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Einleitung

Einbau-Subwoofer mit 250-mm-Langhub-Treiber, THX Ultra/Select-zertifiziert am KASA500-Verstärker, IP64.

Die Highlights des Ci250RRb-THX im Überblick

  • Einbauöffnung

    300 mm

  • Einbautiefe

    147 mm

  • Gehäuse

    B × H × T

    346 mm346 mm153 mm

    Gewicht 5,6 kg

Technische Daten

  • Bass Port

    Bass Konzept

    Glossar

    Bassreflex und geschlossenes Gehäuse

    Beide Bauarten lösen dieselbe Aufgabe unterschiedlich: Sie verhindern, dass sich der Schall von der Vorder- und der Rückseite der Membran im Bass gegenseitig auslöscht. Das geschlossene Gehäuse sperrt die Rückseite komplett ein, das Bassreflexgehäuse führt sie über eine abgestimmte Öffnung nach außen und lässt sie im Nutzbereich mitspielen.

    Ein Basslautsprecher schiebt Luft nach vorn und gleichzeitig nach hinten. Ohne Gehäuse würden sich beide Hälften ausgleichen und es bliebe fast nichts übrig. Die geschlossene Box sperrt die Rückseite einfach ein. Die Bassreflexbox lässt sie durch ein Rohr wieder heraus, und zwar genau so abgestimmt, dass sie im Tiefton mithilft statt zu stören. Das bringt bei gleicher Größe mehr Pegel — kostet aber Reserve, sobald es noch tiefer wird. Welche Bauart die bessere ist, lässt sich deshalb nicht allgemein sagen.

    Ausführliche Erklärung

    Im geschlossenen Gehäuse wirkt die eingeschlossene Luft wie eine Feder, gegen die die Membran arbeitet. Nach unten hin fällt der Pegel sanft ab, und dieser flache Verlauf ist im Wohnraum ein echter Vorteil: Der Raum selbst hebt zu tiefen Frequenzen hin an, und beides zusammen ergibt oft einen tieferen nutzbaren Bass, als das Datenblatt vermuten lässt. Bezahlt wird das mit Wirkungsgrad — für denselben Pegel braucht eine geschlossene Konstruktion mehr Verstärkerleistung und mehr Membranhub.

    Das Bassreflexgehäuse fügt eine zweite schwingungsfähige Größe hinzu. Die Luftmasse im Rohr bildet zusammen mit dem Gehäusevolumen einen Resonator, der um seine Abstimmfrequenz herum kräftig mitstrahlt. Genau dort bewegt sich die Membran am wenigsten, weil die Öffnung die Arbeit übernimmt — das Prinzip liefert bei gleichem Chassis und gleicher Baugröße mehr Maximalpegel im Tiefton. Unterhalb der Abstimmung kippt das Verhältnis allerdings schlagartig: Der Pegel fällt deutlich steiler ab, und die Membran verliert ihre Führung, sodass sie bei tiefen Signalen unkontrolliert weit ausschlägt. Aktive Konstruktionen — allen voran Subwoofer — fangen das mit einem Hochpassfilter unterhalb der Abstimmung ab; eine passive Reflexbox hat diesen Schutz nicht und verlässt sich darauf, dass im Musikmaterial unterhalb ihrer Abstimmung kaum Energie liegt.

    Die theoretische Grundlage dafür stammt von Neville Thiele und Richard Small, zwei Ingenieuren, die in den 1960er- und 1970er-Jahren in Australien die Kenngrößen entwickelten, mit denen sich Chassis und Gehäuse bis heute berechnen lassen. Seitdem ist die Abstimmung einer Reflexbox keine Bastelei mehr, sondern eine Auslegungsentscheidung mit klaren Zielkonflikten.

    Ein praktischer Punkt geht in Datenblättern gern unter: Die Öffnung bewegt Luft, und wenn sie zu knapp dimensioniert oder zu nah an einer Wand sitzt, entstehen Strömungsgeräusche. Ein rückwärtiges Rohr braucht deshalb Abstand — nicht nur wegen des Basspegels, sondern wegen der Strömung selbst.

    Klar, geschlossene Konstruktionen gelten als die präziseren; der hörbare Unterschied ist trotzdem kleiner als der Ruf. Die zusätzliche Verzögerung im Bereich der Abstimmung ist messbar, wird im Wohnraum aber von dem überlagert, was Raummoden ohnehin an Nachschwingen beitragen. Zwischen einer gut gerechneten Reflexbox und einer mittelmäßigen geschlossenen Box gewinnt die Reflexbox.

