstärkerprinzip. Es steckt in vielen Aktivlautsprechern, weil es wenig Wärme im geschlossenen Gehäuse erzeugt, hat mit der Frage aktiv gegen passiv aber nichts zu tun.
    • AV-Prozessor, AV-Receiver und Endstufe: die Geräteklassen vor dem Lautsprecher. Ein Aktivlautsprecher ersetzt davon die Endstufe und keine der anderen Aufgaben.
    • Bi-Amping: zwei Endstufen an einem passiven Lautsprecher. Passiv ausgeführt bleibt die Weiche drin — der Lautsprecher wird davon nicht aktiv.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer soll Musik über das Netzwerk bekommen, dazu den Fernsehton. Der Kunde hat ein Paar aktive Lautsprecher gesehen und fragt, ob er sich damit den Verstärker sparen kann.

    Zuerst eine Frage, die kein Datenblatt beantwortet: Was soll in zehn Jahren noch tauschbar sein? Sind die Lautsprecher die Anschaffung, die bleiben soll, spricht das für passive Modelle an einem Verstärker, weil dann nur das schneller alternde Glied ersetzt wird. Soll das ganze System kompakt und in einem Zug erneuerbar sein, ist die aktive Lösung stimmig.

    Als Nächstes das Verfahren — hier fällt die eigentliche Entscheidung. Zu klären ist, was an jeden Lautsprecherplatz gelegt werden kann: Netzspannung und eine Signalleitung — oder nur ein Lautsprecherkabel aus einer Ecke des Raums. In der Sanierung entscheidet diese Frage allein schon oft die Bauweise. Dazu kommt, wer die Lautstärke regelt und woher die Quellen kommen; der Fernseher verlangt einen Eingang, den ein Aktivlautsprecherpaar allein nicht immer mitbringt.

    Die Modellwahl steht ganz am Ende, und sie führt zur Prüffrage vom Anfang zurück: Hat jedes Chassis seine eigene Endstufe, oder steckt hinter dem Wort „aktiv" ein Verstärker vor einer passiven Weiche?

    Verknüpfte Inhalte

    Wie eine Frequenzweiche arbeitet und was passive von aktiver Teilung unterscheidet, steht bei der Frequenzweiche. Wo die Endstufe in der Gesamtanlage sitzt und welche Aufgaben sonst noch zu verteilen sind, ordnet Die Audiokette; die Geräteklassen davor behandeln AV-Prozessor, AV-Receiver und Endstufe sowie Vorverstärker und Vollverstärker. Was Line-Pegel bedeutet, erklären die Pegelkonventionen. Das Verstärkerprinzip, das die Endstufe ins Gehäuse passen lässt, beschreibt die Class-D-Endstufe; den Zwischenweg mit zwei Endstufen an einem passiven Lautsprecher Bi-Wiring und Bi-Amping. Wie ein vernetzter Zuspieler in eine bestehende Kette kommt, steht bei Netzwerkplayer und Streaming-Bridge. Als Systemfrage im Konzeptteil einer Stereoanlage führt der HiFi-Guide die Entscheidung im Kapitel Passiv oder aktiv? weiter.

    Quellen

    Die normative Abgrenzung des passiven Lautsprechers — vollständig als passives Element behandelt, Modelle mit eingebautem Verstärker ausgeschlossen — stammt aus dem Geltungsbereich von IEC 60268-5. Die Definition der aktiven Weiche mit einer eigenen Endstufe je Frequenzband steht im Fachwörterbuch der Audio Engineering Society. Die Dreiteilung in passiv, angetrieben und aktiv folgt dem Beitrag von Hugh Robjohns in Sound On Sound vom Dezember 2003. Die Zahlen zum Dämpfungsfaktor hinter einer passiven Weiche und die Größenordnung des Leistungsgewinns getrennter Endstufen stammen von Rod Elliott. Die Aussagen zur Entkopplung der Chassis, zum Ausgleich ihrer Empfindlichkeit, zur direkten Verbindung von Endstufe und Schwingspule und zum halbierten Leistungsbedarf sind Herstellerangaben von Genelec. Leistung je Weg, Trennfrequenz, Flankensteilheit und Durchlaufzeit eines DSP-Aktivsystems sind der Spezifikation des Neumann KH 120 II entnommen. Alle Fundstellen wurden am 24. August 2026 am Objekt gelesen; die Normtexte lagen dabei nur als frei einsehbarer Geltungsbereich vor.

