Videospiel auf der Projektionsleinwand für Gaming und Serien im Heimkino Bochum.

High-End-Heimkino
Kleiner Kellerraum, große Ansprüche

Was machst du, wenn du monatelang an deinem Traum-Heimkino festhältst – und eine fertige Planung von einem anderen Anbieter auf deinen Kellerraum einfach nicht passt? Genau das war der Start dieses Referenzprojekts in Bochum. Der Kunde des AVITECT Studio Bochum kam mit einem kompletten Planungsbuch unter dem Arm. Für uns war klar: So wie geplant, funktioniert das hier nicht.

Statt den Kompromissen hinterherzulaufen, haben wir die Planung neu gedacht – akustisch, technisch und optisch. Das Ergebnis ist ein kompaktes 7.1.4-Heimkino mit Single Bass Array, großer JVC-Projektion, Anthem-Elektronik und einem Raum, der Performance liefert, sich aber trotzdem wohnlich anfühlt. Kein steriles Labor, sondern ein Hybrid-Black-Cinema, in dem Filmabende, Serien und Gaming gleichermaßen funktionieren.

Im folgenden Artikel zeigen wir dir, wie ein kleiner Kellerraum Schritt für Schritt zu einem echten High-End-Heimkino wurde – und worauf es ankommt, wenn der Raum nicht mitspielt.

Projekt auf einen Blick

AVITECT Studio
Bochum
Raum
Kellerraum, begrenzte Deckenhöhe
Konzept
Black Cinema, als Hybrid mit wohnlichem Charakter
Sitzplätze
Eine Reihe, vier Kinosessel
Bild
JVC-Projektor, große 16:9-Leinwand, motorisierte Maskierung
Ton
7.1.4 mit Single Bass Array (vier Subwoofer in der Front)
Elektronik
Anthem AV-Receiver, Control4-Steuerung
Besonderheiten
Figurenregale, PS5/Gaming, Schreiner-Umsetzung nach AVITECT-Planung

Ausgangslage: Wenn die Planung nicht zum Raum passt

Viele Heimkino-Projekte scheitern nicht an fehlendem Budget, sondern an einer Planung, die den tatsächlichen Raum nicht ernst nimmt. In einer vorliegenden PLanung war eine zweite Sitzreihe mit Podest vorgesehen – bei der vorhandenen Deckenhöhe schlicht unrealistisch. Auch die Rückwand war in der Fremdplanung so angelegt, dass wichtige Absorption fehlte. In einem kleinen Kellerraum ist das fatal: Ohne gezielte Akustik wird der Raum entweder hörbar kaputt oder klanglos tot.

Gemeinsam mit dem Kunden haben wir die Konzepte durchgesprochen und uns auf eine Sitzreihe geeinigt. Das war nicht nur pragmatisch, sondern klangtechnisch die bessere Entscheidung: So sitzt man in der Druckzone des Bass-Systems, der Sitzabstand passt zur Leinwand, und niemand blockiert den Lichtweg des Projektors.

Die komplette Gestaltung der Front- und Rückwand wurde neu aufgesetzt – inklusive der Frage, wo Lautsprecher, Subwoofer und Leinwand wirklich hinmüssen, statt wo es auf dem Papier am schönsten aussieht.

Vier Subwoofer der Frontwand im Single-Bass-Array während der Bauphase des Heimkinos in Bochum.

Planung: Erst Technik, dann Design

Unser Ansatz bei jedem Heimkino ist gleich: Die Technik diktiert den Raum, nicht umgekehrt. Erst wenn Hörplatz, Lautsprecherpositionen, Subwoofer, Leinwand und Projektorwurf stimmig sind, legen wir das Design darüber – mit einem klaren Raster aus Absorptionsflächen, akustisch transparenten Zonen, Holzelementen und Regalen.

In diesem Projekt mussten unter anderem ein Technik-Rack im Raum integriert werden, Regale für eine große Figurensammlung, Platz für Medien und Konsolen – und alles so, dass der Schreiner des Kunden es präzise umsetzen kann. Wir liefern die Fachplanung und Detailzeichnungen; auf Wunsch realisieren wir das Kino auch komplett schlüsselfertig. Hier war der Weg: vertrauensvoller Schreiner plus AVITECT-Planung – eine Kombination, die in der Praxis sehr gut funktioniert, wenn die Schnittstellen sauber definiert sind.

Das Ergebnis sollte warm und wohnlich wirken, nicht wie ein hypertechnischer Laborraum. Genau diese Balance macht aus einem Kino im Keller ein Zimmer, das man wirklich jeden Abend nutzen will.