    Bei Subwoofern

    Bei Subwoofern spitzt sich dieselbe Abwägung zu, weil dort ausschließlich der Bassbereich zählt. Geschlossene Subwoofer bauen für eine gegebene Abstimmung kleiner, fallen sanft ab und harmonieren dadurch gut mit dem Anstieg, den ein geschlossener Raum ohnehin liefert; sie verlangen aber kräftige Endstufen und viel Hub. Reflex-Subwoofer holen aus demselben Chassis rund um die Abstimmung deutlich mehr Maximalpegel heraus — der gängige Weg, wenn große Pegel im Tiefbass gefordert sind — und brauchen dafür mehr Volumen sowie zwingend einen Subsonic-Filter. Eine Sonderform ist die Passivmembran: Sie ersetzt das Rohr durch eine zweite, nicht angetriebene Membran, folgt aber derselben Logik und ist kein drittes Prinzip.

    Welche Bauform in einem konkreten Projekt passt, hängt an Raumgröße, Zielpegel und Aufstellungsfreiheit — die ausführliche Gegenüberstellung samt Qualitätskriterien steht auf der Wissensseite zu den Subwoofer-Bauformen.

    Häufiges Missverständnis

    „Geschlossen ist trocken, Bassreflex ist schwammig" — diese Erzählung hält sich, weil sie eine echte Beobachtung falsch erklärt. Was viele als schwammig erleben, stammt fast immer aus dem Raum: eine Mode, die lange nachschwingt, oder ein Subwoofer, der in einer Ecke steht. Beides passiert einem geschlossenen Gehäuse an derselben Stelle genauso.

    Genauso schief ist die Gleichsetzung von Öffnung und Tiefgang. Ein Rohr an der Rückseite sagt für sich genommen nichts darüber aus, wie tief eine Box spielt. Entscheidend ist die Abstimmfrequenz, und die ist eine Auslegungsentscheidung — es gibt hoch abgestimmte Reflexboxen, die weniger tief kommen als eine gut gerechnete geschlossene Konstruktion.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Passivmembran: Ersatz für das Rohr innerhalb desselben Prinzips.
    • Downfire und Frontfire: Beschreiben, wohin das Chassis strahlt, nicht wie das Gehäuse arbeitet.
    • Transmissionline und Horn: Eigene Prinzipien mit anderer Auslegungslogik.

    In der Planung

    Ein Wohnzimmer von etwa 30 Quadratmetern, offen zur Küche, Wunsch nach Kinopegel. Zu klären ist, wie viel Tiefbass bei welchem Pegel gebraucht wird — und ob der Raum überhaupt geschlossen genug ist, um von seinem eigenen Anstieg im Tiefton zu profitieren.

    Weil der Raum zur Küche offen ist, fällt dieser Anstieg weitgehend weg; der sanfte Abfall eines geschlossenen Subwoofers wird damit nicht mehr aufgefangen. Das Verfahren der Wahl ist deshalb eine Reflexkonstruktion mit ausreichend tiefer Abstimmung, ergänzt um einen zweiten Subwoofer für die Gleichmäßigkeit über die Sitzplätze. Erst mit dieser Festlegung beginnt die Geräteauswahl — und die Aufstellung entscheidet danach immer noch mehr über das Ergebnis als das Gehäuseprinzip.

    Verknüpfte Inhalte

    Was die Bauform für die Gerätewahl bedeutet, steht bei Subwoofer und auf der Wissensseite zu den Subwoofer-Bauformen. Warum mehr Watt nicht linear mehr Pegel ergeben, klären Wirkungsgrad und Verstärkerleistung.

    Quellen

    Die Auslegungsgrundlagen folgen den Arbeiten von Thiele und Small.

    Offen (Open Back)
  • Leistungsdaten

    Maximaler SPL

    Glossar

    Schallleistung und Schalldruck

    Die Schallleistung ist die Energie, die eine Quelle je Sekunde als Schall abgibt — eine Eigenschaft des Geräts, unabhängig davon, wo man steht. Der Schalldruck ist die Druckschwankung, die an einem bestimmten Ort ankommt — eine Eigenschaft dieses Orts.

    Denk an einen Heizkörper. Seine Leistung in Watt ist eine Eigenschaft des Geräts und ändert sich nicht, wenn Du durchs Zimmer gehst. Die Temperatur, die Du spürst, ändert sich sehr wohl — direkt davor ist es warm, in der Ecke kühl. Genauso ist es beim Schall: Was der Lautsprecher abgibt, ist das eine, was bei Dir ankommt, das andere. Und weil beide Angaben in Dezibel stehen, werden sie ständig verwechselt.