    Aktiv

    Leistungsdaten (akustisch)

    Maximaler SPL

    Glossar

    Schallleistung und Schalldruck

    Die Schallleistung ist die Energie, die eine Quelle je Sekunde als Schall abgibt — eine Eigenschaft des Geräts, unabhängig davon, wo man steht. Der Schalldruck ist die Druckschwankung, die an einem bestimmten Ort ankommt — eine Eigenschaft dieses Orts.

    Denk an einen Heizkörper. Seine Leistung in Watt ist eine Eigenschaft des Geräts und ändert sich nicht, wenn Du durchs Zimmer gehst. Die Temperatur, die Du spürst, ändert sich sehr wohl — direkt davor ist es warm, in der Ecke kühl. Genauso ist es beim Schall: Was der Lautsprecher abgibt, ist das eine, was bei Dir ankommt, das andere. Und weil beide Angaben in Dezibel stehen, werden sie ständig verwechselt.

    Ausführliche Erklärung

    Beide Größen werden als Pegel angegeben, und beide heißen Dezibel — aber sie beziehen sich auf verschiedene Referenzen und lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen.

    text Schallleistungspegel L_W = 10 · log₁₀(P / P₀) P₀ = 1 pW = 10⁻¹² W Schalldruckpegel L_p = 20 · log₁₀(p / p₀) p₀ = 20 µPa

    Der Unterschied zwischen 10 und 20 ist keine Konvention, sondern folgt aus der Physik. Die Leistung ist proportional zum Quadrat des Schalldrucks. Wer also den Druck halbiert, viertelt die Leistung — und beide Rechnungen ergeben denselben Abschlag von 6 dB, wenn vor dem Logarithmus einmal die 20 und einmal die 10 steht. Genau daher kommt die 6-dB-Regel des Abstandsgesetzes: Die abgegebene Leistung verteilt sich auf eine Kugelfläche, die mit dem Quadrat der Entfernung wächst.

    Im Freifeld hängen beide Größen über die Geometrie zusammen: Aus dem Schallleistungspegel der Quelle, ihrem Bündelungsgrad und dem Abstand folgt der Schalldruckpegel an einem Ort — die Gleichung dazu und durchgerechnete Beispiele stehen auf der Formelseite Schalldruckpegel aus Schallleistungspegel. Für die beiden Begriffe zählt daran vor allem eine Folge: Derselbe Lautsprecher erzeugt bündig in einer Wand rund 3 dB mehr Schalldruck als frei im Raum aufgehängt, und seine Schallleistung ändert sich dabei nicht. Genau dort laufen die beiden Größen auseinander — die Quelle gibt gleich viel ab, der Ort bekommt verschieden viel.

    Gemessen wird immer der Druck; ein Mikrofon kann nichts anderes. Die Schallleistung wird daraus berechnet, indem man den Druck auf einer gedachten Hüllfläche um die Quelle abtastet und über die Fläche aufsummiert. Die Verfahren dafür stehen in ISO 3745 für den reflexionsarmen Raum und in ISO 3744 für Messungen über einer reflektierenden Ebene. Der Aufwand erklärt, warum Lautsprecherdatenblätter fast nie einen Schallleistungspegel nennen, sondern den Kennschalldruckpegel in einem Meter Abstand — eine Größe, die einfacher zu messen und für die Auslegung praktischer ist.

    Häufiges Missverständnis

    „Der Verstärker hat 200 Watt, der Lautsprecher gibt also 200 Watt Schallleistung ab." Es sind zwei verschiedene Watt. Die eine Angabe ist elektrische Leistung, die andere akustische — und dazwischen liegt der Wirkungsgrad, der bei Lautsprechern klein ist. Der ganz überwiegende Teil der zugeführten Leistung wird zu Wärme in der Schwingspule, nicht zu Schall. Wie klein der Anteil ist und was das für die Auslegung bedeutet, steht beim Wirkungsgrad.