Alternative Rückansicht: vier Kinosessel, Projektor-Nische und Skyline-Diffusor im Heimkino Bochum.

Raumakustik: Lebendigkeit statt totgedämpft

Der Klassiker beim Selbstbau: Viel hilft viel – und schon ist der Raum komplett totgedämpft. Kein Hall, aber auch keine Lebendigkeit. In kleinen Kellerräumen passiert das schneller, als viele denken.

Deshalb planen wir Akustik gezielt: Wo braucht es Absorption? Wo Streuung? Wo muss Stoff akustisch transparent sein, weil dahinter Lautsprecher sitzen? In Bochum kamen unter anderem Skyline-Diffusoren an Decke und Rückwand zum Einsatz – oberhalb der Sitzreihe, wo sie den Raum offen halten und Reflexionen brechen, statt alles wegzuwickeln.

Die Kunst ist nicht, möglichst viel Akustikmaterial zu verbauen, sondern die richtige Menge an der richtigen Stelle – und das dann so zu verpacken, dass es wie bewusstes Interior Design aussieht. Genau das unterscheidet ein durchplanntes Referenz-Heimkino von einer Sammlung hochwertiger Einzelteile.

Ausgeschaltete Projektionsleinwand mit warmem LED-Randlicht im fertigen Heimkino Bochum.

Bild & Leinwand im kleinen Raum

Große Leinwand, wenig Platz

Eine große Leinwand ist der Traum fast jedes Heimkinobesitzers. In einem kompakten Kellerraum ist sie für den Planer oft das größte Spannungsfeld: Reicht der Projektionsabstand? Hat der Beamer genug Licht? Wo müssen die Sitze stehen, damit das Sichtfeld stimmt, der Bass drückt – und kein Kopf im Lichtkegel hängt?

Hier sind wir mit einem JVC-Projektor bewusst an die Grenze des Machbaren gegangen. Der Sitzabstand zur Bildbreite liegt bei etwa 1:1 – man sitzt förmlich im Bild. Mehrfach berechnet, immer wieder geprüft: Passt der Wurf? Passt die Leinwand? Erst als das Bild zum ersten Mal auf der Leinwand lag, war klar: Es funktioniert – aber dieses Projekt verzeiht keine nachlässige Planung.

Cinemascope-Film auf der 16:9-Leinwand mit motorisierter Maskierung im AVITECT Heimkino Bochum.

16:9, Cinemascope, Serien und Gaming

Der Kunde wollte nicht nur Kinofilm im Breitbild, sondern auch Serien, Streaming und Gaming. Deshalb fiel die Wahl auf eine 16:9-Leinwand mit motorisierter Maskierung: Für echte Filmabende fährt die Maske auf Cinemascope-Format ein – ohne störende graue Balken, mit deutlich besserem Kontrast.

Die Leinwand ist akustisch transparent. Die Lautsprecher sitzen dahinter an der technisch korrekten Position – inklusive der Frontkanäle links und rechts, nicht nur der Center. So bleibt die Tonbühne stabil, während das Bild die volle Breite nutzt.

YouTube

Das YouTube Thumbail zum Black Cinema Projekt BO-BC-0025 aus dem AVITECT Studio Bochum. Das YouTube Video zum Projekt Schau dir die Details zum Projekt im YouTube Video an. Zum Video
Lautsprecherwand mit Single Bass Array: vier Subwoofer und drei Frontkanäle während der Installation in Bochum.

Sound: 7.1.4 mit Single Bass Array

Im Tiefton haben wir uns für ein Single Bass Array entschieden: vier aktive Subwoofer in der Frontwand. Das sorgt in diesem Raum – mit nur einer Sitzreihe – für spürbar mehr Punch und Druck als ein Double Bass Array, das vor allem dann seine Stärken ausspielt, wenn eine zweite Reihe mitbedacht werden muss.

Das 7.1.4-Setup mit Ceiling- und Surround-Kanälen ist hinter Stoff und Konstruktion verschwunden. Sichtbar bleibt das Kino-Erlebnis, nicht die Boxenwand. Die Abstimmung von Subwoofern und Raum erfolgte professionell – damit alle vier Subs gemeinsam und sauber arbeiten, bevor das System fein auf den Hörplatz eingemessen wird.

Wer einmal in einem kleinen, korrekt geplanten 7.1.4-Raum saß, versteht, warum zwei Subs in der Ecke selten dieselbe Liga spielen.

Integrierte Tür und Back-Surround an der schrägen Rückwand neben der Projektor-Nische in Bochum.