    Ausführliche Erklärung

    Beide Größen werden als Pegel angegeben, und beide heißen Dezibel — aber sie beziehen sich auf verschiedene Referenzen und lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen.

    text Schallleistungspegel L_W = 10 · log₁₀(P / P₀) P₀ = 1 pW = 10⁻¹² W Schalldruckpegel L_p = 20 · log₁₀(p / p₀) p₀ = 20 µPa

    Der Unterschied zwischen 10 und 20 ist keine Konvention, sondern folgt aus der Physik. Die Leistung ist proportional zum Quadrat des Schalldrucks. Wer also den Druck halbiert, viertelt die Leistung — und beide Rechnungen ergeben denselben Abschlag von 6 dB, wenn vor dem Logarithmus einmal die 20 und einmal die 10 steht. Genau daher kommt die 6-dB-Regel des Abstandsgesetzes: Die abgegebene Leistung verteilt sich auf eine Kugelfläche, die mit dem Quadrat der Entfernung wächst.

    Im Freifeld hängen beide Größen über die Geometrie zusammen: Aus dem Schallleistungspegel der Quelle, ihrem Bündelungsgrad und dem Abstand folgt der Schalldruckpegel an einem Ort — die Gleichung dazu und durchgerechnete Beispiele stehen auf der Formelseite Schalldruckpegel aus Schallleistungspegel. Für die beiden Begriffe zählt daran vor allem eine Folge: Derselbe Lautsprecher erzeugt bündig in einer Wand rund 3 dB mehr Schalldruck als frei im Raum aufgehängt, und seine Schallleistung ändert sich dabei nicht. Genau dort laufen die beiden Größen auseinander — die Quelle gibt gleich viel ab, der Ort bekommt verschieden viel.

    Gemessen wird immer der Druck; ein Mikrofon kann nichts anderes. Die Schallleistung wird daraus berechnet, indem man den Druck auf einer gedachten Hüllfläche um die Quelle abtastet und über die Fläche aufsummiert. Die Verfahren dafür stehen in ISO 3745 für den reflexionsarmen Raum und in ISO 3744 für Messungen über einer reflektierenden Ebene. Der Aufwand erklärt, warum Lautsprecherdatenblätter fast nie einen Schallleistungspegel nennen, sondern den Kennschalldruckpegel in einem Meter Abstand — eine Größe, die einfacher zu messen und für die Auslegung praktischer ist.

    Häufiges Missverständnis

    „Der Verstärker hat 200 Watt, der Lautsprecher gibt also 200 Watt Schallleistung ab." Es sind zwei verschiedene Watt. Die eine Angabe ist elektrische Leistung, die andere akustische — und dazwischen liegt der Wirkungsgrad, der bei Lautsprechern klein ist. Der ganz überwiegende Teil der zugeführten Leistung wird zu Wärme in der Schwingspule, nicht zu Schall. Wie klein der Anteil ist und was das für die Auslegung bedeutet, steht beim Wirkungsgrad.

    Der zweite Fehlschluss ist heimtückischer, weil beide Angaben gleich aussehen: „95 dB ist 95 dB." Ein Schallleistungspegel von 95 dB und ein Schalldruckpegel von 95 dB beschreiben völlig verschiedene Sachverhalte, und zwischen ihnen liegen der Messabstand und die Richtwirkung der Quelle. Wer zwei Datenblätter vergleicht, muss zuerst prüfen, welche der beiden Größen angegeben ist — und bei Schalldruck zusätzlich, in welchem Abstand, auf welcher Achse und mit welcher Leistung.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Elektrische Leistung: Was der Verstärker abgibt, in Watt — eine Eingangsgröße des Lautsprechers, keine Ausgangsgröße.
    • Wirkungsgrad und Kennschalldruckpegel: Sie beschreiben, wie viel Schalldruck ein Lautsprecher aus einer bestimmten elektrischen Leistung in einem festen Abstand macht.
    • Lautheit: die empfundene Lautstärke. Sie hängt neben dem Pegel auch von Frequenz und Dauer ab; minus 6 dB ist der halbe Schalldruck, aber bei weitem nicht die halbe Lautstärke.
    • Schallschnelle: die zweite Feldgröße neben dem Druck, die Bewegungsgeschwindigkeit der Luftteilchen.