    Der zweite Fehlschluss ist heimtückischer, weil beide Angaben gleich aussehen: „95 dB ist 95 dB." Ein Schallleistungspegel von 95 dB und ein Schalldruckpegel von 95 dB beschreiben völlig verschiedene Sachverhalte, und zwischen ihnen liegen der Messabstand und die Richtwirkung der Quelle. Wer zwei Datenblätter vergleicht, muss zuerst prüfen, welche der beiden Größen angegeben ist — und bei Schalldruck zusätzlich, in welchem Abstand, auf welcher Achse und mit welcher Leistung.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Elektrische Leistung: Was der Verstärker abgibt, in Watt — eine Eingangsgröße des Lautsprechers, keine Ausgangsgröße.
    • Wirkungsgrad und Kennschalldruckpegel: Sie beschreiben, wie viel Schalldruck ein Lautsprecher aus einer bestimmten elektrischen Leistung in einem festen Abstand macht.
    • Lautheit: die empfundene Lautstärke. Sie hängt neben dem Pegel auch von Frequenz und Dauer ab; minus 6 dB ist der halbe Schalldruck, aber bei weitem nicht die halbe Lautstärke.
    • Schallschnelle: die zweite Feldgröße neben dem Druck, die Bewegungsgeschwindigkeit der Luftteilchen.

    In der Planung

    Ein Kunde vergleicht zwei Einbaulautsprecher und liest bei einem 89 dB, beim anderen 92 dB. Der Schluss „der zweite ist lauter" hält nur, wenn beide Angaben denselben Bezug haben — dieselbe Messgröße, denselben Abstand, dieselbe zugeführte Leistung und dasselbe Frequenzband. In der Praxis ist mindestens eine dieser Bedingungen regelmäßig verletzt.

    Für die Planung ist die Unterscheidung mehr als Sorgfalt beim Lesen. Der Pegel am Hörplatz folgt aus drei Dingen: was die Quelle abgibt, wie sie es verteilt und wie weit weg gehört wird. Nur das erste ist eine Geräteeigenschaft. Das zweite entscheidet die Aufstellung — ein bündig montierter Lautsprecher gewinnt Schalldruck, ohne mehr Leistung abzugeben —, das dritte die Raumgeometrie. Wer nur Datenblätter vergleicht, optimiert genau ein Drittel.

    Verknüpfte Inhalte

    Was ein Dezibel überhaupt ist, steht beim Dezibel; wie aus dem Schallleistungspegel der Pegel an einem Ort wird, rechnet die Formelseite Schalldruckpegel aus Schallleistungspegel vor, und wie derselbe Pegel mit der Entfernung abnimmt, die Freifeld-Formelseite. Wie stark eine Quelle bündelt, klärt das Bündelungsmaß, und ab welchem Abstand im Raum nicht mehr der Lautsprecher, sondern der Raum bestimmt, der Hallradius. Den Zusammenhang zwischen elektrischer Leistung und erreichbarem Pegel führen Wirkungsgrad und Verstärkerleistung aus.

    Quellen

    Die Definitionen der beiden Pegel mit ihren Bezugsgrößen und die Hüllflächenverfahren folgen der Normenreihe ISO 3744/3745.

    @1 m (Freifeld/Halbraum, Herstellerangabe)
    110 dB
  • Tieftöner

    Anzahl Tieftöner
    2
  • Gehäusemaße

    Höhe
    398 mm
    Breite
    365 mm
    Tiefe
    429 mm
    Gewicht
    34 kg

Anschlüsse

Rückansicht des KEF Reference 8b Subwoofers mit Bedienelementen und Anschlüssen.

Rückansicht des KEF Reference 8b Subwoofers mit Bedienelementen und Anschlüssen.

Rückansicht des KEF Reference 8b Subwoofers mit Bedienelementen und Anschlüssen.
  • Eingänge / I/O

    • Line-Eingang

    • XLR-Eingang

    Ausgänge

    • Link-Ausgang

      • Lautsprecher-Eingang L

      • Lautsprecher-Eingang R

    • Netzeingang

Downloads

Bedienungsanleitung

Datenblatt

Angaben zur Produktsicherheit

Herstellerinformation

Firma
GP Industries Limited
Postanschrift
83 Clemenceau Avenue, #14-01 UE Square239920 Singapore
Telefon
+65 (0) 6395 0850

Verantwortliche Person in der EU

Firma
GP Acoustics GmbH
Postanschrift
Nordhofstraße 245127 Essen
Telefon
+49 (0) 201 170390

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