Die Tür an der Rückwand – wenn Architektur Ton blockiert

Ein Klassiker im Heimkino-Bau: Die Tür sitzt dort, wo man sie architektonisch erwartet – und genau dort, wo man akustisch und technisch etwas anderes bräuchte. In Bochum klebte die Tür förmlich an der Rückwand und blockierte Platz für Absorption und die Position des Back-Surround.

Die Lösung: Die Rückwand wurde angeschrägt, Absorber und Lautsprecher in die Konstruktion integriert, die Tür so geführt, dass sie sich fast vollständig öffnen lässt – ohne dass das Design einen harten Cut zeigt. Technische Notwendigkeit und Optik gehen hier Hand in Hand.

Seitenansicht mit Leinwand, LED-Akzentlicht und beleuchteter Figurensammlung im Heimkino Bochum.

Hybrid-Black-Cinema: Performance mit Wohnlichkeit

Ein echtes Black Cinema lebt von dunklen Grenzflächen – Wände, Decke, so wenig Streulicht wie möglich. In Bochum sind diese Flächen konsequent dunkel und akustisch optimiert. Und trotzdem wirkt der Raum nicht kalt.

Der bewusste Gegenspieler: ein heller, hochfloriger Teppich vor den Sitzen. Er macht den Raum wohnlicher, dämpft den Boden sinnvoll – und weil er nicht bis direkt vor die Leinwand läuft, stört er das Bild weit weniger, als viele auf den ersten Blick vermuten. Dazu warmes Holz, beleuchtete Figurenregale, eine Atmosphäre, die eher an ein Premium-Wohnzimmer mit Kinoleinwand erinnert als an einen geschlossenen Schacht.

Wir nennen das gern ein Hybrid-Kino: Die Bildperformance eines Black Cinema, die Alltagstauglichkeit eines Raums, in dem man sich wirklich aufhalten mag.

Anthem MRX AV-Receiver und Quellgeräte im eingebauten Technik-Rack im Heimkino Bochum.

Technik, die im Alltag funktioniert

High-End im Keller darf nicht kompliziert bedienen. Im Technik-Rack arbeitet ein Anthem MRX AV-Receiver mit den Quellen – Blu-ray, Streaming, Konsolen – kompakt und auf den Raum abgestimmt. Das System wurde professionell eingemessen und klingt am tatsächlichen Hörplatz, nicht nur auf dem Papier.

Gesteuert wird alles über Control4: Ein Tastendruck, Szene Kino – Projektor an, Ton an, Quellen bereit. Kein Stapel aus Fernbedienungen. Gerade im Alltag ist das der Unterschied zwischen wir haben ein Heimkino und wir schauen abends wirklich im Heimkino.

Design & Medien – Regale, Figuren, Konsole

Ein Raum soll die Persönlichkeit des Kunden tragen. Die beleuchteten Regale mit Figurensammlung sind von Anfang an Teil des Raumkonzepts – inklusive der Akustik dahinter.

In der Seitenwand finden Medien, Konsolen und die PS5 ihren Platz, sauber integriert statt als Kabel-Chaos im Regal.

Kinosessel unter Skyline-Diffusoren an Decke und Wand mit Figurenregalen im AVITECT Heimkino Bochum.

Licht & Komfort – das Kino, das man wirklich nutzt

Die beste Technik nützt wenig, wenn der Raum ungemütlich oder unpraktisch ist. Das Lichtkonzept trennt bewusst zwischen Kinomodus und Alltag: dezente LED-Akzentlinien für Atmosphäre, zusätzlich genug Licht zum Reinigen oder Einrichten.

Vier bequeme Kinosessel in einer Reihe. Auch Details wie öffenbare Fenster hinter den Akustikwänden – für Stoßlüften im Keller – oder ein gelochtes Brett über dem Heizkörper, damit Luft zirkulieren und Deko Platz hat: Der Grund, warum ein Kino langfristig genutzt wird.

Fazit: Kleiner Raum, große Lösung

Dieses Referenzprojekt in Bochum zeigt, was möglich ist, wenn Planung und Raumgeometrie zusammenpassen – und wenn man bereit ist, eine schöne, aber unpassende Fremdplanung loszulassen. Aus einem kompakten Kellerraum wurde ein 7.1.4-Heimkino mit echtem Kinobild, massivem Bass, durchdachter Akustik und einem Design, das man gerne zeigt.

Ob du selbst baust, einen Schreiner mitbringst oder alles aus einer Hand möchtest: Entscheidend ist die fachliche Planung vor dem ersten Schnitt in der Rigips-Wand.

Du planst ein Heimkino in Bochum oder der Region?

Das Team des AVITECT Studio Bochum berät dich zu Planung, Akustik, Technik und Umsetzung – vom ersten Skizzenentwurf bis zum fertigen Kinoraum.

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