    In der Planung

    Ein Kunde vergleicht zwei Einbaulautsprecher und liest bei einem 89 dB, beim anderen 92 dB. Der Schluss „der zweite ist lauter" hält nur, wenn beide Angaben denselben Bezug haben — dieselbe Messgröße, denselben Abstand, dieselbe zugeführte Leistung und dasselbe Frequenzband. In der Praxis ist mindestens eine dieser Bedingungen regelmäßig verletzt.

    Für die Planung ist die Unterscheidung mehr als Sorgfalt beim Lesen. Der Pegel am Hörplatz folgt aus drei Dingen: was die Quelle abgibt, wie sie es verteilt und wie weit weg gehört wird. Nur das erste ist eine Geräteeigenschaft. Das zweite entscheidet die Aufstellung — ein bündig montierter Lautsprecher gewinnt Schalldruck, ohne mehr Leistung abzugeben —, das dritte die Raumgeometrie. Wer nur Datenblätter vergleicht, optimiert genau ein Drittel.

    Verknüpfte Inhalte

    Was ein Dezibel überhaupt ist, steht beim Dezibel; wie aus dem Schallleistungspegel der Pegel an einem Ort wird, rechnet die Formelseite Schalldruckpegel aus Schallleistungspegel vor, und wie derselbe Pegel mit der Entfernung abnimmt, die Freifeld-Formelseite. Wie stark eine Quelle bündelt, klärt das Bündelungsmaß, und ab welchem Abstand im Raum nicht mehr der Lautsprecher, sondern der Raum bestimmt, der Hallradius. Den Zusammenhang zwischen elektrischer Leistung und erreichbarem Pegel führen Wirkungsgrad und Verstärkerleistung aus.

    Quellen

    Die Definitionen der beiden Pegel mit ihren Bezugsgrößen und die Hüllflächenverfahren folgen der Normenreihe ISO 3744/3745.

    109 dB
  • Treiberanzahl

    Anzahl Tieftöner
    1
  • Gehäusemaße

    Höhe
    346 mm
    Breite
    346 mm
    Tiefe
    153 mm
    Gewicht
    5,6 kg
  • Einbaumaße

    Einbauöffnung Durchmesser
    300 mm
    Einbautiefe
    147 mm

    Blende & Schutz

    IP-Schutzart

    Glossar

    Schutzart (IP-Code)

    Die Schutzart beschreibt, wie dicht ein Gehäuse ist. Sie besteht aus den Buchstaben IP und zwei Ziffern: Die erste sagt, wie gut das Gehäuse gegen feste Fremdkörper und gegen Berührung schützt, die zweite, wie gut es Wasser abhält. IP65 heißt also staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser.

    Wenn ein Lautsprecher draußen hängt, muss sein Gehäuse Regen, Staub und Insekten aushalten. Wie gut es das kann, steht in einer kurzen Angabe wie IP65. Die erste Zahl steht für Staub, die zweite für Wasser. Für Dich ist dabei vor allem eines wichtig: Die Angabe sagt nur etwas über Dichtigkeit. Ob das Material auch fünf Sommer Sonne und fünf Winter Frost übersteht, steht in einer ganz anderen Zeile des Datenblatts.

    Ausführliche Erklärung

    Festgelegt ist der IP-Code in der Norm IEC 60529, in Deutschland als DIN EN 60529. Die erste Ziffer läuft von 0 bis 6 und beschreibt den Schutz gegen feste Fremdkörper: 5 bedeutet staubgeschützt — es darf etwas eindringen, aber nicht so viel, dass die Funktion leidet —, 6 bedeutet staubdicht. Die zweite Ziffer läuft von 0 bis 9 und beschreibt den Wasserschutz, von Tropfwasser über Sprühwasser und Spritzwasser bis zu Strahlwasser, zeitweiligem und dauerndem Untertauchen.

    Zwei Eigenheiten der Systematik werden regelmäßig falsch gelesen.

    Ein X an einer Stelle bedeutet nicht „kein Schutz", sondern „nicht geprüft". IPX4 sagt also aus, dass das Gehäuse gegen Spritzwasser geprüft wurde und über den Staubschutz keine Aussage vorliegt. Für einen Lautsprecher, der ganzjährig zwischen Pflanzen sitzt, ist das eine Lücke, keine Auskunft.

    Und die Wasserziffern bilden keine durchgehende Rangfolge. Der Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen (7) schließt den Schutz gegen Strahlwasser (5 oder 6) nicht automatisch ein, weil beide mit verschiedenen Prüfungen und verschiedenen Belastungen arbeiten: Untertauchen prüft Druck, Strahlwasser prüft Impuls und Richtung. Deshalb gibt es Produkte, die beide Angaben nebeneinander führen — IP65 und IP67 —, und deshalb ist die höhere Ziffer nicht immer die passendere.

    Der wichtigste Punkt steht allerdings nicht in der Norm, sondern daneben. Geprüft wird im Labor, mit klarem Wasser, bei definiertem Druck, an einem neuen Gerät. Was Außenlautsprecher tatsächlich altern lässt, taucht dabei nicht auf: UV-Strahlung, die Kunststoffe und Sicken versprödet, Frost-Tau-Wechsel, Salz in Küstennähe oder Chlorluft am Pool, und die Korrosion an Schrauben, Gittern und Anschlussklemmen. Eine hohe Schutzart ist deshalb eine notwendige Bedingung für den Dauereinsatz draußen, aber keine hinreichende.

    Häufiges Missverständnis

    „IP65 heißt wetterfest" ist die Kurzformel, mit der die Zahl meistens gelesen wird — und sie schiebt zwei Fragen ineinander. Die Schutzart beantwortet, ob Wasser und Staub ins Gehäuse gelangen. Ob das Gehäuse selbst, die Membran, die Sicke und die Kontakte fünf Jahre Witterung überstehen, ist eine Materialfrage, für die es keine einzelne Kennzahl gibt. Genau deshalb entscheidet AVITECT die Produktauswahl draußen nicht über die IP-Ziffer, sondern über die konstruktive Eignung für den Dauereinsatz; die Schutzart ist dabei eine Anforderung von mehreren.

    Der zweite verbreitete Kurzschluss betrifft die Montage. Ein Gehäuse ist nur so dicht wie seine Durchführungen: Ein IP66-Lautsprecher mit einer offenen Kabelverbindung im Erdreich ist kein IP66-System. Die Schutzart gilt für das Produkt, nicht für die Installation.

    Nicht zu verwechseln mit

    • Schutzklasse: Bezeichnet den Schutz gegen elektrischen Schlag (I, II, III) und hat mit Dichtigkeit nichts zu tun. Die Namensähnlichkeit im Deutschen ist die eigentliche Fehlerquelle.
    • IK-Code: Beschreibt die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Schläge — draußen etwa für Rasenmäher und Bälle relevant, aber eine eigene Angabe.
    • Witterungsbeständigkeit: UV, Frost, Salz und Korrosion. Steht in Materialangaben und Garantiebedingungen, nicht im IP-Code.

    In der Planung

    Ein Garten mit Spießlautsprechern in den Beeten, dazu zwei Lautsprecher unter dem Terrassendach und einer am Pool. Geh zuerst jede Position durch: Welcher Belastung ist sie tatsächlich ausgesetzt ist — und die Antwort fällt für drei Positionen unterschiedlich aus.

    Daraus folgt die Anforderung je Ort, bevor über Modelle geredet wird: Unter dem Terrassendach steht das Gerät geschützt, Spritzwasser und Staub genügen als Anforderung. Im Beet sitzt der Lautsprecher im Sprühbereich der Bewässerung und im Erdreich, hier zählen Staubdichtheit und Strahlwasserschutz — und ebenso die Verbindungstechnik, denn die Kabelverbindung liegt im Boden. Am Pool kommt Chlorluft dazu, was eine Materialfrage ist und keine IP-Frage. Erst mit diesen drei Anforderungsprofilen geht es an die Produktauswahl, und die Kabelverbindungen im Erdreich sind dabei ein eigenes Thema, kein Zubehördetail — die Wissensseite dazu behandelt Muffenbauarten, Leerrohrführung und Prüfbarkeit.

    Verknüpfte Inhalte

    Wie sich verteilte Außensysteme verkabeln lassen, steht bei der 70-Volt-Technik. Womit die Verbindungsstellen im Boden dauerhaft dicht werden — und warum die IP-Ziffer des Lautsprechers dazu nichts sagt — klärt die Seite zu Kabelverbindungen im Erdreich. Der Outdoor-Audio-Guide behandelt Wetterfestigkeit und Schutzarten in einem eigenen Kapitel.

    Quellen

    Die Ziffernbedeutungen folgen IEC 60529 beziehungsweise DIN EN 60529.

    IP64

Anschlüsse

Rückansicht des KEF Ci250RRb-THX in Blau mit sichtbaren Anschlüssen.

Rückansicht des KEF Ci250RRb-THX in Blau mit sichtbaren Anschlüssen.

    • Terminal

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